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Erklärt mir die Nachteile des Advantage-/Disadvantage-Konzepts
Eisenmeile:
--- Zitat von: Runenstahl am 13.05.2020 | 21:08 ---Aus dem Kopf: Vor- und Nachteile werden miteinander verrechnet. Hat man am Ende was über, so wird jeweils ein W6 geworfen und der höchste Wurf modifiziert das Ergebnis. Anonsten ist es ein normales W20 System.
Beispiel: 3 Vorteile, 1 Nachteil. Man würfelt 2W6 und der höhere Würfel gibt den Bonus auf den W20 Wurf an.
--- Ende Zitat ---
Finde ich persönlich eher unschön. Es hat eine gewisse Unschärfe (man weiß nicht genau, wie sicher die Probe jetzt ist), aber man muss trotzdem noch die Boni zusammenkratzen (und es ist nicht "gedeckelt", wie bei 5e).
Wenn ich einen +6 Bonus habe und die Schwierigkeit ist 10, dann ist es relativ egal, ob noch irgendwo einen Bonus vergessen habe - der macht wahrscheinlich sowieso den Braten nicht mehr fett.
Wenn ich aber in derselben Situation 6 Positive Würfel habe, dann schaue ich eher nach, ob ich nicht irgendwo weitere Würfel herausschinden kann, was das Spiel ausbremst.
Meiner Nachteile kombiniert diese Methode die Nachteile des Boni-Schindens (wie es unerfahrene Spieler machen) mit der Unsicherheit des Advantage/Disadvantage-Systems.
Amromosch:
Ich finde es richtig gut, dass Vor- und Nachteile nicht stacken bzw. nicht summiert gegengerechnet werden.
Wenn ein Kämpfer bspw. eine schwere Rüstung tragen möchte (z.B. um Geschicklichkeit vernachlässigen zu können), dann ist die intendierte Konsequenz, dass Heimlichkeitswürfe niemals mit Vorteil durchgeführt werden können. Und das finde ich sehr angemessen für die Vorteile, die das Tragen einer schweren Rüstung mit sich bringt.
Und es gibt ja durchaus einige Umstände, die zusätzlich zu Vor- und Nachteilen greifen, wie z.B. Segen, Deckung o.Ä.
Allerdings muss ich dazu sagen, dass es in unserer Runde sehr selten dazu kommt, dass Charaktere aus mehreren Quellen mehrere Vor- oder Nachteile erhalten. Bei Spielleitern, die hier sehr häufig Modifikationen verteilen, kann ich mir natürlich schon vorstellen, dass es stört, wenn nicht gegengerechnet wird, weil es sich dann zu oft unsinnig anfühlen könnte.
Tudor the Traveller:
Mein Problem damit ist: die 5e ist bei den Erfolgschancen ohnehin schon auch ohne Advantage sehr auf der Spielerseite. Da wird Advantage in vielen Fällen zum Auto-Erfolg. Zumindest war das bei uns so. Und ich hatte Mühe, als SL den Spielern regelmäßig Disadvantage zu verpassen, da meine Spieler als Gruppe sehr gut zusammen arbeiten. Das war einfach langweilig.
Mouncy:
Mal ne Frage passend zum Thema aus eigenem Interesse: Spielt ihr mit der optionalen flanking Regel? Ich finde nämlich, dass es auch als SL sehr einfach ist regelmäßig an Advantage zu kommen bei entsprechenden Encountern. Wenn die Anzahl der Monster > Anzahl der Nahkampf SC ist hat man ja alleine schon durch flanking super oft Adv. Ihr müsst einfach kräftig in die Mini-Kiste greifen, Überzahl regelt ;D
Daniel E.:
Ich empfinde es nicht als Problem, dass SpielerInnen konsistent Advantage generieren können, um ihre Gegner treffen zu können. Zu treffen macht Spaß, nicht zu treffen macht keinen Spaß. Wenn ich drei Runden hintereinander verfehle, denke ich nicht, wie fair und anspruchsvoll dieses Spiel doch ist, sondern nur, dass ich lieber getroffen hätte.
Wenn ein Monster bereits dadurch, dass man es treffen kann, keine Bedrohung darstellt, dann würde ich eher das Monster verbessern, als die Spielercharaktere zu verschlechtern.
Monster verfügen ja auch über viele Effekte, bei deren eintreten es dann egal ist, ob man advantage hat, weil man gar nichts mehr machen kann: fear, restraining, charm, paralysis, banishment, invisibility ... Wobei mir die ganzen "Du darfst jetzt nicht mehr mitspielen"-Effekte nicht gefallen. Ich habe aber auch noch keine Alternativvorschläge.
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