Autor Thema: [Netflix] Jessica Jones  (Gelesen 13513 mal)

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Offline Bombshell

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Re: [Netflix] Jessica Jones
« Antwort #25 am: 1.12.2015 | 17:53 »
Den verstehe ich nicht.
Kurze klare Worte | Komm zu http://nearbygamers.com/tags/:T:anelorn

Offline Selganor [n/a]

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Re: [Netflix] Jessica Jones
« Antwort #26 am: 1.12.2015 | 22:42 »
Da der Kerl mit fast jedem anderen im Marvel-Universum schon irgendwelche Teamups/Crossover hatte koennte er rein theoretisch nahezu ueberall auftauchen.

Dank der tollen Rechteaufsplittung durfte Spider-Man allerdings bisher nicht in irgendwelchen anderen Marvel-Filmen/Serien auftauchen (fuer Civil War wurde wohl eine erste "Ausnahmeregelung" getroffen).

Dass sie dann doch irgendwo gut (fuer Fans aber wohl nicht gut genug) versteckt ein "Spider-Man-Eis" im Hintergrund verstecken zeigt mir mal wieder wie genau man bei den Netflix-Sachen hinschauen sollte ;D

Abraham Maslow said in 1966: "It is tempting, if the only tool you have is a hammer, to treat everything as if it were a nail."

Offline Erdgeist

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Re: [Netflix] Jessica Jones
« Antwort #27 am: 1.12.2015 | 23:01 »
Ich halt's für reinen Zufall. Solches Spiderman-Eis scheint's schließlich wirklich zu geben und dass es gerade in New York, wo er in-comic seine Netze schwingt, an Ständen verkauft wird, ist nun auch nicht überraschend.


Offline Ein Dämon auf Abwegen

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Re: [Netflix] Jessica Jones
« Antwort #28 am: 14.12.2015 | 13:35 »
Hab jetzt mal die ersten Folgen gesehen, und hab irgendwie das Gefühl das sie den Plot arg in die Länge ziehen, die Folgen sind länger als bei regulären Fernsehserien, aber passieren tut nicht viel (jedenfalls im Vergleich zu Serien wie Arrow und Flash).

Btw.: Ich hab den Comic dazu nie gelesen, aber seh ich das richtig das die Killgrave story im Comic gerade mal 5 Hefte umfasst und die das auf 13 Folgen a 50 Minuten auswalzen?
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Offline Selganor [n/a]

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Re: [Netflix] Jessica Jones
« Antwort #29 am: 14.12.2015 | 14:39 »
Ich habe eben eine Kutzzusammenfassung dieser Comics (mit Scans einzelner Seiten) gefunden.

Die Serie ist da doch schon deutlich ausfuehrlicher.

Man sollte sich beim Schauen der Serie aber klar sein, dass der Konflikt zwischen Jessica und Kilgrave der zentrale Plot der ganzen Staffel ist (mit "Nebenkriegsplaetzen" ihre anderen Beziehungen zu anderen Leuten).

Die Serie ist noch weit mehr als es Daredevil schon war ein intensiver Blick "in den Kopf" von Jessica die versucht "gut" zu sein obwohl sie selbst der Meinung ist, dass sie diese Bezeichnung nicht verdient hat.
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Offline Erdgeist

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Re: [Netflix] Jessica Jones
« Antwort #30 am: 14.12.2015 | 16:52 »
Es stimmt auf jeden Fall, dass die Serie sich mehr Zeit nimmt. Doch finde ich, dass ihr das gut tut, da weit stärker die Persönlichkeiten der Figuren beleuchtet werden können.

Eine weitere Superheldenserie a la Arrow oder selbst Dare Devil ist es nicht. Das ist schon eine Umgewöhnung, wenn man denkt, wo Marvel drauf steht, ist auch Marvel drin. Bei Jessica Jones ist das nur in den Details zu erkennen - was nun gewiss nicht negativ gemeint ist.

Offline Timo

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Re: [Netflix] Jessica Jones
« Antwort #31 am: 14.12.2015 | 19:38 »
Ich fand die Serie angenehm anders. Sie trifft die Stimmung sehr gut/realistisch (sprich Misshandlungsüberlebende und Stalker) nur halt mit dem Touch Superhero der dazukommt.

Besonders fies, die letzten Folgen betreffend:
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Offline Der Nârr

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Re: [Netflix] Jessica Jones
« Antwort #32 am: 15.12.2015 | 11:18 »
Hab jetzt mal die ersten Folgen gesehen, und hab irgendwie das Gefühl das sie den Plot arg in die Länge ziehen, die Folgen sind länger als bei regulären Fernsehserien, aber passieren tut nicht viel (jedenfalls im Vergleich zu Serien wie Arrow und Flash).
Und das ist auch gut so. Ich meinte auch gestern noch, dass ich sehr dankbar bin, dass wir nicht einen Supergegner of the Week bekommen + 10 Minuten und ein paar Andeutungen die sich um Kilgrave drehen oder so.

Jessica Jones ist für mich derzeit das "The Wire" der Superhelden.
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Offline Xemides

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Re: [Netflix] Jessica Jones
« Antwort #33 am: 24.12.2015 | 15:07 »
Gerade fertig geworden.

Bin begeistert, besser als Daredevil in jedem Fall, und der war schon klasse.

Und David Tennant als Kilgrave ist grißartig.

Und eine Schlußszene der Serie, bei der ich Gäsehaut bekam.

Großartig !
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Offline Uebelator

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Re: [Netflix] Jessica Jones
« Antwort #34 am: 16.02.2016 | 00:08 »
Mir hat Jessica Jones auch außerordentlich gut gefallen und ich fands ziemlich mutig von Marvel eine solche Serie aufzuziehen, deren Fokus ganz klar nicht auf der Action sondern auf dem Drama liegt. Ich könnte nicht sagen, ob mir Daredevil besser gefallen hat, aber mit diesen beiden Serien, kann man sich auf jeden Fall auf tolle, hochwertige Comic-Unterhaltung in zukünftigen Staffeln freuen.


https://uebelator.wordpress.com/2016/01/04/jessica-jones/

Offline Buddy Fantomas

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Re: [Netflix] Jessica Jones
« Antwort #35 am: 16.02.2016 | 13:18 »
Bei mir ist der Funke (bisher) irgendwie nicht so richtig übergesprungen. Irgendwie habe ich das Gefühl, den Mitgliedern einer Selbsthilfegruppe dabei zuzuschauen, wie sie bereits am Alltag scheitern, dann auch noch ein nicht alltägliches Problem meistern müssen - und sich dafür seeeeehr viel Zeit lassen.

Und vor allem frage ich mich, warum sich nicht jemand von den ganzen Super-Sozialversagern dem Kilgrave nicht einfach mal bei Nacht und Nebel hinterrücks eins auf den Hut gegeben, über die Schulter geworfen und in eine (notfalls improvisierte) Isolierzelle gebracht hat. So hätte *ich* das gemacht und ich kann weder aus dem Stand in die dritte Etage springen noch bin ich ein Cop mit SpecOps-Hintergrund. Das ganze Gewese um irgendwelche schwer beschaffbaren Betäubungsmittel und hochkomplizierte Entführungspläne wirkt einfach nur unglaubwürdig gegenüber den postulierten Möglichkeiten der Charaktere. Wenn Kilgrave eine permanente  "Suggestionszone" um sich herum schieben würde, könnte man's ja verstehen, aber so?

Ich erwarte auch keine hochkompetenten Superhelden in Zivil, die mit sich selbst mental absolut im Reinen sind, aber irgendwie fühlt sich das Ganze nicht stimmig an.
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Offline Erdgeist

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Re: [Netflix] Jessica Jones
« Antwort #36 am: 16.02.2016 | 14:33 »
Der Grund für die Masche mit den Betäubungsmitteln und dergleichen war ja von Jessica, dass sie ein Geständnis von ihm haben wollte, um das eine Mädchen aus dem Gefängnis holen zu können.

Aber ansonsten ist das durchaus ein valider Punkt.

Offline Timo

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Re: [Netflix] Jessica Jones
« Antwort #37 am: 16.02.2016 | 16:23 »
Als sie es (das erstemal) durchziehen, sieht man ja, warum es nicht klappen würde.

Erschiessen mit Scharfschützengewehr wäre auch eine sehr einfache Lösung...

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Offline Nocturama

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Re: [Netflix] Jessica Jones
« Antwort #38 am: 16.02.2016 | 16:33 »
Der Grund für die Masche mit den Betäubungsmitteln und dergleichen war ja von Jessica, dass sie ein Geständnis von ihm haben wollte, um das eine Mädchen aus dem Gefängnis holen zu können.

Das und dazu kommt noch, dass Kilgrave nun mal nicht so doof ist, sich problemlos nachts angreifbar zu machen. Man bekommt ja deutlich demonstriert, dass er immer einige Pläne in der Hinterhand hat, um genau so etwas zu verhindern.

Zusätzlich hat Jessica einfach eine wahnsinnige Panik, ihm zu nahe zu kommen und wieder unter seine Kontrolle zu geraten (oder einen ihrer Freunde an ihn zu verlieren). Dass man mit unaufgearbeitetem Trauma und PTSD nun mal nicht super logisch und kalt vorgeht, war für mich absolut nachvollziehbar.
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Offline Bad Horse

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Re: [Netflix] Jessica Jones
« Antwort #39 am: 16.02.2016 | 16:33 »
@Scharfschützengewehr: Das hätte aber dem Mädel wieder nicht geholfen, und den anderen Opfern auch nicht. Jessica wollte ja gerade, dass Kilgrave zugibt, was er da gemacht hat.

@Warum glaubt ihr das keiner?: Es ist eine Sache, an Aliens und Hulks zu glauben. Die waren ja nun da und sind eine physische Bedrohung. Das ist schon schlimm genug. Aber dann kommt jemand und behauptet, es gäbe einen Typen, der deinen Willen einfach so ausknipsen kann. Der eine Tochter einfach so dazu bringen kann, die Eltern umzubringen, die sie eigentlich liebt.

Wer will denn das glauben? Wer will denn in einer Welt leben, in der das möglich ist? Nee, da kann verstehen, dass die Leute den Kopf in den Sand stecken und lieber an die Unantastbarkeit des freien Willens glauben. Das ist noch mal eine ganz andere, viel intimere Ebene der Hilflosigkeit, die da postuliert wird.
Zitat von: William Butler Yeats, The Second Coming
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Korrekter Imperativ bei starken Verben: Lies! Nimm! Gib! Tritt! Stirb!

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Offline Buddy Fantomas

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Re: [Netflix] Jessica Jones
« Antwort #40 am: 16.02.2016 | 16:49 »
Der Grund für die Masche mit den Betäubungsmitteln und dergleichen war ja von Jessica, dass sie ein Geständnis von ihm haben wollte, um das eine Mädchen aus dem Gefängnis holen zu können.

Dass meine ich ja gerade: Vollnarkotisiert kann er gar kein Geständnis ablegen und selbst wenn er nur leicht betäubt wäre, hätte das Geständnis keinen Wert, weil unter Einfluss von Betäubungsmitteln abgelegt. Und um ihn zwecks Gefangennahme kurz zu immobilisieren bräuchte man kein schwer beschaffbares Narkotikum, sondern einfach irgend etwas, was man in Hell's Kitchen an jeder zweiten Ecke bekommt - mal ganz davon abgesehen, dass es gar keiner Inhuman-Fähigkeiten oder SpecOps-Ausbildung bedarf, um einen (schwerkranken!) Typen wie Kilgrave ohne Drogen auf die Bretter zu schicken.

Meine Güte, Jessica könnte hinter Killgrave vom Dach springen und ihm (ggf. nonletal) die Luft abdrehen, bevor er auch nur Pieps sagen kann. Auch Will sollte mit seinem SpecOps-Training profunde Kenntnisse darüber haben, wie man jemanden überrumpelt, knebelt und in einen Transporter verfrachtet. Stattdessen dilettiert die Trümmertruppe sich durch hochkomplexe Pläne (Die dann auch noch schiefgehen ...) und als Zuschauer fragt man sich natürlich, was das Brimborium soll.

Dass Kilgrave sich für den Fall seiner Gefangennahme abgesichert hat, ist eine ganz andere Baustelle, denn davon können die Protagonisten nichts wissen (sondern es allenfalls in Erwägung ziehen). Es hat auch absolut nichts damit zu tun hat, wie viel Gewese um das Verfahren seiner Gefangennahme gemacht wird.

Und auch wenn Kilgraves Fähigkeit darauf beruht, dass er andere Menschen mittels seiner Pheromonen für Suggestion empfänglich macht, bringen die Pheromone allein anscheinend gar nichts - die Leute finden Kilgrave noch nicht einmal symphatisch, wenn er nicht den Mund aufmachen und ihnen sagen kann, dass sie ihn sympathisch finden sollen.
Da fragt man sich doch, warum man ihn nicht mit simpelsten Mitteln daran hindert, den Mund zu halten oder sich die Ohren verstopft, damit man nicht hört, was er von einem will. Für ein Verhör wird es natürlich komplizierter, weil man ihn dafür reden hören muss, aber um seine Pheromone nicht schnüffeln zu müssen gibt es auch recht simple Methoden.

Wie gesagt, irgendwie hat das ganze Konzept meterbreite Lücken, die sich mit dem dicksten Trauma nicht stopfen lassen.
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Re: [Netflix] Jessica Jones
« Antwort #41 am: 16.02.2016 | 18:37 »
Grundsätzlich fand ich die Serie toll, aber ich kann Fantomas´ Punkte nachvollziehen. Stelenweise haben sich die Protagonisten schon nicht sooo clever verhalten.

Kann mir zum Beispiel jemand den Plan beim Showdown erklären?
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Offline Elden

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Re: [Netflix] Jessica Jones
« Antwort #42 am: 25.02.2016 | 15:42 »
Super Serie. Gefällt mir besser als Daredevil. Daredevil hat vieleicht den umfangreicheren/besseren Plot, aber JJ gefallen mir die Charaktere und das Drama besser.

Klar ist das Geschmackssache- wenn man mehr auch Popcorn-Action steht, für den sind Shield und die DC-Serien wohl eher was (bei Legends of Tomorrow ertrag ich ja nicht mal den Trailer).

Die Plausibilität mit den Aliens und Gedankenkontrolle ist doch auch super umgesetzt. Als die Anwaltskanzlei nach Opfern gesucht hat, haben sich ja 10 echte Opfer gefunden und 90 andere wollten nur die Verantwortung ihrer Taten Kilgrave in die Schuhe schieben (das war amüsant).

Zu den Plot-Holes: alles halb so schlimm- die sind bei anderen Serien (oben genannten) größer. Nur weil bei JJ der "gefühlte" Realismus-Faktor größer ist, reagiert man jetzt auf die Elemente des Drehbuchs, die für Drama sorgen, allergisch? Wann habt ihr den letzten 13 Teiler gesehen, bei dem der Bösewicht in den ersten 10 Minuten mit einem Scharfschützengewehr erschossen wird und dann für 12 Stunden das Testbild zu sehen ist? Die ganze Zeit schwebt die Gefahr unschuldiger Toter über JJs Haupt. Sie hat sich mehr Mühe gegeben, Menschen zu schützen, als Superman in seinem letzten Film.
Dies ist eine Signatur.

Offline aikar

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Re: [Netflix] Jessica Jones
« Antwort #43 am: 25.02.2016 | 16:38 »
Ich hatte Anfangs auch so ein paar Probleme mit Jessicas Verhalten (warum kontaktiert sie nicht gleich die Avengers?), bis irgendwann klar wurde, dass sie traumatisiert ist. Sie muss und wird sich nicht rational verhalten.
Sie ist paranoid, will Rache, geht prinzipiell vom schlechtesten Ergebnis aus und fühlt sich noch dazu persönlich verantwortlich. Darüber hinaus ist sie auch noch Alkoholikerin. Die meisten Argumente treffen dann auch auf Will zu (und der ist noch dazu Kriegsveteran und drogensüchtig).

Ich denke das, was Killgraves Opfern passiert ist, geht sogar über eine Vergewaltigung oder Kriegstraumata weit hinaus. Und schon da neigen Opfer zu extremem und irrationalen Verhalten.
Nachdem das klar war, habe ich die Serie wirklich genossen.

Da waren einige Aktionen von Tony Stark deutlich mehr zum auf den Kopf greifen (und auch bei ihm kann man es zum Teil mit Ego, Traumata und Alkohol erklären).

Offline Buddy Fantomas

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Re: [Netflix] Jessica Jones
« Antwort #44 am: 25.02.2016 | 20:01 »
Nur weil bei JJ der "gefühlte" Realismus-Faktor größer ist, reagiert man jetzt auf die Elemente des Drehbuchs, die für Drama sorgen, allergisch?

Deine Frage trägt die Antwort bereits in sich: In die quietschbunten Kino-Comicverfilmungen ist die Erwartungshaltung von vornherein eine andere. Da ist man durch Setting, Story und Erzählstil anders eingestimmt. Und nein, JJ und die Avengers / Thor teilen sich keineswegs ein gemeinsames Setting. Sie teilen sich ein gemeinsames Franchise, was ich durchaus als gravierenden Unterschied sehe.

Worin ich dir aber unbedingt beipflichte, auch wenn das angesichts meines Rant womöglich untergegangen ist: Mir war JJ jetzt einfach zu viel Drama in zu wenig bzw. zu konstruierter Handlung, aber man kann das natürlich grundsätzlich entspannt sehen. Ich freue mich mehr auf die Season 2 von "Daredevil", deren erste Staffel wiederum Anderen nicht so zugesagt hat.
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Offline aikar

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Re: [Netflix] Jessica Jones
« Antwort #45 am: 26.02.2016 | 10:08 »
Und nein, JJ und die Avengers / Thor teilen sich keineswegs ein gemeinsames Setting.
Doch, tun sie.
JJ teilt sich ein Setting mit Daredevil (und werden ja sogar in Defenders zusammengeführt). Und in Daredevil ist zu Beginn die Rede von der Schlacht von New York (Avengers 1).
Und ich bilde mir sogar ein (bin mir aber jetzt nicht sicher), dass irgendwann in JJ das gehäufte Auftauchen von "Freaks" in letzter Zeit erwähnt wird (was mit den Ereignissen in Agents of Shield zusammenpasst).

Offline Thandbar

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Re: [Netflix] Jessica Jones
« Antwort #46 am: 26.02.2016 | 10:28 »
Die Comic-Universen tun aber doch seit jeher schon so, als gäbe es je nach der Story, die man gerade erzählen will, bestimmte Elemente innerhalb der eigenen Erzählwelt nicht bzw. ignoriert diese einfach, wie's einem gerade passt. Bats ruft ja auch nicht immer Superman um Hilfe, dass der mal eben Bane verdreschen und ins Kittchen werfen möge. 
"Du wirst direkt in diesem Moment von einer Zilliarde grünkarierter Kakerlakeneinhörner in Tweedanzügen umzingelt, die mit Fallschirmen aus gebeiztem Vanillepudding aus der nächstgelegenen Dattelpalme springen und dich zu ihrer Avonberaterin krönen - und die Krone ist aus Dr. Frankensteins bösartig mutiertem Killernougat! Streich dir 78000 Hirnschadenspunkte ab und mach sofort eine Jodelimprovisation!"

Offline TheOzz

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Re: [Netflix] Jessica Jones
« Antwort #47 am: 26.02.2016 | 10:42 »



Guck auf das Serienposter und den Hintergrund. Wessen Turm ist da zu erkennen?  8)
Wer Anderen eine Grube gräbt, gewinnt.

Offline Elden

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Re: [Netflix] Jessica Jones
« Antwort #48 am: 26.02.2016 | 16:31 »
Doch, tun sie.
JJ teilt sich ein Setting mit Daredevil (und werden ja sogar in Defenders zusammengeführt). Und in Daredevil ist zu Beginn die Rede von der Schlacht von New York (Avengers 1).
Und ich bilde mir sogar ein (bin mir aber jetzt nicht sicher), dass irgendwann in JJ das gehäufte Auftauchen von "Freaks" in letzter Zeit erwähnt wird (was mit den Ereignissen in Agents of Shield zusammenpasst).
So ist es. Alles MCU.
Dies ist eine Signatur.

Offline Xemides

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Re: [Netflix] Jessica Jones
« Antwort #49 am: 26.02.2016 | 16:37 »
Und die Krankenschwester bei JJ ist doch die gleiche wie in Avengers oder DD.
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