Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
Gegner richtig Spielen
Don Kamillo:
--- Zitat von: Arldwulf am 18.08.2020 | 15:45 ---Aber ich denke für das Thema oben ist ein ganz anderer Punkt wichtiger den man übernehmen könnte. Bei 4E Monstern stehen häufig Taktiktipps und "normale" Vorgehensweisen drin welche die Monster verwenden, und im Monsterhandbuch auch mögliche Kombinationen von Gegnern welche gut passen würden. Das erleichtert es Spielleitern ohne großes Nachlesen Gegner gut zu spielen. Und es ist etwas was man sehr einfach auch in die 5E oder andere Editionen übernehmen kann - einfach sich vor der Runde ein kleines Taktikkärtchen zusammenschreiben und aufschreiben wie das Monster üblicherweise einen Gegner angehen würde.
--- Ende Zitat ---
Das wusste ich z.B. nicht, da ich die 4e nur als Spieler erlebt habe und nicht als SL. Ich fand es bei der 4e gut, das es von jedem Gegner mehrere Varianten gab. Das fehlt mir z.B. bei der 5e (mit wenigen Ausnahmen) und wird nur durch 3rd party Produkte verändert (z.B. Expanded Monster Manual).
Aber die Taktikkärtchen finde ich gut - da ich Zugriff auf D&D beyond habe und da auch Encounter plane und erstelle, kann ich da Taktiken direkt aufschreiben.
Tele:
Ich spiele zwar kein D&D, aber habe in Warhammer 40k und in HeXXen 1733 die Gegner mal konsequent, taktisch zu Ende gespielt. Hatte ich vor 10 Jahren auch einmal bei Shadowrun gemacht.
Das war jedesmal ein Desaster, selbst gegen eindeutig schwächere Gegner. SR: Focus the Mage, bumm der ist jedesmal spätestens in Runde 2 krepiert. Warhammer: Salven- und Deckungsfeuer: Auch spätestens in Runde 2 werden die ersten Crits verzeichnet. HeXXen: Immer auf die Fernkämpfer und Damage Dealer. Runde drei liegen 2 von 3.
Ich spiele deshalb die Gegner inzwischen sehr...individuell...sind es keine militärischen Einheiten, agieren sie als Gruppe nicht perfekt, sondern wie ein Berseker-Hühnerhaufen durchsetzt mit Feiglingen, die nicht viel riskieren. Ein zweiter Faktor ist Hass: Die Gegner greifen den in der Gruppe an, den sie am meisten haßen oder am meisten fürchten: Hexen den Priester, Chaoskultisten den Arbitrator etc. Das kann auch individuell sein. Zuletzt kriegen die Spieler Zeitdruck: Drei Worte darf ein Spieler anderen zurufen, wenn er dran ist und hat nur wenig Zeit zu agieren. Sonst steht er dumm rum.
Dadurch entwicklen sich schöne Einzelduelle und meine Spieler besprechen sich, wenn ein Kampf droht (also nicht spontan entsteht) "Ich greife den und den an." -- "Ich bleibe hinten!" -- "Ich decke dich und bin an deiner Seite!" etc.
Bei uns gehen viele Kämpfe bis aufs Messer. Sie sind chaotisch, wild, erzeugen große Szenen. So wie ich (und anscheined meine Spieler auch) mir Kämpfe vorstellen. Da das so ist, schmerzt es mich selten, wenn ich in Kämpfen Fähigkeiten vergesse. Die Spieler vergessen wegen des Zeitdrucks ihre auch mal gerne.
Supersöldner:
Tele du meinst also es kann leicht zum Gruppen Tod führen die Gegner so zu sagen richtig zu spielen ?
Tele:
--- Zitat von: Supersöldner am 19.08.2020 | 10:45 ---Tele du meinst also es kann leicht zum Gruppen Tod führen die Gegner so zu sagen richtig zu spielen ?
--- Ende Zitat ---
Ja, da ich ja vier Vorteile habe:
1. Ich habe eine Strategie und Idee und nicht Anzahl Spieler.
2. Mir sind meine Kämpfer egal, wenn einer stirbt, who cares? Aber die Spieler wollen jeden retten und keiner wird bereitwillig in den Tod rennen.
3. Ich kenne die Stärken und Schwächen der SCs, was meine taktischen Entscheidungen, wenn ich perfekt spiele, immer beeinflussen wird, egal was ich behaupte.
4. Ich weiß, was kommt. Meine Spieler fürchteten sich bei jedem Konflikt "all-out" zu gehen, denn es könnte blad (vor der Regeneration) ein weiterer Kampf folgen.
Ich bin überzeugt, dass jeder Spielleiter, der behauptet, er spiele seine Gegner taktisch sehr klug, dies nicht wirklich tut, denn dann verlieren die SCs fast immer (Außer sie kämpfen gegen Papiertiger). Die Vorteile sind viel zu krass.
takti der blonde?:
--- Zitat von: Tele am 19.08.2020 | 10:53 ---Ja, da ich ja vier Vorteile habe:
1. Ich habe eine Strategie und Idee und nicht Anzahl Spieler.
2. Mir sind meine Kämpfer egal, wenn einer stirbt, who cares? Aber die Spieler wollen jeden retten und keiner wird bereitwillig in den Tod rennen.
3. Ich kenne die Stärken und Schwächen der SCs, was meine taktischen Entscheidungen, wenn ich perfekt spiele, immer beeinflussen wird, egal was ich behaupte.
4. Ich weiß, was kommt. Meine Spieler fürchteten sich bei jedem Konflikt "all-out" zu gehen, denn es könnte blad (vor der Regeneration) ein weiterer Kampf folgen.
Ich bin überzeugt, dass jeder Spielleiter, der behauptet, er spiele seine Gegner taktisch sehr klug, dies nicht wirklich tut, denn dann verlieren die SCs fast immer (Außer sie kämpfen gegen Papiertiger). Die Vorteile sind viel zu krass.
--- Ende Zitat ---
Punkt 2 deutet daraufhin, dass du sie nicht "richtig" im Sinne der Welt spielst. TSR D&D löst das mit Moralwürfen.
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