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Rassismus in Fantasy Rollenspiele
Caranthir:
Wenn man Orks als Verkörperung der Angst sieht, wären sie bei Tokien die Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkrieges und die würden dann für die Gefahr stehen, dass sich alle (nicht nur die fiktiven Elben), sondern auch reale Menschen in Monster verwandeln können. Und dann spielt Rasse wirklich keine Rolle mehr. Märchen spielen nunmal mit Überzeichnung (und auch Stereotypen), um Kindern die Welt zu erklären. Was ja nicht heißt, dass man sich als Erwachsener differenzierter damit auseinandersetzen darf.
Issi:
Das Interessante ist mMn. auch, dass Märchen ursprünglich gar nicht für Kinder gedacht waren, sondern für Erwachsene.
Die Urfassungen der Märchen waren auch nochmal eine Spur härter. Und selbst die abgemilderten Fassungen, die heute Kinder lesen, sind immer noch nicht ganz ohne.
Man muss mMn. auch bedenken, dass es zu Grimmszeiten noch kein Fernsehen gab. Aber der Wunsch nach Unterhaltung oder dem Alltag zu entfliehen, wohl schon immer da war. Auch und vielleicht gerade unter Erwachsenen.
Kriege bzw. Kämpfe in Sagen gab es auch schon immer. Auch in der Artus Sage geht es um kriegerische Auseinandersetzungen. Ebenso in der Nibelungen Sage usw.
Von daher ist das vermutlich ein recht zeitloses Thema.
Auch eines, das man mMn. unabhängig von echten Reallife Geschehnissen betrachten kann, z. B. als einen Kampf gegen seine inneren Dämonen und Ängste.
Interessant finde ich auch, dass Fantasy Rollenspiel heute für nicht wenige Menschen etwas ist, was eben extra nichts mit der Reallife -Realität zu tun haben soll. Quasi eine Pause von der Realität und vom Reallife schafft. (Weltflucht und Erholung vom echten Leben) ~;D
nobody@home:
--- Zitat von: Caranthir am 29.04.2018 | 06:11 ---Was ja nicht heißt, dass man sich als Erwachsener differenzierter damit auseinandersetzen darf.
--- Ende Zitat ---
Also darf man das nicht? Wer sagt das? ;)
Caranthir:
--- Zitat von: nobody@home am 29.04.2018 | 10:26 ---Also darf man das nicht? Wer sagt das? ;)
--- Ende Zitat ---
War wohl zu früh, da fehlt ein „nicht“. Natürlich darf und sollte man sich darüber unterhalten.
General Kong:
--- Zitat von: Wellentänzer am 27.04.2018 | 10:45 --- Ebenso wie Lovecraft ein lupenreiner Rassist und Antisemit war.
--- Ende Zitat ---
... der in erster und einziger Ehe mit einer Jüdin verheiratet war. Man trennte sich freundschaftlich und hatte sich wohl auseinandergelebt (ich unterstelle zudem Schofelligkeit und tendenzielle Beziehungsunfähigkeit auf Seiten von HPL), nicht wegen dessen "Lupenreinrassismus". Zumindest sagte seine Ex-Ehefrau nichts dergleichen, auch nach der Trennung.
Dies nur als Hinweis, dass Menschen, schon gar nicht solche, die in früheren Epochen gelebt haben, nicht immer so "lupenrein" dies oder das sind, was wir uns immer wünschen. Selbst Gandhi sprach in seiner Zeit in Südafrika von "Kaffern", weshalb man in mindestens einem afrikanischen Land nun seine Statuen schleifen möchte.
Ghandi - auch ein lupenreiner Rassist? Ich denke nicht. Man kann auf Widersprüche im Denken, Fühlen und Handeln einer Person hinweisen, sie kritisch abwägen und dann die Person und/ oder ihr Werk ablehnen.
Aber "lupenrein" ...
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