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Rassismus in Fantasy Rollenspiele
Maarzan:
--- Zitat von: Einzelgaenger am 9.05.2018 | 21:18 ---... Fehlt nur noch der Bedarf...
--- Ende Zitat ---
Fehlt nur noch der öffentliche Fördertopf ...
YY:
--- Zitat von: nobody@home am 9.05.2018 | 20:41 ---Ich denke, ein Knackpunkt ist tatsächlich dieser: wenn ich im Spiel ausdrücklich Gegnergruppen haben will, die die Spieler immer und überall ohne Gewissensprobleme einfach wegmoschen können sollen...dann dürfen diese Gegner eben letzten Endes keine "Personen" sein.
--- Ende Zitat ---
Das habe ich nie so recht nachvollziehen können.
Entmenschlichung und zugehörige/ergänzende Sachzwänge funktionieren mit Menschen sowohl in anderen Medien als auch IRL ganz "wunderbar".
Grundsätzlich kein Problem mit Gewalt haben, aber bitte nur gegen völlig "unproblematische" Ziele* - das finde ich schon ziemlich kurios.
Edit:
*die dann eben über Rasse oder irgendwelche festgelegten Wesenseigenschaften definiert werden müssen anstatt über ihre jeweilige Funktion im Plot, was ja völlig ausreichen würde.
Heinzelgaenger:
--- Zitat von: Issi am 9.05.2018 | 20:29 ---Exakt. Sehe ich auch so- Jeder Mensch ist gleich wertvoll (trotz unterschiedlicher Haut und Haarfarben)
Oder anders ausgedrückt -Menschen müssen nicht gleich Aussehen-um gleich wertvoll zu sein.
--- Ende Zitat ---
Vielleicht für jene, die unter extrem seltenen psychischen Störungen leiden. Für 99.99% der Bevölkerung sieht das anders aus, und das ist auch gut so denn sonst könnten Gesellschaften und der Mensch an sich gar nicht existieren. Familienmitglieder und Freunde sind am wertvollsten und so weiter. Jeder hat Preferenzen und die meisten sind glücklicherweise genetisch vorgeprägt (Das adelt die eigensten übrigens nur umso mehr).
Du meintest sicherlich, jeder Mensch geniesst die gleichen Rechte und Würden.
Lichtschwerttänzer:
--- Zitat von: Caranthir am 9.05.2018 | 21:00 --- Da würde es wahrscheinlich auch als unehrenhaft gesehen, wenn man einen Ork tötet, der sich ergeben hat.
--- Ende Zitat ---
Wirklich?
Selbst wenn man ihnen keine Perfidie unterstellt, siehe die Ents und Huons in two Towers,
--- Zitat ---Es kann von Spielern so unreflektiert gesehen werden
--- Ende Zitat ---
man sollte aber nicht von Char auf Spieler schliessen.
@ Einzelgaenger
Verwechsel da nicht persönliche Bedeutung mit Abwerten anderer.
Maarzan:
Für mich ist das Zauberwort "Selbstverantwortung der Figur" (Ok, keine gute Option, wenn man eher einfach mal etwas entspannen oder abreagieren will).
Aber zum charakter-immersiven Spiel gehört für mich auch das Bilden einer charaktereigenen Wert- und Moralvorstellung und dann das spielweltinterne Erkunden und Ausleben davon, was dass dann bedeutet.
Rassismus, Sexismus etc sind als Konzepte innerhalb einer Spielwelt - wenn sie denn vorliegen - genauso Scheiße wie im realen Leben und wenn das gut gemacht worden ist, dann zeigt sich das dann auch irgendwo authentisch - und hat eine gute Chance zum Nachdenken anzuregen.
Wird die Bewertung vor dem eigenen Erleben schon von außen gesetzt oder das ganze als unauthentisch empfunden, ist eher Widerstand zu erwarten.
Anekdote bezgl. DSA und "Gewalttrigger". Wenn es einen Faden von heftiger Antipathie gab, dann durch diverse Runden hindurch gegen die Praioskirche ... .
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