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Warum läuft Fantasy besser als jede anderes Genre?
Grimtooth's Little Sister:
+Mit Star Trek + star Wars kannst du fast alles machen, solange du dich am Universum orientierst. Was ich auch gut hinbekomme.
Ich hab keine Probleme, meine Star Trek und Star Wars Runden zu füllen - ok, bei Star Trek dauert es länger aber geht auch. Es ist aber für mich einfacher, Fantasy zu leiten,weil da eben mit Magie alles erklärt werden kann. Am Setting muss man sich zwar orientieren, aber man kann sich ja jederzeit ein eigenes bauen. Wenn man das nicht zu seltsam macht, sprich die Spieler können Standardrassen spielen, die sich dann auch zumindest grob stereotyp verhalten, ist das ok.
Was die meisten Spieler nicht wollen oder aber zeitlich nicht können ist sich in was völlig neues einzulesen. Und ich muss halt was komplett neues bauen wenn ich ein eigenes SF-Setting haben will. Denn ich kann ja nicht einfach die Klingonen oder Wookies übernehmen. Und dann braucht man noch Bilder, damit sich die Spieler die Rassen gut vorstellen können. Das wird dann nicht nur für die Spieler stressig sondern auch für mich.
Deswegen sind mit 2 Ausnahmen alle meine Eigenbaue kein SF.
Das bescheid wissen müssen ist auch mit ein Grund warum Star Trek etwas eher Probleme hat, Spieler zu finden. Es haben mehr Spieler alle SW-Episoden gesehen als jede Folge von ST. Und man muss sich natürlich als SL auf die Serie beziehen und dann hoffen, dass die Spieler drauf kommen weil sonst muss man dauernd würfeln lassen was wer wissen kann und das wird dann für alle langweilig. Soll ja ein Aha-Effekt zustande kommen.
YY:
--- Zitat von: Grimtooth's Little Sister am 19.08.2017 | 17:43 ---Es ist aber für mich einfacher, Fantasy zu leiten,weil da eben mit Magie alles erklärt werden kann.
--- Ende Zitat ---
Das gilt aber nur so lange, wie wir pauschal über Fantasy reden.
Sobald man über ein konkretes Setting spricht, hat das auch ein konkretes Magiesystem und man weiß recht genau, was da geht und was nicht.
Es sei denn, ich gehe als SL her und sage: Dieses eine Mal gehts eben, damit mein Plot funktioniert.
Das kann ich dann aber ganz genau so in einem SF-Setting machen.
--- Zitat von: Grimtooth's Little Sister am 19.08.2017 | 17:43 ---Es haben mehr Spieler alle SW-Episoden gesehen als jede Folge von ST. Und man muss sich natürlich als SL auf die Serie beziehen und dann hoffen, dass die Spieler drauf kommen weil sonst muss man dauernd würfeln lassen was wer wissen kann und das wird dann für alle langweilig.
--- Ende Zitat ---
Ich behaupte, um das Prinzip von TOS und TNG zu verstehen, muss man weniger Folgen sehen als es SW-Filme gibt ;)
Bei meinen (seltenen) rollenspielerischen Ausflügen ins ST-Universum war alles dabei: von Plots, die man 1:1 in der Serie hätte finden können bis zu solchen, die mit ST eigentlich nur die Schlafanzüge und ein paar intime-Fachbegriffe gemein hatten.
Das hängt nur davon ab, was man mit der Vorlage anfangen will.
mattenwilly:
Wobei "Eigenbau" für SciFi ja nicht zwingen ist. Für lockere Definitionen von SciFi gibt es mit Traveller und 2300AD zwei gut verfügbare Settings (Eines flexibler und mit mehr Einstiegsaufwand - Traveller, das andere mehr LowTech/Heute und schneller drin - 2300AD(1)) Und einige die man jagen muss (und deren drunter liegendes System man wegjagen sollte) wie Renegade Legion.
(1) Wobei 2300AD ironische weise vom SL etwas mehr Aufwand verlangt da GDW leider den Fokus etwas zu sehr auf den "Kafer War" gelegt hat
Grimtooth's Little Sister:
In diese Settings müssen sich die Leut aber auch einlesen und das ist ihnen zuviel - genau der gleiche Grund warum Talislanta es so schwer hat obwohl das Fantasy ist. Star Trek + Star Wars kennt halt fast jeder irgendwie.
Was Settings und Magie angeht - bei den D&D-Welten sind ausser Faerun + Dark Sun und begrenzt Birthright + Scarred Lands meines Wissens nach keine bei (jedenfalls nicht bei den von uns regelmässig bespielten), wo die Magie eine/n anderen Hintergrund/Geschichte hat. Und selbst das lässt sich sehr relativieren. Ein paar kleine Eigenheiten sind ja schnell gelernt. Da sind sogar meine Hausregeln komplizierter.
YY:
--- Zitat von: Grimtooth's Little Sister am 23.08.2017 | 15:57 ---Ein paar kleine Eigenheiten sind ja schnell gelernt.
--- Ende Zitat ---
Die meisten D&D-Settings haben ausufernde Zauberlisten mit teils recht schwammig beschriebenen oder zumindest diskussionswürdigen Effekten und einigen bemerkenswerten Synergien.
Wenn man da über lange Zeiträume reingewachsen ist, merkt man nicht mehr, wie viel Stoff das ist und wie wenig der irgendeiner ableitbaren spielmechanischen Systematik folgt.
Aber für einen totalen Anfänger ist das erschlagend viel.
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