Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
D&Ds Alignment ist Scheiße. Ich zeig euch, wie man das richtig macht.
fivebucks:
Und was hat das jetzt mit Ordnung und Chaos zu tun?
Samael:
Das ist halt ein Dualismus in klassischen High Fantasy Settings. Wenn man den jetzt verwenden will um SCs psychologisch-weltanschaulich zu charakterisieren, wird man scheitern. Es handelt sich hier um eine Zugehörigkeit zu einer kosmologischen Fraktion!
Das 9er Alignment-System geht da schon ganz deutlich in die falsche Richtung.
Crimson King:
--- Zitat von: Zarkov am 25.10.2020 | 12:20 ---Daß es auch sehr gut ohne geht, führt Joe Abercrombie ziemlich gründlich vor. Auch ziemlich ausführlich, in inzwischen über acht dicken Bänden oder so. Es scheint mir weniger Pflicht und eher Vorliebe.
--- Ende Zitat ---
Sehe ich genauso. Selbst bei Engeln, Teufeln, Dämonen etc. geht es zunächst mal darum, dass diese grundsätzlich bestimmte Prinzipien verkörpern, bspw. Freiheit für alle, Freiheit für das Individuum, Gleichberechtigung, das Recht des Stärkeren, Nächstenliebe, Hass etc. Die Etiketten Gut und Böse kleben wir ihnen dann drauf, wobei vieles davon zumindest auf kultureller Ebene ähnlich bis gleich bewertet wird.
Wenn man irgendwelchen höheren Wesenheiten die absolute Entscheidungsgewalt darüber gibt, was denn nun "gut" und "böse" sind, zwingt man die Spieler auch, sich dem unterzuordnen. Wer eine gegeteilige Meinung hat als die Guten, ist zumindest innerhalb der Spielweltlogik böse. Das wiederum geht mir persönlich gegen den Strich.
Holothuroid:
--- Zitat von: Don Kamillo am 25.10.2020 | 12:20 ---Ich mag die Dungeon World Variante der Gesinnungen und nutze diese auch für meine D&D5-Runden als Inspirationsquelle. Das schöne da ist auch, dass jede Klasse noch kleine Zusätze hat, um das etwas zu vertiefen.
--- Ende Zitat ---
Ich würde sagen das sind überhaupt keine Alignments. Das ist eher sowas wie Persönlichkeitszüge bei D&D5 und anderen Spielen. Und zwar weil sie eben für jede Klasse unterschiedlich. Sie bilden keine gemeinsame Grundlage, keinen Club.
--- Zitat von: Tudor the Traveller am 25.10.2020 | 12:04 ---Mag sein. Nur führt m. E. in der Fantasy kein Weg an Gut vs Böse vorbei, weil klassischer epischer Konflikt.
--- Ende Zitat ---
Kannste ja gern machen. Nur sind bei typischer Fantasy die Protagonisten eben die guten. Dafür braucht es dann keine Regelkonstrukte.
--- Zitat von: Ainor am 25.10.2020 | 11:45 ---Das Problem sind doch nicht die Gesinnungen an sich, das Problem liegt darin dass man ggf. einer Gesinnung folgen musste
(das alte Paladin Prinzip). Dadurch kommt man dazu dass Spieler rechtfertigen müssen das das was sie machen wollen in ihre Gesinnung passt. Wenn du jetzt festlegst: "Ein Paladin muss Schild sein" dann bekommst du ebenso endlose Threads die diskutieren was denn jetzt Schild ist
Die Lösung ist nicht die Gesinnungen zu ändern, sondern die Bedeutung der Gesinnung. 5E hat das getan.
--- Ende Zitat ---
Unbedingt ja. Natürlich sagt der betreffende Spieler, was z.B. ein legitimer Herrscher ist und was nicht. Das können dann natürliche andere Bücher anders sehen. Und andere Ausrichtungen werden das noch anders sehen. Dazu macht man das doch. Damit die Spieler diskutieren können, was Gut ist. Der orginale Titel dieser Liste war denn auch "All Good People".
--- Zitat von: Tegres am 25.10.2020 | 10:47 ---Gesinnungen sollten weniger als Persönlichkeitsmerkmale, sondern vielmehr als Zugehörigkeit zu einer Seite in einem kosmischen Konflikt betrachtet werden.
--- Ende Zitat ---
Das höre ich häufiger. Nur was folgt daraus? Wie stellt sich das im Spiel dar?
Samael:
Nun, manche Magie interessiert sich dafür.
Und es ist ein guter Antreiber für den üblichen zentralen Konflikt in Settings und Szenarien.
Und es „erklärt“ Monster, ist oftmals deren Existenzberechtigung.
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