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Warum läuft Fantasy besser als jede anderes Genre?

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Fillus:

--- Zitat von: nobody@home am 19.08.2017 | 10:23 ---Und das ist möglicherweise auch so ein Punkt: Fantasy erlaubt prinzipiell erst mal so ziemlich alles, weil <handwedel> Magie! Wenn da die Plots oder Spielwelt tatsächlich mal etwas dröge rüberkommen, lassen sie sich relativ schnell wieder aufpeppen, indem man irgendwas Unerwartetes aus dem Ärmel zaubert, ohne sich zu viele Gedanken machen zu müssen, wie das dreiäugige singende Monster mit den vier Schwertern jetzt eigentlich genau ins örtliche Ökosystem paßt.

In den meisten anderen Genres (okay, klassisches Four Color-Superheldenzeug kann das auch) laufe ich da eher mal schneller gegen Wände. Die Fälle eines Herlock Sholmes oder Johnny Bondini werden sich nach einer Weile auch zu ähneln anfangen, und da die zumindest vorgeblich in "unserer" Welt spielen und es vermutlich auch weiterhin tun sollen, gestalten sich Versuche, aus diesem Schema auszubrechen, automatisch schwieriger.

--- Ende Zitat ---

Ich leite grad unter anderem grad eine ziemlich klassische Fantasykampagne. Nach nun cirka 20 Stunden reizt es mich was üngewöhnliches einzubauen, da mich der Standard langweilt. Die Spieler sind allesamt zufrieden, ich hingegen werde am nächsten Abend wohl mal plötzlich ein Portal erscheinen lassen das in eine andere Welt führt und eine große Bedrohung hervorbringt die auf herkömmliche Weise (Schwert/Magie) schwer zu lösen sein wird und sie mit veränderten Gesetzmäßigkeiten zu kämpfen haben. Ich kenne meine Spieler allerdings und weiß das ich es ihnen "zumuten" kann. Ein paar davon spielen auch noch in einem eigenen Setting in Form einer dystrophischen Zukunft und sie lieben es jeden Spieltag wieder überrascht zu werden.

Krimi wird sich immer irgendwo ähnlich sein. Mir ist das völlig unverständlich wieso die TV Serien so gut laufen. Sind oftmals ganz schnell durchschaubar, aus dem einfachen Grund das der Übertäter ja in der Serie vorkommt. Scheinbar reichen 40 Minuten (-10 Minuten Werbung) oft nicht aus um mehr als eine falsche Fährte zu legen und mal eine Hand voll möglicher Verdächtiger in Scene zu setzen. Nein, meistens ist es der, den sie am Anfang mal beiläufig in die Kamera gehalten haben. Gibt natürlich auch richtig gute Krimis, aber die Masse versagt bei mir.
Beim Pen&Paper komtm beim Krimi hinzu ... ein SL Fehler und das wars! Aufwendig vorzubereiten in es meiner Ansicht nach zudem.




Zarkov:

--- Zitat von: Fillus am 19.08.2017 | 09:48 ---Gemessen an TV Serien oder Büchern sollten Krimirollenspiele an erster Stelle stehen.

--- Ende Zitat ---

Wenn ich mir die Abenteuer und Szenarien in Erinnerung rufe, die ich kenne, würde ich sagen: strukturell hat man es da zu einem gar nicht geringen Teil mit mystery/crime stories zu tun. Investigatives Spiel ist ziemlich oft anzutreffen, wenn auch relativ selten als eigenes, explizit ausgebildetes Rollenspiel. Wobei man z.B. Call of Cthulhu auch problemlos da einordnen könnte.

Fillus:
So betrachtet hast Du natürlich vollkommen recht. :)

KhornedBeef:

--- Zitat von: Fillus am 19.08.2017 | 09:48 ---Hier wird viel Fantasy mit SF verglichen, was ich natürlich auch gerne tue. Es gibt aber ja noch genug weitere Genres. Gemessen an TV Serien oder Büchern sollten Krimirollenspiele an erster Stelle stehen. Was natürlich nicht der Fall ist, obwohl es wohl die meisten Konsumieren.

Mein Problem beim Fantasy Pen&Paper, wohlgemerkt nach weit über 20 Jahren, ist das sich gefühlt alles nur noch wiederholt. Man hat es deutlich öfter gespielt und die Lösungen der Probleme waren schon mal da oder sind teilweise auch nicht sehr kreativ lösbar. Die "Questen" wiederholen sich oftmals aller WoW (Töte 10 Dings, befreie 5 Dangs, Begleite 2 Dongs). Was aber in anderen Genres auch nicht anders ist, nur besser verschleiert.
Man wird seltener überrascht, zumindest von der Umgebung und den Charfähigkeiten und zieht seinen Spass aus interessanten Charakterspiel und die ein oder andere Verquickung von guten NPCs. Naja, ich jedenfalls. ;)
Der Plot verkommt ab und an zur Nebensache, den man natürlich trotzdem aktiv beackert, weils ein Gruppenspiel ist.
Das passiert mir häufig bei Fertigabenteuern in Systemen wie DSA, DnD, Dungeonslayers und wie sie alle heissen, weniger in Systemen wie Fate oder Dungeon World.

Gut möglich das ich das ganz alleine so sehe. ;)

--- Ende Zitat ---
Immee gleiche öde Plots sind kein Fehler des Genres, sondern des Autors. In bestimmte Plots fällt man je nach Genre leichter, klar. Und einem Anfönger lasse ich das gerne durchgehen.
Aber sonst müsstest du ja genauso behaupten , SciFi ist immer "Fliege zu Station xyz und laufe gerailroadet einzeln herum bis der SL auswürfelt wen das Alien angreift " .

nobody@home:

--- Zitat von: KhornedBeef am 19.08.2017 | 11:45 ---Aber sonst müsstest du ja genauso behaupten , SciFi ist immer "Fliege zu Station xyz und laufe gerailroadet einzeln herum bis der SL auswürfelt wen das Alien angreift " .

--- Ende Zitat ---

Heyyy, das stimmt so jetzt nicht!

...manchmal ist es kein Alien, sondern ein Roboter! ~;D

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