Pen & Paper - Spielsysteme > D&D - Dungeons & Dragons
Wie steht ihr zu "Bestrafungsmechaniken" bei Monster?
bobibob bobsen:
Ich empfinde das nicht als unfair. Mich stören eher Monster die einen hindern überhaupt etwas zu machen (Lähmung, Stun etc.) weil ich dann nicht mehr aktiv am Spiel teilnehmen kann. Die versuche ich als SL zu vermeiden.
Sprich eine Mechanik die die Handlungsmöglichkeiten einschränkt ist für mich Ok, wohingegen gar keine Handlungsmöglichkeiten zu haben doof ist.
KhornedBeef:
Also ich erwarte mir Vergnügen (meistens). Das führt dazu, dass ich mir vom Spielleiter überwiegend Fairness erwarte, ein Spiel in unserem Sinne. Von der Spielwelt erwarte ich das oft weniger.
ghoul:
@nobody:
Schau in die Schaetze-Diskussion, Beitraege 13, 76, 77.
So etwas meine ich mit Spass, weil es unfair ist. Denke Dir noch einige Situationen dazu, in denen Charaktere gegen alle Wahrscheinlichkeit und Unfairness doch triumphiert haben.
Denk an ganz alte D&D-Module wie Tomb of Horrors. Oder an AD&D2-Settings wie Dark Sun und Planescape, wo jede Begegnung toedlich sein kann. So spiele ich, und so leite ich.
Deshalb ist es fuer mich auch voellig normal, dass Monster mit Penalty-Mechanismus auftauchen.
nobody@home:
Noch 'n Punkt, der bei "Bestrafungsmechaniken" auf der Strecke bleiben kann und mir gerade einfällt: die gute alte Suspension of Disbelief. Wenn ich einer Kreatur mal eben eine Immunität oder eine Gegenwatsch'n gegen einen typischen Abenteurertrick andichten will -- wie rechtfertige ich das eigentlich? Und wenn solche Tricks oft genug vorkommen (gerade bei D&D und Konsorten eher typisch), warum gehören dann ihrerseits Tips und Kniffe, wie man mit ihnen umgeht, wenn man ihnen mal begegnet, nicht schon lange mit zur Standard-Klassenausbildung? Wenn ich Kämpfer bin, warum hat mein Ausbilder nie ein Wort darüber verloren, was ich machen soll, wenn ich's mal mit einem "unverwundbaren" Gegner zu tun kriege? Oder was hatte mein Meister eigentlich in meiner Zeit als Zauberlehrling zum Thema "Antimagie" auf den Lehrplan stehen?
Dazu kommt noch: selbst wenn die einzige Option "Wegrennen!" lauten sollte, wird sich die Existenz und Beschreibung von Wesen, vor denen man im Zweifelsfall am besten wegläuft, samt der Begründung dafür im Laufe der Zeit meist herumsprechen. Und gerade, weil die auch abenteuernden "Profis" gefährlich werden können, sollten sich letztere von vornherein aktiv für sie interessieren -- ich brauche also eher schon eine gute Rechtfertigung für ein Fallenmonster, von dem noch niemand in der Gruppe je gehört haben soll, als eine dafür, woher sie wissen sollen, daß Vulkantrolle halt gegen Feuer und Hitze immun sind und dafür Kälteschaden schlecht regenerieren. So was gehört in einer Welt, in der es Vulkantrolle real gibt und sie einem in vulkanischen Gegenden auch tatsächlich mal über den Weg laufen können, einfach zum täglichen Überleben.
ghoul:
Seltene und abstruse Monster sind nunmal selten und abstrus. :ctlu:
Als Abenteurer bewegt man sich außerhalb von dem, was NSCs standardmäßig kennen.
Hier geht es traditionell bei D&D darum, als Spieler Erfahrung zu sammeln. Nicht nur, was Kenntnis der häufigsten Monster betrifft, sondern auch darin, Intuition zu entwickeln, was ein unbekanntes Monster so können könnte, anhand seiner Beschreibung. Paranoides Spiel. Kämpfen nur, wenn man glaubt, die Oberhand zu haben, oder wenn man keine Wahl hat. Dann aber all-in. Save or die! :w20:
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