Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Butter bei die Fische. - Warum gibt es eigentlich kein Ohnsorg-Rollenspiel?
KhornedBeef:
--- Zitat von: RdGkA am 19.05.2017 | 12:12 ---Wir sprechen hier ja über eine "Rollenspiel-Spiel" und nicht über ein "Schauspiel", daher sehe ich es erstmal als gegeben an, dass wir keine vorgegebenen "Texte" für unsere SCs haben. So weit sind wir uns doch einig, ja?
Das Setting ist eine Theater und/oder eine Volkstümliche Komödie. Wie weit wir dabei in die Metaebene gehen wollen ist ja noch gar nicht klar. Wissen sie SCs, dass sie nur Schauspieler in einer Rolle sind oder lassen wir die Schauspieler-Ebene weg.
Ich will jetzt auch gar nicht definieren ob diese Metaebene hierbei noch als Setting oder schon als Regel zu bezeichnen ist, ist ja auch erst mal egal.
Bleiben die Regeln welche uns "Spielelemente" geben. Ob man die klassisch haben will, also Randomisier, Kampfregeln oder auch so Abstrakt wie PtA? Geschmackssache!
Was Du tust, ist was Du immer tust Du spielst deine Rolle, der Schauplatz ist eben extrem begrenzt (da Du dein Bühnenbild nicht dauern umbauen willst). Und die Szenen laufen eher durch Auftritte und Abgänge.
Und ich wiederhole nochmal: Ich glaube, dass es sich besser für Oneshots mit vorgefertigten SCs mit eigener Agenda eignet.
RdGkA
--- Ende Zitat ---
Ok, man tut was eine Figur in einem Stück täte, nur evtl. ohne Skript. Was da an Spiel mit Regel stattfinden soll ist Geschmackssache.
Bleibt bei mir: Das ist ein Setting, aber kein Rollenspiel
Pyromancer:
Es gibt im Fiasco-Companion eine alternative Aftermath-Tabelle mit harmloseren Ergebnissen. Da kann man ja mal als Inspiration reinschauen.
Selganor [n/a]:
--- Zitat von: KhornedBeef am 19.05.2017 | 13:23 ---Bleibt bei mir: Das ist ein Setting, aber kein Rollenspiel
--- Ende Zitat ---
Was "braucht" denn bei dir (gerne auch in eigenem Thread erklaert) ein "Rollenspiel"? (Meinst du damit das Regelwerk oder die Beschaeftigung im Allgemeinen?)
KhornedBeef:
--- Zitat von: Selganor [n/a] am 19.05.2017 | 13:32 ---Was "braucht" denn bei dir (gerne auch in eigenem Thread erklaert) ein "Rollenspiel"? (Meinst du damit das Regelwerk oder die Beschaeftigung im Allgemeinen?)
--- Ende Zitat ---
Sagen wir so, wenn hier im Tanelorn jemand den Mund aufmacht und "Rollenspiel" sagt, nehme ich an, dass er etwas mit Spielelementen meint. "20 Fragen" erfüllt dabei sicher den Minimalstandard, aber etwas das Konflikte auflöst wäre extrem viel wahrscheinlicher.
In einem anderen Kontext heißt es halt etwas anderes.
Kein eigener Thread bitte ;)
Lyonesse:
Ohnsorg, Millowitsch und Co sind alles gescriptete Schwanktheaterstücke, die vom Wortwitz, der Chuzpe und der Schlagfertigkeit
seiner Figuren leben - das ist sicher eine Herausforderung. Hinzu kommt nicht nur der, in der Regel, kleinbürgerliche Hintergrund, sondern
auch die inzwischen veralteten Moralvorstellungen der 50er und 60er Jahre.
So als exotischen One-Shot für einen Abend kann ich mir das aber vorstellen, vor allem wenn man eine der etwas schillernderen Figuren spielt,
aber als Kampagne wird das schon schwieriger. Wer will schon den hausbesitzenden Metzgermeister aus dem Erdgeschoss spielen, der seinen
Mietern in Blockwartmanier nachsteigt? Plots wären sicher nicht das Problem, aber das große Drama wäre da halt der verlegte Lottoschein, das
weggelaufene Hündchen oder ein Erbschleicher.
Wenn überhaupt, sollte man ein solches Rollenspiel thematisch auf das gesamte Genre des Boulevardtheaters ausweiten, das vermutlich eine etwas
größere Vielfalt bietet, moderner ist und auch heute noch überall rauf und runter gespielt wird, auch wenn das auf Kosten des Charmes des Volkstheaters
ginge, aber ich fürchte, gerade dieser Charme erschließt sich heute nur noch einer Minderheit.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln