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Meine queere Taverne

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Swafnir:

--- Zitat von: Wölfchen am 26.02.2019 | 00:29 ---Nicht jeder hat das nötige Gold oder die Fertigkeiten für eine magische Transition. Das kann sehr teuer sein. :/

--- Ende Zitat ---

Genau das hab ich auch gedacht. Ist dich schon ein interessanter Plot. Die Suche nach einem passenden Artefakt, wäre eine weitere Möglichkeit.

KhornedBeef:
Der flüchtende Prinz: ganz klassisch und das Thema als normal eingeflochten, glaubwürdig und prima.
Beim "falscher Körper"-Thema kommt es drauf an: ist es eine Verwandlung durch Magie? Dann ist es kein Transthema, erledigt. Andernfalls, wenn jemand sich als Angehöriger eines anderen Volkes fühlt, würde ich das als kauzig wahrnehmen, selbst gut gespielt.
Spannend wäre, wenn du weniger die Figur als vielmehr die Akzeptanz spielst: Rollenspiel sein/ihr Umfeld und wie es reagiert, oder nicht reagiert.

First Orko:

--- Zitat von: Swafnir am 26.02.2019 | 08:13 ---Genau das hab ich auch gedacht. Ist dich schon ein interessanter Plot. Die Suche nach einem passenden Artefakt, wäre eine weitere Möglichkeit.

--- Ende Zitat ---

--- Zitat von: Swafnir am 26.02.2019 | 08:13 ---Genau das hab ich auch gedacht. Ist dich schon ein interessanter Plot. Die Suche nach einem passenden Artefakt, wäre eine weitere Möglichkeit.

--- Ende Zitat ---

Könnte mir auch vorstellen, dass die Taverne hauptsächlich ein Treffpunkt/Vermittlung zwischen Anbietern der Dienstleistung und denjeniegen, die sich wandeln lassen möchten.
Natürlich gibt es schwarze Schafe, die das Geld nehmen ohne ein entsprechendes Gespräch, um herauszufinden, ob der Gegenüber wirklich bereit dafür ist... Und wenn derjenige dann hinterher seine Entscheidung bereut und das Gold nicht aufbringen kann...?

Allgemein ist die Frage, wie die allgemeine gesellschaftliche Lage so ist. Problematisch sind vermutlich Beziehungen zwischen "Monstern" und "Guten", also Goblins und Elfen oder sowas.
Vielleicht gibt es auch Spannungen zwischen den Gruppierungen? Für Elben ist alles cool- außer Orks! Natürlich lässt man das Pärchen dies dann spüren...

Adelige sind auch so eine Thema: Wenn der Thronerbe männlich sein muss, aber nicht will... Oder umgekehrt: Das Paar hat nur Töchter und eine muss sich "opfern" und zum Thronerben werden.

Ich finde auch, abseits vom reinen Sightseeing und Effekt hat die Einiges an Potential!

Spidey:
Ich glaube man müsste in der Frage zwischen mehreren Dingen unterscheiden, um die es gehen soll. Transgender und Transrace sind prinzipiell mal unterschiedliche Dinge und ich würde sie erstmal gedanklich trennen. Dazu kommt die Frage, ob die einzelnen Themen im Spiel problematisiert werden oder eher ein Gimmick darstellen sollen.

Zum Thema Transgender/Queer: Willst du das Thema problematisieren? Geht es dir darum, eine Community darzustellen, die "außerhalb der Norm" lebt und sich vielleicht aus Schutz oder wegen gegenseitiger Unterstützung zusammenfindet? Werden sie verfolgt/marginalisiert? Ist das überhaupt ein Thema in der Gesellschaft? Ist das eher eine Geschmacksfrage oder sowas wie ein Hobbyclub, weil die Gesellschaft das überhaupt nicht thematisiert oder kein Problem damit hat? Gerade für ein Fantasysetting sind dann vielleicht historische Vorlagen wie hermaphroditische Communities im antiken Rom von Interesse. Und bei einem polytheistischen Setting wäre es auch interessant sich Gedanken dazu zu machen, ob da bestimmte Götterkulte in Frage kommen.

Zum Thema Transrace: da gibt es im Grunde zwei Ebenen. Die eine ist die des Körpertausches, vielleicht aufgrund von Magie, wie andere schon angesprochen haben. Das ist ein alter Tropus, der zum Teil noch aus Mythen und Heldensagen stammt. Crossdressing wird in dem Zusammenhang auch gerne verwendet. In erster Linie hat das oft aber einen komischen Effekt und nicht wirklich was mit Identitätsproblematiken zu tun.

Die zweite Ebene wäre auch hier die Problematisierung. Das wirft potentielle Schwierigkeiten auf, wie es Transrace auch schon in der Realität tut. Schon der Begriff ist problematisch, weil nicht eindeutig belegt. Natürlich hängt auch das hier vom gesellschaftlichen Allgemeinzustand ab. Kommt es öfter vor, dass sich Angehörige von Volk X als Angehörige von Y fühlen? Wie steht die Gesellschaft dazu? Hat das unter Umständen auch mit der Ungleichbehandlung von bestimmten Völkern zu tun? Oder mit der Außenwahrnehmung? Die Elfenposer in Shadowrun waren ja, wenn ich mich richtig erinnere, eher ein ästhetisches Phänomen.

So allgemein wie du das Gasthaus schilderst kann das entweder
- ein Treffpunkt von Gleichgesinnten/Marginalisierten sein, der denjenigen Privatssphäre oder Schutz/Zuflucht bietet
oder
- eine Freakshow, vor allem wenn Queer/Transgender und Transrace ungefiltert zusammengeworfen werden

Letzteres kann unangebracht wirken.

Wisdom-of-Wombats:
Ich würde mich auch fragen, ob alles in eineTaverne zu stopfen nicht etwas überbordend ist. Es ist eher davon auszugehen, dass sich auch die Lebenswelten von Fantasy-Transgender, Fantasy-Transrace und Fantasy-Lesben und Fantasy-Schwulen wenig überschneiden dürften. Auch wenn das alles gerne von Außen in einen Topf geworfen wird, sind es doch von "Innen" verschiedene Lebenswelten. Es wäre "realistischer" in einer größeren Stadt wie Waterdeep oder Baldurs Gate eine Straße mit verschiedenen Tavernen anzunehmen, die unterschiedliche Klientel haben. Generell sehe ich hier das Problem, das einerseits darstellen zu wollen und es andererseits respektvoll und nicht als Kuriositätenkabinett darzustellen.

Die realen Gefahren, die ich hier sehe:
- Die Spieler machen sich die ganze Zeit lustig darüber (hängt von der Gruppe ab)
- Die Gäste der Taverne werden zur Kuriositätensammlung (ich würde da z.B. keine Werte für machen)
- Den Spielern am Tisch ist einfach nur unwohl (hängt von den einzelnen Spielern ab)

Generell würde ich sowas nur machen, wenn ich die Gruppe sehr gut kenne, und mir überlegt habe, wie das bei den LGBTQI+ Mitgliedern der Gruppe ankommt.

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