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Autor Thema: Spielmaterial ist Meister sache!?  (Gelesen 2448 mal)

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Offline Klingenbrecher

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Spielmaterial ist Meister sache!?
« am: 23.12.2017 | 18:42 »
Seid dem ich dem Hobby Rollenspiele beigetreten bin zeigt sich mir ein erschreckendes Bild. Dieses Bild wird mit den Jahren immer schlimmer und bringt mich zu diesem Thema:

Spielmaterial ist Meister sache!?

Zusammenfassung warum und wieso ich dieses Thema anspreche-

Grundausrüstung Papier, Bleistift und Würfel
Zähneknirschend habe ich mich damit abgefunden das mein ehemaliger Würfelbeutel nun in der Tischmitte liegt und von jeden genutzt wird. Da KEINER meiner Spieler Würfel besitzt.
Papier habe ich sofort unterbunden jedoch ist es immer noch brauch das meine Bleistifte etc. genutzt werden.

Lesen von Hintergrundmaterial in einer definierten Welt DSA, SR sowie Golarion oder Schwertküste
Selbst als ich Material schweren Herzens verliehen habe. Wurde es nicht gelesen.  :yawn:

Pathfinder Runde Golarion AP Finstermondtal
Spieler haben die Welt von Golarion nicht beachtet da sie sich das Weltenbuch nicht kaufen wollten. Somit waren die Helden nicht stimmig und es gab in jeder Sitzung schwierigkeiten beim Spiel.

Grundregelwerke werden nicht gekauft oder befinden sich nicht im Besitz.
Öfters habe ich Gruppenanfragen von Spielern die ja so lange schon ein Spiel spielen jedoch kein Material davon geschweige Würfel besitzen. Selbst bei meiner aktuellen Grp zeigt sich das keiner mal die anstalten macht sich das Grundmaterial anzuschaffen.


Warum spreche ich das bei meinen Spielern nicht an? Habe ich und hier ist das Resultat....  :o


Es wäre schön wenn ihr euch die Grundbücher anschaffen würdet. Den es wäre schön wenn ihr zuhause auch das Material habt um eure Charaktere zu pflegen oder zu erstellen.

Hmm, ja. Wäre schon cool. Jedoch kostet ein Buch ja 50€ das ist schon happig. Da kaufe ich was anderes lieber. *Rest der Gruppe nickt die Aussage schlicht ab*

Ok, wir können auch auf Pathfinder wechseln. Da kosten die SCover nur knapp 20 bis 25 € wenn euch D&D 5 zu teuer ist.

Ist ne gute Idee aber Golarion Material ist da nicht bei. Das Weltenbuch, womit du dann ja auch spielen magst, kostet um die 40 €. Dann können wir ja gleich bei D&D bleiben. Da hast du ja auch die Abenteuer wo die Spieler keine Welt kaufen brauchen. ( In diesem Moment hätte ich am liebsten wie ein kleines Mädchen schrill geschrien)

Also reicht es euch wenn ich das Material habe? ( Zu diesem Zeitpunkt kochte ich schon innerlich)
Ja, klar. ( Nicken in der Gruppe)
Klinge jetzt aber mal ehrlich. Du bist doch der Spielleiter du bietest doch die Runden an. Warum brauchen wir dann auch Material?



Ja, jetzt wende ich mich hier mal an die anderen Meister, Spielleiter, Harnleiter, Gruppenführer, Erzähler, Schiedsrichter in diesem Hobby.
Habt ihr auch so ein Problem?
Oder ist für euch es selbstverständlich das ihr alles stellt/ zur verfügung gibt.
Mein Fazit ist eher das ich meine Spieler zu sehr verwöhnt habe.
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Eulenspiegel

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Re: Spielmaterial ist Meister sache!?
« Antwort #1 am: 23.12.2017 | 18:48 »
Wenn jemand mal Würfel, Papier oder Stift vergisst, ist das in Ordnung. Aber normalerweise wird erwartet, dass das jeder selbst mitbringt.

Ausnahme sind exotische Würfel wie bei Warhammer-Fantasy, die sich nur für dieses eine RPG nutzen lassen.

Regelwerke müssen nicht grundsätzlich gekauft werden. Häufig kaufen sich 1-2 Spieler das Regelwerk, der Rest kauft es nicht.

Stimmigkeit der SCs:
Wir treffen uns meistens am ersten Spielabend, um die SCs gemeinsam zu erschaffen. Hier wird dann auch auf Stimmigkeit der SCs geachtet.

Offline Maischen

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Re: Spielmaterial ist Meister sache!?
« Antwort #2 am: 23.12.2017 | 18:52 »
Also -  ich als Spielleiter möchte nicht, dass die Spieler die Abenteuer auch kaufen. Alle anderen Materialien (Regeln, teilweise Hintergrundbände) können die gerne kaufen (und tun es teilweise auch).

Es stimmt schon, dass das Spielleiter-Dasein teurer als das reine Spielerdasein ist. Allerdings wird das dann bei uns auch mal anders ausgeglichen . . . Insbesondere durch Verköstigung vor Ort.

Würfel, Bleistifte und Papier hat mittlerweile jeder bzw. das findet sich irgendwie. Bei neuen Mitspielern sind wir auch toleranter - wenn der noch keine Würfel hat: Bitteschön!
Ok, Spot Hidden auf alles . . .

Offline Derjayger

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Re: Spielmaterial ist Meister sache!?
« Antwort #3 am: 23.12.2017 | 18:53 »
Hast Du sie gefragt, warum sie keine Würfel mitbringen? Was haben sie geantwortet? Bei uns heißt es halt "jeder braucht Würfel", da gab's noch nie (bei ca. 20 Spielern) Probleme. Finde das bei deinen Leuten sehr strange, da muss etwas grundlegendes falsch gelaufen sein.

Eher wenige interessieren sich so stark für's Setting, dass sie gern Settingbände lesen. Kann ich verstehen, würde daran nichts ändern, außer vielleicht zu versuchen, den Spielern ein Setting schmackhaft zu machen. Sehr Wichtig: Dann ist man mehr Verkäufer als Eintreiber. Wer da Druck macht, hat nichts verstanden.

Offenbar ist die Motivation der Spieler nicht hoch genug, um 20+€ auszugeben. Das ist ein deutliches Zeichen. Auch da kommt man mit Gewalt nicht weiter, außer es gibt Gruppenzwang. Könnte auch bloße Gewöhnung/"nixanderesgelernt" sein.

Ich empfehle deutlich eine neue Gruppe (idealerweise mit mindestens 50% Anfängern), bei der Du "wehret den Anfängen!" beherzigst. Oder 2-3 ideale Spieler/"Role-Models" in der alten Gruppe.

Du bist auch ein bisschen selbst schuld (zu einem kleinen Anteil, aber immerhin). Du lässt dir ordentlich auf der Nase herumtanzen, sagst nicht deutlich, dass du kochst und bist needy, mit genau diesen Leuten weiterzuspielen anstatt dir ganz locker andere Leute zu holen, die besser zu deinen Vorstellungen passen.
« Letzte Änderung: 23.12.2017 | 19:02 von Derjayger »
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Offline Tante Petunia

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Re: Spielmaterial ist Meister sache!?
« Antwort #4 am: 23.12.2017 | 18:55 »
Deine Spieler sind nicht zufällig vom Stamme Ich-laß-mich-Berieseln-Nimm?

So ein Verhalten, wie von Dir hier geschildert habe ich in meiner ganzen Rollenspielzeit (Jetzt bald 30 Jahre) nur einmal von einem Spielerpärchen erlebt - und die sind nicht lange in der Runde geblieben.

Ich kann verstehen, wenn es Spieler gibt, die finanziell nicht auf Rosen gebettet sind, so daß sie sich z.B. gerade keine Regelwerke anschaffen können, aber eigene Würfel und Stifte sollten m.E. wohl selbstverständlich sein.
Wenn Du dann sogar bereit bist Deine von Dir für teures Geld angeschafften Regelwerke an Spieler auszuleihen, dann würde ich es an Deiner Stelle als Schlag ins Gesicht empfinden, wenn die dann nicht gelesen werden.
Ganz ehrlich: Ich an Deiner Stelle wäre für diese Spieler die längste Zeit Spielleiter gewesen....
Slüschwampf

Offline Galotta

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Re: Spielmaterial ist Meister sache!?
« Antwort #5 am: 23.12.2017 | 18:55 »
einfach mal das Spielleiten an einen anderen abgeben.. zurücklehnen und schauen was passiert.
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Offline Klingenbrecher

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Re: Spielmaterial ist Meister sache!?
« Antwort #6 am: 23.12.2017 | 18:56 »
Stimmigkeit der SCs:
Wir treffen uns meistens am ersten Spielabend, um die SCs gemeinsam zu erschaffen. Hier wird dann auch auf Stimmigkeit der SCs geachtet.

Hallo Euelenspiegel,

habe mich da wohl unglücklich ausgedrückt. Es drehte sich dabei eher um das unwissen der Spielwelt. Wie das Halblinge als Sklaven verschrien sind. Das ein Wolfsbegleiter in diesem Gebiet eher unglaubwürdig ist weil hier die Menschen diese Tiere fürchten. Keiner einen Drow spielen sollte jedoch einer erstellt worden ist.
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Offline Tante Petunia

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Re: Spielmaterial ist Meister sache!?
« Antwort #7 am: 23.12.2017 | 18:58 »
einfach mal das Spielleiten an einen anderen abgeben.. zurücklehnen und schauen was passiert.
Ja, das könnte auch spannend werden. Die eigenen Würfel und Stifte aber auch erstmal nicht auspacken in der "neuen" Runde des anderen SL.... ;)
Slüschwampf

Eulenspiegel

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Re: Spielmaterial ist Meister sache!?
« Antwort #8 am: 23.12.2017 | 19:04 »
habe mich da wohl unglücklich ausgedrückt. Es drehte sich dabei eher um das unwissen der Spielwelt. Wie das Halblinge als Sklaven verschrien sind. Das ein Wolfsbegleiter in diesem Gebiet eher unglaubwürdig ist weil hier die Menschen diese Tiere fürchten. Keiner einen Drow spielen sollte jedoch einer erstellt worden ist.
Genau diese Probleme werden bei einer gemeinsamen Charaktererschaffung umgangen:

Spieler 1: Ich möchte einen Halbling spielen.
SL: Kannst du machen. Allerdings gelten Halblinge hier als Sklaven. Das heißt, du bist entweder ein entlaufener Sklave oder der Sklave eines anderen SCs.

Spieler 2: Ich möchte einen Wolfsbegleiter haben.
SL: Menschen in dieser Gegend fürchten Wölfe. Wie kommt dein SCs also an einen Wolf? (Als unglaubwürdig würde ich das nicht bezeichnen: Menschen auf der Erde fürchten Tiger. Genau deswegen hatten sich früher einige Leute aber einen Tiger als Haustier zugelegt. Das gleiche gilt für Schlangen. Sich ein Tier als Haustier zuzulegen, das allgemein gefürchtet wird, galt lange Zeit als Statussymbol.)

Spieler 3: Ich möchte einen Drow spielen.
SL: Nein, Drows sind immer böse. Wir spielen eine Helden-Kampagne und keine Bösewicht-Kampagne.

Offline Orok

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Re: Spielmaterial ist Meister sache!?
« Antwort #9 am: 23.12.2017 | 19:05 »
Du bist nicht alleine.
Einer der Gründe warum ich lange Zeit nicht gerne geleitet habe, und es auch jetzt nur noch selten tue.
Der SL soll doch bitte alles wissen, und alles drauf haben, aber fast alle Spieler mit denen ich bisher zu hatte, haben keine Lust sich außerhalb der eigentlichen Runde damit zu beschäftigen. Es ist ja schon zu viel verlangt wenn sie die Sonderregeln ihres eigenen Charakters drauf haben sollen....

Ich habe es mittlerweile schweren Herzens akzeptiert, und leite nur noch simple Settings, mit simplen Regeln die ich mag. Spart mir das permanente Erklären.
Engagierte und involvierte Spieler sind leider extrem selten. Ich bin ja schon sehr glücklich, wenn es mal einen Spielbericht gibt. Streich das. Ich bin schon extrem glücklich, wenn auf Terminfragen innerhalb von ein paar Tagen geantwortet wird.
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Re: Spielmaterial ist Meister sache!?
« Antwort #10 am: 23.12.2017 | 19:07 »
Ich habe es mittlerweile schweren Herzens akzeptiert, und leite nur noch simple Settings, mit simplen Regeln die ich mag. Spart mir das permanente Erklären.
Engagierte und involvierte Spieler sind leider extrem selten. Ich bin ja schon sehr glücklich, wenn es mal einen Spielbericht gibt. Streich das. Ich bin schon extrem glücklich, wenn auf Terminfragen innerhalb von ein paar Tagen geantwortet wird.

Genau das ist die Phase in der ich bei dir Platz nehme.
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Offline Derjayger

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Re: Spielmaterial ist Meister sache!?
« Antwort #11 am: 23.12.2017 | 19:08 »
Engagierte und involvierte Spieler sind leider extrem selten.

Ja, aber sie sind ansteckend und vermehren sich. Und wenn der SL ihnen die Wunder des RPG gut zeigen kann, kann er auch etwas dazu beitragen.
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Offline Maarzan

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Re: Spielmaterial ist Meister sache!?
« Antwort #12 am: 23.12.2017 | 19:18 »
Das ist eine Unsitte, die ich in der Breite so nicht angetroffen habe.
Auch wenn es immer auch mal mal ein paar Leute gab, die "nur dabei" waren, gab es bei einer Kampagne doch in der Regel mehrere Regelwerke und eigene Würfel .
Es gab dann aber auch eine eigene Spielwelt des SL oder eine erklärterweise modifizierte, so dass nachlesen eh nicht viel gebracht hätte.
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Offline Klingenbrecher

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Re: Spielmaterial ist Meister sache!?
« Antwort #13 am: 23.12.2017 | 19:18 »
Ja, aber sie sind ansteckend und vermehren sich. Und wenn der SL ihnen die Wunder des RPG gut zeigen kann, kann er auch etwas dazu beitragen.

Du gehst auf das spielen ein. Das meine ich nicht. Auf mich wirkt es das die viele Spieler kein Interesse haben sich auch mal Stuff anzuschaffen. Die Rede ist jetzt nicht von Abenteuern sondern zb Erweiterte Bücher für ihre Klasse oder Weltenbänder die ihr Volk definieren oder die Umgebeung aus der diese stammen.

Es gab auch schon momente da fühlte ich mich wie eine Bücherrei:

"Kauf doch mal das oder dass Buch."



und je mehr ich von euch lese desto klarer wird mir dass ich meine Leutz echt zu sehr verwöhnt habe. (Tante edit)
« Letzte Änderung: 23.12.2017 | 19:21 von Klingenbrecher »
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Offline Lichtschwerttänzer

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Re: Spielmaterial ist Meister sache!?
« Antwort #14 am: 23.12.2017 | 19:24 »

habe mich da wohl unglücklich ausgedrückt. Es drehte sich dabei eher um das unwissen der Spielwelt. Wie das Halblinge als Sklaven verschrien sind. Das ein Wolfsbegleiter in diesem Gebiet eher unglaubwürdig ist weil hier die Menschen diese Tiere fürchten. Keiner einen Drow spielen sollte jedoch einer erstellt worden ist.
erinnert irgendwie an gutes altes DSA Schnarch Klischee, bis auf möglicherweise den Drow sehe ich da nix falsches aka das Problem soll da jetzt sein?

SL: Kannst du machen. Allerdings gelten Halblinge hier als Sklaven.
also wie machen wir das?

Zitat
Das heißt, du bist entweder ein entlaufener Sklave oder der Sklave eines anderen SCs.
das sind Optionen, als einzige Möglichkeit hoffentlich hatte der SL einen schlechten Tag


Zitat
SL: Menschen in dieser Gegend fürchten Wölfe.
Schreckens, Riesenwölfe oder Worge?

Zitat
Wie kommt dein SCs also an einen Wolf?
als Tierbegleiter stellt sich die Frage nichtmal, das Band der Gefährtenschaft ist stark.

Also die Hauptregelwerke etc. waren in meiner Runden b ei allen üblicherweise vertreten, Exoten waren ne andere Sache
Gurk zum anderen Gurk :" Was soll denn das für`ne Schlacht sein?
Wir sind 5000 und die sind zu acht!"
Anderer Gurk : " Du hast Recht: Wir sind verloren! Rennt um euer Leben!"

Offline Orok

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Re: Spielmaterial ist Meister sache!?
« Antwort #15 am: 23.12.2017 | 19:27 »
Ja, aber sie sind ansteckend und vermehren sich. Und wenn der SL ihnen die Wunder des RPG gut zeigen kann, kann er auch etwas dazu beitragen.
Stimmt, das hatte ich ein paar mal. Kann ich aber an der Hand eines ungeschickten Sägewerksangestellten abzählen. Viel öfter war da leider eher frustriertes aufgeben der Engagierten, weil von den anderen gar nichts kam...

Ich meine damit nicht reines Spielen, sondern eben auch in den Hintergrund einarbeiten, vielleicht auch selber Ideen umsetzen...

So extrem wie der Treadersteller hatte ich es zum Glück noch nie. Zumindest eigene Würfel waren meistens vorhanden (wenn auch manchmal vergessen).
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E PLURIBUS DUDEINUM
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Re: Spielmaterial ist Meister sache!?
« Antwort #16 am: 23.12.2017 | 19:45 »
Wird mal Zeit für ne Gegenmeinung.
Dann mal los...

Ich persönlich habe keine Probleme, wenn meine Würfel von anderen Spielern auch ständig benutzt werden. Warum auch? Ich habe das Zeug und es wird durch Fremdbenutzung nicht schlecht. Verkaufen will ich die auch nicht. Also keine Probleme damit.

Wenn ich es richtig sehe, erwartest Du von jedem Spielern mindesten 50 Euro in die Mitte zu werfen (und da rede ich dann nicht von den Würfeln oder sonstiges), damit sie bei Dir mitspielen können. Klar Hobby und so. Allerdings sind 50 Euro schon ein Wort. Da würde ich es mir uU auch 2x überlegen mitspielen zu wollen.
Zusätzlich zum Geld müssen sie das Buch auch noch gelesen haben, damit sie mitspielen können. Spätestens da wäre bei mir Schluss gewesen. (Ich weiss wovon ich rede. Ich spiele in ner Dresden Files Runde mit ohne das Regelwerk noch irgendeinen Dresden Files Roman gelesen zu haben) Wenn ich das Zeug lesen will, dann okay. Aber unter Zwang würde ich da auch nicht mitspielen.

Wäre es da nicht einfacher ohne so ein festes Setting mit ihnen zu spielen oder aber Du führst sie wärend des Spiels ins Setting ein. Machen diverse Computerspiele auch und funktioniert bestens.

Aber als SL würde ich persönlich niemals erwarten, dass die Spieler neben ihrer Präsenz und ihrer Aufmerksamkeit noch etwas mitbringen. Da erspiele ich dann lieber mit denen das Setting zusammen.
Ich bin viel lieber suess als ich kein Esel sein will...
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Nicht Sieg sollte der Zweck der Diskussion sein, sondern
Gewinn.

Joseph Joubert (1754 - 1824), französischer Moralist

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Re: Spielmaterial ist Meister sache!?
« Antwort #17 am: 23.12.2017 | 19:46 »
@Lichtwerttänzer und Eulenspiegel

ich denke das ich mich schlicht falsch ausdrücke und euch nicht nahe legen kann was ich meine. Versuche es so nochmals:

Spieler wurden gebeten unter der berücksichtigung der Welt von Golarion in dem Gebiet Finstermondtal Charaktere zu erstellen. Sprich als ich die Grp gegründet habe damals noch unter Pathfinder habe ich sie gebeten sich das Grundregelwerk sowie den Weltenband oder das Handbuch Finstermondtal anzuschaffen. Dies wurde bejat aber nicht umgesetzt und es wurden einfach wild Charaktere erstellt die zwar in sich stimmig aber nichts mehr mit dem Setting zu schaffen hatten. Also setzte man sich so über meinen Wunsch hinweg sich an das Golarion Material zu halten. Als ich dies dann am ersten Treffen mitteilte, dass ihre Charaktere nicht stimmig sein, wurde ich nur dumm angesehen. Woher sollen sie den auch wissen wie die Welt von Golarion ist wenn sie nicht die Bücher haben. :bang: Ich solle ihnen jetzt wärend des spielens alles erzählen.  :o

dann zeigten sich halt die ersten Probleme: Drow passt nicht, Wolf verursacht bei den Leuten Angst, der Halbling musste sich mit der Situation abfinden wie ein Sklave behandelt zu werden oder wurde halt bemuttert als ob er grade erst seine Ketten abgestriffen hätte. Leider war das ein starker Aufreger bei den Spielern das wir diese Kampagne abbrechen mussten.

Wieso haben die Angst vor meinen Wolf?

Ich will aber kein ExSklave sein!

Ich bin dann halt ein verhasster Drow und beginne ihre Speisen zu vergiften.  :-\

Das alles wäre nicht passiert wenn man A) mich nicht angelogen hätte wegen des Spielmaterials B) mir einfach gesagt hätte das keiner sich das MAterial anschaffen will.
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Offline Derjayger

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Re: Spielmaterial ist Meister sache!?
« Antwort #18 am: 23.12.2017 | 19:48 »
Du gehst auf das spielen ein. Das meine ich nicht. Auf mich wirkt es das die viele Spieler kein Interesse haben sich auch mal Stuff anzuschaffen. Die Rede ist jetzt nicht von Abenteuern sondern zb Erweiterte Bücher für ihre Klasse oder Weltenbänder die ihr Volk definieren oder die Umgebeung aus der diese stammen.

Es gab auch schon momente da fühlte ich mich wie eine Bücherrei:

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Ich rede davon, dass man Leute durchs gute Spielen animiert, sich auch außerhalb des Spiels damit zu beschäftigen.
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trendyhanky

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Re: Spielmaterial ist Meister sache!?
« Antwort #19 am: 23.12.2017 | 19:49 »
Zitat
Oder ist für euch es selbstverständlich das ihr alles stellt/ zur verfügung gibt.
Mein Fazit ist eher das ich meine Spieler zu sehr verwöhnt habe.

Kommt immer darauf an

Wenn ich mir unbekannte Systeme bei nem Oneshot ausprobiert habe oder paar mal in einer Runde mitgemacht habe, dann kaufte ich mir das Regelwerk oder Settingbücher natürlich nicht

Wenn mich der SL (und/oder das System) nicht vom Hocker riss, habe ich nix gekauft. Fand ich mindestens eines davon gut und ich habe länger spielen wollen (oder sogar was eigenes leiten wollen), habe ich mir das Buch oder die Bücher dann auch gekauft

Viele Bücher sind auch eher Sammlerteile für RPGler, die nicht spielen, aber gerne lesen. Die meisten Systeme, die wirklich gespielt werden, bieten das Grundmaterial kostenlos an (z.B. Fate ist kostenlos für alle erhältlich)

Auch oft sind Gruppenkäufe, also die Gruppe kauft sich gemeinsam die Bücher und alle können sie nutzen

Würfel hat jeder Spieler, den ich so kenne, haufenweise. Kenne niemanden, der keine hat. Höchstens mal nicht dabei

Ich glaube, wenn sich Spieler keine Bücher kaufen, dann liegt es daran, dass ihnen der SL nicht zusagt, das System ihnen nicht langfristig gefällt oder das Setting nicht so spannend zu lesen is

Ein weiterer Grund könnte sein dass die Gruppe kaum Wert auf Regeltreue legt. Wenn eine Runde fast 90% der Regeln eh ignoriert oder der SL fast alles handwedelt, brauche ich auch kein Regelwerk kaufen

Oft müssen Spieler mit einer Runde oder einem System/Setting auch warm werden. Wenn die ersten paar Sessions geil sind und es Spaß macht, investiert man gerne Geld. Ist es nicht so, kann ich verstehen, wenn Spieler lieber (erstmal) keine Kohle investieren

Offline Archoangel

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Re: Spielmaterial ist Meister sache!?
« Antwort #20 am: 23.12.2017 | 19:50 »
Ich vermute mal ganz vorichtig, dass deine Spieler eher jung sind? Also Schüler/Studenten am Anfang des Studiums? Zumindest erinnere ich mich daran, dass es in dieser Lebensphase zuweilen solche Probleme gab.

Anders herum gefragt: liegt das Problem im Mangel an Geld oder im Mangel an Interesse? Ersteres ginge ja mithilfe von .pdf-s in den Griff zu bekommen. Letzteres dürfte problematischer sein.

So wie du das Problem schilderst würde ich eine Gruppenkasse vorschlagen, also quasi im Stil von: jeder schmeißt am Anfang des Spielabends X Euro in die Wutz und jede gewürfelte "1" kostet XY cent. Von dem Geld werden dann zumindest mal Würfel, Stifte, Bögen eventuell aber auch mal Abenteuer/Bücher gekauft. Sobald also ein Gruppenbesitz da ist wird er auch benutzt werden ... das zieht eigentlich immer. Wer nicht dazu bereit ist ein-zwei Euro am Abend zuzusteuern sollte sich ein anderes Hobby suchen - sonst läuft es wirklich auf einseitiges Ausnutzen hinaus und das ist nicht schön.
Wir hatten sowas Ende 10/ Anfang 20 bei zwei Gruppen - hat super funktioniert. Und beim Auflösen der einen Gruppe hatten wir dann an die 40 Bücher zu verteilen ...

Eine Idee ist es auch - wie bereits genannt - die SL-schaft mal weiterzureichen, sich zurückzulehnen und zu schauen was passiert. Oder mal selbst die Würfel/Stifte zu vergessen und zu schauen was dann los ist. Oder sich eine neue Gruppe suchen. Ich denke bei dem von dir geschilderten Problem würde ich letzteres tun.
4E Archoangel - Love me or leave me!

Methuselah-School GM

Ideologie ist der Versuch, den Straßenzustand durch Aufstellung neuer Wegweiser zu verbessern.

Offline Derjayger

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Re: Spielmaterial ist Meister sache!?
« Antwort #21 am: 23.12.2017 | 19:52 »
Spieler wurden gebeten unter der berücksichtigung der Welt von Golarion in dem Gebiet Finstermondtal Charaktere zu erstellen. Sprich als ich die Grp gegründet habe damals noch unter Pathfinder habe ich sie gebeten sich das Grundregelwerk sowie den Weltenband oder das Handbuch Finstermondtal anzuschaffen. Dies wurde bejat aber nicht umgesetzt und es wurden einfach wild Charaktere erstellt die zwar in sich stimmig aber nichts mehr mit dem Setting zu schaffen hatten. Also setzte man sich so über meinen Wunsch hinweg sich an das Golarion Material zu halten. Als ich dies dann am ersten Treffen mitteilte, dass ihre Charaktere nicht stimmig sein, wurde ich nur dumm angesehen. Woher sollen sie den auch wissen wie die Welt von Golarion ist wenn sie nicht die Bücher haben. :bang: Ich solle ihnen jetzt wärend des spielens alles erzählen.  :o

dann zeigten sich halt die ersten Probleme: Drow passt nicht, Wolf verursacht bei den Leuten Angst, der Halbling musste sich mit der Situation abfinden wie ein Sklave behandelt zu werden oder wurde halt bemuttert als ob er grade erst seine Ketten abgestriffen hätte. Leider war das ein starker Aufreger bei den Spielern das wir diese Kampagne abbrechen mussten.

Wieso haben die Angst vor meinen Wolf?

Ich will aber kein ExSklave sein!

Ich bin dann halt ein verhasster Drow und beginne ihre Speisen zu vergiften.  :-\

Das alles wäre nicht passiert wenn man A) mich nicht angelogen hätte wegen des Spielmaterials B) mir einfach gesagt hätte das keiner sich das MAterial anschaffen will.

Jetzt wird mir einiges klarer. Du hast recht enge Vorstellungen von dem, was erlaubt sein soll und was nicht. Deine Spieler haben etwas weitere Vorstellungen. Alle drei Situationen sind zwar durchs Setting erschwert, aber nicht unmöglich gemacht! Da hätten sie sonst wie lange lesen können, Deinen Vorstellungen hätten sie vielleicht eh nicht entsprochen.
- "Klar kannst Du mit einem Wolf herumlaufen. Die Leute haben Angst. Versteck ihn lieber, wenn Leute in der Nähe sind, sonst knüpfen sie euch auf."
- "Auch Sklaven können mal aufsteigen/sich bei einem Fürsten einschleimen/ihn erpressen, siehe Django Unchained. Wie ist es bei dir passiert?" Er kriegt dann halt einen Freibrief. Ist doch spannend, dann können andere Halblinge sich bei ihm einschleimen oder ihn bestehlen. Dabei ist egal, ob nur einer von 100.000 es schafft, denn die Spieler spielen eben diese seltenen Helden.
- Es gibt ganz selten auch mal einen guten Drow. "Warum ist er gut geworden?"

Denk mal weniger "das geht nicht!", sondern "wie könnte das gehen?".
Wende Settingeigenheiten vor allem auf NPCs an, weniger auf SCs, wenn es dadurch sonst zu Problemen käme.
Und kommuniziere deine Wünsche unter deinen Spielern klarer.
« Letzte Änderung: 23.12.2017 | 19:58 von Derjayger »
D&D 5E Quick-Combat (Mechanik, um Kämpfe erzählerisch und schnell als Group-Check abzuhandeln)

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Re: Spielmaterial ist Meister sache!?
« Antwort #22 am: 23.12.2017 | 20:05 »
Denk mal weniger "das geht nicht!", sondern "wie könnte das gehen?".
Wende Settingeigenheiten vor allem auf NPCs an, weniger auf SCs, wenn es dadurch sonst zu Problemen käme.
Und kommuniziere deine Wünsche unter deinen Spielern klarer.


Naja, dass Spiel hat sein ende gefunden. Weil der Drow die Dorfbewohner vergiftet hatte. Der Halbling seinen Charakter als ExBaumwollpflücker mit Bleicherhaut betilte und der Jäger mit seinem Wolf es satt war jedesmal Bündniss mit seinen Tier zu würfeln da alle Wölfe in diesem Abenteuer einem Worg gehorcht haben.

Und noch klarer als die Aussage bitte beachtet die Welt von Golarion sowie das Setting Finstermondtal geht ja schon gar nicht mehr.

EDIT  :btt:

Jedoch streife ich hier vom Thema ab. Es dreht sich um die Aussage Spielmaterial ist Meister sache!? Also ob mehr oder minder auch bei euch schon mal die Situation aufgetreten ist das ihr als SL permanent alles an Spielmaterial auslegt und eure Spieler Proaktiv keine Anschaffungen machen. Oder zusagen das sie was kaufen und es dann doch nicht tun.
« Letzte Änderung: 23.12.2017 | 20:11 von Klingenbrecher »
"Meine Güte die hälfte deines Vermögens fliesst in Prostituierte."

"Fürst du Tabellen über meinen Huren-Konsum?"

"Wir spielen Pathfinder. Da erstellt man für alles Tabellen."

trendyhanky

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Re: Spielmaterial ist Meister sache!?
« Antwort #23 am: 23.12.2017 | 20:11 »
Aber mal noch was dazu:

Ich habe sowieso die Erfahrung gemacht, dass man als Spieler eh kaum was für ein RPG kaufen muss

Was muss ich mir denn kaufen? Okey, Stifte, Papier und Würfel

Settingbücher? Nö, warum? Ist doch eh die Welt des SL, oft ein Homebrew, der sich nicht in den Settingbüchern wiederfindet. Wenn mich ein arg wichtiges Detail interessiert, frage ich den SL. Entweder sagt er es mir oder eher sagt "kannst du dir ausdenken". Für soetwas brauche ich kein Settingbuch kaufen

Abenteuer? Kauft nur der SL oder leitet eh eigenes Zeug

Regelwerke? Brauche ich eigentlich nicht, denn normalerweise sagt mir der SL, wie ein Charakter gebaut wird oder wie die Regeln am Tisch laufen.
Ich unterstelle einem SL, dass er die Regel kennt und umsetzen kann, ohne dass man im Regelwerk nachschauen muss
Als Spieler schaue ich ziemlich selten in Regelwerke, weil wozu?

Erst wenn ich selbst länger in einer Runde drin bin und auch vielleicht das System selbst leiten möchte, kaufe ich mir Regelwerke/Setting

Zitat
Sprich als ich die Grp gegründet habe damals noch unter Pathfinder habe ich sie gebeten sich das Grundregelwerk sowie den Weltenband oder das Handbuch Finstermondtal anzuschaffen.

Finde ich komisch bzw in einer solchen Runde würde ich mich sofort verabschieden
Meiner Meinung ist der SL ersteinmal derjenige, der mich von seinen Qualitäten und denen seines Settings in den ersten Sessions "überzeugen" muss
Ich gehe daher davon aus, dass er mir den Service liefert, am Anfang ohne Einkäufe von Büchern mitspielen zu können (zB durch pdfs oder Erläuterungen und Hilfen beim Charakterbauen, Regeln usw.)
Warum sollte ich als Spieler also Geld (Bücherkauf) und Zeit (Regellesen, Settinglesen) investieren, wenn die Runde noch gar nicht begonnen hat?

Zitat
Als ich dies dann am ersten Treffen mitteilte, dass ihre Charaktere nicht stimmig sein, wurde ich nur dumm angesehen. Woher sollen sie den auch wissen wie die Welt von Golarion ist wenn sie nicht die Bücher haben. :bang: Ich solle ihnen jetzt wärend des spielens alles erzählen.

Hm?
Ich kenne es so, dass bei neuen Spielen der SL die Charaktere gemeinsam baut mit allen. Die Spieler sagen, was sie gerne hätten und der SL kommuniziert, wie das mit dem Regelwerk umgesetzt werden kann und gibt Tipps, welche Werte wichtiger sind als andere usw
Ins Blaue bauen zu müssen mit selbst gekauften Büchern um dann erst beim SL zu erscheinen und er schaut dann nach, ob ich alles richtig gemacht habe.... erinnert mich an Schule und Studium (Prüfungen)

Zitat
Das alles wäre nicht passiert wenn man A) mich nicht angelogen hätte wegen des Spielmaterials B) mir einfach gesagt hätte das keiner sich das MAterial anschaffen will.

Ich glaube eher das wäre nicht passiert wenn du als SL deiner Aufgabe als SPIELLEITER nachgekommen wärst
Also die Runde organisieren, bei der Charaktererschaffung helfen, bisschen sagen wo die Reise hingehen soll und schon vor dem Spiel durchblicken lässt, wohin die Reise geht und ob es passt
Und soetwas kostet weder dich noch deine Spieler Geld, nur Engagement
Und dazu braucht niemand Regelbücher/Settingbücher

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Re: Spielmaterial ist Meister sache!?
« Antwort #24 am: 23.12.2017 | 20:13 »
Der Hauptfehler deiner Spieler war es wohl, bei der Ansage "kauft euch vor Start der Kampagne Zusatzmaterial" nicht sofort "wie bitte? können wir nicht erstmal gucken, ob wir überhaupt Spaß dran haben?" zu antworten.

So etwas würde ich aber auch nie von meinen Spielern erwarten. Wenn ich in einem bestimmten Setting spielen will, dann frage ich, wer das kennt. Wenn das jemand nicht kennt, bekommt er die wichtigen Eckpunkte erklärt oder ggf. noch mal zusammengefasst. Vor allem würde ich irgendwelche relevanten Besonderheiten vorher abklären. Und wenn dann noch jemand einen unpassenden Char anschleift, dann diskutieren wir Anpassungen vor Spielbeginn aus. 
Zitat von: William Butler Yeats, The Second Coming
The best lack all conviction, while the worst are full of passionate intensity.

Korrekter Imperativ bei starken Verben: Lies! Nimm! Gib! Tritt! Stirb!

Ein Pao ist eine nachbarschaftsgroße Arztdose, die explodiert, wenn man darauf tanzt. Und: Hast du einen Kraftsnack rückwärts geraucht?