Autor Thema: Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen  (Gelesen 4421 mal)

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Offline Weltengeist

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Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen
« am: 1.03.2016 | 21:10 »
Vorbemerkung: Ich hab im Ubiquity-Smalltalk-Thread die Bemerkung fallen lassen, dass ich drüber nachdenke, ein SciFi-Kitchensink-Setting zu basteln und mit Ubiquity zu bespielen. Darauf hat man mich regelrecht genötigt (ja, der HEXer war's! ;)), dazu einen eigenen Thread aufzumachen. Und auch wenn die Überlegungen noch in einem ganz frühen Stadium sind und ich keine Ahnung habe, ob sie jemals über das "Ist-vielleicht-ne-lustige-Sache-"-Stadium hinauskommen, ist es vielleicht gar keine schlechte Idee, sie hier breitzutreten. Im schlimmsten Fall interessiert es keinen, aber ich hab eine Stelle, wo ich sie wiederfinde. Vielleicht mag ja auch der eine oder andere mitlesen. Oder vielleicht sogar ab und zu kommentieren. Schauen wir mal.

Zur besseren Unterscheidbarkeit halte ich die eigentlichen Setting- und Regelüberlegungen in Farbe. Und bunt. Auch wenn ja so gut wie jede Farbe, die man wählt, im Tanelorn entweder im Tag- oder im Nachtdesign nicht mehr zu lesen ist... Hab ich jetzt doch gelassen - es sieht einfach zu schlimm aus... :q

Anyway: here we go...
« Letzte Änderung: 1.03.2016 | 22:06 von Weltengeist »
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Re: Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen
« Antwort #1 am: 1.03.2016 | 22:05 »
Also: Was will ich?

Zunächst einmal: Ich möchte ein Science-Fantasy-Setting haben, das meinen niederen Pulp-Instinkten entgegenkommt. Keine Hard Sci-Fi. Kein Transhumanismus (jedenfalls nicht als Hauptthema). Keine Dystopie. Nein - ein Setting, in dem ganz old-school-mäßig verwegene Abenteurer in fliegenden Schrottlauben das Weltall unsicher machen.

Dabei habe ich vor, mir das Setting gnadenlos aus meinen Lieblingssettings zusammenzuklauen. Ein paar Beispiele aus dem Rollenspielbereich:
  • Bei Baroque Space Opera haben mir Stil, Artwork und Namensgebung gefallen. Und dabei habe ich das Buch noch nicht mal! Aber High-Tech in altmodischem Stil - das hat schon im Steampunk was. Warum also nicht noch ein bisschen weiter zurückgehen?
  • An Fading Suns liebe ich sowieso vieles. Die Adelshäuser, die Kirche und die Gilden. Die Alten und die Vau. Die Sprungtore und die Rückständigkeit. Die Relikt-Technik und das Institut für Wiederbeschaffung. Für mich das ultimative Science-Fantasy-Kitchensink-Setting. Wenn ich mir jetzt noch ein paar Kleinigkeiten wegdenke (das Regelsystem zum Beispiel, oder die namensgebenden Fading Suns, oder die Shaintar...), dann könnte ich das fast schon so wie es ist übernehmen. Aber wenn ich nun sowieso schon dran raumschraube, kann ich natürlich gleich noch ein paar mehr Sachen austauschen...
  • Bei Warhammer 40K mag ich eigentlich nur Rogue Trader. Die Tatsache, dass das Universum richtig Stil hat. Und das 'dezent' Megalomanische. Was ich nicht mag ist diese Hoffnungslosigkeit und den "Arschlöcher gegen noch größere Arschlöcher"-Grundton. Da bin ich eigentlich positiver drauf. Trotzdem: irgendwie hat dieses komplett Übergeschnappte des WH40K-Universums was...
  • Und dann ist da noch Dark Space. Das war damals schon nicht wirklich verbreitet, und heute kennt das vermutlich außer mir kein Mensch mehr (wobei - da hat ein gewisser "InfernalTeddy" einen Kommentar zu abgegeben...). Cool an dem Setting fand ich das Ersetzen von Hardtech durch Softech (wir würden sagen: durch Biotech). Den radikalen Konflikt zwischen Kartell (= Industrie) und Zitadelle (= Kirche). Und die Rolle, die die Vlathachna (die Dämonen zwischen den Sternen) in der ganzen Geschichte spielen. Ich habe Monte Cook nie verziehen, dass er aus diesem Setting nicht mehr gemacht hat, und in seiner Gesamtheit würde ich es wohl auch nicht mehr spielen wollen. Aber Ideen klauen geht immer...
  • Hab ich Traveller vergessen? Ich hab Traveller vergessen! Über Traveller weiß ich gar nicht mehr so viel (zu lange her), außer dass es für mich das ultimative "Ein-Mann-fliegt-allein-durch-die-Schwertwelten"-Setting ist. "Elite" als Rollenspiel, gewissermaßen. Und auf diese Sternenhändler-Nummer stehe ich bis heute.

Was sehe ich da also schon an Gemeinsamkeiten?
  • Science Fantasy. Ich mag es, Science-Fiction-Elemente mit Elementen der Fantastik zu verheiraten. Wobei "Fantastik" jetzt bitte nicht Magie/Psionik, Elfen/Vulkanier und Orks/Klingonen bedeutet. Aber Schwertkämpfe, Low-Tech vs. High-Tech, Götter, Dämonen. Oh yeah.
  • Stil. Ich bin bekennender Artwork-Junkie und kann mich von Steampunk bis Shadows of Esteren für alles begeistern, was eine Ansammlung von Fakten in eine lebendige Welt verwandelt, die ich mir vorstellen kann. Auch mag ich es, wenn ein Setting nicht einfach nur "yet another Star Trek" ist. Es darf ruhig einen eigenen, unverwechselbaren Stil haben.
  • Technik vs. Religion. Das Thema zieht sich durch ziemlich viele meiner Lieblingssettings durch und wäre ganz sicher auch eines für mich. Eine Menschheit, die Technik braucht. Eine Technik, die der Menschheit mindestens so sehr schadet wie nutzt. Eine Kirche, die Technik bekämpft. Das ist ein Konflikt, aus dem ich viel machen kann.
  • Andersartige Technik. Roboter, Hyperraumantriebe und Laserpistolen haben wir gehabt. Rauf und runter. Da finde ich es spannender, der Technik zumindest ein anderes Flair zu geben. Technik als Artefakte der Vergangenheit. Technik als Biotech. Technik als Geschenke der Götter/Dämonen. Solche Dinge.
  • Einsame Wölfe. Das Riesenraumschiff à la Star Trek oder WH40K ist für mich im Rollenspiel unbrauchbar. Was hindert den Kapitän daran, auf jedes Problem erst mal 100 seiner besten Leute zu schmeißen? Nein - im Rollenspiel brauche ich einen Grund, warum die Gruppe Dinge allein regelt. Aber ja, ein Raumschiff sollte die Gruppe schon kriegen können...
  • Humor: Ich glaube, aus dem Alter, in dem ich eine Pulp-Welt ernst nehmen kann, bin ich raus. Ich spiele gerne Quatsch, und ich weiß dass es Quatsch ist, also sollte Platz für Humor, Übertreibung und Ironie im Spiel sein.
  • Ubiquity-Regeln: Ich habe keinen Bock mehr darauf, neue Regeln zu lernen. Ich habe ein klares Lieblingssystem für Pulp-Spiel, und es heißt Ubiquity. Putzigerweise kann man mit HEX-Regeln schon das meiste an Sci-Fi bespielen! Und den Rest muss man dann halt mit der Zeit dazubauen.

Und was mache ich jetzt? Weiß ich noch nicht. Die "kleine Lösung" bestünde darin, einfach ein paar Änderungen an einem existierenden Setting (z.B. Fading Suns) zu machen und das Ganze dann auf Ubiquity zu portieren. Die "große Lösung" wäre, was ganz Eigenes zu basteln. Habe ich vermutlich gar keine Zeit dafür. Mal schauen, wo die Reise hingeht. Als erstes glaube ich werde ich mir mal das "Baroque Space Opera"-Buch bestellen...
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eldaen

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Re: Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen
« Antwort #2 am: 1.03.2016 | 22:15 »
Zwei kleine kurze Gedanken:

1. Kennst du Anomaly?
2. Irgendwie musst ich bei dem Stichwort "andere Technik" zusammen mit HEX gleihc an die Cargo Cultists und die Vril-Ya denken - meinst du, auf der Ebene (also rituelle Nutzung von magiegleicher Hightech oder Ähnlichem) könnte man was basteln?
« Letzte Änderung: 1.03.2016 | 22:19 von HEXer »

Offline aikar

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Re: Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen
« Antwort #3 am: 1.03.2016 | 22:23 »
Zur Inspiration:

Schau dir doch mal Strange Stars an. Evtl. ist auch der Into the Night-Band von Numenera einen Blick wert, wenn es etwas seltsamer werden darf (ist eigentlich auch problemlos abseits von Numenera zu verwenden).

Oder wenn du es richtig Retro haben willst Slipstream.

eldaen

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Re: Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen
« Antwort #4 am: 1.03.2016 | 22:26 »
Naja, wenn Slipstream, dann aber auch Cosmic Patrol. :)

Online Quaint

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Re: Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen
« Antwort #5 am: 1.03.2016 | 23:02 »
Also ich bin mal gespannt auf die Ergebnisse und auch eine Portierung von Fading Suns auf Ubiquity fände ich schon spannend, auch wenn das dann wohl die Minimallösung wäre.
Besucht meine Spielkiste - Allerlei buntes RPG Material, eigene Systeme (Q-Sys, FAF) und vieles mehr
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Offline vanadium

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Re: Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen
« Antwort #6 am: 1.03.2016 | 23:15 »
Schau dir doch mal Strange Stars an.

Hört sich nicht schlecht an - aber 10 $ für 31 Seiten ist mehr als unverschämt.
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Offline Skeeve

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Re: Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen
« Antwort #7 am: 2.03.2016 | 00:10 »
  • An Fading Suns liebe ich sowieso vieles. Die Adelshäuser, die Kirche und die Gilden. Die Alten und die Vau. Die Sprungtore und die Rückständigkeit. Die Relikt-Technik und das Institut für Wiederbeschaffung. Für mich das ultimative Science-Fantasy-Kitchensink-Setting. Wenn ich mir jetzt noch ein paar Kleinigkeiten wegdenke (das Regelsystem zum Beispiel, oder die namensgebenden Fading Suns, oder die Shaintar...), dann könnte ich das fast schon so wie es ist übernehmen. Aber wenn ich nun sowieso schon dran raumschraube, kann ich natürlich gleich noch ein paar mehr Sachen austauschen...

Also Fading Suns sagt mir fast nichts, aber bei  "Die Relikt-Technik und das Institut für Wiederbeschaffung" musste ich daran denken, das hier noch der Roman "Die unsichtbare Biliothek" auf dem Stapel meiner noch ungelesenen Bücher liegt:
Zitat
ALLES BEGINNT MIT EINEM BUCH ... Die unsichtbare Bibliothek - ein Ort jenseits von Raum und Zeit und ein Tor zu den unterschiedlichsten Welten. Hier werden einzigartige Bücher gesammelt und erforscht, nachdem Bibliothekare im Außendienst sie beschafft haben. Irene Winters ist eine von ihnen. Ihr aktueller Auftrag führt sie in ein viktorianisches London, wo eine seltene Version der Grimm’schen Märchen aufgetaucht ist. Doch was als einfacher Einsatz beginnt, wird nur allzu schnell ein tödliches Abenteuer, denn Irene ist nicht die Einzige, die hinter dem Buch her ist. Und die anderen Interessenten gehen über Leichen, um zu bekommen, was sie wollen ...

und zusammen mit einem Schluck guten Bieres bringt mich das gerade zur Weltraum-Version von "Warehouse 13"... und dann waren da noch die Filme bzw. die Serie über den Bibliothekar bzw. die Bibliothekare ("The Quest" wohl im Origrinaltitel) bei der auch mehr Artefakte als Bücher eine Rolle spielen: also bin ich jetzt bei der Settingbeschreibung eine Gruppe Schatzsucher treibt sich mit ihrem Raumschiff in den Weiten des Weltalls herum immer auf der Suche nach verlorenen Artefakten...

Klingt gut! Gib mir noch ein Bier und etwas Zeit, die ich nicht mit sowas wie "Geld für den Lebensunterhalt verdienen" verbrauchen muß, dann leite ich das... Wobei ich hier
Zitat
Ich habe keinen Bock mehr darauf, neue Regeln zu lernen. Ich habe ein klares Lieblingssystem
voll und ganz mit dir übereinstimme, aber der Text geht bei mir nicht mit Ubiquity weiter. 

Seitdem ich mal unter anderem auch drei Torg-Romane gelesen hatte, bin ich sowieso fürs Multiversum zu haben. Also gäbe es bei mir auch noch Chancen für interdimensionale Reisen in andere Universen.
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Offline Skeeve

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Re: Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen
« Antwort #8 am: 2.03.2016 | 00:19 »
oder auch "Indiana Jones in Space and Universe"...

Wobei ich zum "Eine Kirche, die Technik bekämpft." von Punkt 3 deiner Liste, noch ein "Kirche betet Technologie an" einwerfen möchte und auch Cargokult

Aber mangels Fading Suns-Kentnissen, bin ich nicht sicher ob das nicht sowieso der Hintergrund vom "Institut für Wiederbeschaffung" ist...
[zum ggoglen ist es jetzt zu spät, ich bin dann erstmal wieder weg... gute Nacht!]
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Offline Weltengeist

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Re: Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen
« Antwort #9 am: 2.03.2016 | 06:18 »
Wow...

So viel Anregungen... das wird etwas dauern, bis ich mich da überall durchgekämpft habe. Ich sehe aber schlimme Dinge mit meinem Rollenspielbudget passieren, schlimme Dinge... :o
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alexandro

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Re: Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen
« Antwort #10 am: 2.03.2016 | 07:16 »
Ich würde mir auf jeden Fall den 2008er-Run der Guardians of the Galaxy von Dan Abnett anschauen (gerade in vier Bänden neu aufgelegt, plus wie das Abschluss-Event der Serie "The Thanos Imperative" in der Marvel Comicsammlung).

Da ist ist einfach sooooooviel total schräger Kram drin, z.B.:
...eine Raumstation im Kopf eines toten Gottwesens
...eine Religion, welche ihre Schiffe mit der latenten Psi-Energie (fokussiert durch religiösen Eifer) ihrer Anhänger betreibt
...eine Invasion aus einer Dimension, in welcher es keinen Tod gibt (und in welcher sämtliches Leben in Folge zu einer einzigen, riesigen Krebszelle fusioniert ist)
u.v.m.

Offline LushWoods

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Re: Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen
« Antwort #11 am: 2.03.2016 | 07:46 »
Naja, als FS Fan, Haber-aller-Veröffentlichungen und dem was du geschrieben hast, denke ich mir aber schon:
Warum machst du nicht "einfach" eine Ubiquity-Anpassung für das Setting (Minus der Teile die dir nicht gefallen)?
Für die Fantasy Elemente hast du Desolation. Für die Low-Tech Elemente hast du HEX oder AfO.
Dann müsste man "nur noch" die Sci-Fi Sachen zusammenschrauben.

Offline Ludovico

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Re: Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen
« Antwort #12 am: 2.03.2016 | 08:47 »
Klingt interessant! Ich bin auch sehr auf das Ergebnis gespannt.

Hast Du auch daran gedacht, eine übergeordnete Bedrohung einzubauen oder lässt Du das lieber?

eldaen

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Re: Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen
« Antwort #13 am: 2.03.2016 | 09:19 »
Weltengeist: Falls du da was schrauben möchtest: In dem Revelations of Mars sind ein paar aktualisierte Fahrzeug- und (Flug-)Schiffskampf-Regeln. Die könnte man gut als Basis für ein Raumkampfsystem nehmen und es weiter ausbauen. Meld dihc einfach bei mir, wenn du RoM nicht hast, dann helf ich mit den Regeln aus.

Außerdem hab ich vor ner ganzen Weile mal angefangen, Regeln zur Erschaffungvon Fahrzeugen zu basteln (so reverse-engineering mäßig, wie das jemand auch mit den Ritualen getan hat). Da komm ich grad nicht weiter, aber wenn es für jemanden interessant sein sollte, sagt bescheid, das poste ich mal das Bisschen, das ich hab und wir schauen, ob wir zusammen weiter kommen.

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Re: Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen
« Antwort #14 am: 2.03.2016 | 09:27 »
Tolle Ideen, Weltengeist, das klingt alles sehr spaßig! Ich habe ja selbst ständig (deutlich Hard-SF-mäßigere) Ubiquity-Ambitionen, aber das, was du da umreißt, würde mich auch an einem der diversen Orte, an denen ich so stehe, abholen.

Ich weiß, dass es ab einem gewissen Punkt eher nervt, mit Anregungen beschmissen zu werden, aber: Kennst du die Saga-Comics von Fiona Staples/Brian Vaughan? Die finde ich wirklich wunderschön, sowohl auf einer erzählerischen, zeichnerischen als sogar (ächz!) emotionalen Ebene. Und da steckt eigentlich fast alles drin, was du nennst - abgefahrene Tech und Magie, seltsame Nichtmenschen, einsame Wölfe als Helden ... für mich war das beim lesen sofort ein Fall von "Etwas in der Art als Rollenspielsetting, bitte!"
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Re: Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen
« Antwort #15 am: 2.03.2016 | 09:44 »
Noch eine Frage als Anregung:

Wie stehst du zu Human Offshoots vs. Aliens?
Ich mag es ja ganz gerne, wenn es beides gibt - also Menschen, die sich körperlich an fremde Welten angepasst haben, sowie "echte" Aliens. Wobei man solche Ursprungsfragen natürlich auch ignorieren bzw. ins Reich der Mythen und Legenden verbannen und einfach fröhlich Spezies entwickeln kann.
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Re: Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen
« Antwort #16 am: 2.03.2016 | 09:45 »
Was hindert den Kapitän daran, auf jedes Problem erst mal 100 seiner besten Leute zu schmeißen?

Woher nimmt er die hundert Leute, die sonst an Bord nichts zu tun haben? Von der Passagierliste? Und wie sieht's mit der Verantwortung des Kapitäns für seine Crew aus, wenn das Problem sich gar als <schluck> gefährlich erweist? Wieviele Karten für Beileidsschreiben hat so ein Schiff überhaupt in seinem Formularschrank für die Bürokratie? >;D

Nebenbei stellt sich das Crewproblem auch bei minimal besetzten Kleinraumschiffen, nur halt in umgekehrter Form: wie sieht's auf dem Sternenschiff Einsamer Wolf eigentlich mit dem Schichtwechsel aus, wenn man nur ein Crewmitglied pro Posten und der Bordtag immer noch vierundzwanzig Stunden hat?

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Re: Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen
« Antwort #17 am: 2.03.2016 | 09:51 »

Nebenbei stellt sich das Crewproblem auch bei minimal besetzten Kleinraumschiffen, nur halt in umgekehrter Form: wie sieht's auf dem Sternenschiff Einsamer Wolf eigentlich mit dem Schichtwechsel aus, wenn man nur ein Crewmitglied pro Posten und der Bordtag immer noch vierundzwanzig Stunden hat?

Erstens nennt man sowas im Rollenspiel nicht Problem, sondern Handlungsaufhänger  >;D

Und zweitens: Wenn man solche Handlungsaufhänger nicht will, kann man (je nach Science/Fantasy-Grad) einfach entweder eine KI oder ein kleines Dämonenhelferlein zur Standard-Raumschiffausstattung erklären. Dieses Wesen kann dann die ganzen Standardoperationen erledigen und muss die SC nur aus dem Bett schmeißen, wenn das Abenteuer(TM) losgeht.
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Re: Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen
« Antwort #18 am: 2.03.2016 | 11:57 »
Erstens nennt man sowas im Rollenspiel nicht Problem, sondern Handlungsaufhänger  >;D

Heh. ;)

Raumschiffcrews und -crewgrößen sind auf jeden Fall ein Settingelement, über das man sich mal fünf Minuten lang Gedanken machen kann. Wenn beispielsweise die KI so gut ist, daß der Autopilot ein streng genommen nur teilbemanntes Schiff stunden- oder vielleicht sogar tagelang allein führen kann -- gibt's dann auch gleich so was wie vollautomatische Frachter? (Vielleicht mit gerade mal 1W3 Mann Aufsichtspersonal, damit der Eigentümer jemanden zum Verklagen hat, wenn's doch mal schiefgeht?)

Und ausgesprochene Militär-, Forschungs-, und 1. Klasse-Passagierschiffe werden natürlich ziemlich grundsätzlich vierundzwanzig Stunden am Tag Vollschichtbetrieb fahren, was sich dann in ihren Crewgrößen niederschlägt. Das nur für den Fall, daß die eh schon chronisch müde Besatzung der Einsamer Wolf jemals das Bedürfnis verspürt, so einen großen Pott nach Piratenart zu entern... >;D

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Re: Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen
« Antwort #19 am: 2.03.2016 | 12:33 »
Woher nimmt er die hundert Leute, die sonst an Bord nichts zu tun haben? Von der Passagierliste?

Aber der Kapitän, der Navigator, der Sicherheitsoffizier... DIE haben natürlich viel weniger zu tun und können das daher erledigen?

Wollte ich hier aber gar nicht breittreten. Ich mag einfach keine Rollenspiele (ganz generell nicht), bei denen die Spieler irgendwelche Mooks abkommandieren können, um für sie die Drecksarbeit zu machen. Egal ob die Mooks nun "Besatzung", "Gefolge", "Untertanen", "Leibwächter" oder was auch immer heißen. Also werde ich das irgendwie so regeln, dass ein SC-Raumschiff auch ohne solche Mooks fliegen kann ;).

Die vielen tollen Vorschläge (danke auch für die Comics; visuelle Inspiration FTW!) arbeite ich demnächst mal Stück für Stück durch und melde mich dann wieder.
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Re: Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen
« Antwort #20 am: 2.03.2016 | 12:50 »
Die Schiffe sind vollautomatisiert und benötigen nur eine Rumpfcrew.

Du könntest Dich hier eventuelö an der Serie Andromeda orientieren.

Offline Weltengeist

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Re: Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen
« Antwort #21 am: 2.03.2016 | 12:53 »
Die Schiffe sind vollautomatisiert und benötigen nur eine Rumpfcrew.

Reden wir hier immer noch von WH40K? :o
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Offline Waldviech

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Re: Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen
« Antwort #22 am: 2.03.2016 | 12:57 »
Hmmm....da es ja nicht in Richtung "Robots&Rayguns" gehen soll - wie wäre es denn mit lebenden Schiffen, in denen etliches "automatisch" passiert, weil das eben Teil des Schiffsorganismus ist?
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Re: Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen
« Antwort #23 am: 2.03.2016 | 13:00 »
Hmmm....da es ja nicht in Richtung "Robots&Rayguns" gehen soll - wie wäre es denn mit lebenden Schiffen, in denen etliches "automatisch" passiert, weil das eben Teil des Schiffsorganismus ist?

In die Richtung denke ich tatsächlich - wer das oben erwähnte "Dark Space" kennt, weiß was ich meine.
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Re: Weltengeists SciFi-Kitchensink-Überlegungen
« Antwort #24 am: 2.03.2016 | 13:01 »
Reden wir hier immer noch von WH40K? :o

Sorry, kann Dir nicht folgen. Du wolltest doch nicht solche Schiffe wie in WH40k, oder?

Als weitere Inspiration fällt mir gerade Star Wolves ein, das PC-Spiel.
« Letzte Änderung: 2.03.2016 | 14:52 von Ludovico »