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Autor Thema: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi  (Gelesen 49458 mal)

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Offline tartex

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Re: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
« Antwort #2075 am: 14.06.2018 | 19:23 »
Dass dem (vermeintlich) nicht so war, müsste ja dann an der phänomenalen, schauspielerischen oder regie-technischen Leistung der damals Involvierten gelegen haben. Und das kann ja bitte Niemand ernsthaft behaupten. Hamill, Ford und Co. waren damals vieles aber sicher keine phänomenalen Schauspieler.

Bei diesem Thema wird einfach mit zweierlei Maß gemessen und die meisten sind echt auf einem Auge blind, tut mir leid. Daisy Ridley und Adam Driver allein zeigen für mich seit Force Awakens deutlich mehr schauspielerische Muskeln als die ganze Cast der Originaltrilogie seiner Zeit.

Stimme vor allem bezgl. Adam Driver zu. Aber das Ego zu haben, dem Regisseur zu widersprechen ist auch eine andere Qualität als ein guter Schauspieler zu sein. Trotzdem kann beides wichtig sein.

Man muss auch anmerken, dass 1976 bei den Dreharbeiten wohl keiner den Film oder auch nur Lucas voll ernst genommen hat. Besonders Alec Guinness hat wohl vor seinen jüngeren Kollegen nicht verheimlicht, was er von dem Drehbuch usw. hält.

Als die Prequels (vorallem Episode I) dann gedreht wurden, war man als Schauspieler in einer völlig anderen Rolle. George Lucas war weithin als ein Genie anerkannt, der die Pop-Kultur eines ganzen Jahrhunderts wie sonst kaum jemand geprägt hat. Außerdem war es wohl auch schwer abzuschätzen, was später noch via CGI dazu kam.
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Offline tartex

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Re: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
« Antwort #2076 am: 14.06.2018 | 19:27 »
Ist sicher eine Standpunktfrage. In der Position, in der Johnson war, war eine Dekonstruktion meiner Meinung nach kontraproduktiv. Es wirkt eher wie eine Egogeschichte bei so etwas quereinzusteigen und dann erstmal dick mit dem Rotstift über das Ding zu gehen, bis quasi nur noch das da steht, was man gerne selbst machen würde.

Also Plottwists gelten heutzutage schon als Dekonstruktion?  >;D

Ich denke, man sollte nicht verkennen, dass wir in der Post-Game-of-Thrones-Zeit leb(t)en und die Art und Weise wie dort (zum Glück!) mit Protagonisten umgegangen wird, hat wohl auch auf Star Wars abgefärbt.

Ein gutes Drehbuch hat Erwartungen zu brechen! Außer natürlich bei Pornofilmen. Da steht es dann der friedlichen Masturbation im Weg. Die Leute wollen halt im wahrsten Sinne des Wortes Fanwank. Und das steht ihnen wohl auch zu. Aber deshalb das Drehbuch zu kritisieren, ist doch weit übers Ziel hinausgeschossen.
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Offline Issi

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Re: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
« Antwort #2077 am: 14.06.2018 | 19:43 »
Zitat
Ist sicher eine Standpunktfrage. In der Position, in der Johnson war, war eine Dekonstruktion meiner Meinung nach kontraproduktiv. Es wirkt eher wie eine Egogeschichte bei so etwas quereinzusteigen und dann erstmal dick mit dem Rotstift über das Ding zu gehen, bis quasi nur noch das da steht, was man gerne selbst machen würde. Vielleicht war der Ansatz, der erwünscht war. Vielleicht wars wirklich eher sein Ego. Ich finde man kann sowas immer machen, wenn man in einer bestimmten Position ist. Mit Hinblick auf eine sich (wieder) aufbauende Franchise vorher klar angeteaserte Erzählstrukturen radikal über Board zu werfen, weil man schon immer fand, dass die blöd waren, um dem ganzen dann seinen eigenen Stempel aufzudrücken ist für mich ganz klar schlechter Stil.
Von Ego kann da mMn. nicht sprechen, wenn es
A.  Viele gut finden.
Und B. der Regisseur es in dem Wissen tut, dass er sich damit bei bestimmten Fans nicht nur Rum einhandelt.
Sondern er tut es weil er es für notwendig hält. ("Nicht schon wieder das gleiche vorhersehbare Schema (nicht wieder die alten Teile in grün)", -war ja sein Ziel)
Und er ist mMn. bereit dafür den schwarzen Peter zu ziehen.

Edit. Ansonsten- Ich konnte Snoke als Bösewicht nicht ernst nehmen-das war wie in  Muppet Shows.
oder Jim Henson. Ich musste spontan an eine Mischung aus Voldemort und E.T. denken.
Ich hatte auch keine (plausible)Erklärung was Hux in der Position macht.

Und auf "Rey..... :gasmaskerly:.....ich bin dein Vater", wollte ich tatsächlich auch gerne verzichten.
Das gab es in der Saga doch schon.
« Letzte Änderung: 14.06.2018 | 20:08 von Issi »

Offline Megavolt

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Re: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
« Antwort #2078 am: 14.06.2018 | 20:04 »
Stimme vor allem bezgl. Adam Driver zu. Aber das Ego zu haben, dem Regisseur zu widersprechen ist auch eine andere Qualität als ein guter Schauspieler zu sein.

Darf ich nachfragen, was da vorgefallen ist?

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Re: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
« Antwort #2079 am: 14.06.2018 | 20:17 »
Von Ego kann da mMn. nicht sprechen, wenn es
A.  Viele gut finden.
Und B. der Regisseur es in dem Wissen tut, dass er sich damit bei bestimmten Fans nicht nur Rum einhandelt.
Sondern er tut es weil er es für notwendig hält. ("Nicht schon wieder das gleiche vorhersehbare Schema (nicht wieder die alten Teile in grün)", -war ja sein Ziel)
Und er ist mMn. bereit dafür den schwarzen Peter zu ziehen.

Doch, kann man. Erstens hat die Zustimmung Anderer nicht das Geringste mit dem Ego oder Mangel daran des Regisseurs selbst zu tun, weil der ja selbst im Fall größter Selbstunsicherheit immer noch eine eigenständige Person ist und nicht bloß geistloses Ausführungsorgan für einen wie auch immer definierten Willen der Masse, und zweitens hilft ein ausgeprägtes Selbstbewußtsein den meisten Leuten ja gerade dabei, die Dinge, die ihnen persönlich wichtig und notwendig erscheinen, auch schon mal ausdrücklich ohne Rücksicht auf Verluste und die Meinung Anderer durchzuziehen. Dein erstes Gegenargument zieht also nicht, und das zweite unterstützt die "Ego"-Hypothese eher, als ihr zu widersprechen.

Offline Issi

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Re: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
« Antwort #2080 am: 14.06.2018 | 20:26 »
Doch, kann man. Erstens hat die Zustimmung Anderer nicht das Geringste mit dem Ego oder Mangel daran des Regisseurs selbst zu tun, weil der ja selbst im Fall größter Selbstunsicherheit immer noch eine eigenständige Person ist und nicht bloß geistloses Ausführungsorgan für einen wie auch immer definierten Willen der Masse, und zweitens hilft ein ausgeprägtes Selbstbewußtsein den meisten Leuten ja gerade dabei, die Dinge, die ihnen persönlich wichtig und notwendig erscheinen, auch schon mal ausdrücklich ohne Rücksicht auf Verluste und die Meinung Anderer durchzuziehen. Dein erstes Gegenargument zieht also nicht, und das zweite unterstützt die "Ego"-Hypothese eher, als ihr zu widersprechen.
Es beschweren sich doch am lautesten die enttäuschten Fans.(nicht die zufriedenen)

Es liegt für manche Fans natürlich nahe ihn als Egoisten zu bezeichnen. Und warum?
Etwa weil sie nur an andere Fans denken, statt an sich selbst?
Nee natürlich nicht.-Sondern weil sich ihr eigenes Ego dadurch gestört fühlt.
Jeder der sich beschwert, ist persönlich unzufrieden.

Oder sind das lauter vollkommen selbstlose,altruistische  Fans, die einen egoistischen Regisseur anklagen??? ~;D
Nee, Sorry Leute.

Er hat ein paar Entscheidungen gefällt (mit viel oder wenig Ego), die manchen nicht passen.
Wieder andere finden sie super.
Ok.-Einigen wir uns doch darauf, dass alle Egoisten sind.
Einige davon sind eben jetzt unzufriedene Egoisten.  :)
« Letzte Änderung: 14.06.2018 | 20:32 von Issi »

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Re: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
« Antwort #2081 am: 14.06.2018 | 20:36 »
Es beschweren sich doch am lautesten die enttäuschten Fans.(nicht die zufriedenen)

Es liegt für manche Fans natürlich nahe ihn als Egoisten zu bezeichnen. Und warum?
Etwa weil sie nur an andere Fans denken, statt an sich selbst?
Nee natürlich nicht.-Sondern weil sich ihr eigenes Ego dadurch gestört fühlt.
Jeder der sich beschwert, ist persönlich unzufrieden.

Oder sind das lauter vollkommen selbstlose,altruistische  Fans, die einen egoistischen Regisseur anklagen??? ~;D
Nee, Sorry Leute.

Er hat halt ein paar Entscheidungen gefällt (mit viel oder wenig Ego), die manchen nicht passen.
Wieder andere finden sie super.
Ok.-Einigen wir uns doch darauf, dass alle Egoisten sind.
Einige davon sind halt jetzt unzufriedene Egoisten.  :)

Ah ja. Also, wer sich beschwert, ist automatisch im Unrecht, weil ihm die schweigende Mehrheit der Zufriedenen offensichtlich nicht zustimmt? So kann man sich die Welt natürlich auch zurechtbiegen...aber ich bin mir ziemlich sicher, daß die Experten für logische Fehlschlüsse auch dafür schon einen schönen Fachbegriff haben werden. ::)

Offline Issi

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Re: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
« Antwort #2082 am: 14.06.2018 | 20:40 »
Ah ja. Also, wer sich beschwert, ist automatisch im Unrecht, weil ihm die schweigende Mehrheit der Zufriedenen offensichtlich nicht zustimmt? So kann man sich die Welt natürlich auch zurechtbiegen...aber ich bin mir ziemlich sicher, daß die Experten für logische Fehlschlüsse auch dafür schon einen schönen Fachbegriff haben werden. ::)
Es geht doch nicht um Recht oder Unrecht. ::)
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Offline tartex

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Re: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
« Antwort #2083 am: 14.06.2018 | 20:41 »
Und selbst wenn es eine Ego-Sache ist, muss wohl jeder anerkennen, dass "written by commitee" nicht der richtige Weg ist, um ein Werk mit Charakter, Ecken und Kanten zu erzeugen. Gibt es wirklich Leute, die sich ein zukünftiges Star Wars glattgebügelt, ohne Ecken und Kanten, wünschen?

Das wäre ein jämmerliches Versumpfen im Mittelmaß. Ein vorhersehbares Produkt, bei dem wohl jeder Recht hätte, der Disney wegen einer corporate culture angreift.

Wer nichts wagt, kann auch nicht gewinnen, oder?
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Re: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
« Antwort #2084 am: 14.06.2018 | 20:47 »
Es geht doch nicht um Recht oder Unrecht. ::)
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Tja, wenn das so ist: was machst du noch in diesem Faden? Du hast deine Meinung, andere ihre, die sind halt verschieden, Ende Gelände, kein Diskussionsbedarf mehr vorhanden. Und irgendwie bist du trotz deiner eigenen Logik eine der eifrigeren Beteiligten...also muß es wohl doch noch um etwas mehr als nur um den Geschmack gehen. ;)

Offline Issi

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Re: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
« Antwort #2085 am: 14.06.2018 | 20:52 »
Ich hab hier noch was Interessantes: Toxic Fandom Is Killing 'Star Wars'
https://www.hollywoodreporter.com/heat-vision/solo-box-office-results-kelly-marie-tran-harassment-show-star-wars-has-a-fan-problem-1118898

Zitat
was machst du noch in diesem Faden?
1. mich unterhalten
2. mich unterhalten
3. mich unterhalten
4. dich ärgern
Such dir was aus. ~;D
« Letzte Änderung: 14.06.2018 | 21:00 von Issi »

Offline lowfyr

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Re: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
« Antwort #2086 am: 14.06.2018 | 21:19 »
Ich hab hier noch was Interessantes: Toxic Fandom Is Killing 'Star Wars'
https://www.hollywoodreporter.com/heat-vision/solo-box-office-results-kelly-marie-tran-harassment-show-star-wars-has-a-fan-problem-1118898

Na ja, das es einen Grund gibt das Fan von Fanatiker abgeleitet wurde, war ja schon immer klar. Und nicht nur bei Star Wars, sondern generell bei allem, von Film bis RPG.

Und  der Spruch "Niemand hasst Star Wars mehr, als Star Wars Fans" ist heute wohl wahrer denn je.
« Letzte Änderung: 14.06.2018 | 21:37 von lowfyr »

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Re: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
« Antwort #2087 am: 14.06.2018 | 21:46 »
Ist sicher eine Standpunktfrage. In der Position, in der Johnson war, war eine Dekonstruktion meiner Meinung nach kontraproduktiv. Es wirkt eher wie eine Egogeschichte bei so etwas quereinzusteigen und dann erstmal dick mit dem Rotstift über das Ding zu gehen, bis quasi nur noch das da steht, was man gerne selbst machen würde. Vielleicht war der Ansatz, der erwünscht war. Vielleicht wars wirklich eher sein Ego. Ich finde man kann sowas immer machen, wenn man in einer bestimmten Position ist. Mit Hinblick auf eine sich (wieder) aufbauende Franchise vorher klar angeteaserte Erzählstrukturen radikal über Board zu werfen, weil man schon immer fand, dass die blöd waren, um dem ganzen dann seinen eigenen Stempel aufzudrücken ist für mich ganz klar schlechter Stil.
Als erstes: Ich sehe da keine Dekonstruktion. Sonst wäre der Film deutlich anders gelaufen. Aber das hatten wir hier im Thread schonmal. Brauchen wir also nicht nochmal zu diskutieren.
Zweitens (und darauf wollte ich eigentlich hinaus) war der Weg laut Johnson etwas Anders. Ihm wurde der 8. Teil als Regisseur angeboten. Daraufhin hatte er das Drehbuch von 7 gelesen. Er fand da einiges sehr gut und schrieb daraufhin ein Drehbuch, wie er sich die Geschichte vorstellen würde. Das schickte er zu Fr. Kennedy mit der Erwartung abgelehnt zu werden. Er bekam aber dann zu seiner Überraschung von Kennedy das Okay zum Plot und die Anfrage, wann er anfangen wolle.
Also erwartete er mit seinen Ideen abgewiesen zu werden und dann wäre logischerweise das Thema Star Wars erstmal für ihn durch gewesen, weil Fr. Kennedy einen anderen Regisseur gesucht hätte.
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Re: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
« Antwort #2088 am: 14.06.2018 | 22:12 »
Ich denke das Kern Problem an den neuen Filmen ist das sie die Regisseure die Drehbücher haben schreiben lassen, die hätten einen Schreiber (oder meinetwegen ein Team) für die ganze Trilogie anheuern sollen.
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Offline Kowalski

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Re: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
« Antwort #2089 am: 14.06.2018 | 22:14 »
Ich denke das Kern Problem an den neuen Filmen ist das sie die Regisseure die Drehbücher haben schreiben lassen, die hätten einen Schreiber (oder meinetwegen ein Team) für die ganze Trilogie anheuern sollen.

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Offline tartex

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Re: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
« Antwort #2090 am: 14.06.2018 | 22:20 »
Ich denke das Kern Problem an den neuen Filmen ist das sie die Regisseure die Drehbücher haben schreiben lassen, die hätten einen Schreiber (oder meinetwegen ein Team) für die ganze Trilogie anheuern sollen.

Also bei der heißgeliebten Originaltrilogie war das doch auch nicht der Fall. Und es hat trotzdem sehr gut geklappt. Vader als Lukes Vater? Da musste Obi Wans Erklärung noch ziemlich umständlich umgedeutet werden, damit sich das ausging.

Leia und Luke Geschwister? War genauso wenig geplant.

Die einzige Star-Wars-Trilogie, die wohl schon von Anfang an durchgeplant war, waren die Prequels. Und das hat da auch nicht viel geholfen.
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Offline Ein Dämon auf Abwegen

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Re: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
« Antwort #2091 am: 14.06.2018 | 22:51 »
Bei der Orginal Triology war ja ursprünglich nur ein alleinstehender Film der dann zu einer Trilogie erweitert wurde. Und ich hab schon den Eindruck, das sie als sie den zweiten Teil gemacht haben zu mindestens wussten was im dritten Teil so in etwa passieren soll.
Und zu mindestens war da iirc auch Georg Lukas bei allen drei Teilen was den Plot angeht involviert.

Und ich find es generell etwas schwierig immer wieder die originale als Argument zu benutzen, seit dem sind halt die Ansprüche gewachsen. Und man sollte eigentlich erwarten, das die heutzutage professioneller sind als damals.

Ich hab auch Grundsätzlich nichts dagen mit dem Franchise in eine neue Richtung zu gehen, aber das hätten sie gleich mit ersten Film der neuen Triologie tun sollen, und nicht im zweiten.
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Offline Sashael

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Re: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
« Antwort #2092 am: 14.06.2018 | 22:56 »
Ich hab auch Grundsätzlich nichts dagen mit dem Franchise in eine neue Richtung zu gehen, aber das hätten sie gleich mit ersten Film der neuen Triologie tun sollen, und nicht im zweiten.
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Offline Issi

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Re: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
« Antwort #2093 am: 14.06.2018 | 23:08 »


Ich hab auch Grundsätzlich nichts dagen mit dem Franchise in eine neue Richtung zu gehen, aber das hätten sie gleich mit ersten Film der neuen Triologie tun sollen, und nicht im zweiten.
Jepp
Zustimmung

Aber besser spät als nie.

G0blin

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Re: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
« Antwort #2094 am: 14.06.2018 | 23:12 »
Also Plottwists gelten heutzutage schon als Dekonstruktion?  >;D

Ich denke, man sollte nicht verkennen, dass wir in der Post-Game-of-Thrones-Zeit leb(t)en und die Art und Weise wie dort (zum Glück!) mit Protagonisten umgegangen wird, hat wohl auch auf Star Wars abgefärbt.

Da scheint was falsch angekommen zu sein. Die Dekonstruktion findet für mich nicht durch Twists oder Charaktertode statt, sondern durch die Aufhebung / Lösung von gewissen Kernelementen (Familiendynastien, Prophezeiungen, eben klassischere Heldenmythen) und das bewusst flache oder salopp-abrupte Beenden von Handlungssträngen (Snokes Tod, Reys Herkunft z. B.).

Zitat
Ein gutes Drehbuch hat Erwartungen zu brechen! Außer natürlich bei Pornofilmen. Da steht es dann der friedlichen Masturbation im Weg. Die Leute wollen halt im wahrsten Sinne des Wortes Fanwank. Und das steht ihnen wohl auch zu. Aber deshalb das Drehbuch zu kritisieren, ist doch weit übers Ziel hinausgeschossen.

Ich würd die Kritik da ein wenig differenzierter betrachten. "Mit Erwartungen brechen" und "im Aufbau befindliche Plotelemente radikal wegkürzen / kappen um eine neue Geschichte zu erzählen" sind schon zwei sehr unterschiedliche Dinge. Der Richtungswechsel war mir persönlich einfach zu artifiziell, man hat zu deutlich gemerkt, dass da Jemand neues am Werk ist, der am liebsten gar nichts von dem mitnehmen würde, was andere vorher gemacht haben und der da jetzt seine eigene Vision im Kopf hat und die auch gerne auf der Leinwand sehen würde. Zum Teil ist das immer so, Regisseure wollen (und sollten) ihre eigene Note mit reinbringen. Aber wenn ich so eine Franchise weitertrage kann ich mich eben entweder hinstellen und versuchen, einen Mittelweg zu finden, oder auf Konfrontation fahren. Letzteres hat er gemacht, war für mich (ich muss es offensichtlich immer wieder betonen) auch kein besonders großer Reinfall, in jedem Fall aber schlechter Stil.

Die von euch gefeierte Kaltschnäuzigkeit, Kompromisslosigkeit und Radikalität, die dann wohl in "endlich mal was Neues" gemündet hat, war für mich einfach deplaziert. Und das nicht etwa weil ich hier voll der Hardcore-Fan bin und jede Veränderung per se erstmal scheiße finde und lieber nur meinen Einheitsbrei vorgesetzt haben will (zur Erinnerung: ich finde die Lobpreisung der Originaltrilogie völlig überzogen, mochte Episode 1 und finde dass Rey auf ganzer Linie ein gelungenerer, glaubhafterer und sympathischerer Charakter ist, als es Luke je war).
« Letzte Änderung: 14.06.2018 | 23:14 von G0blin »

Offline Issi

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Re: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
« Antwort #2095 am: 15.06.2018 | 06:48 »
@
G0blin
Ich fand den Rotstift tatsächlich nicht überzogen.
Und er wäre in der Form mit Sicherheit auch nicht notwendig gewesen, wenn man bei Teil 7 schon darauf geachtet hätte,
was man haben will und was nicht.
Ich vermute mal die Filmemacher wussten es selbst nicht.
Bzw. waren verunsichert durch die Reaktionen der Alt Fans bei den Prequels.
Vielleicht hat man sich bei 7 zu wenig getraut.
Raus kam mMn. ein Retro Film. Aber halt mit altem Schema F.
Es gab deshalb nach 7 schon Aufschreie.
Und aus irgendeinem Grund entschied man sich dann doch gegen Retro. Und wollte was Neues. Bzw. eine Kursrichtung.
Ohne Innovation geht es halt auch nicht.

Es ist mMn. auch keine 180 Grad Wendung geworden, dafür waren die Vorgaben von 7 zu festgelegt.
Sondern nur eine 90 Grad Wendung.  A la "Hauptsache nicht  total diese Richtung".

Vielleicht hat man sich nach 1-3 generell von den lauten Fans zu viel einschüchtern lassen, wollte keine Fehler machen, und um jeden Preis gefallen.
Aber genau das hemmt mMn. auch jede Kreativitaet.

Ich frage mich teilweise ernsthaft  ob man es nach den Erfahrungen mit den Prequels nicht besser hätte sein lassen sollen.

Der Versuch "Wir schaffen es auch die Alt Fans zufrieden zu stellen und trotzdem innovativ zu sein"(Was nicht mal dem Erschaffer G. Lucas gelungen ist!***)
- ist aus meiner Sicht irgendwie schief gegangen.

Wirklich gute Sachen entstehen mMn. nur wenn man nicht unbedingt jedem gefallen will oder muss. Und der Erwartungsdruck auf Star Wars ist einfach riesig.

***
Viele Fans haben ja versucht, das 1-3 vom Kanon abgetrennt wird. Aber wie kann etwas nicht Star Wars sein, wenn es den gleichen Schöpfer hat?
Schon hier wollten Fans bestimmen, was echtes und richtiges Star Wars ist und was nicht.
Dabei hat G. Lucas 1-3 genauso erschaffen wie 4-6.
Spätestens hier hätte man mMn. merken müssen, dass etwas nicht stimmt.
Der eigentliche Schöpfer wurde längst von seinen eigenen Fans entmachtet, die nur noch das als echtes Star Wars betrachten, was ihnen persönlich in den Sinn passt.

Das ist jetzt mal eine ziemlich gewagte These aber egal: Vielleicht haben viele Fans, die nun behaupten Star Wars wäre tot, es sogar selbst umgebracht.
« Letzte Änderung: 15.06.2018 | 08:15 von Issi »

Offline Kowalski

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Re: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
« Antwort #2096 am: 15.06.2018 | 07:12 »
Also bei der heißgeliebten Originaltrilogie war das doch auch nicht der Fall. Und es hat trotzdem sehr gut geklappt. Vader als Lukes Vater? Da musste Obi Wans Erklärung noch ziemlich umständlich umgedeutet werden, damit sich das ausging.

Hmm?
Echt?
Wenn man jetzt bei Obi in der Werkstatt arbeitet will man einem Jungen reinen Wein einschenken?
"Sorry, Junge, Du bist der Sohn eines Monsters?"
oder erzählt man dem zunächst nur die positive Seite damit sich der junge Mann ein Vorbild am Papa nimmt?
Oder zumindest nicht enttäuscht über ihn ist.
Und
"Ah, übrigens, ich hab Deinen Dad kleingeschnipselt" ist auch ein Downer.
Also das Obi Wan hier ermutigende Worte statt eine verletzende Wahrheit in den Raum stellt, nun ich finde das erwartbar.

Und die Wahrheit zu sagen hatte er dann keine Zeit mehr.

Leia und Luke Geschwister? War genauso wenig geplant.

Ja, aber wenn man eine Art Band zwischen zwei Menschen spürt kann das eine romantische oder eine familiäre Verbindung sein.
Das um zu deuten und zu verändern ist jetzt kein Weltuntergang.

Die einzige Star-Wars-Trilogie, die wohl schon von Anfang an durchgeplant war, waren die Prequels. Und das hat da auch nicht viel geholfen.

Es ist ein Unterschied ob die Drehbücher von einem Produzenten und Schreiber konzipiert werden. Nur ist das keine Erfolgsgarantie.

Aber ich würde nicht sagen das die Prequels an den Drehbüchern per se gescheitert sind (nicht kommerziell sowieso), sondern an einigen der Charaktere, unerfahrenen Schauspielern und dem unnötigen Slapstickelement. Und, ok, das KANN man dann den Drehbüchern anlasten, an jeweils nicht präsenten gut gespielten Bösewichtern (Episode 1), einer seltsamen Auflösung zu den Clonen (Episode 2).

Die neue Trilogie, so weit zumindest, lässt hier noch weniger Erzählfaden erscheinen.
In gewissem Sinne war das Durchschneiden in TLJ konsequent um einen neuen Start zu erzwingen.
TFA war zu sehr Rehash des ersten.
Ich mochte beide, aber mit einem originelleren und nicht so viel erzählendem TFA wäre TLJ sicher anders gewesen.
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Re: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
« Antwort #2097 am: 15.06.2018 | 07:20 »
Ein gutes Drehbuch hat Erwartungen zu brechen!

Kann man sich drüber streiten.

Jedenfalls ist das zwanghafte Brechen von Erwartungen keine hinreichende Grundlage für ein gutes Drehbuch.
Bei der Kritik an TLJ geht es ja gerade nicht allgemein darum, dass er etwas Neues/Anderes gemacht hat, sondern was er konkret gemacht hat.
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Re: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
« Antwort #2098 am: 15.06.2018 | 09:13 »
Kann man sich drüber streiten.

Jedenfalls ist das zwanghafte Brechen von Erwartungen keine hinreichende Grundlage für ein gutes Drehbuch.

Was ich meinte: gängige Art wie Drehbuchschreiben gelehrt wird, und wie es in Hollywood praktiziert wird, geht von folgender Struktur aus:

Zitat
Jeder neue Akt wird durch einen Wendepunkt (Plot Point) am Ende des vorhergehenden Akts eingeleitet. Der Plot Point gibt der Geschichte dabei eine neue Richtung. Auch innerhalb der drei Akte gibt es kleinere Wendepunkte, welche die Geschichte vorantreiben und sie weiterentwickeln, aber nur die großen Plot Points am Ende eines Akts sind so grundlegend, dass sie der Handlung eine vollkommene Wendung und damit ganz eine neue Richtung geben.

Man kann sich natürlich darüber streiten, was eine neue Richtung ist.

Der orthodoxe True-Metal-Fan wird auch vor den Kopf gestoßen sein, wenn "seine" Band weiter aus dem Korsett ausbricht, als es bei den anderen 500 Alben, die er im Regal stehen hat, üblich ist, oder gar mit andere Musikrichtungen experimentiert.

Jeder Rollenspiel-Generation-War zeugt auch davon, dass die comfort zones zwischen Beharren und Innovation bei vielen unterschiedlich kalibriert ist.
Die Zwillingsseen: Der Tanelorn Hexcrawl
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G0blin

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Re: Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi
« Antwort #2099 am: 15.06.2018 | 09:24 »
Der eigentliche Schöpfer wurde längst von seinen eigenen Fans entmachtet, die nur noch das als echtes Star Wars betrachten, was ihnen persönlich in den Sinn passt.

Das ist jetzt mal eine ziemlich gewagte These aber egal: Vielleicht haben viele Fans, die nun behaupten Star Wars wäre tot, es sogar selbst umgebracht.

Ich halte die These für alles andere als gewagt. Die überhöhte Selbstwahrnehmung der Fanbase ist bei kaum einer Franchise so deutlich wie bei Star Wars und ich denke auch, dass das bereits sichtbar geworden ist, als diese de facto versucht hat, den Schöpfer aus seinem Werk auszuklammern, um eine bestimmte, vorgefasste Vision zu bewahren. Zu einem gewissen Teil ist ihr das durch das unnachgiebige Hetzen gegen die Prequel-Trilogie auch gelungen.

Gegen Innovation hab ich zum Beispiel nichts. Für mich war Episode 7 alles andere als der reine und uninspirierte Fanservice, als der er gerne dargestellt wird. Ich bin aber auch ganz anders und ohne große Erwartungen reingegangen - und mir macht Force Awakens ehrlich gesagt immer noch mehr Spaß als die Vorgänger. Vielleicht finde ich es gerade deshalb schade, dass The Last Jedi einige der Handlungsstränge einfach ageschnitten hat. Ich bin aber auch ein fieser Häretiker, der bei Episode 1 Spaß hatte und für den Anakin und Jar Jar nicht die wandelnden Personifikationen schlimmster Albträume sind. Wenn man also nach besagter Fanbase geht hab ich demnach sowieso weder Geschmack noch Ahnung  ~;D