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Rassismus in Fantasy Rollenspiele
nobody@home:
--- Zitat von: Issi am 9.05.2018 | 20:51 ---Ich sehe als Figur im Rollenspiel auch in Monstern erst Mal Lebewesen, mit denen man ja vielleicht sogar reden könnte: a la "Bitte bitte friß mich nicht auf!"
Aber wenn der Troll dann sagt: "Doch, denn ich hab nämlich Hunger!"
Dann kann ich damit schon umgehen.
Beispiel Katze und Maus.
Die Katze ist auch ein Lebewesen. Aber sie frisst halt Mäuse.
Und wenn ich im Rollenspiel mit meiner Figur gerade die Maus bin, dann kann ich das so nachvollziehen und brauche keinen Automaten.
Dann ist auch erklärbar warum die Figur kämpft. Es geht um Kopf und Kragen.
--- Ende Zitat ---
Vergiß nicht: "immer und überall". Wenn ich als Maus Katzen in die "Zielscheiben"-Kategorie einsortiere, dann heißt das eben nicht nur, daß ich Katzen möglichst aus dem Weg gehe und notfalls bereit bin, mich nach Kräften zu wehren, wenn doch mal eine hinter mir her ist...sondern beispielsweise auch, daß ich bei jeder sich bietenden Gelegenheit neugeborene Katzenbabys abmurkse und dafür wahrscheinlich auch noch "Kleine Kätzchen werden ja auch mal groß, also: Wehret den Anfängen!" gleich als Entschuldigung parat habe.
Rhylthar:
--- Zitat ---Manche meiner Spieler standen tatsächlich vor einem moralischen Dilemma, ob sie Orks töten oder nicht. Deshalb habe ich das so formuliert ;). Auch in Mittelerde. Da würde es wahrscheinlich auch als unehrenhaft gesehen, wenn man einen Ork tötet, der sich ergeben hat. Klar, kann man in der Gruppe ja machen. Nur sollte man sich im Rollenspiel dann auch über die Konsequenzen im Klaren sein. TOR setzt das über den Schatten um. Dann wird deine Heldenfigur eben dunkler, wenn einen das nicht weiter stört, kann man das ja gern machen.
--- Ende Zitat ---
Ja, setzt TOR so um. Die Frage ist nur: Warum sollte sich ein Ork ergeben? Okay, nehmen wir den Feigling-Ork, dann bringe ich ihn halt auch nicht direkt um, sondern übergebe ihn...nennen wir es der Obrigkeit.
Ist übrigens so eine Sache/Mechanik, die man in TOR nicht unbedingt bis zum letzten ausreizen sollte meiner Meinung nach. Andererseits gibt es ja auch genug Chancen, es wieder wegzubekommen, so denn der SL sie einem gibt.
Vom Freifahrtsschein habe ich auch nicht geredet; nur sind die Konsequenzen halt durchaus andere, als sie es bei einem "guten" Wesen wären.
@ nobody@home:
Jup, bei bestimmten Spezies wäre das wohl so. Ich würden den Illithiden-Teich mit den Kaulquappen ausmerzen (also nicht ich, weil wenn ich jemals auf einen Illithiden-Teich stosse, ist was gehörig falsch gelaufen).
Maarzan:
--- Zitat von: nobody@home am 9.05.2018 | 21:07 ---Vergiß nicht: "immer und überall". Wenn ich als Maus Katzen in die "Zielscheiben"-Kategorie einsortiere, dann heißt das eben nicht nur, daß ich Katzen möglichst aus dem Weg gehe und notfalls bereit bin, mich nach Kräften zu wehren, wenn doch mal eine hinter mir her ist...sondern beispielsweise auch, daß ich bei jeder sich bietenden Gelegenheit neugeborene Katzenbabys abmurkse und dafür wahrscheinlich auch noch "Kleine Kätzchen werden ja auch mal groß, also: Wehret den Anfängen!" gleich als Entschuldigung parat habe.
--- Ende Zitat ---
Und solange es andere Mäuse gibt, welche keine Chance haben selbst Widerstand gegen die jagende Katze zu leisten und die Umerzíehung zu Vegetarierkatzen nicht praktisch umsetzbar erscheint, wäre es spätestens in entsprechend Situation (Verpflichtung zur machbaren Nothilfe oder in verantwortlicher Position) ein Biowaffeneinsatz gegen die eigene Bevölkerung das nicht zu tun.
Lichtschwerttänzer:
Nur weil sie nicht böse sind, sind sie noch lange keine Feinde - bzw. der Feind.
Vielleicht sind sie der Feind/Konkurrent wie aventurische Menschen und Orks oder Rom und Karthago, oder Menschen und Eldren bei Erekose
Heinzelgaenger:
--- Zitat von: Aendymion am 9.05.2018 | 18:32 ---Das frage ich mich ehrlich gesagt in Bezug auf deinen Post auch... :-X Da fehlen mir schlichtweg die Worte. Das hat alles nichts mit der Realität zu tun, weil es Spiele sind? Rassismus ein „dummes Kampfwort“? Tyrannei der Kleingeister? Puh, wir leben echt in unterschiedlichen Welten...
--- Ende Zitat ---
Wer keine Worte findet sollte besser schweigen.
Rassismus wird komischerweise nur da zum grossen Thema, wo damit Kohle zu machen ist. Einer der objektiv unrassisschsten Nationen der Welt, die USA, hat Legionen von Schutzparagraphen, Quoten, Schmeicheleien und ähnliches ersonnen, um sich vom Phantom frei zu machen (Irgendwann gabs sogar einen schwarzen Präsidenten?). Glaubt man der Deppenpresse, könnte man allerdings glauben, dass dort Farbige wie RPG-Orks für Polizei XPs abgeschlachtet werden. Nimmt man die Zahlen in die Mangel ergibt sich freilich ein völlig anderes Bild. Eine Bildungsreise durch Asien und Afrika oder Südamerika wird jedem schnell klar machen, wie albern sich solche Vorwürfe ausmachen und wie unverkrampft der grosse Teil der Welt mit dem Thema umgeht.
Die Genese des Wortes und die Instrumentalisierung durch Trotzki ist ebenso aufschlussreich.
Ja, wenn man ganz postmodern Rassissmus finden möchte, entdeckt man ihn leicht auch in den Forgotten Realms. Soziologenaugen glotzen hungrig aus der Erdlöchern. Hier ist unerschöpflich viel Arbeit vorzufinden. Fehlt nur noch der Bedarf...
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