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Autor Thema: System, Erfahrungen und Inspiration für Zombie-Kampagne  (Gelesen 2298 mal)

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Offline Medizinmann

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Re: System, Erfahrungen und Inspiration für Zombie-Kampagne
« Antwort #50 am: 13.12.2018 | 12:30 »
Das ist halt der Casus Knacktus: "Standardzombies" sind gar nicht fähig, komplett im Alleingang eine weltweite Apokalypse zu verursachen. Da muß schon noch irgendetwas anderes dazukommen, sonst bleibt's ein Strohfeuer.
da gebe Ich dir gerne Recht.
und nachdem ich mich mal längere Zeit damit beschäftigt habe , denke Ich auch das Standardzombies gar nicht so eine große Gefahr sind, wie immer gedacht.
(deshalb gibts ja auch die "Schnellen Zombies" sozusagen Zombies 2.0 )
AAaaber (wie gesagt) das ist ja die Prämisse einer Zombie-Apocalypse DASS die Zombies eben überall sind und Regierungen zusammengebrochen sind oder gerade zerbrechen und man ganz auf sich alleingestellt ist....

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Medizinmann

Offline Tegres

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Re: System, Erfahrungen und Inspiration für Zombie-Kampagne
« Antwort #51 am: 13.12.2018 | 12:44 »
Das ist halt der Casus Knacktus: "Standardzombies" sind gar nicht fähig, komplett im Alleingang eine weltweite Apokalypse zu verursachen. Da muß schon noch irgendetwas anderes dazukommen, sonst bleibt's ein Strohfeuer.
Naja, da ist sich die WissenschaftTM gar nicht so sicher (sprich: eine Forschungsgruppe hat das mal was modelliert).

Im Uebrigen muss ich mich mal als "Trottel" outen. Es gibt in der Regel folgende Tropen:
  • Moderne Zombies sind natuerlichen und nicht uebernatuerlichen Urpsrungs.
  • Zombies fressen Menschen (aber keine anderen Zombies).
  • Zombies uerbeleben aber auch lange (ggf. unendliche lange) ohne (Menschen-)Fleisch.
  • Zombies infizieren Menschen ueber Bisse (oder andere Verletzungen mit Austausch von Blut).
  • Nach einer gewissen Inkubationszeit wird ein Gebissener zu einem Zombie.
  • Wenn also mehrere Zombies ueber einen Menschen herfallen, haben sie ihn frueher aufgefressen, als dass er sich verwandeln kann.
  • Nur Leute, die sich noch aus dieser misslichen Lage befreien koennen oder befreit werden, haben ueberhaupt eine Chance sich zu verwandeln.
  • Daraus ergeben sich die folgenden Irritationen:
    • Zombiehorden sollten ab einem bestimmten Punkt nicht mehr wachsen, da sie potentielle neue Zombies schon laengst gefressen haben.
    • Das Zombieproblem sollte sich also quasi von selbst loesen.
    • Es muessen schon unglaublich viele Menschen trotz Bissen und Kratzern Zombies entkommen, wenn es am Ende dann doch solche Zombiehorden gibt.
    • Warum fressen Zombies Menschen auf, wenn sie doch eh nicht essen muessen, anstatt sich "nur" neue Artgenossen zu besorgen, indem sie Menschen nur anknuspern?
    • Mit dem vermeitlichen Realismus moderner Zombiewerke stellt man sich gewissermassen selbst ein Bein, da Erklaerungsluecken nicht mit Magie oder anderen Sachen beiseite gewischt werden koennen.
(Unbefriedigende) Loesung: Das Zombiegenre funktioniert halt so und benoetigt eine gehoerige Portion Suspension of Disbelief.

Und diese Loesung klappt: Trotz all dieser Sachen finde ich Zombies faszinierend und cool.

Offline Pyromancer

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Re: System, Erfahrungen und Inspiration für Zombie-Kampagne
« Antwort #52 am: 13.12.2018 | 12:54 »
Daraus ergeben sich die folgenden Irritationen:
  • Zombiehorden sollten ab einem bestimmten Punkt nicht mehr wachsen, da sie potentielle neue Zombies schon laengst gefressen haben.
  • Das Zombieproblem sollte sich also quasi von selbst loesen.
  • Es muessen schon unglaublich viele Menschen trotz Bissen und Kratzern Zombies entkommen, wenn es am Ende dann doch solche Zombiehorden gibt.

Das kann man dadurch erklären, dass es noch andere Infektionswege gibt: Ein Erreger, der über Luft oder Tröpfcheninfektion übertragen wird, Menschen, die den Zombie-Erreger tragen, selbst immun sind aber als Überträger dienen, lange Inkubationszeit, in der der Erreger übertragen wird, der Träger aber noch nicht zombiefiziert.
Oder die Zombies fressen keine Menschen, sondern infizieren/verwandeln sie nur.
Oder die Zombiefizierung geht schneller, je mehr man gekratzt/gebissen wird. Wenn man also einem einzelnen Zombie mit einem kleinen Kratzer entkommt, dann kann es Tage oder Wochen dauern, bis man selbst zum Zombie wird. Wenn man aber von einer Horde angefallen wird und Dutzende Wunden zugefügt bekommt, dann ist man in Sekunden/Minuten ein Zombie und die Horde lässt von einem ab, so dass da vielleicht hier und da ein Bissen vom Körper fehlt, die Funktionsfähigkeit aber nicht groß beeinträchtigt wurde.

Offline Tegres

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Re: System, Erfahrungen und Inspiration für Zombie-Kampagne
« Antwort #53 am: 13.12.2018 | 13:28 »
Deswegen habe ich geschrieben, wie die Tropen in der Regel sind. Die von dir genannten Erklärungen helfen tatsächlich, aber viele Zombiefilme bieten gar nur rudimentäre Erklärunge. Wenn es sich um eine Komödie handelt, ist das ja auch kein Problem. Für einen ernsthaften Zombiefilm kann es ein Problem werden, muss aber es nicht.

Offline AlucartDante

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Re: System, Erfahrungen und Inspiration für Zombie-Kampagne
« Antwort #54 am: 13.12.2018 | 17:31 »
Wenn man eine Zombie Apocalypse nicht mag, dann soll man sie auch nicht spielen.

Ich weiß nicht, wie du es gemeint hast, ich bin eben ein großer Fan vom Zombiegenre, aber lieber nicht als unrealistische Apokalypse.

Es gehört für mich zum Zombiegenre, dass diese weniger intelligent sind und daher den Menschen schlussendlich unterlegen. Erstens können Menschen Waffen und Maßnahmen entwickeln, zweitens betreiben Zombis keine Viehzucht und sterben daher von alleine aus, wobei das auch anders gelöst werden kann, Photosynthese, was auch immer. Ausnahmen sind beispielsweise I am Legend oder Vampirzombis. Diverse Zombieklassiker gehen ja auch von einem begrenzten Ausbruch aus und einer Rückeroberung. Eigentlich schon in Night of the Living Dead von 1968 tötet am Ende die Antizombiemiliz alle und es war eben nur eine Nacht. Deswegen mag ich das Genre am liebsten mit der Idee: Halten wir in Quarantäne durch, bis das Militär kommt. Kann dann gerne auch was von This war of mine haben.

Vielleicht werden Zombies auch von Vampiren oder irgendwem als biologische Waffe eingesetzt, weil man weiß, am Ende stellen sie keine Gefahr da, zur Zeit des Ausbruchs und durch den Überraschungseffekt sind sie aber eine wirksame Waffe.

Klar kann man auch mit Apokalypse spielen. Wie in left for dead. Irgendwie werden alle infiziert, vielleicht sogar über die Luft. Nur ein paar Leute - zufällig die Spieler - sind immun.

Mich nervt ein wenig die Prepperidee, dass alle in der Katastrophe aufeinander losgehen. Notsituationen sorgen auch für sozialeres Miteinander. Wenn aber eh Apokalypse ist, wofür dann eigentlich am Leben bleiben? Was wollen die Charaktere denn bei einem Weltuntergang erreichen? Noch einen Apfelbaum pflanzen oder noch einmal Twinkies essen? Das motiviert mich für einen Oneshot, aber in einer Kampagne brauche ich größere Ziele, zum Beispiel zurück in die normale Welt kommen oder die neue Welt aufbauen.

PS: Ich finde auch den Inkubationsweg von Walking Dead interessant: Alle sind infiziert, aber erst der Biss oder Tod machen einen zum Zombie.
« Letzte Änderung: 13.12.2018 | 17:35 von AlucartDante »

Offline Supersöldner

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Re: System, Erfahrungen und Inspiration für Zombie-Kampagne
« Antwort #55 am: 13.12.2018 | 17:40 »
Zombies Züchten kein Vieh ? Stimmt nicht bei IZombie planen gewisse Kreise innerhalb der Zombies schon das man die Hälfte der Bevölkerung  in den US und A wohl als Nahrung und für die Zucht von mehr Nahrung wird erhalten Müssen. 
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Offline AlucartDante

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Re: System, Erfahrungen und Inspiration für Zombie-Kampagne
« Antwort #56 am: 13.12.2018 | 18:05 »
Es gibt immer alles. Danke!

iZombie geht für mich auch eher in eine Ghulrichtung. Vampire und Ghule machen das ja öfters.

Offline Supersöldner

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Re: System, Erfahrungen und Inspiration für Zombie-Kampagne
« Antwort #57 am: 13.12.2018 | 18:22 »
Ich Glaube nicht das der Zombie Jesus ( auch wenn er nur so tut ) oder der Zombie Täufer   (ein echter Gläubiger ) den Vergleich besonders Mögen würden .
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Offline Pyromancer

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Re: System, Erfahrungen und Inspiration für Zombie-Kampagne
« Antwort #58 am: 13.12.2018 | 18:24 »
Bei Necropolis 2350 werden die Zombies und Skelette von Vampiren und Mumien kontrolliert und gesteuert.

Offline Greifenklaue

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Re: System, Erfahrungen und Inspiration für Zombie-Kampagne
« Antwort #59 am: 13.12.2018 | 21:14 »
Zombieslayers wurde als System und pot. Quelle von Abenteuern noch nicht genannt.

Die Urversion V3.5 gibt es normal zum Download und die DS4-kompatible V4 in Slay #3 auch kostenlos zum Download oder gedruckt bei mir.

Ebenso gilt das für die Umkehrversion Slayerzombies, also da wo man intelligente Zombieanführer spielt - oder es nutzt, um besondere Gegner zu erzeugen.

2015 hatte ich mal eine Übersicht geschrieben zu verfügbaren deutschen Zombiekram: https://greifenklaue.wordpress.com/2015/01/07/deutschspr-zombie-rpgs-szenarien/

Bei Survive the dead findest Du noch Szenarien, Cthulhu Z dürfte interessant sein, wenn Du Cthulhu benutzt.

« Letzte Änderung: 13.12.2018 | 22:48 von Greifenklaue »
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
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Offline YY

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Re: System, Erfahrungen und Inspiration für Zombie-Kampagne
« Antwort #60 am: 13.12.2018 | 22:12 »
Mich nervt ein wenig die Prepperidee, dass alle in der Katastrophe aufeinander losgehen. Notsituationen sorgen auch für sozialeres Miteinander.

Das ist dann doch etwas arg verkürzt. Natürlich gehen nicht alle aufeinander los, aber das zivilgesellschaftliche Grundvertrauen ist eben weg.
Dass das nicht ganz von der Hand zu weisen ist, sieht man ja in viel "normaleren" Situationen schon.
"Kannst du dann bitte mal kurz beschreiben, wie man deiner Meinung bzw. der offiziellen Auslegung nach laut GE korrekt verdurstet?"
- Pyromancer

Offline Der Läuterer

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Re: System, Erfahrungen und Inspiration für Zombie-Kampagne
« Antwort #61 am: 13.12.2018 | 22:44 »
Bei Survive the dead finfest Du noch Szenarien, Cthulhu Z dürfte interessant sein, wenn Du Cthulhu benutzt.
Gesucht, aber nicht gefunden.
Könntest Du das bitte verlinken.

Zombieslayer gefällt. Ich habe es gerade quergelesen. Es ist zwar überhaupt nicht meine Spielwiese... aber gut gemacht. Glückwunsch.
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Offline Greifenklaue

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Re: System, Erfahrungen und Inspiration für Zombie-Kampagne
« Antwort #62 am: 13.12.2018 | 22:51 »
Gesucht, aber nicht gefunden.
Könntest Du das bitte verlinken.
Klar.

-> https://www.survive-the-undead.de/download.html

Dort unter Zusatzdownloads.

Zombieslayer gefällt. Ich habe es gerade quergelesen. Es ist zwar überhaupt nicht meine Spielwiese... aber gut gemacht. Glückwunsch.
Danke.
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
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Re: System, Erfahrungen und Inspiration für Zombie-Kampagne
« Antwort #63 am: 14.12.2018 | 02:04 »
Natürlich gehen nicht alle aufeinander los, aber das zivilgesellschaftliche Grundvertrauen ist eben weg.
Dass das nicht ganz von der Hand zu weisen ist, sieht man ja in viel "normaleren" Situationen schon.

Ich denke gerade über katastrophale Zustände nach. Deswegen ganz ernst gemeint: Was fällt dir denn bei normalen Situationen ein?
- Flutkatastrophe von Japan und Nuklearkatastroophe Fukushima: Naja einzelne Plünderungen
- Hurrican Katherina und Zerstörung von New Orleans: Plünderungen
- G20 Gipfel in Hamburg: ein Laden geplündert und Autos angezündet.

Okay vielleicht zu soft, denken wir an größere Katastrophen:
- Flüchtlingstreks Ende des zweiten Weltkrieges: Den Leuten wurde doch eher geholfen in der Not
- Flüchtlingen aus Syrien: Im Libanon versklavt und vergewaltigt, aber in anderen Ländern gab es viel Hilfe.

Wenn wir uns die Reichspogromnacht oder Auschwitz angucken, habe ich eher den Eindruck, es braucht einen gut funktionierenden Staat, damit die Menschen aufeinander losgehen.

Bei Zombies gibt es glaube ich noch einen größeren "Wir gegen die" und "Wir müssen jetzt zusammenhalten" Effekt, als wenn man im Wahn meint, gegen die jüdische Weltverschwörung kämpfen zu müssen.

Ich meine klar, jeden Samstag wenn ich betrunkene Fußballfans sehe, denke ich auch, die Ziviisation geht danieder, alle gehen aufeinander los. Aber ich preppe nicht vorm Derby ;-)

 :btt: Danke für all die coolen Links!

Offline YY

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Re: System, Erfahrungen und Inspiration für Zombie-Kampagne
« Antwort #64 am: 14.12.2018 | 02:26 »
Manche Gegenden nach Katrina oder die L.A. Riots sind gute Beispiele, wenn auch zeitlich stark begrenzt.
Es muss zumindest das Gefühl da sein, für die Taten ziemlich sicher nicht belangt zu werden, damit es dazu kommt - bei einer bestätigten, umfassenden Zombieapokalypse ist das automatisch tatsächlich der Fall und bei einer örtlich begrenzten immer noch ausgeprägter als z.B. bei den L.A. Riots.

In Fukushima oder beim Hamburger G20-Gipfel ist der Staat ja noch ziemlich präsent oder kommt zumindest absehbar wieder.
Und bei den Flüchtlingstreks ist die Notlage nicht beidseitig: Wer bequem was abgeben kann, wird das i.d.R. tun, solange die andere Seite sich auch normal verhält.


Bei Zombies gibt es glaube ich noch einen größeren "Wir gegen die" und "Wir müssen jetzt zusammenhalten" Effekt

Ja, abseits von einigen vollkommenen Arschgeigen ist das in der initialen Phase so.
Wenn sich das Ganze einigermaßen stabilisiert hat und die Zombies nur noch eines von mehreren Problemen sind, sieht das aber anders aus - dann kommen die Marodeure und ggf. sogar Warlords auf. Das ist natürlich auch kein flächendeckender Dauerzustand, aber wie gesagt: das Grundvertrauen gegenüber Fremden ist dann erst mal weg und die sind deutlich in der Bringschuld.
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Offline CiNeMaNcEr

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Re: System, Erfahrungen und Inspiration für Zombie-Kampagne
« Antwort #65 am: 4.01.2019 | 16:17 »
All Flesh Must Be Eaten für die Setting Idee(n) mit den Regeln von NEMESIS oder WILD TALENTS beides ORE Systeme (für Fancy Abilities der Special Zombies).

ORE ist extrem schnell und perfekt um ein hektisches, bedrohliches, tödliches und vorallem chaotisches Setting in Regeln abzubilden.
- Leitet&Spielt wöchentlich OneShots verschiedener Systeme (überwiegend UA2/3, CoC7, OtE, Nemesis, DG, Kult) oder Scenic Dunnsmouth Wierd Edition/Gaslight-Kampange.
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Offline Der Läuterer

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Re: System, Erfahrungen und Inspiration für Zombie-Kampagne
« Antwort #66 am: 4.01.2019 | 17:15 »
Mich hat vor einer Weile ein Spieler gefragt, ob wir auf die Nemesis Regeln umsteigen können.

Können könnten wir.
Es gibt aber zwei eklatante Dinge, die mich stören.

1. Mir sind das zu wenig Traits, die das System anbietet. Gibt es da einen grösseren Pool?
2. Der Schaden variiert kaum. Zumeist sind es zwei Punkte Schaden. Gibt es eine Alternative?
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Offline CiNeMaNcEr

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Re: System, Erfahrungen und Inspiration für Zombie-Kampagne
« Antwort #67 am: 4.01.2019 | 23:49 »
Mich hat vor einer Weile ein Spieler gefragt, ob wir auf die Nemesis Regeln umsteigen können.

Können könnten wir.
Es gibt aber zwei eklatante Dinge, die mich stören.

1. Mir sind das zu wenig Traits, die das System anbietet. Gibt es da einen grösseren Pool?
2. Der Schaden variiert kaum. Zumeist sind es zwei Punkte Schaden. Gibt es eine Alternative?

1. Mir sind das zu wenig Traits, die das System anbietet. Gibt es da einen grösseren Pool?

- Wir verwenden die Traits nicht wirklich. Halten diese für Unnötig wenn auch nicht störend.
- Es gibt theoretisch einen größeren Pool.  Nicht offiziel bei NEMESIS jedoch bei anderen ORE Systemen sowie Fanedits.
- Spontan fallen mir vorallem die Advantages aus REIGN (welche jedoch überwiegend eher für ein Fantasy Setting gedacht sind).
- Viele der TALENTS aus Godlike/WILD Talents (was eigentlich Superkräfte sind können teilweise leicht angepasst werden für spirituelle Traits wie Präsenzspüren oder Telepathie).
- Weitere Fähigkeiten die sich füer Traits eignen findet sich im One Roll Engine Toolkit.
- In ECOLLAPSE findet man dagegen eher CyperKinetiks ala Shadowrun.
- Wir haben einige Traits selber gebaut (nicht für ORE sondern für das eigene Dark Fantasy Setting Black Oracle von Winterphönix aka Yozora).

Die deutlich einfachere Lösung, welche wir nutzen, da auch schneller sowie mehr Charackterbildend ist. Die PASSIONS aus REIGN welche den Temperamenten aus Unknown Armies sehr ähnlich sind. Führt man einen SKILL mit passender Passion eben auch so aus gibts nen BonusDice. Stellt man sich gegen seine eigene Überzeugung dagegen gibt es nen MalusDice.

2. Der Schaden variiert kaum? oO? Spielen wir das selbe NEMESIS System?
- Ab Seite 32 befinden sich die Waffen. Diese haben eine Damage Modifier von +0 bis +3 (bei wenigen Ausnahmen mehr).
- Gerade bei Projektilwaffen verändert die ART der Munition nochmal den Damagetrack.
- Mit dem Basiswurf ergibt dies 2-5 Damage, bei hohen Skillwerten oder Lucky Rolls 3-6 oder je nach Fighting Art (aka Esoteric Disciplins aus REIGN) nochmal mehr.
- Durch Manöver wie AIM können diese vorallem gezielt angewendet werden da 4 Damage auf dem Kopf deutlich besser sind als 4(oder mehr) auf den Torso.
- Waffen Regeln wie PENETRATION , AREA und SPRAY oder gar BURN verteilen den Schaden anders, auf mehrere Lokations oder reduzieren den Schutz. Es macht einen großen unterschied ob ein Char 2 Damage bekommt auf eine Lokation oder 2 auf 4 Lokations (oder im Fall von BURN/ACID mehrere TURNS 2+ Damage).
- Zusätzlich wird je nach Waffe (Kampfstil) ja auch differenziert ob SHOCK oder KILLING DAMAGE, was nochmals mehr unterschied macht.
- In den seltensten Fällen ist der Damage bei ORE Systemen 2 Damage. Bei kleinen Pools und unzureichenden Waffen (keinen Spezialisten) kommt es öfter vor. ORE skalliert jedoch stark. Ab Pools von 6 ist der Damage Track sehr oft 3+.
- Als Hausregel haben wir ne weile gespielt das Unarmed nur W-1 S Damage macht, haben wir jedoch schnell verworfen, die Kämpfe wurden unnötig lange (bei only unarmed).

Ich hoffe ich konnte helfen.
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Offline Der Läuterer

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Re: System, Erfahrungen und Inspiration für Zombie-Kampagne
« Antwort #68 am: 5.01.2019 | 00:12 »
Ich hoffe ich konnte helfen.
Ja. Sehr sogar. Danke Dir, CiNeMaNcEr.
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