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D&D 5 oder Pathfinder
Pokelefi:
--- Zitat von: Rhylthar am 14.02.2018 | 12:00 ---Muss man suchen, ist in den Abenteuern versteckt. ;)
--- Ende Zitat ---
Stimmt schon aber vieles ist recht offen gelassen
zum beispiel finden eignen Regionen nur in Nebentexten Erwähnung oder in Storyabschlüssen soagar in Items
oft sind dinge wage genug um siew als plot oder story hooks zu nehmen
Koruun:
--- Zitat von: Feuersänger am 14.02.2018 | 12:26 ---Man muss für PF überhaupt nichts investieren, wenn man nicht will. Sämtlicher Crunch ist kostenlos online abrufbar- und legal wohlgemerkt.
--- Ende Zitat ---
Na ja, ich für meinen Teil möchte aber auch physische Bücher am Tisch haben und nicht alles digital. Aber gut, wer lieber mit einem Tablet in den Regeln schmökert, kann da dann Geld sparen, in Ordnung.
--- Zitat von: Feuersänger am 14.02.2018 | 12:26 ---Und wo du das hernimmst, dass PF von 5E "verdrängt" wird..? PF hat nach wie vor den höheren Produktausstoß. Während 5E nur so auf kleinster Flamme warmgehalten wird, um die Marke zu besetzen.
--- Ende Zitat ---
https://icv2.com/articles/markets/view/38060/top-5-roleplaying-games-spring-2017
5E schafft es laut dieser Quelle, trotz geringerem Produktausstoß die größeren Verkäufe zu generieren. PF verkauft viel an den kleineren Fankreis, D&D5 dagegen erweitert den Fankreis indem es deutlich präsenter ist und seine Medien gut nutzt. Computerspiele, Twitch, Youtube, große Cons, Podcasts, D&D5 ist überall in der Szene wahrzunehmen und bringt neue Menschen zum Hobby. Nach PF kräht bei den Neuspielern kein Hahn mehr. Warum also jemandem PF empfehlen? Würde mich interessieren, aus welchen Gründen *du* jemandem empfehlen würdest PF der 5e vorzuziehen.
edit:
@Settings in der 5e:
Ich komme mit der FR Greybox aus AD&D Zeiten gut zurecht als Settingwelt. Dann spielt man halt um das Jahr 1370 und nicht 1490.
Feuersänger:
--- Zitat von: Koruun am 14.02.2018 | 13:55 ---Na ja, ich für meinen Teil möchte aber auch physische Bücher am Tisch haben und nicht alles digital.
--- Ende Zitat ---
In der Praxis reicht es, wenn man ein bis drei Bücher am Tisch hat: CRB, Bestiary und maximal noch GMG. Alle anderen Guides und Splats sind eigentlich nur Bastelmaterial, das man daheim zum Charakterbauen braucht -- und da kann man es bequem (und legal) durch D20PFSRD und Konsorten ersetzen.
--- Zitat ---5E schafft es laut dieser Quelle, trotz geringerem Produktausstoß die größeren Verkäufe zu generieren. PF verkauft viel an den kleineren Fankreis, D&D5 dagegen erweitert den Fankreis indem es deutlich präsenter ist und seine Medien gut nutzt.
--- Ende Zitat ---
Es ist absolut super, dass 5E es durch seine Zugänglichkeit schafft, wieder neue Spieler zum Hobby zu bringen. Aber "verdrängt" es deswegen PF? Es gibt hie und da PF-Runden die auf 5E umsteigen -- für die war aber PF von vornherein nicht das richtige System, oder sie sind dessen überdrüssig geworden. Gut. Das passiert aber immer wieder und bei allen Systemen. Wie schon gesagt, wer jetzt mit 5E anfängt fühlt sich vielleicht in einem Jahr unterfordert und will dann wieder was Komplexeres haben.
Einstiegsdroge quasi. Wenn 5E das THC unter den Rollenspielen ist, ist PF das Heroin.
Oder wenn ich mal eine Parallele zum Motorradmarkt ziehen darf: da kommen auch in den letzten Jahren tolle neue Modelle für A2-Führerscheinanfänger auf den Markt. Super. Aber deswegen verdrängen diese A2-Maschinen nicht die Literbikes mit 100-200PS.
--- Zitat ---Nach PF kräht bei den Neuspielern kein Hahn mehr. Warum also jemandem PF empfehlen? Würde mich interessieren, aus welchen Gründen *du* jemandem empfehlen würdest PF der 5e vorzuziehen.
--- Ende Zitat ---
Das käme zunächst mal darauf an, was derjenige will. Klar, für komplette Neueinsteiger hat 5E einige Meriten. Wenn hingegen schon irgendeine Vorbildung mit anderen Systemen, selbst gewissen Computerspielen vorhanden ist, kann PF das befriedigendere Erlebnis bieten.
Wenn jemand überhaupt keine Kohle hat, ist PF ganz klar im Vorteil aufgrund der obengenannten Materialverfügbarkeit. Es gibt auch eine ziemlich gute App, mit der man die meisten Inhalte auch ohne ständige Internetanbindung abrufen kann.
Auch wenn man gedruckte Bücher haben will, ist der Einstieg mit PF günstiger. Denn hier braucht man nur das CRB und ggf das Bestiary I wirklich. Da geht es bei den deutschen Ausgaben bereits ab 45€ los (Taschenbuchausgaben), also für beide zusammen. Hardcover wären 90€. 5E hingegen braucht man PHB, DMG und MM um dieselbe Funktionalität zu erhalten, und da schlagen die deutschen Ausgaben mit satten 150€ zu Buche.
Wobei ich zumindest bei PF ehrlich gesagt die deutsche Ausgabe nicht so wirklich empfehlen würde. Von sachlichen Übersetzungs- und Redaktionsfehlern abgesehen (da gibt es ein paar) krankt diese meines Erachtens an zu unspezifischer Begriffswahl. Als Anfänger _rechnet_ man einfach nicht damit, dass "Ansturm" und "Sturmangriff" zwei komplett verschiedene Dinge sind. Die Folge sind Verwechslungen und grobe Mißverständnisse.
Aber das geht schon sehr ins Detail. Um also deine Frage möglichst kompakt zu beantworten:
Ich würde PF demjenigen empfehlen, der ein System mit taktischen Kämpfen jenseits von "ich hau halt zu" haben will, Spaß am basteln mit Charakteroptionen hat, und es cool findet wenn die SCs echte Larger-than-Life Helden sind.
--- Zitat ---@Settings in der 5e:
Ich komme mit der FR Greybox aus AD&D Zeiten gut zurecht als Settingwelt. Dann spielt man halt um das Jahr 1370 und nicht 1490.
--- Ende Zitat ---
Was aber wieder dem Gedanken als Einsteigerrollenspiel widerspricht. Wenn du jetzt erst mit dem Hobby anfängst, hast du keinen Zugriff auf eine 25 Jahre alte Grey Box. Du weisst nichtmal, dass es jemals eine solche gab.
Rhylthar:
ICv2 hat einen entscheidenden Nachteil:
Es berücksichtigt meiner Meinung nach nicht, dass Paizo, im Gegensatz zu WotC, einen Direktvertrieb hat.
Und beim Umsatz kann man eine ganz schnelle Überschlagsrechnung machen:
WotC bringt pro Jahr 4 Bücher je $50,00 raus.
Paizo ca. 15 für ca. $25,00.
$200 vs. $375. WotC muss also um den Faktor 1,875 mehr Bücher als Paizo verkaufen, um den selben Umsatz zu generieren. Und: WotC hat keinerlei pdf-Kunden für ihre Produkte.
Geoffrey de Glanville:
Ich glaube auch, dass ein Großteil des (absolut berechtigten!) Erfolges on PF darin lag, dass D&D 4e einfach die Edition of Shame war, die von weiten Teilen der Spielerschaft emotional sehr stark abgelehnt wurde (man, bin ich höflich). Die Spieler flohen in Divisionsstärke zu PF.
Der Hausherr ist nun zurück, danke, dass sie den Platz warm gehalten haben, Herr PF. So wird es für PF leider laufen. Im Endeffekt ist es nichts weiter als eine Weiterentwicklung eines Systems, dass 2000 auf den Markt kam. Und jetzt halt nach 2 Facelifts 18 Jahre alt ist. Und gebloatet ohne Ende. Jeder wartet auf den Knall. (Ich glaub, den hat's übrigens schon gegeben: er heißt Starfinder).
D&D Next war 2014 eine komplette Neuentwicklung und eine Katharsis, die so ziemlich niemand WotC nach der Edition of Shame zugetraut hat.
Sie führt Fans aller bisherigen Editionen gekonnt zusammen, ist ob des absolut überschaubaren Produktausstosses super verdaubar. Sie nutzt alle Medien, um neue Leute zu kreieren, und das mit exorbitanten Erfolg. Eben weil das System so "accessible" ist.
Mich erinnert dies in der Stadt sehr stark an den Hype von DSA 1/D&D BECMI Mitte der 80er Jahre.
Ich hätte in der Rat nie gedacht, dass ich so etwas noch mal erlebe.
Zumal die erste Regelerweiterung erst nach 3 Jahren herausgekommen. Ein Spieler braucht nur das PHB, der DM auch nicht mehr, wenn er 3 Körner Phantasie hat. Auch wenn der DM alles haben will, sind das zZtnur 4 Bücher.
Ask a PF DM. Der braucht für seine Bibliothek einen Bollerwagen, und am besten noch einen Nebenjob.
Leider.
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