Autor Thema: Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen  (Gelesen 7614 mal)

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Offline JS

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Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen
« am: 4.05.2015 | 14:15 »
Moin!
Hier möchte ich kurz über unsere ersten Erfahrungen mit Linux-Distributionen berichten.
(Es soll aber kein ausdrücklicher Hilferuf zur Problemlösung sein.)

Vorweg: Wir nutzen seit 20 Jahren mit großer Zufriedenheit Windows-OS und sind erfahrene Windows-Anwender. Darüber hinaus kennen wir iOS und Android etwas besser. Wir stehen Apple (ohne konkrete Gründe) nicht sehr nahe und sind mit dem Weg, den Windows mit 8.1 und 10 nahm und nehmen wird, nicht glücklich. Daher woll(t)en wir nun den Übergang zu Linux wagen, das uns mit den neuen Distributionen inkl. Gnome und KDE in der Theorie gut gefallen hat. So setzten wir in den letzten Tagen ein älteres Testsystem auf (oder versuchten es):

Testsystem:
CPU AMD Athlon 64 Dual Core 4800+
MB Asus nForce 4
RAM 2 GB
Graka Gainward GeForce 9500 GT
HD WD Blue 1 TB

Installationsergebnisse von 3 Tagen in Testreihenfolge:
1. OpenSUSE 13.2 32Bit mit KDE: Am ersten Tag lief es stundenlang großartig und schien unsere Hoffnungen in jeder Hinsicht zu erfüllen, dann aber wurde es nach einigen Neustarts plötzlich extrem langsam, brauchte für jeden Programmstart Minuten, fuhr Firefox nur noch im Sicherheitsmodus hoch und fror schließlich immer wieder ein.
2.-4. OpenSUSE 13.2 32Bit mit KDE: Freezes beim Booten.
5. Kubuntu 15.04 32Bit mit KDE: Freezes beim Booten.
6. Ubuntu 12.04 32Bit mit Gnome: Funktionierte einwandfrei und lief flüssig. Dennoch wollten wir wegen des Alters dieser Version noch weiter probieren.
7. OpenSUSE 13.2 32Bit mit Gnome: Freezes beim Booten.
8. Debian 8 (Stable) 32Bit mit Gnome: Freezes beim Booten.
9. Ubtuntu 14.04 32Bit mit Gnome: Freezes beim Installieren.
10. Ubuntu 12.04 64Bit mit Gnome: Funktioniert und läuft bisher stabil.

Überlegungen:
- Da OpenSUSE fast einen Tag lang perfekt lief, ist es fraglich, ob die Hardware der Problemfall ist. Windows XP (dessen Platte wir beim Linuxtest abstöpselten) läuft auf dem System einwandfrei, und die neue Testfestplatte ist laut Testprogramm in Ordnung. Doch es ist nun wie verhext und der Wurm drin. Seltsam ist auch, daß das ältere Ubtuntu 12 stabil und schnell läuft. Diese ältere Version kann aber nicht der Weisheit letzter Schluß sein.
- Wir hatten irgendwelche Bootsektoren in Verdacht, aber alles Formatieren unter allen Systemen brachte keine Änderung. Jede Linux-Distribution hat auch bei der Installation bestätigt, die alte zu plätten. XP ließ sich auf der neuen Platte jedenfalls wieder problemlos installieren und muckte nicht.
- Knackpunkt war offenbar stets die graphische Oberfläche, denn unter der Haube kamen wir mit STR+ALT+F1 in den Konsolenbereich und konnten da auch werkeln.

Alles in allem war uns nach anfänglicher Euphorie ein jäher Absturz beschieden. OpenSUSE mit KDE begeisterte mich, Ubuntu mit Gnome meine Freundin. Doch wenn nichts Neues funktioniert, sind das Unternehmen und der Wechsel fragwürdig, weil wir extrem zuverlässige und langfristig unproblematische und unterstützte Arbeitssysteme brauchen. (Windows 7 mit seinem offiziellen "Ende" im Januar 2020 ist für uns daher nur bedingt attraktiv.)
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Offline Imunar

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Re: Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen
« Antwort #1 am: 4.05.2015 | 14:42 »
Fazinierend, dass die 32Bit Versionen solche Probleme bereiten,
was ist unter unter "frezzes" beim Booten zu verstehen?
Kernel Panics
kein Desktopmanager?
Wo blieben sie stehen?

Wenne s wirklich am X liegen sollte
wären die Logs aus
/var/log/Xorg.0.log noch sehr interessant

Sonst wenn euch ein System gefällt sind ja am Ende sowohl Gnome als auch KDE gleichzeitig nutzbar
das ist ja das schöne an Linuxartigen ;)
« Letzte Änderung: 4.05.2015 | 14:50 von Imunar »

Offline Madis

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Re: Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen
« Antwort #2 am: 4.05.2015 | 14:46 »
Der X-Server scheint die Fehlerquelle zu sein bzw. evtl. der verwendete Grafikkartentreiber.
Wenn du in die virtuelle Konsole (Strg+Alt+F1 bspw.) gehst, was du ja bereits getan hast, kannst du dir die Log-Dateien mal näher ansehen und nach dem konkreten Auslöser suchen.

In deinem Homeverzeichnis findet sich bestimmt eine Datei namens ".xsession.errors*". Sieh dir diese mal genauer an. Der X-Server loggt alles dort rein, was ihm nicht gefällt. Für jede Session!
Alle Dateien, die mit einem Punkt beginnen, sind "versteckte" Dateien (wenn man das so sehen will). Du findest sie per "ls -la" im Terminal.
Ansonsten kann ich dir noch /var/log/ ans Herz legen, in das alles andere reinloggt.

Eine Frage habe ich darüberhinaus: Hast du die Systeme als Livesystem gestartet getestet oder immer installiert? MBR in jedem Fall neugeschrieben? Festplatte jedes Mal neupartitioniert und alte Linuxinstallation somit gekillt?
« Letzte Änderung: 4.05.2015 | 14:49 von Madis »
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Offline gunware

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Re: Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen
« Antwort #3 am: 4.05.2015 | 14:57 »
Wenn mich jemand nach meiner Meinung gefragt hatte, der von Windows weg und zu Linux hin wollte, habe ich ihm meistens Mageia empfohlen (damals musste ich Mandrake und Mandriva empfehlen, daraus hat sich Mageia entwickelt). Für Umsteiger fand ich es als die optimale Version, weil man auch eine Art Systemsteuerung hatte usw.

Aber wenn es jetzt läuft, dann würde ich nicht wechseln. Außer ich wäre mit irgendetwas unzufrieden.
Für fast jedes Problem lässt sich unter Linux eine Lösung finden, die Anlaufstellen sind meistens die entsprechenden Foren, in denen die Leute meistens hilfsbereit sind. Womit ich nicht sagen wollte, dass Du hier nicht fragen darfst. Hier gibt es bestimmt auch Leute, die vielleicht helfen können.

EDIT: oh, schon zwei Beiträge mit angebotener Hilfe. Darauf habe ich verzichtet, weil es am Anfang hieß, dass es kein Hilferuf zur Problemlösung ist. Aber so sieht man, wie hilfsbereit die Menschen sind. Mehr als ich.  ~;D
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Offline JS

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Re: Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen
« Antwort #4 am: 4.05.2015 | 15:26 »
Danke für die Kommentare.
:)

- Am Mittwoch kommt uns ein Debian-Kenner besuchen, der auch schon so seine Vermutungen anstellt. Ich werde ihm eure Überlegungen mitteilen und berichten, was wir herausfinden.

- Mit dem Umstieg von WIN zu OpenSUSE, Kubuntu und selbst Debian hätten wir keine Probleme, aber dummerweise läuft ja nichts außer Ubtunu 12.04. Ich lese mich schon in Linux ein und finde die Details bisher recht zugänglich; ein wenig wie früher die DOS-Wurschtelei.

- Ich denke nicht, daß es an den Bit liegt, und ich frage mich, warum z.B. OpenSUSE erst so phantastisch und schnell lief und nun gar nicht mehr. Das rührt erst einmal Zweifel, ob es an den Graka-Treibern liegen könnte. Aber nichts Genaues weiß ich noch nicht.

- Wir haben alle Systeme vollständig als ISO heruntergeladen und über bootfähige USB-Sticks installiert, teilweise mit sofortigem Internetzugang. Das klappte jeweils auch sehr gut. Nur Ubtunu 12.04 installierten wir von einer älteren ct-DVD.

- MBR und Partitionen haben wir gemäß Installationsangaben/-vorgaben bearbeitet und überprüft, daß die Vorgängerversionen jeweils entfernt wurden. Meiner Meinung nach hatten wir also jeweils nur 1 Linux auf der Platte. Ich bügelte dann auch die ganze Platte mal mit Hilfe von Windows über und ließ danach Linux wieder ran, so daß (hoffentlich) alle älteren Spuren garantiert fort waren.

Auf jeden Fall hatten alle Distributionen offensichtlich nach dem ersten Erfolg mit OpenSUSE und mit Ausnahme von Ubuntu 12.04 dasselbe Problem: Der Übergang zur graphischen Oberfläche klappte nicht, und das System blieb einfach stehen. Wir konnten zwar zur Konsole und wieder zurück, aber dann blieb es wieder stehen. Nur Ubuntu 14.04 ließ sich gar nicht erst installieren.
Seltsame (aber auch spannende) Phänomene.
« Letzte Änderung: 4.05.2015 | 15:28 von JS »
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Offline Imunar

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Re: Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen
« Antwort #5 am: 4.05.2015 | 15:41 »
Ja Linux ist immer spannend ;)
Und Grafik fast immer das Problem..

Auch heute noch...

Wenn du in die Konsole kommst und dort arbeiten kannst (einloggen, und "DOS-Artig" arbeiten kannst) ist das kein
wirkliches Hängen oder Frezze sondern ein Problem mit fehlenden Grafiktreibern oder Xorg Konfigurationen
Sprich der Nvidia/nouveau treiber fehlt bzw ist nicht richtig Konfiguriert.

[edit]
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Doch wenn der Debianer ankommt, wird er wohl auch eine Lösung bieten ;)

« Letzte Änderung: 4.05.2015 | 15:46 von Imunar »

Offline Huhn

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Re: Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen
« Antwort #6 am: 4.05.2015 | 15:54 »
Hm, auf meinem 6 Jahre alten Lappi läuft das aktuelle Ubuntu von Anfang an problemlos und schneller, als das olle Vista je gelaufen ist *schulterzuck* Sollte mein Hauptrechner irgendwann die Schmiere machen, werd ich da ohne zu zögern auch das Windows durch Linux ersetzen.

Falls es wirklich die Grafikkarte ist, hilft vielleicht der Artikel hier weiter (zumindest für Ubuntu)? Ich versteh da leider wieder nur Bahnhof und Abfahrt, weil ich von Technik einfach keine Peilung hab. Aber man kann sich ja in alles reinfuxxen :)
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Re: Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen
« Antwort #7 am: 4.05.2015 | 16:47 »
12.04 bot funktionierende Treiber und ein Update auf die NVidia 304.125 an, das ich problemlos umsetzen konnte.
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Re: Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen
« Antwort #8 am: 5.05.2015 | 14:31 »
Je mehr ich mich mit Linux beschäftige, desto faszinierter bin ich. Ich habe mir nun erst einmal ein paar Fachbücher und Referenzen zugelegt, um tiefer einsteigen zu können.

Das Installationssystem mittels Paketmanagement entspricht genau dem, was ich mir seit Jahren wünschte und was ich übertragen beim Appsystem von iOS und Android stets so gelungen fand. Mein Debiankumpel sagte dazu milde lächelnd, das sei schon Teil von Linux gewesen, als Steve Jobs noch über iDisketten nachdachte und Bill Gates noch Das Böse(TM) war.

Meine Freundin entschied sich für Debian 8 mit Unity/Gnome, das wir morgen vielleicht zum Laufen bekommen (wer weiß, wer weiß). Ich wende mich bald mit neuer Hardware Ubuntu 14.04 LTS zu und muß mich noch zwischen Unity und KDE entscheiden.
:)
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Offline Imunar

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Re: Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen
« Antwort #9 am: 5.05.2015 | 14:42 »
Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass eben dank
der Paketmanager
man sich NICHT für eine Oberfläche entscheiden muss ;)

Es reicht zu sagen User M startet beim login KDE
und User W startet Gnome/Unity (GAAAANZ große Unterschiede ;) )
Auf dem gleichen System ;)

Ohh viel Spaß!
es gibt sogar unter dem paket bsd-games
ein paar Konsolen Rollenspiele ;)

Offline Pyromancer

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Re: Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen
« Antwort #10 am: 5.05.2015 | 14:46 »
Mit der geeigneten Anmelde-Verwaltung kannst du dich sogar jeweils beim Anmelden entscheiden, welche Oberfläche du diesmal willst.
Ihr findet mich im Traveller-Kanal: https://www.tanelorn.net/index.php/board,380.0.html

Offline JS

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Re: Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen
« Antwort #11 am: 5.05.2015 | 15:02 »
Ja, das weiß ich wohl, aber es steht für uns fest, daß wir zum alltäglichen Gebrauch erst einmal die graphischen Oberflächen benutzen werden. Mir sagt KDE mehr zu als Gnome, bei meiner Freundin ist es andersherum. Da wir unterschiedliche Rechner haben, müssen wir uns auch keinen teilen.
Wir möchten für langfristige Erfahrungen sowohl Debian als auch Ubuntu (das mWn Debian entstammt) kennenlernen und werden dann sehen, wohin uns das führt.

PS: Wollte ich spielen, griffe ich wieder zu Windows. Aber ich bin Konsolero und spiele schon seit Jahren keine PC-Spiele mehr.
;D
« Letzte Änderung: 5.05.2015 | 15:04 von JS »
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Offline Pyromancer

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Re: Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen
« Antwort #12 am: 5.05.2015 | 15:10 »
Privat benutze ich Lubuntu (Ubuntu mit LXDE als Oberfläche) und bin damit sehr zufrieden.
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Offline JS

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Re: Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen
« Antwort #13 am: 5.05.2015 | 15:26 »
Damit liebäugelte ich auch; ich werde das alles mit der Zeit testen.
:)
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Offline Trichter

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Re: Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen
« Antwort #14 am: 5.05.2015 | 16:26 »
Willkommen bei Linux. ;)
Das irgendwas am Anfang nicht funktioniert ist leider normal. Ich hab es noch nie erlebt, dass eine Ubuntu-Installation/-Upgrade problemlos ablief bzw. komplett ohne Konsolenbenutzung repariert werden konnte. Aber so kann man sich wenigstens wie ein echter Hacker(tm) fühlen.  8)

Hat Ubuntu 14.04 eigentlich noch diese unsägliche Funktion, die alle Eingaben im Dashboard an amazon weiterleitet um dir Produktempfehlungen fürs Onlineshopping zu geben?
Das wäre etwas, das ich an deiner Stelle sofort deinstallieren würde.
Ansonsten ist Linux immer noch ein super OS mit dem man Windows-User zum Staunen bringen kann wie schnell ein alter Laptop (ohne SSD) bootet. ;D

Offline Darius der Duellant

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Re: Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen
« Antwort #15 am: 5.05.2015 | 16:34 »
"Extrem zuverlässig" und "Linux" schliessen sich auf Nutzerebene IMHO aus.

Auf meinem Notebook läuft zwar aus Gründen Linux (das oben empfohlene Mageia) und ich hatte auch einige Jahre in Linux-Handy (N900), aber unterm Strich ist der Verwaltungsaufwand bei Linux auf dem Desktop im Vergleich zu Windows einfach signifikant höher.
Das kann irrelevant sein oder die Vorteile von tux können trotzdem überwiegen (je nach persönlichem Anwendungsgebiet), aber wenn produktives Arbeiten nicht gerade auf Coden rausläuft, würde ich bei Windows bleiben.
Spart unterm Strich einfach massiv Zeit die man nicht mit frickelei verbringen muss.

 
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Offline gunware

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Re: Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen
« Antwort #16 am: 5.05.2015 | 16:55 »
"Extrem zuverlässig" und "Linux" schliessen sich auf Nutzerebene IMHO aus.
:o

Das kann ich nicht bestätigen. Es ist genau andersrum. Seit ich Arch installiert habe, konnte ich nur Nutzer sein und musste mich mit keinen besonderen Überraschungen beschäftigen. Und es läuft und läuft, während auf einem (das jemanden anderen gehöret) neueren Notebook schon wieder mal Windows neu installiert werden musste; dass das Notebook des anderen neuerer und theoretisch hardwaremäßig leistungsstärker ist, merkt man trotzdem nicht.

Oder ist es jetzt die Frage, wie man Nutzer definiert? Bei dem Wort Nutzer denke ich an jemanden, der sich mit dem Betriebssystem nicht beschäftigt. Das einzige, was er zum Betriebssystem beiträgt, ist die neuesten Updates (automatisch) installieren zu lassen. Mehr nicht. Und sonst nur installierte Programme nutzen.
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Offline Hollaus

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Re: Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen
« Antwort #17 am: 5.05.2015 | 17:05 »
Wenn der Desktop sich träge anfühlt, das System an sich aber gut läuft, wäre vielleicht ein Wechsel der GUI eine Überlegung wert. Gerade GNOME und KDE sind nicht gerade schlanke Desktops. XFCE oder das schon erwähnte LXDE sind um ein vielfaches leichtgewichtiger.
Alternativ ginge auch noch eine Minidistribution, wie Puppy Linux.

Offline Darius der Duellant

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Re: Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen
« Antwort #18 am: 5.05.2015 | 17:24 »
:o

Das kann ich nicht bestätigen. Es ist genau andersrum. Seit ich Arch installiert habe, konnte ich nur Nutzer sein und musste mich mit keinen besonderen Überraschungen beschäftigen. Und es läuft und läuft, während auf einem (das jemanden anderen gehöret) neueren Notebook schon wieder mal Windows neu installiert werden musste; dass das Notebook des anderen neuerer und theoretisch hardwaremäßig leistungsstärker ist, merkt man trotzdem nicht.

Oder ist es jetzt die Frage, wie man Nutzer definiert? Bei dem Wort Nutzer denke ich an jemanden, der sich mit dem Betriebssystem nicht beschäftigt. Das einzige, was er zum Betriebssystem beiträgt, ist die neuesten Updates (automatisch) installieren zu lassen. Mehr nicht. Und sonst nur installierte Programme nutzen.


Und wie viele Stunden hast du mit Frickelei verbracht, bis du dir mit Arch etwas genau abgestimmtes Zusammenbasteln konntest?
Wenn man sich das OS auf die Hardware genau zuschneidern kann, läuft es sicher rund, aber bis dahin sind IMHO zu viele Stunden nutzlos ins Land geflossen in denen man sich durch Wikis, Foren und Manpages gewühlt hat.
Wenn man dann nicht gerade ein gebrauchtes Thinkpad nutzt, sondern neue Hardware, ist es einfach nur ein kreuz.

Was Windows und neuinstallationen angeht:
Der typus Anwender bei dem das regelmäßig nötig ist, zerschießt sich seine Linuxinstallation spätestens bei irgendwelchen Paketkonflikten.

Meine aktuelle Windowsinstallation ist von 2011 und macht mir trotz intensiver Nutzung keine Probleme.

Der Versuch, 2012 ne Mainstream-Distri parallel zu installieren endete hingegen mit fröhlichem Terminal und Wiki Rodeo.

Auf dem Lapi gings gut, von 1-2 Problemen im laufenden Betrieb abgesehen, aber dessen Hardware ist auch schon recht gut abgehangen.
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Offline Pyromancer

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Re: Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen
« Antwort #19 am: 5.05.2015 | 17:37 »
Wenn's läuft, läuft's. Ich hatte damals mit Windows kaum Probleme (bis mir das letzte XP-Update völlig grundlos das komplette System zerschoss), und bei Linux hab ich über die vergangenen fünf Jahre verteilt wahrscheinlich keine 10 Stunden in "Frickelei" gesteckt[1], und laufen tat es auf Anhieb. Ich kann also weder den "Windows stürzt dauernd ab"- noch den "für Linux braucht man ein Informatik-Studium"-Stereotyp bestätigen.

[1] Und das waren Sachen, wo man bei Windows genauso frickeln müsste, wie z.B. zwei Mäuse, wo bei der einen Maus die linke Maustaste links und bei der anderen die "linke Maustaste" rechts sein soll.
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Eulenspiegel

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Re: Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen
« Antwort #20 am: 5.05.2015 | 17:49 »
Früher gab es mal einen gewaltigen Unterschied zwischen Windows und Linux. Aber in den letzten Jahren sind sie sich immer ähnlicher geworden.

Offline OldSam

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Re: Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen
« Antwort #21 am: 5.05.2015 | 18:00 »
@JS: Klingt für mich ziemlich stark nach Problemen mit dem Grafiktreiber, sowas ist aber nicht so schwer zu fixen.
Vermutlich macht der open-source-Treiber für NVIDA-Karten (Nouveau) bei Euch in der mitgelieferten Version Probleme, es wäre dann der logische nächste Schritt den proprietären Treiber direkt von Nvidia zu testen (oder alternativ den allerneuesten Noveau-Treiber).
Wenn der Nvidia-eigene-Treiber ('nvidia') funktioniert ist alles gut und Du brauchst die nächsten Jahre wahrscheinlich nichts mehr grundlegendes am System tun... (nen Komplettbackup ist aber immer gut zu haben, wenn die HD sich irgendwann mal verabschieden sollte ;)) Zudem hättest Du bei dem Treiber noch den Vorteil, dass die 3D-Beschleunigung besser implementiert ist, falls auch mal das ein oder andere Game zum Einsatz kommen soll bzw. Desktop-Effekte o.ä.

Es gibt übrigens derzeit ein echt tolles Minihandbuch Windows-zu-Linux von der c't, kann ich sehr empfehlen.  :d
Sollte sich in gut sortierten Zeitschriftenläden leicht finden lassen.
http://www.heise.de/open/meldung/Umstieg-auf-Linux-Neuauflage-des-c-t-Special-jetzt-am-Kiosk-2586604.html


PS, noch zum Grafiktreiber:
http://wiki.ubuntuusers.de/Grafikkarten/Nvidia
https://de.opensuse.org/SDB:NVIDIA-Grafiktreiber

PPS:
Was die Wahl der grafischen Oberfläche angeht seid ihr da übrigens nicht durch die Grundinstallation bzw. die Wahl der Distribution eingeschränkt!
Wenn die Hardware grundsätzlich erstmal sauber läuft, könnt ihr sowohl mit einem aktuellen Ubuntu als auch openSUSE sowohl KDE und Gnome nutzen ggf. auch parallel/abwechselnd, wenn genug Festplattenplatz da ist (was heute ja normalerweise immer so sein sollte).  Man kann das System so einstellen, dass im Anmelde-Menü der grafischen Oberfläche, wo Benutzername/PW eingegeben werden, auswählbar ist, ob KDE/Gnome o.ä. gestartet werden sollen.
Der Kommentar von Hollaus wäre ggf. auch noch zu bedenken, wenn Euch die Performance des Systems nicht ausreicht - ich würde dann mal LXDE zum ausprobieren empfehlen, das ist sehr schlank und einfach zu bedienen (hat natürlich weniger Features als KDE/Gnome aber das meiste braucht man ja eh nicht).


« Letzte Änderung: 5.05.2015 | 18:16 von OldSam »

Offline JS

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Re: Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen
« Antwort #22 am: 5.05.2015 | 19:21 »
Danke für die vielen Tips. Das Heft der ct habe ich mir just vor wenigen Stunden zusammen mit den Fachbüchern gekauft.
:)

Zur Linux-Stabilität kann ich noch nichts sagen; wir werden sehen. XP Pro läuft bei mir jedenfalls seit 8 Jahren ohne Neuinstallation perfekt, ebenso bei meinem Dad und meiner Freundin. Vorher 98 und 2000 Pro ebenfalls, selbst 3.11. Win 7 läuft wie nix in meinem Umfeld, selbst Vista macht wenig Ärger. Mit Kenntnissen, Vorsicht und Erfahrung ist Windows ein treuer Begleiter.
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Offline גליטצער

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Re: Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen
« Antwort #23 am: 5.05.2015 | 19:24 »
Linux ist doof, und seit 8 Jahren ist es auch nicht wirklich besser geworden, nur wirrer. Dann schaue ich aber immer, was mir Windows in derselben Zeit an den Kopf geworfen hätte, und ich muss mir eingestehen, dass Linux doch das geringere Übel ist.

Wenn es nur um Officeanwendungen und Medienkonsum geht, bin ich aber rundum zufrieden mit meinem Frankenbuntu.
-X-"Der Kluegere gibt nach" fuehrt nur zur Herrschaft der Dummen -X-

Unterschätzt niemals die Macht des Glitzers!!!11

Offline JS

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Re: Von WIN zu LINUX: Erste Erfahrungen
« Antwort #24 am: 5.05.2015 | 19:28 »
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