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Warum läuft Fantasy besser als jede anderes Genre?

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YY:

--- Zitat von: mattenwilly am 19.08.2017 | 02:45 ---Und oft grausam übersetzt (Wenn ich da an Übersetzungen von Pournelles "Mercenary" denke...).

--- Ende Zitat ---

Topaktuelles Beispiel  :P


--- Zitat von: mattenwilly am 19.08.2017 | 02:45 ---Auch was an SciFi Filmen/Serien läuft reizt nicht (Ender, Passengers) zum spielen, ist "Was anderes mit SciFi Versatzstücken" (Firefly, das mit den Leuchtdinger-Wedlern) oder als Rollenspiel sehr schnell öde (Das mit den edlen, weissen Schiffen)

--- Ende Zitat ---

Ja, wenn man sich Quark wie Passengers raussucht und damit verzerrte Darstellungen konstruiert, kann man schon einiges herleiten.
Ungeachtet beispielsweise der Tatsache, dass das Setting mit den edlen weißen Schiffen aktuell ein recht erfolgreiches neues, eher schlankes Regelwerk bekommen hat.

Arlecchino:

--- Zitat von: YY am 18.08.2017 | 17:57 ---Die Stärke von SR ist eher, dass es so vielseitig ist.
Einerseits hat es klassische Fantasy-Aspekte, andererseits werden die oft genug ins Gegenteil verkehrt oder zumindest mit einem gehörigen Twist versehen.

--- Ende Zitat ---

Ich weiß. Es ging mir eher darum, Moonmoths Argument gedanklich zu vervollständigen ;)

Die Orc(Goblinoid)/Minority-Metaphorik ist übrigens immer noch einer meiner Lieblingsaspekte an Shadowrun.



--- Zitat von: ArneBab am 19.08.2017 | 00:46 ---In einer Dokumentation Terra-X wird beschrieben, dass das Germanische Gruppen einen tiefverwurzelten Schwertglauben hatten. Das könnte kulturell noch immer nachwirken, und wurde ja z.B. auch vom Herrn der Ringe aufgegriffen wurde, und Starwars trägt es ebenfalls weiter. Aspekte der Kultur können sich anscheinend sehr lange halten: https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/grosse-voelker-die-germanen-100.html

--- Ende Zitat ---

Ich glaube, eines der eindrucksvollsten Beispiele dafür aus der (relativ) jüngeren Popkultur dürfte das hier sein  :)

Die Vorlage und auch der Film sind übrigens gute Beispiele für den Mythos-Aspekt und das kulturreflektive bis philosophische Potential von Fantasy.

pharyon:
Meiner Ansicht nach wird von vielen Menschen Science Fiction auch als anstrengend und unsicher wahrgenommen.

Anstrengend, weil man schnell in Aspekte des Settings rutschen kann, die man eventuell gerne erklärt hätte, selbst bzw. in der Gruppe aber nicht kann. Das erzeugt Frust, der wiederum dem Spaß im Spiel entgegensteht. Dass wir heute oftmals mit technischen Problemen im Alltag kämpfen, könnte ein weitere Grund für eine SciFi-Abkehr sein. Man möchte da vielleicht vom alltäglichen ein Stück mehr abrücken.

Unsicher ist Science Fiction für manche bestimmt, weil gewissen vorgestellte Aspekte eines Settings durch gegenwärtige Entdeckungen entweder banalisiert oder ins Unmögliche rücken, wie z.B. Kraftfelder. Und ein Reiz dieses Genres ist auch das Erkunden des Settings unter plausiblen Informationen. Werden die Fakten als unplausibel wahrgenommen, rutscht man schnell in das Genre Fantasy hinein, wodurch sich eine innere Spannung zwischen Plausibilitäts-Erwartung und Informations-Ambiguität aushalten lässt. Oder man wendet sich vom Setting ab.

Außerdem können in Science Fiction schnell auch andere Aspekte in den Fokus geraten als die Protagonisten,"Technobabble" wurde ja aufgeführt. Das Raumschiff als Charakter ist ja auch kein selten vorkommendes Phänomen. Ein dermaßen zentrales Objekt einer Erzählung wird ja oft "vermenschlicht". All diese Aspekte sprechen dagegen, dass SciFi als vielleicht noch größtes der kleinen Geschwister der Fantasy den Rang ablaufen kann.

p^^

Der Läuterer:

--- Zitat von: D. Athair am 19.08.2017 | 01:28 ---Krass, dass es Leute mit solchen Fantasy-RPG-Erwartungen noch gibt.
--- Ende Zitat ---

Erwartungen ≠ Erfahrungen.




Fillus:
Hier wird viel Fantasy mit SF verglichen, was ich natürlich auch gerne tue. Es gibt aber ja noch genug weitere Genres. Gemessen an TV Serien oder Büchern sollten Krimirollenspiele an erster Stelle stehen. Was natürlich nicht der Fall ist, obwohl es wohl die meisten Konsumieren.

Mein Problem beim Fantasy Pen&Paper, wohlgemerkt nach weit über 20 Jahren, ist das sich gefühlt alles nur noch wiederholt. Man hat es deutlich öfter gespielt und die Lösungen der Probleme waren schon mal da oder sind teilweise auch nicht sehr kreativ lösbar. Die "Questen" wiederholen sich oftmals aller WoW (Töte 10 Dings, befreie 5 Dangs, Begleite 2 Dongs). Was aber in anderen Genres auch nicht anders ist, nur besser verschleiert.
Man wird seltener überrascht, zumindest von der Umgebung und den Charfähigkeiten und zieht seinen Spass aus interessanten Charakterspiel und die ein oder andere Verquickung von guten NPCs. Naja, ich jedenfalls. ;)
Der Plot verkommt ab und an zur Nebensache, den man natürlich trotzdem aktiv beackert, weils ein Gruppenspiel ist.
Das passiert mir häufig bei Fertigabenteuern in Systemen wie DSA, DnD, Dungeonslayers und wie sie alle heissen, weniger in Systemen wie Fate oder Dungeon World.

Gut möglich das ich das ganz alleine so sehe. ;)


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