Autor Thema: [Year Zero] Smalltalk  (Gelesen 40799 mal)

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Offline Marask

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Re: [Year Zero] Smalltalk
« Antwort #125 am: 25.04.2022 | 21:12 »
Kann mir jemand sagen, ob für das Foundry-Modul von Mutant Jahr Null auch vorgesehen ist, Tiermutanten, Roboter oder die Menschen aus Elysium zu spielen (Stichwort Charakterbogen etc.)?

Also das Foundry-System bietet Charakterbögen für Mutanten, Tiere, Roboter und Menschen.

Das Foundry-Modul ist ja bisher nur das Corebook, das deckt natürlich nur die Mutanten ab.
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Offline Seraph

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Re: [Year Zero] Smalltalk
« Antwort #126 am: 26.04.2022 | 07:38 »
Ich glaube, dann habe ich das System an sich und das Modul (=Corebook) durcheinander geschmissen. Danke jedenfalls! :)
I had a dream, which was not all a dream.
The bright sun was extinguish'd, and the stars
Did wander darkling in the eternal space,
Rayless, and pathless, and the icy earth
Swung blind and blackening in the moonless air;
Morn came and went--and came, and brought no day,
And men forgot their passions in the dread

- Lord Byron: Darkness -

Offline Sarastro

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Re: [Year Zero] Smalltalk
« Antwort #127 am: 26.06.2022 | 16:50 »
Vorab: Ich bin mir selbst nicht sganz sicher, ob das der richtige Thread ist. Aber Smalltalk und Year Zero paßt noch am Besten.

Und zwar geht es um Filme und Serien, die Ideen für Tales from the Loop / Things from the Flood, Blade Runner und Coriolis liefern.
8)

Watchmen - Die Wächter - Film:
+ 80er Jahre Feeling in einer alternativen Welt.
+ Viel SciFi plus Mystery.
+ Die düstere Atmosphäre und den Kriminalfall könnte man auch teilweise für Blade Runner benutzen.
- Etwas zu brutal in einigen Szenen. Siehe auch (das Gegenteil von) The Last Bus.

Metal Lords - Film:
+ Viele Metal Bands aus den 80er und 90er Jahren.
+ Everyday's Life von Jugendlichen wie bei Tales from the Loop oder Things from the Flood.
+ Der Archetyp des "Rockers" wird hier nach allen Regeln der Kunst zelebriert und gewürdigt.
-- Nichts, aber auch gar nichts mit SciFi oder Mystery.

Chosen - Serie:
+ Everyday's Life von Jugendlichen wie bei Tales from the Loop oder Things from the Flood.
+ Viel SciFi plus Mystery, was man auch in Coriolis benutzten könnte, z.B. wenn ein Agent des ersten Horizonts eine Gruppe des zweiten Horizonts verfolgt (oder umgekehrt).
Außerdem wirken einige Nebenfiguren wie Replikanten aus Blader Runner.
-- Sehr offenes Ende und das Potenzial des Settings ist leider nicht genutzt worden.

The Last Bus - Serie:
+ Schulkinder als Protagonisten wie bei Tales from the Loop.
+ Sehr viel SciFi plus Mystery.
-- Leider zu kindisch und zu "bunt" in einigen Szenen. Siehe auch (das Gegenteil von) Watchmen.

Travellers - Die Reisenden - Serie:
++ Hammer Serie für Rollenspieler mit der "klassischen" Coriolis Crew, die man aber auch in anderen Rollenspielen benutzen kann.
Es gibt den Kapitän, den Scharfschützen, den Mediziner, den Ingenieur und den Programmierer (bzw die weiblichen Pendants).
Außerdem sind die Travellers in mehreren Zellen/Teams mit entsprechender Besatzung unterwegs.
+ Everyday's Life von Erwachsenen und Jugendlichen.
+ Viel SciFi plus Mystery. Damit auch für Tales from the Loop oder Things from the Flood geeignet.
Zusätzlich könnte man die Instruktionen des sogenannten "Direktors" auch auf Replikanten in Blade Runner übertragen.
- Zeitreisen mit Veränderung der Zukunft haben immer gewisse Lücken in der Logik. Das muß man (von anfang an) in Kauf nehmen.

Wie haben Euch diese Filme / Serien gefallen ?
Was habt Ihr für Vorschläge ?
:)

Online schneeland

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Re: [Year Zero] Smalltalk
« Antwort #128 am: 26.09.2022 | 17:57 »
Falls jemand das Bedürfnis hat, etwas direkt bei Free League zu bestellen: die Preise gehen wohl am Donnerstag (29.09.) um 10-15% hoch, weil sie den schlechten Kurs der schwedischen Krone ausgleichen wollen - wer noch was haben will, sollte also besser bis übermorgen bestellen.
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Re: [Year Zero] Smalltalk
« Antwort #129 am: 2.11.2022 | 10:13 »
Dieser Beitrag bezieht sich auf die Meldung in den Year Zero-News, dass das Beta-PDF für Bloodmarches verfügbar ist. schneeland

Mir gehen sie mit dem Bloodmarch (wie ja auch nicht anders zu erwarten) zu deutlich in die Horror Richtung. Das ist nichts für meinen Fantasy Geschmack. Ich finde es ja ab und an in dem "normalen" Forbidden Lands schon ein bisschen "drüber", was Weirdness und Horror angeht.
« Letzte Änderung: 3.11.2022 | 14:48 von schneeland »
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Offline Sarastro

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Re: [Year Zero] Smalltalk
« Antwort #130 am: 3.11.2022 | 09:05 »
Mir gehen sie mit dem Bloodmarch (wie ja auch nicht anders zu erwarten) zu deutlich in die Horror Richtung. Das ist nichts für meinen Fantasy Geschmack. Ich finde es ja ab und an in dem "normalen" Forbidden Lands schon ein bisschen "drüber", was Weirdness und Horror angeht.
Ich bin zwar nur teilweise an Forbidden Lands, Vaesen etc interessiert, aber auch hier scheinen gewisse Free League "Mechanismen" zu greifen:
Erst kommt ein nettes Produkt raus mit einer sehr interessanten Hintergrundwelt (in meinem Fall vor allem Tales from the Loop und Coriolis) und dann gehen ihnen anscheindend die Ideen aus und/oder sie versuchen, möglichste viele andere Rollenspiele mit abzudecken. Vor allem wenn es dann zu Cthulhu lastig wird oder die besonders dunkle Seite der "World of Darkness" (Vampire, Werewolf, Changeling, Mage etc) noch einmal extra betont wird.

Beispiel Tales from the Loop: Die futuristische 80er Jahre Retrospektive und der Fokus auf Kinder/Jugendliche, die nicht sterben können, das war mal was komplett neues (zumindest für mich). Aber beim Nachfolger Things from the Flood muß man nur einen Blick aufs Cover werfen und sieht, daß dieses "Maschinen-Monster mit Tentakeln" auch aus Cthulhu stammen könnte - nur halt die 90er Jahre statt den 20er Jahren plus mehr High-Tech. Ich finde das nicht sehr originell. Außerdem stellt sich die Frage, warum man nicht lieber gleich das Original (Cthulhu oder Wolrd of Darkness) spielen will. Egal ob heute oder in den 90ern.

Und so ähnlich stelle ich es mir bei Forbidden Lands und Bloodmarch vor: Da lassen sie, so vermute ich, sehr viele Elemente aus "Dark Ages" (-> World of Darkness im Mittelalter) mit einfließen. Aber dann kann man eben auch gleich Dark Ages spielen. Weniger ist manchmal mehr.
::)

P.S: Trotzdem wünsche ich allen Käufern/Lesern/Spielern/Meistern viel Spaß mit den entsprechenden Year Zero Kampagnen.

Offline Waldviech

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Re: [Year Zero] Smalltalk
« Antwort #131 am: 3.11.2022 | 09:54 »
Zitat
Aber beim Nachfolger Things from the Flood muß man nur einen Blick aufs Cover werfen und sieht, daß dieses "Maschinen-Monster mit Tentakeln" auch aus Cthulhu stammen könnte - nur halt die 90er Jahre statt den 20er Jahren plus mehr High-Tech. Ich finde das nicht sehr originell. Außerdem stellt sich die Frage, warum man nicht lieber gleich das Original (Cthulhu oder Wolrd of Darkness) spielen will. Egal ob heute oder in den 90ern.

Interessante Betrachtung - ich hätte Things from the Flood nun irgendwie so garnicht mit Cthulhu oder der WoD in Verbindung gebracht. Es ist ja im Grunde "nur" die chronologische Weiterfügung von Tales from the Loop und ist nach wie vor die selbe nostalgische Sci-Fi, nun eben nur mit Teenagern (die sterben können) und nicht mehr mit Kindern. Es geht weiterhin um seltsame Maschinen, mysteriöse Zeitphänomene, geheimnisvolle Wissenschaftsprojekte und schwebende Containerfrachter und nicht um staubige Folianten und spitzzahnige Nuckelmonster.
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Offline sma

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Re: [Year Zero] Smalltalk
« Antwort #132 am: 3.11.2022 | 11:56 »
Für mich richtet sich das in den 90er Jahren spielende TftF hauptsächlich an eine andere Zielgruppe, nämlich Leute (um die 40), die zu jung für nostalgische Gefühle aus den 80ern sind, sondern eher mit den 90ern connecten können – die ja auch schon 30 Jahre her sind. Zudem eröffnet es die Chance, nach dem Durchspielen der Kampagne aus TftL mit älteren Charakteren quasi eine Anschlusskampagne zu spielen.

Ich habe besagte Kampagne gespielt und auch wenn die "Troubles" tatsächlich etwas dunkler sind, hatte ich so überhaupt keine Cthulhu-Vibes und auch nix, was an WoD-artige Urban Fantasy erinnert hat. Vielleicht hat unser SL die sagen entschärft, aber das krasseste war, dass vor unseren Augen Harold Steiner ermordet wurde und wir hilflos waren. Oder das wir es nicht geschafft haben, die Frau mit dem Roboter aufzuhalten. Einiges hat sich eher wie Buffy angefühlt, anderes wie fünf Freunde, und außerdem war für unsere Jugendlichen immer wichtig, für den Samstagabend etwas klar zu machen. Die Abenteuer haben wir als Ausbruch aus dem tristen und zum Teil traurigen Leben der Charaktere begriffen, den keiner hatte eine heile Familie. Da lag mehr Schwermut und "Dunkelheit" drin, als in der latenten Gefahr, das jetzt die Charaktere sterben. So hat uns dann am meisten bewegt, dass Sunshine nach unseren kruden Versuchen, über sie etwas herauszufinden, den kleinen Bruder eines SC dermaßen eingeschüchtert hat, dass dieser nicht mehr sprechen wollte und wir durch unsere Handlungen uns daran die Schuld gegeben haben - bis dann die Erkenntnis reifte, dass die Schuld immer der Täter hat und nicht das Opfer und das es nun persönlich wird... und trotzdem noch Kassenarbeiten geschrieben werden müssen, Schuhlbullies in ihre Schranken verwiesen werden müssen, die Freundin zu ihrem eigenen Schutz weggestoßen werden muss, und alle Register in Form von labilen Nerds, erpressten Rektoren, Roboterfreunden und einem DJ, der uns noch was schuldig war, gezogen werden müssen, diesmal nicht zu versagen.

Offline Sarastro

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Re: [Year Zero] Smalltalk
« Antwort #133 am: 3.11.2022 | 11:58 »
Interessante Betrachtung - ich hätte Things from the Flood nun irgendwie so garnicht mit Cthulhu oder der WoD in Verbindung gebracht. Es ist ja im Grunde "nur" die chronologische Weiterfügung von Tales from the Loop und ist nach wie vor die selbe nostalgische Sci-Fi, nun eben nur mit Teenagern (die sterben können) und nicht mehr mit Kindern. Es geht weiterhin um seltsame Maschinen, mysteriöse Zeitphänomene, geheimnisvolle Wissenschaftsprojekte und schwebende Containerfrachter und nicht um staubige Folianten und spitzzahnige Nuckelmonster.
Man kann bzw könnte Things from the Flood in beide Richtungen spielen:
A) Entweder als Teenager oder Kinder in den 90er Jahren. Dann ist Things from the Flood nur ein Supplement für Tales from the Loop. Das wäre auch meine Variante.
B) Oder die Loops haben Tore in andere Dimensionen geöffnet. Aus diesen Toren kommen dann diverse Monster (analog zu kleinen und großen Alten). Und "Machine Cancer" sorgt dafür, daß Roboter und Maschinen mutieren. Das wäre dann Cthulhu in den 90ern. Oder der (technik-mutierte) "Wyrm" aus World of Darkness.

Zitat auf Seite 18:
[...] The alternate explanation with the most traction claims that the machine cancer comes from the distant planet 51 Pegasi B, and that it’s connected to the Mälarö Leak. Scientists at the Swedish Loop are blamed for having opened a portal to another planet. 51 Pegasi B is an ocean planet where life exists as single molecules forming larger organisms via telepathic communication. A portal allows the water from Pegasi to enter the Loop, bringing with it the parasitic molecules. Machines and robots become their perfect host bodies.

So stelle ich mir High-Tech Cthulhu mit passenden Schlagwörtern in fünf Sätzen vor. ;)
Passend dazu das Bild vom "blutigen" Kassettenrecorder auf Seite 19.

Verschiedene Alternativen gibt es auf Seite 98:
[...] Krafta Corp flooded the tunnels to displace the population of the northern Black Lake Lands in order to hide their illegal biological experiments involving both humans and animals. Some of the test subjects have escaped, and are what’s behind the monster rumors.
[...] Multiple dimensional portals have opened in the tunnels underneath the northern Black Lake Lands, allowing creatures from across time and space to pass freely to and from our world. Government agents flooded the tunnels to avoid a full-scale invasion, and are now trying to find a way to control the portals, or close them. The machine cancer is a side effect from a biological weapon used by the government to fight the alien invaders.

Das geht dann in Richtung Wyrm (Werewolf), wie finstere Technik die Natur schändet.

Offline Waldviech

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Re: [Year Zero] Smalltalk
« Antwort #134 am: 3.11.2022 | 12:16 »
Schon ein guter Punkt - allerdings mit einem, zumindest meines Erachtens nach SEHR wichtigen Unterschied: Das Fehlen von "magischem Mumpitz". Das macht stilistisch schon einiges aus und färbt auch die möglichen Handlungen entsprechend. In TftL oder Tftf brauche ich die Esoterik- und Okkultismus-Abteilung der örtlichen Bibliothek erst garnicht zu betreten, denn dort werde ich nur abergläubisches Gewäsch finden, das bei der Lösung der vorliegenden Sci-Fi-Probleme gerade mal nullkommanix hilft. Und auch auf den Beistand irgendwelcher mystischen Naturgeister sollte ich besser nicht hoffen.

Darüber hinaus würde zumindest ich persönlich den Stalenhag-Kram von TftL und TftF nicht NUR an Horror festmachen. Ein für meine Sicht wichtiger Teil des Loop-Settings ist auch, das immer mitschwingt, dass man voller Nostalgie auf eine Zeit voller Wunder zrückblickt. Sicher - einige dieser Wunder sind sackengruselig. Aber es ist eben auch viel Phantastisches dabei!
Vielleicht löst sich das Alienproblem dadurch, dass man doch friedlich mit den Aliens kommunizieren kann, wenn man erst einmal weiß wie. Vielleicht verschwinden die Biowaffen-Produzenten letztlich im Knast, weil jemand die Sache der Presse zuspielt. Vielleicht ist eine der Erfindungen aus dem Umfeld der Loop wirklich der Schlüssel zu einer lebenswerteren Zukunft - und man war in den 1990ern einfach nur noch nicht reif dafür. Das sind Hergänge, die in der WoD oder bei Cthulhu aufgrund der "überfinsterten" Grundmaximen kaum machbar sind, im Stalenhag-Universum IMHO aber schon.

Da steckt für mein Dafürhalten potentiell schon mehr drin als "nur" "Tentakelviech ekelig und böse" oder "Technik böse".
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Offline Sarastro

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Re: [Year Zero] Smalltalk
« Antwort #135 am: 3.11.2022 | 13:18 »
Schon ein guter Punkt - allerdings mit einem, zumindest meines Erachtens nach SEHR wichtigen Unterschied: Das Fehlen von "magischem Mumpitz". Das macht stilistisch schon einiges aus und färbt auch die möglichen Handlungen entsprechend. In TftL oder Tftf brauche ich die Esoterik- und Okkultismus-Abteilung der örtlichen Bibliothek erst garnicht zu betreten, denn dort werde ich nur abergläubisches Gewäsch finden, das bei der Lösung der vorliegenden Sci-Fi-Probleme gerade mal nullkommanix hilft. Und auch auf den Beistand irgendwelcher mystischen Naturgeister sollte ich besser nicht hoffen.
Das ist nur ein Aspekt des Werkzeugs und der jeweiligen Zeit:
- In den 1920ern geht man in die Bibliothek, liest Bücher, schreibt Briefe und trifft den Naturgeist unter der Eiche.
- In den 1990ern (bzw später) benutzt man das Internet oder Vorgänger wie BTX, kommuniziert über Handy, schreibt in Chaträumen und trifft einen freundlichen Roboter/Alien unter der Eiche.
;)

Was die anderen Punkte angeht,
Zitat
Darüber hinaus würde zumindest ich persönlich den Stalenhag-Kram von TftL und TftF nicht NUR an Horror festmachen. Ein für meine Sicht wichtiger Teil des Loop-Settings ist auch, das immer mitschwingt, dass man voller Nostalgie auf eine Zeit voller Wunder zrückblickt. [...] Aber es ist eben auch viel Phantastisches dabei! [...] Vielleicht ist eine der Erfindungen aus dem Umfeld der Loop wirklich der Schlüssel zu einer lebenswerteren Zukunft [...] Da steckt für mein Dafürhalten potentiell schon mehr drin als "nur" "Tentakelviech ekelig und böse" oder "Technik böse".
habe ich nie das Gegenteil behauptet, sondern gerade umgekehrt auf Variante A) hingewiesen:
Teenager oder Kinder in den 90er Jahren. Dann ist Things from the Flood ein Supplement für Tales from the Loop. Das wäre auch meine Variante.

Aber die Möglichkeit von A) schließt die Möglichkeit von B) nicht aus.
;)

Der Ausgangsunkt meiner Aussage war ja, daß die Free League "Mechanismen" erst ein System rausbringen und das dann um Elemente erweitern, die an die World of Darkness und an Cthulhu erinnern. Egal ob Things from the Flood oder eben Bloodmarch für Forbidden Lands.

Offline Niniane

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Re: [Year Zero] Smalltalk
« Antwort #136 am: 3.11.2022 | 13:21 »
Könnte man die (durchaus interessante) Diskussion vielleicht in den Smalltalk auslagern?
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Online schneeland

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Re: [Year Zero] Smalltalk
« Antwort #137 am: 3.11.2022 | 14:50 »
Könnte man die (durchaus interessante) Diskussion vielleicht in den Smalltalk auslagern?

Ist hiermit geschehen.
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Offline Waldviech

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Re: [Year Zero] Smalltalk
« Antwort #138 am: 3.11.2022 | 16:01 »
Heißen Dank! :)

Zitat
- In den 1920ern geht man in die Bibliothek, liest Bücher, schreibt Briefe und trifft den Naturgeist unter der Eiche.
- In den 1990ern (bzw später) benutzt man das Internet oder Vorgänger wie BTX, kommuniziert über Handy, schreibt in Chaträumen und trifft einen freundlichen Roboter/Alien unter der Eiche.

Sehe ich in reinen "handlungsmechanischen" Gesichtspunkten (mir fällt da gerade keine bessere Formulierung ein) tatsächlich genau so. Das ist ja auch nichts anderes, als die altbekannte Leier, dass man beispielsweise die meisten Westernplots mit verdammt wenig Aufwand in alle möglichen anderen Genres umstricken kann. Nehme Western - streiche Farm, Lonesome Rider und Banditen - setze asiatisches Fischerdorf, Ronin und...ähm...naja...Banditen mit anderen Klamotten - und presto ist das Samuraidrama fertig.
Das ist bei Horrorstories ja nicht anders. Ob das garstige Glibbermonster aus dem Nekronomikon geglibscht kommt oder aus dem Reagenzglas randaliert, ändert erst mal nichts daran, dass das potentielle Handlungsmuster verdammt ähnlich ist.

Was jedoch anders ist, und das halte ich für durchaus SEHR wichtig, ist die jeweilige "Geschmacksrichtung" der Geschichte. Grobe Handlungsmuster mögen zwar ähnlich sein, aber Cthulhu, die WoD und Tales from the Loop transportieren jeweils völlig unterschiedliche Weltbilder:

Bei Tales from the Loop wäre das beispielsweise: Der Mensch kann mit Hilfe der Wissenschaft das Tor zu phantastischen Wundern öffnen. Nicht wenige davon sind schrecklich, aber einiges eben auch nicht. Je nach Perspektive.
Bei Cthulhu hingegen ist es (rotzig ausgedrückt): Der Mensch ist ein absolutes Nichts im Kosmos, zu viel zu wissen ist grundsätzlich übel und bedrohlich und am absoluten Ende ist sowieso alles hoffnungslos.
(Und die WoD ist nicht so ganz kohärent darin, was für ein Weltbild sie denn, außer "Irgendwie ist alles düster" insgesamt transportieren will, da die genauen Details von Subsetting zu Subsetting stark variieren können)
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Offline Sarastro

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Re: [Year Zero] Smalltalk
« Antwort #139 am: 3.11.2022 | 16:29 »
@Waldviech
:d

Zitat
Bei Tales from the Loop wäre das beispielsweise: Der Mensch kann mit Hilfe der Wissenschaft das Tor zu phantastischen Wundern öffnen. Nicht wenige davon sind schrecklich, aber einiges eben auch nicht. Je nach Perspektive.
Bei Cthulhu hingegen ist es (rotzig ausgedrückt): Der Mensch ist ein absolutes Nichts im Kosmos, zu viel zu wissen ist grundsätzlich übel und bedrohlich und am absoluten Ende ist sowieso alles hoffnungslos.
(Und die WoD ist nicht so ganz kohärent darin, was für ein Weltbild sie denn, außer "Irgendwie ist alles düster" insgesamt transportieren will, da die genauen Details von Subsetting zu Subsetting stark variieren können)
Das hätte auch eine Formulierung von mir sein können. Gerade die World of Darkness hatte/hätte mit weniger betonter Darkness noch mehr Potenzial gehabt.
Wobei ich die WoD damit nicht abwerten will, Cthulhu auch nicht. Die haben beide ihre Berechtigung. Aber man kann durchaus erwähnen, daß diese beiden Settings das Original sind und nicht unbedingt von anderen Systemen kopiert oder zusätzlich abgedeckt werden müssen.

Zum Glück ist Tales from the Loop nicht so einseitig wie Cthulhu oder World of Darkness. Deshalb finde ich es schade, wenn Free League die guten Ideen aus Staunen und Phantastik (egal ob 80er, 90er oder Mittelalterwelt) ausgehen und dann doch wieder auf abgelutschte Monster und (vermeintlichen) Horror zurückgegriffen wird. Daher auch der Hinweis von mir auf das Cthulhu-Techno-Cover plus Machine-Cancer bei Things from the Flood und auf die Aussage von HEXer wegen Bloodmarch.

P.S: So weit sind wir gar nicht auseinander.

Offline Waldviech

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Re: [Year Zero] Smalltalk
« Antwort #140 am: 4.11.2022 | 09:07 »
Zitat
P.S: So weit sind wir gar nicht auseinander.
Stimmt allerdings - aber das ist das Schöne am Aneinandervorbeireden. Man kann trotzdem diskutieren  ~;D :d

Ich werde mir Bloodmarches allerdings trotzdem genau angucken, wenn es irgendwann mal für Nicht-Backer verfügbar ist. Ich wäre aber eigentlich eher gespannter darauf, was sie aus Erlenland machen werden.
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Re: [Year Zero] Smalltalk
« Antwort #141 am: 17.11.2022 | 17:10 »
Wie gerade in den News geschrieben, kam soeben per Newsletter rein, dass Free League jetzt ein Walking Dead-Rollenspiel macht. Ist jetzt nichts, auf das ich unbedingt gewartet hätte, aber mir drängte sich vielmehr die Frage auf: sind Zombies und The Walking Dead nicht irgendwie auch schon durch?
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Re: [Year Zero] Smalltalk
« Antwort #142 am: 17.11.2022 | 17:11 »
Endlich mal eine IP die mich nicht die Bohne interessiert ;)

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Re: [Year Zero] Smalltalk
« Antwort #143 am: 17.11.2022 | 17:18 »
Wie gerade in den News geschrieben, kam soeben per Newsletter rein, dass Free League jetzt ein Walking Dead-Rollenspiel macht. Ist jetzt nichts, auf das ich unbedingt gewartet hätte, aber mir drängte sich vielmehr die Frage auf: sind Zombies und The Walking Dead nicht irgendwie auch schon durch?

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Re: [Year Zero] Smalltalk
« Antwort #144 am: 17.11.2022 | 17:27 »
Geht mir auch so. Generell habe ich den Eindruck, dass Fria Ligan aktuell viele Spiele primär des Geldes wegen herausbringen, und nicht, weil es ihnen eine Herzensangelegenheit ist. Mit anderen Worten: Ich nehme sie zunehmend als professionelles Unternehmen wahr, das sich von seinen Wurzeln als Fanverlag entfernt.

Offline sma

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Re: [Year Zero] Smalltalk
« Antwort #145 am: 17.11.2022 | 17:35 »
Endlich mal eine IP die mich nicht die Bohne interessiert ;)
Das hätten auch meine Worte sein können.

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Re: [Year Zero] Smalltalk
« Antwort #146 am: 17.11.2022 | 17:41 »
Mit anderen Worten: Ich nehme sie zunehmend als professionelles Unternehmen wahr, das sich von seinen Wurzeln als Fanverlag entfernt.

Das ist genau mein Eindruck. Sie zielen auf Nicht-Hobbiest, die man damit aber kaum ins Hobby zieht. Kampagnenfähigkeit scheint immer unwichtiger zu werden. Dann schmücken sie sich mit großen Namen, die kaum Einfluss zu haben scheinen. Und in Kommentaren und dem Forum werden nur die Fans bedient, die "gefällige" Fragen stellen.

Ich war früher ein bedenkenloser Käufer, aber mittlerweile ... leider nicht mehr.

Aber ihr Marketing und das Artwork ist und bleibt einfach be..ein..druck..end!

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Re: [Year Zero] Smalltalk
« Antwort #147 am: 17.11.2022 | 17:43 »
Das hätten auch meine Worte sein können.

+1.
Komisch, das ist so ein Moment, in dem mein Bild von Fría Ligan ganz plötzlich umschlägt von "Ja, die Lizenz ist auch ganz nett, kann man schon Mal machen" zu "Das jetzt auch noch? U seriuos?"
Swanosaurus - mein RPG-Blog
http://swanosaurus.blogspot.de

Nichts Böses - mein Kurzgeschichtenband bei Medusenblut
http://medusenblut.de/index.php?feat=12&id=2243555

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Re: [Year Zero] Smalltalk
« Antwort #148 am: 17.11.2022 | 18:02 »
Die Reaktionen auf dem Year Zero Worlds Discord scheinen da ganz ähnlich. Besonders deutlich, wenn man sie mit den Reaktionen zum dritten Teil der Coriolis Kampagne direkt darüber vergleicht:

« Letzte Änderung: 17.11.2022 | 18:04 von HEXer »
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Re: [Year Zero] Smalltalk
« Antwort #149 am: 17.11.2022 | 18:14 »
Hmm, die Engine ist für Survival-Horror ganz gut geeignet und kehrt damit auch etwas zu seinen Wurzeln zurück.
Wenn es auf Deutsch kommt hol ich es mir wahrscheinlich,. sonst...mal gucken.
Kommt auch darauf an, wie spezifisch es auf Walking Dead zugeschnitten ist. Ein allgemeines und einigermaßen ernsthaftes Zombie-RPG fehlt mir tatsächlich noch in der Sammlung.
« Letzte Änderung: 17.11.2022 | 18:16 von aikar »