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Wie steht ihr zu "Bestrafungsmechaniken" bei Monster?
nobody@home:
--- Zitat von: Deep One am 2.02.2018 | 14:00 ---Noch ein Punkt: Kämpfe dauern in klassischen A/D&D-Editionen üblicherweise nur kurze Zeit. Steht die Gruppe eben nur dumm rum, wenn der Elf die Ghule schnetzelt, 5 Minuten später sind alle wieder dabei. Das is' bei z.B. 4E ja etwas anders, eine Stunde aussetzen (oder, bei einer Encounters-Sitzung, das ganze Spiel) ist nicht ganz so prall.
--- Ende Zitat ---
Interessanterweise ist 4E auch gerade die Edition, die solche Sachen am wenigsten oder nur in entschärfter Form aus der Kiste holt. Zufall? Wer weiß... ;)
Tatsächlich ist die 4. Edition die, mit der ich in dieser Hinsicht am besten klarkomme. Monster haben keine oder relativ irrelevante Blankoimmunitäten (den meisten Spielern dürfte etwa eine Immunität gegen Gift weitgehend am A... vorbeigehen, weil das ohnehin kaum als SC-Angriffsoption zum Einsatz kommt), Resistenzen sind eher spezialisierter Natur und werden auf der anderen Seite auch schon mal durch ausdrückliche Verwundbarkeiten ergänzt...aber was die Monster meistens kriegen, ist eine Auswahl an verschiedenen Attacken und anderen aktiven Tricks, um die man sich als SC-Gruppe auch erst mal herumtaktieren muß und -- wichtig -- auch kann. Das ist aus meiner Sicht die allemal interessantere Herangehensweise ans Monsterdesign.
Deep One:
--- Zitat von: nobody@home am 2.02.2018 | 14:26 ---Interessanterweise ist 4E auch gerade die Edition, die solche Sachen am wenigsten oder nur in entschärfter Form aus der Kiste holt. Zufall? Wer weiß... ;)
Tatsächlich ist die 4. Edition die, mit der ich in dieser Hinsicht am besten klarkomme. Monster haben keine oder relativ irrelevante Blankoimmunitäten (den meisten Spielern dürfte etwa eine Immunität gegen Gift weitgehend am A... vorbeigehen, weil das ohnehin kaum als SC-Angriffsoption zum Einsatz kommt), Resistenzen sind eher spezialisierter Natur und werden auf der anderen Seite auch schon mal durch ausdrückliche Verwundbarkeiten ergänzt...aber was die Monster meistens kriegen, ist eine Auswahl an verschiedenen Attacken und anderen aktiven Tricks, um die man sich als SC-Gruppe auch erst mal herumtaktieren muß und -- wichtig -- auch kann. Das ist aus meiner Sicht die allemal interessantere Herangehensweise ans Monsterdesign.
--- Ende Zitat ---
Ich meine gelesen zu haben, dass es Absicht war. :)
ghoul:
@nobody:
Ich kann auf Deine Pauschalkritik an D&D schlecht antworten: Du nennst weder Edition, noch Setting, worauf Du Dich beziehst. Hab ja schon vorher angemerkt, dass hier sehr unterschiedliche Beiträge kommen, je nachdem, an welches D&D die Leute denken.
In klassischen D&D-Systemen, d.h. prä-3E, wären gewöhnliche Monster Goblins, Orks, Oger usw. Die haben überhaupt keine Sonderfähigkeiten. Über berühmte, aber seltene Monsterrassen wie Drachen, Medusen etc. lässt sich womöglich was herausfinden. Aber was einen Vermilion Pudding von einem Ochre Jelly unterscheidet, wer soll das wissen?
Klar gibt es schlechte Spielleiter (editionsübergreifend), die es nicht schaffen, eine konsistente Spielwelt zu schaffen, da entstehen dann inhaltliche Widersprüche, wie Du sie beschreibst. Da ist dann jede Zufallsbegegnung an das Level der Spielercharaktere angepasst, und man weiß weder, wie die Welt funktioniert noch was eine Stufe überhaupt aussagt. Diese Spielleiter kannst Du kritisieren so viel Du willst.
Sashael:
--- Zitat von: ghoul am 2.02.2018 | 21:05 ---Klar gibt es schlechte Spielleiter (editionsübergreifend), die es nicht schaffen, eine konsistente Spielwelt zu schaffen, da entstehen dann inhaltliche Widersprüche, wie Du sie beschreibst. Da ist dann jede Zufallsbegegnung an das Level der Spielercharaktere angepasst, und man weiß weder, wie die Welt funktioniert noch was eine Stufe überhaupt aussagt. Diese Spielleiter kannst Du kritisieren so viel Du willst.
--- Ende Zitat ---
Care to explain? wtf?
Evingolis:
--- Zitat von: nobody@home am 2.02.2018 | 11:43 ---Wenn natürlich jeder x-beliebige 08/15-Dämon gleich per Voreinstellung erst mal mit "höhö, ohne Magie geht bei mir gar nix!" daherkommt, sieht's schon deutlich mauer aus.
--- Ende Zitat ---
Da deine Kritik sich wesentlich auf D&D bezieht, antworte ich diesbezüglich.
D&D ist ein Spiel (keine Sumulation), in der eine Gruppe von Abenteurern Abenteuer erleben soll; Abenteuer, die auch gefährlich sein dürfen. Ist ja nur ein Spiel, und Wunden und Tod sind in D&D auch nicht endgültig, also kein Problem. Eine Gruppe bedeutet eben nicht "eine Masse von Bauern (Schmieden, Beamten, Bütteln, Soldaten..) mit Stangen", sondern besondere Leute. Keine Superhelden, aber Helden.
Diese Helden fangen auf Lvl 1 an, zumindest spieltechnisch. Und sie steigen auf. Das ist wesentlicher Teil der Spielmechanik von D&D. Mit dem Aufstieg kommt Verbesserung und Wohlstand, und bessere Ausrüstung. Magische Waffen sind nicht so selten, daß Abenteurer in Leveln, in denen sie Monster mit Immunitäten begegnen, keine haben können; wenn ein Spielleiter und/oder seine Gruppe magische Gegenstände so selten halten, daß es hier Probleme gibt, müssen auch physisch immune Monster und Magier selten sein.
Es gibt auch magisch immune Monster. Da schaut dann auf einmal der Gandalf sparsam aus der Wäsche.. wenn er denn ein One-Trick-Pony ist. Das darf man in D&D auch sein, man spielt ja in ner Gruppe; die sollte dann gesamt aber ein bis drei weitere Tricks zur Hand haben, oder die Beine eben in die Hand nehmen. Müssen muß man nicht; auch ein Magier darf eine Waffe haben, mit der er physischen Schaden austeilt, wenn der Gegner dies verlangt.. oder Gandalf mal wieder seine Sprüche rausgeballert hat.
Reistenzen und Immunitäten sind eine Variation zu erhöhten Trefferpunktwerten. Wären dir Monster mit entsprechend hohen Werten lieber? Warum? Weil ein Mob/eine Armee diese töten kann? Beides ist nicht Sinn des D&D-Spiels, für Massenschlachten gibts andere Systeme zur Genüge, oder?
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