Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
Erklärt mir die Nachteile des Advantage-/Disadvantage-Konzepts
Ainor:
--- Zitat von: Daniel E. am 20.05.2020 | 12:24 ---Das klingt, als seien numerische Boni eine Notlösung für das Problem, das Spielleiter und Spieler nicht in der Lage sind, in eine produktiven Dialog einzutreten.
--- Ende Zitat ---
Da D&D das seit über 45 Jahren so macht würde ich es nicht als Notlösung bezeichnen. Das Beispiel war besonders anschaulich. Aber wie sieht der produktive Dialog aus wenn es darum geht ob der SC jetzt mit Faerie Fire, Reckless Attack und Wolf Totem trifft ?
--- Zitat von: Daniel E. am 20.05.2020 | 12:24 ---Würdest du den Umkehrschluss gelten lassen, dass, wenn sich SPielleiter und Spieler einig über die Situation sind, keine Boni benötigt werden?
--- Ende Zitat ---
Na wenn ein SL in der Verstecksituation darauf verzichtet zu würfeln wird der Spieler wohl nicht protestieren...
@Selganor
Das System klingt interessant, aber wo liegt der Mehrwert ?
Da sich hier A/D aufaddiert muss man vermutlich Stacking beachten.
Advantage ist meist ein Bonus von +3 bis +5. 1W6 ist +3,5. 1 aus 2W6 ist +4,5. 1 aus 3W6 ist +5.
Das bedeutet man betreibt einen gewissen Mehraufwand für einen recht geringen Unterschied.
nobody@home:
--- Zitat von: Ainor am 20.05.2020 | 14:12 ---Na wenn ein SL in der Verstecksituation darauf verzichtet zu würfeln wird der Spieler wohl nicht protestieren...
--- Ende Zitat ---
Jedenfalls nicht, solange es zu seinem Vorteil ist. Ob er seine Meinung später auch noch beibehält, wenn's um einen versteckten NSC geht, den er seinerseits gerne sehen würde... >;D
Maarzan:
--- Zitat von: Daniel E. am 20.05.2020 | 12:24 ---Das klingt, als seien numerische Boni eine Notlösung für das Problem, das Spielleiter und Spieler nicht in der Lage sind, in eine produktiven Dialog einzutreten. Würdest du den Umkehrschluss gelten lassen, dass, wenn sich SPielleiter und Spieler einig über die Situation sind, keine Boni benötigt werden?
--- Ende Zitat ---
Verkehrsregeln sind auch nur die Notlösung, wenn sich Leute nicht "natürlich" über Vorfahrt oder "angemessene" Geschwindigkeit einigen können.
Wenn für beide Seiten die Sache klar ist, muss man nicht mehr rechnen. Aber wenn es das nicht ist, hat man mit entsprechenden Werten eine in Relation zumindest einigermaßen transparente und neutrale Basis für die genauere Betrachtung.
Und wenn beide Seiten in der lage waren sich vorher einen Überblick über die in diesem System erwaretten Modifikatoren zu bilden ist die Zahl der notwendigen Dialoge zum einigen auch entsprechend geringer.
Ein Dämon auf Abwegen:
Ein anderes "Problem" ist mMn das einige (Sub-)Klassen sich als Zentrales Klassenfeautre die Möglichkeit haben sich selbst Advantage zu geben (Barbar, Vengeance Paladin), das kann je nach dem wie einfach die Gruppe auf andere Art und Weise Adavantage generieren kann (gerade wenn mit den Optionalen Flanking Regeln gespielt wird), entwerder sehr mächtig oder nahezu überflüssig sein.
Amromosch:
--- Zitat von: Ein Dämon auf Abwegen am 23.05.2020 | 09:55 ---Ein anderes "Problem" ist mMn das einige (Sub-)Klassen sich als Zentrales Klassenfeautre die Möglichkeit haben sich selbst Advantage zu geben (Barbar, Vengeance Paladin), das kann je nach dem wie einfach die Gruppe auf andere Art und Weise Adavantage generieren kann (gerade wenn mit den Optionalen Flanking Regeln gespielt wird), entwerder sehr mächtig oder nahezu überflüssig sein.
--- Ende Zitat ---
Das ist in jedem Fall so. Daher bin ich auch kein Freund davon, im Kampf schnell Vor- oder Nachteile zu verteilen. Im Kampf ist ja schon recht stark verregelt, was entsprechende Boni/Mali gibt.
Natürlich gibt es auch im Kampf Situationen, in denen ich es sinnvoll finde, Vor- oder Nachteile zu vergeben. In einem Sturm beispielsweise halte ich es für angemessen, Fernkampfangriffen einen Nachteil zu geben. Nur darf es dann eben nicht bloß etwas Seitenwind oder sowas sein.
Außerhalb des Kampfes ist das aus meiner Sicht völlig anders zu bewerten. Da sind wenige Aspekte vom Regelwerk abgedeckt, so dass die Spielleitung hier mMn stärker gefordert ist.
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