Autor Thema: HeroQuest Glorantha - ein Schicksalsbericht  (Gelesen 2573 mal)

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Offline tartex

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Re: HeroQuest Glorantha - ein Schicksalsbericht
« Antwort #50 am: 9.03.2019 | 09:52 »
Okay, dann drücke ich mal Daumen. Bin gespannt wie die Queste ausgeht.
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Re: HeroQuest Glorantha - ein Schicksalsbericht
« Antwort #51 am: 9.03.2019 | 21:05 »
Tja. Das war leider nichts. 0 Interessenten für HeroQuest in Aschaffenburg. Ich muss meine Strategie überdenken.
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Offline tartex

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Re: HeroQuest Glorantha - ein Schicksalsbericht
« Antwort #52 am: 10.03.2019 | 09:49 »
Tja. Das war leider nichts. 0 Interessenten für HeroQuest in Aschaffenburg. Ich muss meine Strategie überdenken.

Ich hatte das irgendwie fast vermutet und habe mir gestern überlegt zu schreiben "Keine Aufregung nötig, bei eher unbekannten Systemen finden sich meist eh keine Spieler.", aber das wäre dann nicht so das Daumendrücken gewesen.
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Offline K!aus

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Re: HeroQuest Glorantha - ein Schicksalsbericht
« Antwort #53 am: 10.03.2019 | 10:25 »
Tja. Das war leider nichts. 0 Interessenten für HeroQuest in Aschaffenburg. Ich muss meine Strategie überdenken.
Mh, dann war die Convention zu klein bzw. die Teilnehmer zu wenig? Oder hast du deine Runde zu wenig beworben? Was stand denn auf dem Aushang drauf? :think:

Gruß, Klaus.
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Re: HeroQuest Glorantha - ein Schicksalsbericht
« Antwort #54 am: 10.03.2019 | 11:03 »
Also, ich muss sagen, dass ich die Problematik bereits kannte und letztlich auch damit rechnen musste, dass es so kommt.

In dieser extremen Form hat mich das Ergebnis dann allerdings doch überrascht. Meinen Aushang habe ich extra mitgenommen. Da stand drauf:

"Ernaldas Rückkehr / HeroQuest Glorantha (Einführungsrunde). Der Clan des schwarzen Hirschen feiert Erntedankfest, wobei es zu einem schrecklichen Ereignis kommt. Die Zukunft der Gemeinschaft steht auf dem Spiel und eine Handvoll junge Männer und Frauen bekommen ihre große Chance (erzählerisches System, atmosphärischer Background, wenig Regeln). Maximal 6 Spieler."

Vor Ort stellte sich heraus, dass die Orga die Anmeldungstexte nur zu einem geringen Teil ausgedruckt vorliegen hatte. Die meisten Rundenanbieter mussten ihren Text deshalb nochmal handschriftlich formulieren. Das war eher ein Vorteil für mich, denn mir bereitet das keine Probleme. Ich denke auch, dass gegen meinen Text nichts zu sagen ist. Er ist nicht superreißerisch, aber o.k. Wenn man bedenkt, dass sich vor Ort mit Leichtigkeit Runden gefunden haben, deren Aushangschreiber schwere LRS-Probleme und eine Handschrift haben, bei der man mit etwas guten Willen maximal den Namen des Spiels entziffern kann, dann kann mein Aushangtext nicht das entscheidende Kriterium gewesen sein.

Ich hatte den Eindruck, ich hatte drei Probleme:
- Mehrfach war meine Runde die einzige, in der überhaupt noch Plätze frei waren. Ich dachte dann: Na, jetzt wird´s doch langsam mal werden! Dann kam irgendein Typ vorbei, fragte die Orga, ob noch irgendwo ein Tisch frei sei, die Orga besorgte ihm einen, der Typ schrieb eine Runde für Warhammer 40K (oder Starfinder oder Pathfinder) aus und kurz darauf schrieben sich fünf Leute bei ihm ein, die Kommentare wie "Harrharr", "Buttkicking, yeah!" oder "Endlich mal wieder so ein richtiges Space-Marines-Schnetzeln!" von sich gaben.
- Ich kannte niemanden. Für mich sah es so aus, als kämen ein gutes Drittel der Runden aufgrund persönlicher Bekanntschaften zustande. Damit konnte ich nicht dienen.
- Während der Zeit, in der ich meine Runde angeboten hatte, fand parallel ein Rollenspiel-Quiz für alle Besucher statt, dass sich offensichtlich einer gewissen Beliebtheit erfreut. Das war mir vorher nicht bekannt.

Mein Aushang hing 7 Stunden ohne dass sich auch nur ein einziger Interessent eingetragen hätte. Insgesamt ist es das dritte Mal, dass ich in Aschaffenburg unverrichteter Dinge wieder nach Hause gefahren bin. Das ist für mich umso irritierender, weil ich bei meinem allerersten Besuch dieser Con ein wirklich großartiges Spielerlebnis hatte. Ich muss allerdings inzwischen erkennen, dass die Umstände dort für mich wohl eher ungünstig sind. Ich werde nicht mehr hinfahren.

Trotzdem bin ich bei solchen Dingen hartnäckig: "Jetzt erst recht!" Als ich wieder zu Hause war, habe ich als allererstes neue Pläne gemacht. Ich bin auch schon für die nächste Con angemeldet (in eineinhalb Monaten). Die kenne ich noch gar nicht und sie scheint auch noch kleiner als Aschaffenburg zu sein. Sieht für mich so aus, als spielt man da in der Waschküche von der Oma. Vielleicht ist dafür dann die Spielrundenauswahl auch begrenzter. Kann das helfen? Vielleicht.

Ansonsten gibt´s im weiteren Verlauf des Jahres noch zwei weitere Cons hier bei mir um die Ecke. Unter anderem der Dreieich-Con, der in gewisser Weise das Gegenteil ist: Leider ziemlich laut und trubelig, dafür aber vielleicht auch von ein paar Leuten besucht, die ´mal ´was ausprobieren wollen. Das eine Mal, wo ich da eine Runde angeboten habe, war das jedenfalls so.

Ich habe auch noch andere Möglichkeiten, ein paar Spieler zu gewinnen, aber so ganz konkret kann ich da noch gar nicht drauf zu steuern, denn von heute auf morgen könnte ich im Moment sowieso nicht auch noch eine HeroQuest Runde aus dem Boden stampfen. Ich habe rollenspielerisch im Moment genug um die Ohren. Ich könnte mir das aber vorstellen, wenn meine eine Night´s Black Agents Runde das Zalozhniye-Quartet abgeschlossen hat (und keinen Bock mehr auf das Dracula-Dossier hinterher haben sollte). Das dauert schätzungsweise noch ein knappes Jahr.

Insgesamt war das gestern zwar enttäuschend, aber auch kein Grund, das Projekt in die Tonne zu treten.
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Offline Caranthir

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Re: HeroQuest Glorantha - ein Schicksalsbericht
« Antwort #55 am: 10.03.2019 | 11:10 »
Auf der Cave Con war ich auch schon vor circa 15 Jahren. Auf kleinen Cons habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Spieler eher wenig Neues ausprobieren, sondern gängige Sachen spielen. Schade für die SLs, die etwas außergewöhnliches anbieten abseits von DSA, D&D und SR.
Lese: Fate Märchenkrieger, LOS! - Fate Opus Magnum - Fate Grimoire - Degenesis Black Atlantic

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Re: HeroQuest Glorantha - ein Schicksalsbericht
« Antwort #56 am: 10.03.2019 | 11:32 »
Schade, schade. Aber das

Ich hatte den Eindruck, ich hatte drei Probleme:
- Mehrfach war meine Runde die einzige, in der überhaupt noch Plätze frei waren. Ich dachte dann: Na, jetzt wird´s doch langsam mal werden! Dann kam irgendein Typ vorbei, fragte die Orga, ob noch irgendwo ein Tisch frei sei, die Orga besorgte ihm einen, der Typ schrieb eine Runde für Warhammer 40K (oder Starfinder oder Pathfinder) aus und kurz darauf schrieben sich fünf Leute bei ihm ein, die Kommentare wie "Harrharr", "Buttkicking, yeah!" oder "Endlich mal wieder so ein richtiges Space-Marines-Schnetzeln!" von sich gaben.
- Ich kannte niemanden. Für mich sah es so aus, als kämen ein gutes Drittel der Runden aufgrund persönlicher Bekanntschaften zustande. Damit konnte ich nicht dienen.
- Während der Zeit, in der ich meine Runde angeboten hatte, fand parallel ein Rollenspiel-Quiz für alle Besucher statt, dass sich offensichtlich einer gewissen Beliebtheit erfreut. Das war mir vorher nicht bekannt.
und das
[..] Auf kleinen Cons habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Spieler eher wenig Neues ausprobieren, sondern gängige Sachen spielen. Schade für die SLs, die etwas außergewöhnliches anbieten abseits von DSA, D&D und SR.

kann ich auch nur bestätigen. Wenn ich auf eine Convention fahre, dann mache ich im Bekanntenkreis schon vorher Werbung für meine Runde und hoffe, dass ich nicht allein auf Convention-Interesse angewiesen bin. Und selbst wenn ich nur 1 oder 2 Bekannte mit am Start habe, dann braucht es auf der Convention weniger Zulauf.

Aber ja, man macht sich die ganze Arbeit und fragt sich dann manchmal für was, solche Phasen kenne ich bei meiner GURPS Conversion.  ^-^

Kopf hoch und mehr Erfolg bei der nächsten Convention.  :)
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Offline tartex

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Re: HeroQuest Glorantha - ein Schicksalsbericht
« Antwort #57 am: 10.03.2019 | 11:38 »
HeroQuest ist ja schon vom Namen schwer zu verkaufen. Zumindest sind keine Leute aufgetaucht, die das 80iger-Brettspiel erwartet haben.

Wenn man nicht weiß, was hinter dem Namen steht, klingt es halt schon recht generisch.

Ich würde bei der Sales Pitch eher auf das legendäre Setting seit den 70igern hinweisen, und so Meta-Zeug. Ist natürlich auch keine Garantie, aber ansonsten denken evtl. Leute, das wäre einfach ein DSA-Abklatsch-Homebrew.

Erntedankfeste gibt es ja bei DSA- und Splittermond-Abenteuern genügend.
« Letzte Änderung: 10.03.2019 | 11:41 von tartex »
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Online Chiarina

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Re: HeroQuest Glorantha - ein Schicksalsbericht
« Antwort #58 am: 18.03.2019 | 02:05 »
Nach meiner Schlappe beim Cave Con lasse ich´s erstmal etwas langsamer angehen. Den Gratisrollenspieltag werde ich wahrscheinlich an mir vorbei streichen lassen. Ende April werde ich meinen nächsten Versuch mit dem Leiten von HeroQuest Glorantha machen.

Währenddessen lese ich langsam und bedächtig "Sartar: Kingdom of Heroes" und freue mich. Ein paar Abschnitte kenne ich schon aus dem Grundregelwerk, hier aber sind sie nicht in der Art eines Digest an allen Ecken und Ende beschnitten und aufs Nötigste zusammengestaucht sondern recht episch ausgewälzt. Insgesamt liest sich das sehr schön.

Ich habe außerdem zwei Blog-Einträge von Sarah Newton entdeckt, die an HeroQuest erfreulicherweise Dinge schätzt, die ich auch schätze und spannend finde. Schön, eine prominente Fürsprecherin zu haben:

Sarah Newton über den Erfolgs- und Fehlschlag Zyklus und die Tatsache, dass Schwierigkeiten von Herausforderungen bei HeroQuest (unter anderem) aufgrund von Kriterien eines dramatischen Handlungsverlaufs bestimmt werden.

Sarah Newton über asymmetrisches Rollenspiel und die Tatsache, dass Nichtspielerfiguren bei HeroQuest keine Werte besitzen.
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Re: HeroQuest Glorantha - ein Schicksalsbericht
« Antwort #59 am: 24.03.2019 | 00:12 »
Immerhin... zum Gratisrollenspieltag habe ich heute wieder meine Siebensachen zusammengepackt und bin ein paar Orte weiter gefahren. Letztlich fanden sich dort drei Rollenspiel-Veteranen, die bereit dazu waren, an meinem kleinen Testballon teilzunehmen.

Ich habe ein bisschen auf die Uhr geschaut: Meine Einführung in Glorantha Setting, HeroQuest Regeln und Charakterblatt hat eine ¾ Stunde gedauert, das eigentliche Spiel dauerte dann etwa 3 ½ Stunden, dann war das Abenteuer vorbei.

Vor den einleitenden Worten hatte ich etwas Bammel. Ich wusste, dass sie einen Moment in Anspruch nehmen würden und hatte Angst davor, die Spieler würden die Geduld verlieren. Man hat mir aber geduldig zugehört und am Ende gesagt, es sei auf keinen Fall zu lang gewesen. Für ein komplett neues Setting bräuchte man auf jeden Fall ein paar Worte. Das gilt in meinen Augen übrigens besonders dann, wenn es sich um ein narratives System handelt, das mit Spielern rechnet, die die Handlungen ihrer Figuren aus der Logik des Settings und nicht aus irgendwelchen Fertigkeitenlisten ableitet. Trotzdem weiß ich auch, dass nicht alle Spieler gleich sind. Hier habe ich ein wenig Glück gehabt.

Das Spiel selbst war wirklich gut, aber nicht sehr gut. Allermeistens lief mir das System glatt von der Hand. Ein oder zweimal war ich ein bisschen verwirrt, weil ich den Unterschied zwischen Würfelergebnis (Patzer, Fehlschlag, Erfolg, kritischer Erfolg) und Probenergebnis (komplette Niederlage, schwere Niederlage, leichte Niederlage, marginale Niederlage, marginaler Sieg, leichter Sieg, schwerer Sieg, kompletter Sieg) durcheinandergebracht habe. Nach 30 Minuten hatte ich´s aber drin. Natürlich sind auch noch nicht alle Feinheiten zur Anwendung gelangt. Immerhin hatten wir aber schon einfache Einzelproben, einfache Gruppenproben, ausgedehnte Einzelproben und ausgedehnte Gruppenproben gegen einzelne Gegner. Nur die ausgedehnte Probe, bei der auf beiden Seiten mehrere Mitglieder sind, hatten wir noch nicht. Ansonsten sind Vorbereitungsboni und Assistieren eingesetzt worden, Heldenpunkte wurden ausgegeben, Situationsboni wurden angewandt und der Unterschied zwischen direkt einsetzbaren Fähigkeiten und lediglich indirekt einsetzbaren Fähigkeiten wurde berücksichtigt.

Unsicher war ich noch bei der Handhabung der Konsequenzen nach einem Test: Wann kommen die zum Einsatz und wie lange halten sie vor? Das kann man nachlesen und verstehen, im Spiel in dieser Hinsicht Entscheidungen zu treffen, hat mich aber noch etwas überfordert.

Und das Erzählerische? Ich bin ganz gut ins Reden gekommen, könnte beim nächsten Mal aber vielleicht noch etwas stärker meine Nichtspielerfiguren In-Character darstellen. Für meine Spieler gilt das erst recht. Eine HeroQuest Probe ist so schnell abgehandelt, dass es einfach naheliegt, den gewonnenen Freiraum durch Figurendarstellung auszufüllen: Gut wäre es, wenn ein HeroQuest Spieler dabei nicht nur erzählen könnte, wie er gedenkt ein Hindernis zu überwinden, sondern auch noch, wie es ihm dabei geht. Erst dann gibt es ja eigentlich eine Chance auf Drama. Dazu war aber eigentlich nur ein Spieler in der Lage. Vielleicht ist das aber bei einer allerersten Runde auch ein bisschen viel verlangt. Letztlich dürften die flott abgehandelten Proben auch der Hauptgrund für die relativ kurze Spieldauer gewesen sein. Für die Handlung, die da heute an uns vorüber gezogen ist, hätte ich jedenfalls bei Midgard vier oder fünf Abende gebraucht.

Wenn bei einer längeren Kampagne Spieler in die Lage versetzt werden sollen, auch mal von sich aus durch Erzählen einen Handlungsstrang weiterzuspinnen, scheint mir das bei einem so detailliert ausgearbeiteten Setting wie Glorantha auch nicht ganz einfach. Die Spieler müssen sich entweder gut auskennen oder aber etwas kaltschnäuzig eigene Setzungen vornehmen. Das ist beides nicht eben selbstverständlich.

Insgesamt ist also noch ein bisschen Luft nach oben und ich merke schon, dass es letztlich ziemlich wichtig ist, welche Leute sich für eine längere Kampagne gemeinsam an einem Tisch versammeln. Immerhin hat sich der darstellerisch beste Spieler an einer längeren Kampagne interessiert gezeigt und ich habe seine email.

Ja, das war ein wichtiger Nachmittag für mich. Ein erster Schritt in die Praxis ist getan!
« Letzte Änderung: 24.03.2019 | 09:56 von Chiarina »
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