Wir haben ein paar Jahre später jetzt auch eine Weile Andor gespielt, es aber in der dritten Mission der Seefahrts-Erweiterung zu den Akten gelegt. Es war doch zu frustrierend für meine Kinder (8 und 11), und ich musste zu viel managen, sodass sie am Ende kaum noch selbst mitgespielt haben ...
Insgesamt fand ich schon im ersten Spiel den Missions- und Monsterdruck einfach viel zu hoch. Das Spielbrett lädt eigentlich zum Erforschen ein, es war aber einfach nie Zeit dafür, und ein Großteil der Spielzeit ging dafür drauf, durchzurechnen, welche Monster jetzt genau in wie vielen Schritten in der Burg/an Land sind und deshalb unbedingt umgebracht werden müssen, und wie viele wir maximal umbringen dürfen, um nicht zu verlieren. Wir haben immer alles in der leichtesten Version gespielt, und ich fand schon da den Optimierungszwang hin auf Missionserfolg extrem. Letztendlich fand ich das dann auch als Ersatz für/Heranführung ans Rollenspiel unbefriedigend, weil eben genau der Explorationsaspekt total hinter dem Optimierungszwang in den Hintergrund tritt.
Wir haben das dann doch ziemlich frustriert mitten in der Mission abgebrochen, und die Schachtel gepackt und "nie wieder" gesagt.
Stattdessen haben wir jetzt Robin Hood vom gleichen Autor angefangen, das gefällt uns viel besser - hier haben wir Mission zwei mit viel Puffer gelöst und dem Gefühl, uns dabei auch ein bischen umschauen zu können. Die Stories sind atmosphärischer, das Spielamterial überschaubarer und schöner, die Abläufe intuitiver. Eindeutig ein enormer Fortschritt gegenüber Andor!