Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E

Gegner richtig Spielen

<< < (12/15) > >>

Tele:
Ach, alles zu sehr Tabletop. Das ist doch langweilig. Da spiel ich Warhammer Tabletop, macht auch Spaß und bildet sowas dann besser ab.

Der Läuterer:
Zu allererst einmal sollte man sich als Spieler, wie auch als SL, eingestehen, dass die Grundvoraussetzungen des Spiels zumeist nicht zu den Ansprüchen an das Spiel passen.

Vor allem dann nicht, wenn das Zufallsprinzip beim Ausgang einer Szene prinzipiell immer im Vordergrund steht.

Es ist doch so, dass Kämpfe ausgewogen aber dennoch fordernd und mit dem (zumeist) besseren Ende auf Seiten der Chars sein sollten.

Das Spiel braucht Spannung aber auch Kontinuität und Verlässlichkeit.

Ich glaube das Ganze ist vielschichtiger, als man sich oft selbst einzugestehen gestattet.

Die Spieler wollen Herausforderungen, damit das Szenario seinen Reiz behält.

Spannung kann man auf vielerlei Art erzeugen... vor allem aber durch Gefahren.
Und die schnellste, einfachste und variabelste von allen Gefahren ist der Kampf. Im Kampf hält man als SL alle Spieler gleichzeitig beschädigt.
Leerlauf im Spiel ??? Kein Problem: Zufallsbegegnung mit einem Kampf. Fertig.
Davon lebt das Spiel. Ausserdem generiert sich die Erfahrung der Chars vor allem über die XP der Kämpfe.

Was die Spieler dabei aber ganz sicher nicht wollen, ist dass ihre Chars dabei draufgehen.

Schlimmer als beim Tod ihrer Chars wird es für die Spieler bekanntlich nur noch, wenn ihre Chars etwas verlieren...
Sei es sie verlieren dauerhaft an Gesundheit (eine Hand, ein Auge oder Attribut Werte), Erfahrung (Level Drain) oder erleiden materielle Verluste (gestohlene bzw. zerstörte Items).
So etwas wird schon mal leicht persönlich genommen und dem SL nachgetragen.

Ich hatte in der Vergangenheit häufiger den Eindruck, dass die Spieler zwar latent die Gefahr für ihre Chars spüren wollen, aber immer bitteschön ohne negative Auswirkungen.

Gegner sind schwer gut darzustellen, wenn diese einen Plan haben, intelligent, hinterhältig und gut ausgerüstet sind.
Und zumeist haben sie ja auch den Heimvorteil oder die Überraschung auf ihrer Seite.

Leider werden die NSCs häufig bis zum letzten HP verheizt, als wären sie Lemminge mit Todessehnsucht. Das sollte man als SL generell überdenken.

Problematisch wird es m.M.n., weil die Spieler ihre Chars zumeist gut kennen und ihre Stärken entsprechend ausspielen können, der SL seine Antagonisten aber nicht so gut kennt.

Wenn man ehrlich ist, würden die Kämpfe oft viel übler und tödlicher ausgehen, als das üblicherweise für die Chars der Fall ist.

Das ist dann die Stelle, an welcher der SL die Würfel zu drehen beginnt, damit die Chars nicht draufgehen.

ErikErikson:
Man sieht ja, was passiert, wenn kein SL dahintersteht und die SC beschützt, an Spielen wie FTL oder beliebigen Rougelikes. Da wird gestorben, bis die Schwarte kracht. Selbst wenn die Gegner schwächer sind, einmal nicht aufgepasst, nochmal nen Fehler gemacht und dann noch Pech, und die Sache ist gelaufen. Oft ist es ja auch iene Todesspirale. Liegt erstmal ein SC, fällt dessen Kampfkraft weg, und der rest gehtr eventuell auch unter. Flucht ist gerade in D&D kaum verregelt, und die Möglichkeit besteht immer, dass man auf der Flucht noch getötet wird, gerade wenn der gegner ferkampf oder Magie hat. 


nobody@home:

--- Zitat von: ErikErikson am 19.08.2020 | 16:52 ---Flucht ist gerade in D&D kaum verregelt [...]
--- Ende Zitat ---

Wobei der Witz teilweise darin besteht, daß sie in alten Zeiten durchaus verregelt war -- die entsprechenden Regeln sind nur im Laufe der Editionen irgendwann weggefallen. (Wie will man auch, beispielsweise, alle fünf Runden Verfolgung einen Moralcheck durchführen, ob die Gegner weitermachen oder sich entscheiden, es sein zu lassen, wenn's gar keine Moralwerte mehr gibt?)

Orlock:

--- Zitat von: ErikErikson am 19.08.2020 | 16:52 ---Man sieht ja, was passiert, wenn kein SL dahintersteht und die SC beschützt, an Spielen wie FTL oder beliebigen Rougelikes. Da wird gestorben, bis die Schwarte kracht. Selbst wenn die Gegner schwächer sind, einmal nicht aufgepasst, nochmal nen Fehler gemacht und dann noch Pech, und die Sache ist gelaufen. Oft ist es ja auch iene Todesspirale. Liegt erstmal ein SC, fällt dessen Kampfkraft weg, und der rest gehtr eventuell auch unter. Flucht ist gerade in D&D kaum verregelt, und die Möglichkeit besteht immer, dass man auf der Flucht noch getötet wird, gerade wenn der gegner ferkampf oder Magie hat.

--- Ende Zitat ---

Da musst Du gar nicht bis zu den Rougelikes gehen. Es gibt kein Computer-RPG, bei dem ich nicht Kämpfe wiederholen musste, die ich beim ersten Mal nicht geschafft habe. Aber am Spieltisch gibt es kein Save & Reload. Entweder der Spielleiter hat eine Idee davon, was er mit besiegten (nicht unbedingt getöteten) SC macht, oder er fängt irgendwann an, an den Würfeln zu drehen oder Spezialfähigkeiten der Gegner zu "vergessen".

Auf der anderen Seite: Wenn die SC unbedingt darauf bestehen, dem großen Roten Drachen auf der Nase herumzutanzen, dürfen die natürlich auch mal die Konsequenzen spüren. Aber das ist hier, glaube ich, nicht das Thema.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln