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Rassismus in Fantasy Rollenspiele
Ludovico:
--- Zitat von: Luxferre am 26.04.2018 | 23:29 ---Ich sehe das Thema dermaßen andersererer, dass ich gar keine Ahnung habe, wo oder wie ich anfangen sollre, etwas dazu zu schreiben. Zumal ich bezweifle, dass dies noch irgendeinen sachdienlichen Nutzen hätte ...
--- Ende Zitat ---
+1 und das bezieht sich auch auf gefühlt 90% der Posts, die nach Deinem kamen.
Maarzan:
Wenn, dann halte ich Rollenspiele für deutlich weniger geeignet irgendwelche politischen Massentendenzen zu fördern oder ihnen zu folgen.
Das Medium ist eben nicht einschlägig aufbereitet und vorgekaut und muss nur noch rezipiert werden, sondern erfordert in den allermeisten seiner Ausformungen ein kontinuierliches Mitdenken und Prüfen der angebotenen Inhalte der Beteiligten und folgend auch einer deutlich erhöhten Wahrscheinlichkeit dabei über irgendwelche Seltsamkeiten zu stolpern und Widerspruch zu erzeugen.
Dazu kommt dann noch ein weitverbreitet und traditionell sehr niedrige Toleranz von Spielern sich in ihr Metier von anderer Seite hineinreden oder gar Vorschriften machen zu lassen.
Das heißt nicht, dass es extermistische Ausformungen nirgends geben würde (Die Spieler rekrutieren sich schließlich auch aus einer gemischen Gesellschaft, mutmaßlich sogar eher aus einem im Schnitt leicht linken Auszug daraus, wenn man von den wohl häufiger vertretenen (gar noch mit so etwas unseriösem wie Elfgames beschäftigten) Studenten als Spielertyp ableiten möchte) , aber eine allgemeine Verbreitung einer bestimmten Ideologierichtung durch/im Rollenspiel ist denke ich effektiv auszuschließen.
Praktisch wird auch zumindest abseits isolierter Runden draußen eigentlich alles auch erheblich kontrovers diskutiert und für eigentlich jedes Konzept auch entsprechend Gegenpositionen gefunden und vertreten (und gespielt) - wenn vielleicht auch nicht zwingend am selben Ort - üblicherweise dann Kraft der Art und Weise, wie so ein Ort (heutzutage dann primär Forum) dann politisch orientiert aktiv moderiert wird.
Des Weiteren ist die Einstiegshürde zum Selbermachen dermaßen niedrig, dass eine generelle Ausgrenzung vom Spielen von wem auch immer praktisch unmöglich ist.
Umgekehrt ist aber die Gleichschaltung des Hobbies auf eine politisch-gewünschte Einheitsrichtung aus den gleichen Gründen ebenso auf dieser Ebene praktisch unmöglich und genau das scheint mir der Stachel im Extremistenfleisch und Triebfeder des Vorwurfs zu sein - wer nicht linientreu für die "gerechte Sache" (TM) ist, ist eben dagegen.
Lichtschwerttänzer:
--- Zitat von: WeepingElf am 26.04.2018 | 23:11 ---Ich wollte eigentlich nichts mehr hier posten (weil Eure Zurückweisung meiner These die beste Bestätigung ist, die ich mir denken könnte,
--- Ende Zitat ---
du weisst schon wie man das nennt, wenn man Andersdenkende verurteilt?
--- Zitat ---Ich finde es viel interessanter, ein Problem diplomatisch als mit Gewalt zu lösen.
--- Ende Zitat ---
Okay, das Timur Lenk Äquivalent kommt, wie löst du das diplomatisch?
--- Zitat --- (ich weiß jetzt nicht, wie weit der SL das umgemodelt hatte, habe das Originalabenteuer nie gelesen).
--- Ende Zitat ---
IIRC Nicht sehr
--- Zitat --- "Verdammt, was mache ich hier eigentlich?"
--- Ende Zitat ---
Stimmt, es ist eines meiner Gründe für 40k, die Chars tun Dinge, die nach unsewremn Wertesystem völlig falsch sind Jedenfalls habe ich mir diese Frage gestellt!
--- Zitat ---dass alle SCs, selbst Heiler, bewaffnet sind, getreu dem US-amerikanischen "Bürgerrecht", Waffen zu tragen,
--- Ende Zitat ---
A es gab in DnD Heiler?
B das Konzept das freie Bürger das Recht und die Pflicht haben Waffen zu führen ist erheblich älter, es stammt z.b. aus den germanischen Stämmen
--- Zitat --- (Stichwort: "Alle Orks sind böse, schlagt sie alle tot!")
--- Ende Zitat ---
stimmt auch nicht, es war für Orks möglich Paladin zu werden.
--- Zitat ---, ist das nicht mit einer Bande Nazi-Skinheads zu vergleichen, die mit der Bierdose in der linken und dem Baseballschläger in der rechten Hand "Türken klatschen" geht!
--- Ende Zitat ---
eher mit einer Gruppe Resistence die Timuers Schlächter tötet oder mit einer Gruppe Legionäre die Gallier unterdrückt
--- Zitat ---an dem neben allerlei Wikingerkitsch und "Odin-statt-Jesus"-T-Shirts auch Rechtsrock-CDs feilgeboten wurden
--- Ende Zitat ---
Welcher Con welche CDs?
--- Zitat ---, die Mitglieder schlagender Verbindungen
--- Ende Zitat ---
und die sind immmer, alle (automatisch?) rechts?
Belege und definiere bitte mal rechts, rechts von Stalin sind hoffentlich die meisten Rollenspieler
--- Zitat ---aber sie waren mir unsympathisch, und wir konnten keine Einigung über die Spielinhalte erreichen.
--- Ende Zitat ---
ihr wrong bad fun machte sie zu verkorksten, (rechten?) Unsympathen?
--- Zitat von: Caranthir am 27.04.2018 | 08:05 ---
Die Orks und Trolle können bei Tolkien ja leider auch selbst nichts dafür. Sie wurden so geschaffen.
--- Ende Zitat ---
Nein, gezüchtet, zerbrochen, verdorben der Freiheit und der Wahl beraubt aber nicht wie Elben und Menschen von Illuvatar, bzw. die Zwerge auch von Aule mit erschaffen, die Freiheit der Wahl als ihr Geburtsrecht war eine Gabe die sie alle von Illuvatar erhielten.
Orcs aber sind wie die Klonsklaven u.a. auf Order 66 Programmiert wurden auf Böse programmiert worden
Grautöne, der Raubmord der Noldor als sie die Schiffe der Seelben stahlen ist da nur ein Detail
Issi:
Was ich mich halt frage: Gibt es im Reallife- Orks, Zwerge, Elfen, Gnome,Halblinge, Wichtel usw.?
Ok es gibt Märchen von der bösen Hexe, es gibt die Zahnfee und es gibt Gartenzwerge.
Es gibt außerdem die Weihnachtswichtel, die dem Christkind bzw. dem Weihnachtsmann helfen.
Die einzigen die davon als real gelten, sind die Gartenzwerge, die sind aber aus Plastik.
Ich weiß nicht, wie das jetzt z.B. ein Isländer sehen würde, der vielleicht tatsächlich an Elfen, Wichtel, Trolle usw. glaubt.
Aber für die meisten Menschen, sind das einfach Märchen oder Sagengestalten.
Mir fehlt bei dem Thema deshalb oft der Bezug zur Realität. Da im Bereich Fantasy ja keine Menschen diskriminiert werden.
Weder echte Menschen, noch Menschen aus der Fiction.
Im Märchen werden halt "Ängste" und "Schatten" oft Bildlich dargestellt. Wie beim "Rotkäppchen " der böse Wolf z.B. mit seinen großen Zähnen.
Sämtliche Monster, sollen halt auch bildlich veranschaulichen, wovor man in der Geschichte Angst haben soll. Bzw. was gefährlich ist.
Deshalb wirkt die Figur oft Bildlich überzeichnet- wie zum Beispiel durch besonders spitze,große oder scharf Zähne.
Wenn man einem Menschen im Reallife mit spitzen oder scharfen Zähnen begegnet, dann ist wahrscheinlich gerade Fasching, und er hat sein Draculagebiss an.
Auch Latexmasken für Monster erfüllen mMn. einen Ähnlichen Zweck, nämlich "Angst " einzuflösen.
Ich sehe Orks oder andere Fantasy Monster deshalb auch eher als "verpackte Angst" im psychologischen Sinne. Das sind quasi so "Alptraumhafte" Spukgestalten, die für die inneren Ängste im Menschen stehen. Es fällt mir deshalb vermutlich schwer echten oder gar bewussten "Reallife- Rassismus" dahinter zu sehen.
KhornedBeef:
@Issi: Herzlichen Glückwunsch zu einer gesunden Realness, ich sehe das ja auch so. Aber so gefestigt ist halt nicht jeder.
Die Erklärung finde ich aogar noch besser als meine Überlegung zum antagonistischen "Bösen". "Böse" ist wertend, Ängste sind eine Feststellung.
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