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Realistischer sterben

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Fezzik:
Im DSA Abenteuer Ausbau Spiel durfte man auch würfeln ob man nach dem Kampf Wundfieber bekommt und eventuell 4 Tage später dann daran draufgeht (überspitzt ausgedrückt).

Was mich an der Argumentation des Spielers eher stutzen lässt ist "wie in Film und Fernsehen wo ein Treffer in die Brust den getroffenen sofort Tod umfallen lässt"
Grade in diesen Genres ist es doch eher so, das die Leute teilweise noch minutenlang Zeit haben Schalter zu betätigen, durch riesige Raumschiffe zum Selbstzerstörungsknopf zu robben oder mit irgendwelchen rumliegenden Revolvern noch den Erzschurken umzunieten.

In der Regel kann man in den meisten Systemen die ich bisher gespielt hab, ja auch noch gerettet werden und/oder noch was tun bevor man tot ist.
Ich kann einfach nicht nachvollziehen was dein Spieler sich da wünscht ?

YY:

--- Zitat von: nobody@home am 27.07.2018 | 21:03 ---"egal, wieviele Trefferpunkte du noch übrig hast, jede Verletzung hat zumindest eine kleine Zufallschance für größere Folgeschäden"?

--- Ende Zitat ---

Wenn man in diese Richtung denkt, sind "echte" Trefferpunkte ohnehin schon ziemlich wacklig.
Die braucht man dann nämlich schnell für gar nichts mehr.



--- Zitat von: Fezzik am 27.07.2018 | 21:12 ---In der Regel kann man in den meisten Systemen die ich bisher gespielt hab, ja auch noch gerettet werden und/oder noch was tun bevor man tot ist.
Ich kann einfach nicht nachvollziehen was dein Spieler sich da wünscht ?

--- Ende Zitat ---

Ich würde vermuten, er will das eher auf eine simulationistische Grundlage stellen als auf (sehr unterschiedliche) etablierte Erzählweisen in verschiedenen Medien zurückzugreifen, die von der Trennung Protagonist vs. "Extra"/Mook bis Dramaturgie etc. pp. alles Mögliche beinhalten.

Die Frage ist aber mehr als berechtigt: Was will man warum und steht das alleine (und wenn, dann auch wieder: warum?) oder erstreckt es sich auch auf andere Bereiche?

Der Läuterer:

--- Zitat von: nobody@home am 27.07.2018 | 21:03 ---Umgekehrt kann "realistischeres" Sterben nämlich auch bedeuten, daß jemand, der scheinbar nur eine vergleichsweise harmlose Verletzung davongetragen hat, einige Zeit später doch plötzlich tot zusammenbricht
--- Ende Zitat ---
Absolut.
Und es gibt Leute, die sind praktisch nicht tot zu kriegen.

Cole Younger hatte mindestens 8 Kugeln (in manchen Berichten sind es 11) im Körper, als er sich ergab. Er ist genesen und alt eines natürlichen Todes gestorben.

Der Läuterer:

--- Zitat von: Fezzik am 27.07.2018 | 21:12 ---Ich kann einfach nicht nachvollziehen was dein Spieler sich da wünscht?
--- Ende Zitat ---
Sein Wunsch war uneigennütziger Natur, was mich zuerst auch irritierte und stutzen liess.
Ihm ging es nämlich um die NSCs, die dann eben noch das machen können, was Du beschrieben hast, Fezzik.

YY:
Wenn es nur darum geht, lohnt sich die Betrachtung, was das genutzte System unter 0 HP o.Ä. versteht, sprich wie die "Todesbedingungen" sind.
Da ist es ggf. leichter und sinnvoller, den möglichen Exitus an den Verwundeten-Status zu hängen als umgekehrt (und intuitiv erst mal passender) den spielmechanisch etablierten Tod hinauszuzögern.

Und wenn es da tatsächlich (fast?) nur um NSCs geht, sollte man sich fragen, ob man das wirklich ausufernd simulieren will oder ob es nicht reicht, wenn man das Konzept grob abbildet - und wie oft das in relevanter Form vorkommen soll.

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