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Wie hat dir "Malmsturm - Die Fundamente" gefallen?

Autor Thema: Malmsturm - Die Fundamente (Fate) / Bewertung & Rezensionen  (Gelesen 1832 mal)

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Offline Thallion

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Malmsturm - Die Fundamente

Regel/Quellen-Bände-Übersicht
Hier gelangt ihr zu der Auswertung und Übersicht bereits bewerteter Regel- und Quellen-Bände:
https://rollenspiel-bewertungen.de/tanelorn/spielhilfen/

Klappentext:
Sword & Sorcery für Fate Core

Die Fundamente für ein Fantasy-Rollenspiel in der Tradition der klassischen Sword & Sorcery.

Die Fundamente für Abenteuer in einer uralten Welt, die von Geheimnissen und Gefahren durchdrungen ist und von Wahnsinn und Verlangen geformt wird.

Die Fundamente einer dramatischen Realität, wo jedermann dunkle Wolken und Gewitterstürme über einem Schlachtfeld erwartet, wo der Zorn eines barbarischen Kriegers Schilde und Schwerter zerschmettert und wo selbst die Geister der Erde zu Sklaven von Lust und Leidenschaft werden.

»Malmsturm – Die Fundamente« basiert auf Fate Core. Du benötigst zum Spielen also das Regelbuch »Fate Core System – Deutsche Ausgabe«: ein Universalsystem für narratives Rollenspiel, bei dem die Charaktere im Mittelpunkt stehen.
« Letzte Änderung: 13.04.2018 | 09:50 von Thallion »

Offline Thallion

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http://neueabenteuer.com/malmsturm-die-fundamente-teil-1
http://neueabenteuer.com/malmsturm-die-fundamente-teil-2

Zitat
Fazit:

So is it Metal?
Hell fuckin‘ yeah!
 
Ich war ja damals schon von Malmsturm sehr angetan, aber dieses Buch, Malmsturm – die Fundamente, zwingt mich dazu, meine Meinung zu überdenken. Die Fundamente nehmen die Welt, nehmen das Spiel, dass wir schon kannten, und prügeln damit so lange auf die Fate Core-Regeln ein bis diese um Gnade wimmern, und formen daraus das perfekte Spiel, um die klassische Sword & Sorcery-Literatur zu simulieren. Das Artwork ist oft nicht jugendfrei, das Layout mag bisweilen etwas gewöhnungsbedürftig sein, aber was uns hier vorliegt ist eine perfekte Ergänzung zu Fate Core. Ich bin auf jeden Fall begeistert, die Fundamente stellen auf jeder Ebene einen Quantensprung gegenüber dem Vorgänger dar. Ich sagte bereits, wenn man sich dieses Jahr ein Rollenspiel auf Deutsch zulegt sollte es Beyond the Wall sein, und ich bleibe auch dabei. Wenn man sich aber zwei Spiele zulegen möchte und Fate auch nur ein wenig mag, gib es keinen Weg an Malmsturm -Die Fundamente vorbei. Wem das Buch nicht gefällt, ist einfach nicht Metal genug – und sollte das dringend ändern. Einziger Schwachpunkt in meinen Augen – nicht genug Bolt Thrower in den Musikempfehlungen…

Online nobody@home

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Okay, nachdem ich das Buch jetzt tatsächlich ein paar Tage in Besitz habe, zumindest ein paar Spontaneindrücke.

-- Praktisch das Erste, das mir aufgefallen ist: Lesbarkeit geht stellenweise wirklich anders. Ich bin nach nicht ganz dem halben Band wieder zur kostenlosen PDF-Version am Bildschirm zurückgewechselt, weil Grautöne auf Schwarz mich weniger anstrengen als Ocker und insbesondere Rot auf Dunkelbraun -- gerade von letzterem rutscht mein Blick gerne mal regelrecht ab, so daß ich zweimal hinschauen muß, um mitzubekommen, was da überhaupt steht. (Darunter leidet dummerweise auch ausgerechnet das Inhaltsverzeichnis.) Die reichlich eingestreuten Spielweltzitate laden mit ihrer Kursivschrift und ihren schrägen Zeilen, die beim Finden des nächsten Zeilenanfangs entsprechend mehr Konzentration verlangen, auch eher mal zum Ignorieren ein, zumal man recht schnell merkt, daß sie ja doch "nur" Fluff sind.

-- Regelseitig ist das Bild gemischt; die Bandbreite reicht von "nette Idee, sollte ich vielleicht auch für andere Settings kurz mal klauen" (wie etwa das Belohnungssystem) bis "na, ob ich das so brauche...?"; für meinen persönlichen Geschmack macht Malmsturm ein bißchen viel und teilweise etwas willkürlich erscheinend Gebrauch von der "einer Fertigkeit eine neue Aktion zuordnen"-Stuntoption und belastet das Charaktererschaffungsbudget etwas sehr mit Extras, die ich gar nicht so sehr als "Teil" des Charakters selbst betrachten würde (Gefolgsleute kosten Stuntplätze?!? Das ist mir ja seit Legends of Anglerre nicht mehr untergekommen...).

-- Das Setting, soweit bisher angedeutet, reißt mich vorläufig nicht so sehr vom Hocker. Zumindest den ersten Eindrücken nach ist der Norden hauptsächlich Einöde und könnte zusammen mit der Waismark recht gut auch in ein etwas "grimmigeres" Alternativ-Aventurien passen, bietet also nicht unbedingt wirklich soviel Neues; das Imperium sticht dagegen schon eher als exotisch heraus, wirkt aber auch -- vielleicht präsentationsbedingt -- gegenüber dem Rest der Welt recht isoliert und ab vom Schuß. (Irgendwo muß der Begriff vom "Exzellenten Exil" ja schließlich herkommen.) Bei aller Betonung auf der "dramatischen Realität" mit Malmstürmen und so bleibt ein Geschmack von Fantasy-Dutzendware.

-- Weil die Frage ja kommen muß: IST! ES! METAL??? ~;D ...Tja, äh -- aus meiner persönlichen Sicht erst mal nicht so wirklich. wtf? "Metal" ist, zumindest meiner begrenzten Erfahrung nach, bei Fantasythemen gerne episch-laut-bombastisch mit großen Schlachten, überlebensgroßen Figuren und recht klar definierten Helden und Schurken, auch wenn sich die Definitionen der letzten beiden nicht unbedingt so nach den üblichen Konventionen richten. Damit ist es aber auch schon sehr nahe an genau der "Paladine gegen Orks"-Fantasy, die Malmsturm, wenn ich die entsprechenden Textstellen richtig verstanden habe, eigentlich gerade nicht sein will...und je mehr das Spiel seine Definition von "Sword & Sorcery" gerade aus diesem Gegensatz bezieht, umso weniger "Metal" bleibt zwangsläufig noch. (Das deckt sich nebenbei mit meinen Überlegungen, daß sich S&S mit zunehmendem Herausnehmen der "High Fantasy"-Elemente -- und ja, da gibt's durchaus Nuancen; Conan ist beispielsweise bei allen Charakterschwächen und Leichen, die seinen Weg pflastern, zumindest von der Absicht des Autors her immer noch hier und da ein einigermaßen "heroischer" Charakter -- mehr und mehr nur noch auf das Durchwursteln des kleinen Mannes reduziert, der die Welt eben nicht verändert.)

Insgesamt, und ausdrücklich auch der oben zuallererst genannten Leseprobleme wegen: 2 Punkte, nicht mehr.

Offline rollsomedice

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Danke für deinen Eindruck.

Offline Thallion

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https://wuerfelheld.wordpress.com/2016/11/26/malmstumfazit/?pk_campaign=eignerfeed&pk_kwd=malmsturm-die-fundamente-ein-kleines-Fazit

Zitat
Was mich auch erfreut hat, ist die Buchausstattung. Man bekommt echt einen hochwertigen Klopper in die Hand. Wenn man hier auf hohem Niveau mechern möchte findet man sicherlich etwas, für mich ist es das das Lesebändchen nach einmal Durchlesen bereits Fäden zieht. Ausserdem hätte ich gerne ein zweites Lesbändchen zur Verfügung gehabt.

Was die Innere Optik angeht, ja da hatte ich ja schon auf den schlechten Kontrast bei den Textkästen hingewiesen. Das ist, ausser beim Inhaltsverzeichnis, noch verzeihbar und man kann nur hoffen das an den entsprechenden Stellschrauben ein wenig nachjustiert wird. Die Schrifttypo ist gut leserlich. Die Grafiken bringen eine gute Sword & Sorcery Atmosphöre herrüber.

Alles in allem hat mich „Malmsturm – Die Fundamente“, bis auf Kleinigkeiten überzeugt!

Meine Wertung:
 4,25 von 5 Malmstürmen


Offline Thallion

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[FATE] Rezension - Malmsturm: Fundamente (Grundregelwerk)
https://youtu.be/fw2K60cPi4k

Offline rollsomedice

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Ben&Paper
Rezension: Malmsturm

https://youtu.be/mrc5lt7C4fQ

Offline Weltengeist

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Ich habe mein Exemplar ziemlich schnell wieder zum Verkauf gestellt, einfach weil ich es nicht lesen konnte. Farbige Schrift auf dunklem Untergrund ist ohnehin schon schwierig, dazu hapert es leider auch noch an der Druckqualität (die Konturen laufen ineinander) - für meine nachlassenden Mittvierzigeraugen war das ohne technische Hilfsmittel nicht mehr zu entziffern. Schade... :'(
Über Geschmack kann man nicht streiten. Aber auf Tanelorn hindert das niemanden daran, es trotzdem zu tun.

Spielleitermotto: Ein Kaufabenteuer ist eine Geschichte, wie sie hätte passieren können, wenn man keine Spieler darauf losgelassen hätte.

Spielt derzeit: -
Bereitet vor: Die Türme von London (Ubiquity)
Liest derzeit: Diverse Stadtabenteuer, London-Bücher

Offline LordBorsti

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Ich habe mein Exemplar ziemlich schnell wieder zum Verkauf gestellt, einfach weil ich es nicht lesen konnte. Farbige Schrift auf dunklem Untergrund ist ohnehin schon schwierig, dazu hapert es leider auch noch an der Druckqualität (die Konturen laufen ineinander) - für meine nachlassenden Mittvierzigeraugen war das ohne technische Hilfsmittel nicht mehr zu entziffern. Schade... :'(

Für alle weiteren Bücher haben wir das Problem jetzt behoben. (Neuer Druckerei, Änderungen am Layout)
Malmsturm Regelfuzzi
www.Malmsturm.de

Offline Thallion

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Der Dan
MALMSTURM die Fundamente. Sword and Sorcery mal anders |FATE Core
https://www.youtube.com/watch?v=wXPOPxy8kbM
MALMSTURM die Fundamente! Hart und Sachlich betrachtet! |Kritik und Fazit
https://www.youtube.com/watch?v=fYXeAPcKLik

Offline Thallion

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https://pnpnews.de/rezension-malmsturm-die-fundamente/
Zitat
Fazit
Malmsturm – Die Fundamente bieten einen gelungenen Einstieg in das Sword-and-Sorcery-Genre mit Fate Core. Sword-and-Sorcery wird dabei als Genre definiert und sowohl in der Setting-Beschreibung als auch in den Ingame-Texten gut transportiert. Das wird zusätzlich durch passendes und lebendiges Artwork unterstützt.

Die Hintergrundwelt bietet drei hinreichend detailliert ausgearbeitete Regionen, die jeweils eine andere Art von Sword-and-Sorcery darstellen. Diese sind aus einem Guss und werden durch ein übergeordnetes Weltkonzept, die Dramatische Realität, zusammengehalten. Barbaren im eisigen Norden werden ebenso geboten wie ein dunkles Mittelalter, das alle literarischen Erwartungen bedient. Die brutale Dekadenz eines uralten Imperiums vervollständigt das Angebot.

Auch besteht eine große Passung der Regeln zum Setting. Es macht den Eindruck, dass die Dramatische Realität aus gesammelten Fate-Erfahrungen heraus erdacht wurde.

Das ganze Setting wirkt wie ein ideales Beispielsetting für Fate Core. So erhalten die Dramatik, Freiheit und Selbstbestimmtheit der Charaktere, auf die Fate Core abzielt, in der Welt von Malmsturm eine gute Bühne.
Regeltechnisch setzt die zweite Edition für Fate Core eine ganze Reihe interessanter Akzente, die aber samt und sonders einhundertprozentige Fate-Core-Elemente sind. Letztere werden auf z. T. neue Weise arrangiert, so dass Fate Core durch diese vielen Elemente an keiner Stelle ins Stocken gerät. Im Buch bleibt ein Gerüst aus Fertigkeiten, Stunts, Aspekten und Stressbalken. Stunts, Aspekteinsatz gegen Fate-Punkte, Verschlechterungen von Situationen oder abgestrichene Stress-Kästchen bleiben austauscherbar und werden nur in neuer Kombination angewendet.

Das Magiesystem bietet interessante Ideen und wird mit einer größeren Menge an kleinen und großen Magietraditionen für alle drei Teilsettings präsentiert. Besonders gelungen fand ich das Spielleitungskapitel, das wirklich handlungsorientierte Tipps bietet, die ganz auf Sword-and-Sorcery zugeschnitten wurden. Wer Fate Core mag, wer sich für Sword-and-Sorcery interessiert, bekommt ein Buch, das genau das gut funktionierend abdeckt. Wer Fate Core aber nicht mag, wird Malmsturm – Die Fundamente auch nicht mögen, denn mehr Fate als bei Malmsturm geht nicht.