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Rassismus in Fantasy Rollenspiele
Caranthir:
In Bezug auf Orks und Trolle: jajajajajaj ;). Hatten wir ein paar Seiten vorher, habe da auch pro "Orks sind böse" argumentiert. Mein Beitrag "gelten als böse" war a) schlampig formuliert und b) auf Neueinsteiger und Nicht-Nerds gemünzt, die mit den ganzen Begriffen nicht so viel anfangen können.
Ansonsten klinke ich mich an dieser Stelle aus. Danke für die spannende Diskussion und ein schönes WE!
Maarzan:
Bei Kinden haben die erwachsen(er)en dann tatsächlich noch eine Fremdverantwortung und kann nicht alles auf Eigenverantwortung und Rücksichtsnahme geschoben werden.
Aber unter Erwachsenen kann dies durchaus angenomemn werden und selbst wenn nicht alles im Detail vorab besprochen worden sein sollte, stellen Regelwerk, Settingsbeschreibung, ggf auch Spielstil- und Konfliktexpose des Spielleiters einen Basisrahmen.
Es kann dann nciht sein, dass derjenige der am lautesten schreit Recht bekommt un ggf überlebenswichtig ist das weitere mitspielen (wie bei einer Bergtour) auch nicht. Ansonsten gibt es dann ja die Möglichkeit, dass einer zur Tür (aka Talstation) begleitet ... .
Wobei es hier ja auch mal um Rassismus ging und nicht extreme Gewaltdarstellungen.
Issi:
--- Zitat ---Ansonsten klinke ich mich an dieser Stelle aus
--- Ende Zitat ---
.
me, too-got things to do.
--- Zitat ---Danke für die spannende Diskussion und ein schönes WE!
--- Ende Zitat ---
Wünsche ich auch! :)
Chruschtschow:
--- Zitat von: Maarzan am 12.05.2018 | 13:17 ---Es kann dann nciht sein, dass derjenige der am lautesten schreit Recht bekommt [...]
--- Ende Zitat ---
So ist es aber, weil eine sehr häufige Reaktion darauf nun ein Mal ist, dass sich die Person, die in eine Krisensituation gerät, zurückzieht und still wird. Laut sind meistens die Leute, die freudig vor sich hin schlachten. Geht mir doch oft genauso, wenn ich erst ein Mal richtig in den Flow komme. Wenn da also ein Spieler, eine Spielerin in einer expliziteren Situation stiller wird und offensichtlich sich vom Spiel distanziert, dann kann sich Nachfragen oder das Dämpfen des Gewalt-, Rassismus- oder Wasauchimmer-Niveaus durchaus lohnen.
Und wie invasiv ins Spiel ist das denn? Meistens sieht das bei uns am Tisch so aus: *Spielspielspiel* - Spieler wird stiller. - Ich: "Zu viel?" - Nicken. - Ich: "Ok." Ich beschreibe nicht mehr ganz so plastisch, wie sich die Zombieteile im Raum verteilen. Spieler ist wieder dabei.
Oder letztens von meiner Seite in AFMBE: SL: "Ok, ihr knackt die Tür zum Wohnhaus ... " - Ich: "Woah, bitte keine Kinderzombies." (Seitdem ich kleine Kinder zu hause habe, bin ich da dünnhäutig.) - SL: "Kein Problem. Also, die Tür ist offen und ... "
Rollenspiel ist halt ein Gesellschaftsspiel in einem Sinne, wie kaum ein anderes. Da kann es sich lohnen, den eigenen Blick auch übers eigene Charakterblatt hinaus zu richten. Es geht um ganz kurze Rückmeldungsschleifen. Oft reichen drei, vier, fünf Wörter. Manchmal habe ich den Eindruck, dass Leute da den Vorwurf machen wollen, dass so etwas in ein stundenlanges Therapiegespräch ausartet. Unfug. Das Thema ist den Betroffenen doch eh nicht genehm, da werden sie auch nicht drauf rumreiten wollen.
Und wenn doch die lange Diskussion ausbricht? Dann habt ihr einen dieser legendären Missionare am Tisch, die irgendeinen Punkt rüberbringen wollen. Die stören so oder so. Und legendär daher, weil ich die Leute echt nur aus irgendwelchen semi-mythischen Erzählungen kenne: "Damals im Jahre X nach Gygax begegnete ich mal auf der Y-Con ..." Habe ich echt noch nicht gesehen. Und ich mag mein gerütteltes Maß an Rassismus, Sexismus und Gewalt im Spiel, weil Schutzraum, Grenzen ausloten, Dinge nachvollziehen usw.
Maarzan:
Das Gewalt- und ggf auch noch Sexdarstellungen in verschärfter Form Leute unangemessen belasten können (und deren Darstellungsdetailstufe dann oft nicht so ausdrücklich kommuniziert wird - das benannte Thema kann in unterschiedlicher Form präsentiert werden) ist eine Sache - und meines Erachtens keine, die mit der Rassismusdiskussion so direkt etwas zu tun hätte.
Die Rassimusdiskussion sehe ich als politische Diskussion, bei der es um Themenkontrolle nicht um Schlüsselreizüberlastung geht.
In dem Maße, wo mit dem Rollenspiel eine Restchance von Schindluder einher geht, welche man mit diesem Werkzeug treiben kann, berechtigt da ein waches, rationales Auge anzumahnen, aber eben auch genau das und kein Stück mehr.
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