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Warum läuft Fantasy besser als jede anderes Genre?

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Luxferre:

--- Zitat von: Skele-Surtur am 18.08.2017 | 21:26 ---Ich weiß nicht warum, aber alles, in dem Schwerter vorkommen ist für mich erstmal interessant. Ich habe längst aufgegeben, das zu verstehen zu wollen.

--- Ende Zitat ---

Das ist ... sehr wahr  >;D

ArneBab:

--- Zitat von: Skele-Surtur am 18.08.2017 | 21:26 ---Ich weiß nicht warum, aber alles, in dem Schwerter vorkommen ist für mich erstmal interessant. Ich habe längst aufgegeben, das zu verstehen zu wollen.

--- Ende Zitat ---
In einer Dokumentation Terra-X wird beschrieben, dass das Germanische Gruppen einen tiefverwurzelten Schwertglauben hatten. Das könnte kulturell noch immer nachwirken, und wurde ja z.B. auch vom Herrn der Ringe aufgegriffen wurde, und Starwars trägt es ebenfalls weiter. Aspekte der Kultur können sich anscheinend sehr lange halten: https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/grosse-voelker-die-germanen-100.html

Der Nârr:
Das Schwert ist ein klassisches Phallus-Symbol, auch in so mancher Sword & Sorcery Illustration.

Ich habe schon scheinbar unschuldige Bilder gesehen, in denen Blutstropfen vom Schwert rinnen und bei freudscher Betrachtung erkennt man deutlich, wie diese die Lusttropfen repräsentieren, die vom Phallus tropfen.

Den Höhepunkt des Schwertes als Phallus findet man im Rollenspiel Hyperborea bzw. Bloodlust im frz. Original, in dem Schwerter ein Verlangen nach Sex haben und über ihren Träger eine symbiotische Beziehung eingehen, um ihren fleischlichen Genüssen nachzugehen.

Auf die Ausgangsfrage. Ich diskutiere das immer wieder mal mit meinen Rollenspielrunden, weil ich selbst kein Fan von Fantasy bin, weder im Rollenspiel noch in der Literatur. Ich kenne auch keine Fantasy-Filme, die mich vom Hocker gehauen hätten. Die meisten Gespräche dieser Art enden damit, dass die Spieler mir sagen, dass sie halt nur spielen wollen was sie kennen und Fantasy kenne man ja. Für die 1 Mio anderen Settings die man kennt - ob historische Settings oder Star Wars - werden dann 1 Mio Gründe angeführt, warum die unspielbar seien. Ähnliches gilt dann auch für Fantasy-Settings, die zu stark von der gerade in Mode befindlichen Fantasy-Norm abweichen, also etwa Talislanta. Völlig unspielbar, weil es da ja eine Spezies mit zwei Gehirnen gibt, oder Glorantha, weil da die Elfen ja so Pflanzenwesen seien. Diskussionen wie diese sind es, die mich immer wieder desillusionieren.

D. M_Athair:

--- Zitat von: Zarkov am 18.08.2017 | 19:51 ---Nicht-prototypische Fantasy gibt es schon, das sind so Sachen wie »Little, Big«, »The Last Unicorn« oder »Gormenghast«. Die gehen in der Flut der Genre-Fantasy fast unter.
--- Ende Zitat ---
Da wäre ich vorsichtig. In WFRP steckt verdammt viel Gormenghast. Und das betrifft nicht nur die Illus von Ian Miller. Den Gormenghast-Einfluss hat WFRP an alles vererbt, was es inspiriert hat. LotFP, Zweihänder, 40K, ... sind da nur die Offensichtlichsten. Wobei die Einflüsse überall viel subtiler sind als die eines Tolkien (der ja auch mehr Weltenbastler als Fantasy-Autor war).

@ Topic allgemein: Die Erklärungen von Zarkov finde ich ganz brauchbar. Hab ich irgendwo auch schon in ähnlicher Weise gelesen. (Hatten wir dazu schon mal ein Thema?)
Ich würde bei Fantasy-Spielen vielleicht von etablierten Schemata sprechen. Elemente daraus sind z.B. das Mittelalterbild der romantischen (Epoche!) Sehnsucht, EDO/Tolkien, Heldenreise, ... Der Vorstellungskanon erzeugt zuverlässig ein brauchbares Bild im Kopf.

In der Science Fiction gibt es da viel weniger ein Standardbild. Um halbwegs reproduzierbare Vorstellungen zu bekommen muss man da schon in die Subgenres einsteigen: Hard SF, Military SF, Social SF, Transhumanismus, Space Opera, ...   



--- Zitat von: Der Läuterer am 18.08.2017 | 22:03 ---Fantasy Rollenspiel kenne ich fast ausschliesslich als Quest mit vielen Encountern, welche dann mit reichlich Kämpfen garniert werden, bis abschliessend der Big Boss wartet.
--- Ende Zitat ---
Krass, dass es Leute mit solchen Fantasy-RPG-Erwartungen noch gibt.

mattenwilly:
Könnte daran liegen das man mit Fäntelzeug regelrecht ersäuft wird wärend SciFi und erst recht der "lese ich mal aus Spass SciFi" in D relativ selten ist. Und oft grausam übersetzt (Wenn ich da an Übersetzungen von Pournelles "Mercenary" denke...). Enders Gähn, Slowlaris oder das Reynolds Zeug sind eher abschreckend für den "Spassleser". Und der, wie der Spassspieler, ist nun mal die Marktmasse. Auch was an SciFi Filmen/Serien läuft reizt nicht (Ender, Passengers) zum spielen, ist "Was anderes mit SciFi Versatzstücken" (Firefly, das mit den Leuchtdinger-Wedlern) oder als Rollenspiel sehr schnell öde (Das mit den edlen, weissen Schiffen)

Was man schon nicht liest/lesen kann spielt man oft auch nicht. Ne Gruppe von Leuten die mit CoDominion, Vattas War, Ringwelt und Co vertraut sind dagegen bringt man Problemlos Traveller oder 2300AD (natürlich beides nur in der GDW-Version) nahe. Mit Cyberpunk (nein, nicht die billige Kopie mit den Elfchen) ist es ähnlich. Wer mit Logans Run, Soylent Green, Hardwired und Killerbowl "groß geworden" ist wird leichter den Einstieg in klassisches Cyberpunk finden.

Dazu die Tatsache das viele der SciFi Systeme "regellastig" sind was ja heute bei einigen "nicht mehr Hip" ist.

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