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The days of high drama? Do tell.

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Greifenklause:

--- Zitat von: 1of3 am 13.10.2017 | 11:52 ---...

Ich glaube hier ist wichtig, eine gewisse Zeit für den Charakter zu haben. Wenn ich Figuren schiebe oder an strategischer Problemlösung arbeite wird das schwierig. Ein Spiel, das weniger Wert auf eine kooperierende Party legt, ist besser: Die Hauptfiguren können sich aneinander reiben. Charaktererschaffung ohne viel Blättern hilft.
...
--- Ende Zitat ---

--- Zitat von: Arldwulf am 13.10.2017 | 11:59 ---Drama entsteht für mich durch die unterschiedlichen Eigenschaften der Charaktere und die ins extreme überspitzte Anwendung ihrer Methoden.
...

--- Ende Zitat ---

Hier brennen mir zwei Dinge unter den Nägeln.
Dass eine kooperierende Party Drama behindert, kann ich so nicht unterschreiben.
Natürlich sollen sich die Hauptfiguren auch maaal aneinander reiben, nur gelingt das auch und gerade in kooperierenden Runden gut.

Jeder kennt das Schreckgespenst von Spielern die ihre Charaktere so spielen, "weil der ist halt so", "der ist goldgierig", "Elfen mögen kein...", "Prinzipientreu" etc.
War das Drama? Oder vollkommen überspitztes und unauthentisches Verhalten, dass nicht nur den Plot (zweitrangig), sondern auch den Spielspaß (besonders wichtig) tötete?

Ich bevorzuge Gruppen, deren Mitglieder jederzeit grundsätzlich zusammenarbeiten (Gründe lassen sich finden) UND Charaktereigenheiten haben, an dem sie sich auch mal reiben können.
Gerade dann entsteht Drama, wenn
A) Alle die gleichen Ziele haben, aber ihre Wege anders sind
B) Alle den gleichen Weg gehen, aber unterschiedliche (Neben-)Ziele verfolgen
C) Der eine sich für den anderen aufopfert, ohne dass der andere das zwingend verlangt hätte.

Daheon:

--- Zitat von: Ucalegon am 13.10.2017 | 13:06 ---Kannst du den Inhalt der Folge kurz zusammenfassen bzw. erklären, wie dort dramatischeres Drama erzeugt wird, damit wir deine Frage/Überlegung nachvollziehen können.

--- Ende Zitat ---

Am Ende einer laaangen D&D5 Kampagne kommt es zur letzten Auseinandersetzung mit dem großen Endgegner. Ein Spieler kann das Ende des Lichlords durch das Wirken eines Zaubers herbeiführen, was er auch tut. Nur wenigen wird während des Spiels bewusst, was gerade passiert: Durch das Wirken des Zaubers vergibt der Spieler die Möglichkeit, seinen zum Tode verurteilten Kameraden mittels Wunsch vor seinem Schicksal zu retten. Als die Konsequenzen der Handlung durchsickern, kommt es zu Tränen, denn der zum Tode verurteilte vergibt seinem Freund.

Das ist halt ein Beispiel dafür, dass großes dramatisches Potential auch (und vielleicht gerade, da bin ich wirklich selbst nicht sicher) in Situationen besteht, die nicht speziell auf Drama ausgelegt sind.
Oder besser: auf eine andere Art Drama. So ein Endkampf ist ja auf seine Art hoffentlich auch dramatisch.  ;)

Arldwulf:

--- Zitat von: Greifenklause am 13.10.2017 | 13:22 ---Hier brennen mir zwei Dinge unter den Nägeln.
Dass eine kooperierende Party Drama behindert, kann ich so nicht unterschreiben.
Natürlich sollen sich die Hauptfiguren auch maaal aneinander reiben, nur gelingt das auch und gerade in kooperierenden Runden gut.

--- Ende Zitat ---

Das war zumindest bei meiner Aussage auch nicht gemeint, diese ist völlig unabhängig davon ob sich die Gruppenmitglieder aneinander reiben und bezieht sich auf das Verhältnis der Charaktere zum Abenteuer.

Selganor [n/a]:

--- Zitat von: Daheon am 13.10.2017 | 13:25 ---Am Ende einer laaangen D&D5 Kampagne kommt es zur letzten Auseinandersetzung mit dem großen Endgegner. Ein Spieler kann das Ende des Lichlords durch das Wirken eines Zaubers herbeiführen, was er auch tut. Nur wenigen wird während des Spiels bewusst, was gerade passiert: Durch das Wirken des Zaubers vergibt der Spieler die Möglichkeit, seinen zum Tode verurteilten Kameraden mittels Wunsch vor seinem Schicksal zu retten.

--- Ende Zitat ---
Wobei so eine Situation (entweder die Welt retten und den Lichlord toeten oder das Leben des Freundes retten) je nach Charakter auch nicht soo "dramatisch" sein muss... "Wenn ich meinen Freund rette vernichtet der Lichlord die Welt... dann ist der Freund auch tot..." oder extremer "In einer Welt in der mein Freund nicht lebt will ich gar nicht leben, also rette ich ihm das Leben dann koennen wir gemeinsam sterben" ;D

Ok, das "Als die Konsequenzen der Handlung durchsickern, kommt es zu Tränen, denn der zum Tode verurteilte vergibt seinem Freund." ist dann schon Drama...

Wobei ja jeder der irgendwelche (Film-/Buch-/Comic-) Reihen kennt weiss... Bloss weil es auf den ersten Blick so aussieht, dass das jetzt die letzte Chance war und sonst nix geht muss das noch nicht das Ende sein. Es findet sich immer eine Fortsetzung wenn man will >;D

Greifenklause:
@Ardwulf
Bei deinem Post störte mich die "extrem überspitzte Anwendungen der Methoden".

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