Ich habe gerade die Lektüre von "
Intrige am Hof des Chaos" durch. Da dieses Abenteuer meinem Eindruck nach bei vielen Leuten 'im Schrank steht' und 'noch' nicht gespielt wird, möchte ich meine Einschätzungen artikulieren:
- das Abenteuer ist sehr railroadig
- das Abenteuer hat viele Stellen, wo sich meine Stirn in Sorgenfalten legt, weil ich mir denke: "Das klappt so nicht und das ist ein Problem"
- das Abenteuer ist hier und da etwas scheinpfiffig. Ein Beispiel: Es gibt vergleichsweise großformatige Darstellungen von Chaosgottheiten, damit man sie ausdrucken und den Spielern zeigen kann. Weil dies lauter spannende und sehenswerte (und schwer vorstellbare) Wesenheiten sind, ist das eine sehr gute Idee. Scheinpfiffig wird es, weil man diese Zeichnungen auf eine halbe Blattseite gemacht hat, und die andere Hälfte des Blattes (stellt euch am besten zwei Spalten vor) enthält die genauere Beschriebung und die inneren Motive der Figur. Es ist so gedacht, dass man die Seiten faltet, und die VORDERSEITE seinen Spielern entgegenhält und zeigt, während man die Informationen auf der RÜCKSEITE ablesen kann.

Das ist wirklich absolut totaler Quatsch. Aber das scheint wohl ernst gemeint zu sein.
Leider gibts auch ingame hier und da ein paar Scheinpfiffigkeiten, wo das dann weniger amüsant ist. Naja.
- Das Abenteuer tritt allerdings das DCC-Gaspedal mit so viel Kraft durch, dass sich das rollenspielerische Bodenblech verdellt. Bizarre Setups, abgedrehte NSCs, ein total absurder Plot, hinreißend ansprechende und immersive Karten, all diese tollen Sachen. Alles ist auf Elf gedreht und es gibt keine Zurückhaltung bei gar nix. Das ist ganz großes Kino.
Ich denke, ich werde das Abenteuer früher oder später spielen. Es ist kein robuster Funnel, es wirkt eher wie ein Ding, das man
irgendwie schaukeln muss. Ich würde mich dann gegebenenfalls hier noch einmal melden und meine Erfahrungen teilen.