Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
D&Ds Alignment ist Scheiße. Ich zeig euch, wie man das richtig macht.
Tegres:
--- Zitat von: 1of3 am 25.10.2020 | 16:59 ---Das höre ich häufiger. Nur was folgt daraus? Wie stellt sich das im Spiel dar?
--- Ende Zitat ---
Ganz einfach: Durch Spielmechaniken. In D&D5 könnte man die Gesinnungen tatsächlich weglassen. Die haben spielmechanisch so gut wie keine Auswirkungen. Wenn wie bei DCC der Kleriker andere Charaktere der gleichen Gesinnung besser heilt, als die der entgegengesetzten Gesinnung, dann wird es interessant. So könnte der Kleriker versuchen, den anderen Charakter auf "seine" kosmische Seite zu ziehen. Auch so Sachen wie Gesinnungssprachen gehören dazu. Orte können ebenfalls Gesinnungen zugeordnet werden. In einem Chaostempel könnte es leichter sein, für einen chaotischen Zauberkundigen zu zaubern, für einen rechtschaffenen dafür schwerer.
Schließlich sollten die Charaktere etwas vom komischen Konflikt erfahren und in ihn eingreifen können. Dafür gibt es bei D&D, in der OSR und bei DCC einige Abenteuer, die dieses Thema aufgreifen.
Es ist auch möglich, eine ganze Kampagne auf diesen Konflikt zu stützen. Ein Beispiel, von dem ich mal gehört habe, war der Kampf der Feen und der Natur (Wachstum, Veränderung, Verfall, spich Chaos) gegen die Menschen und die Städte (Zivilisation, Beständigkeit, Regeln, "in feste Bahnen lenken", Stabilität, sprich Ordnung).
Der Oger (Im Exil):
DIe Grundidee, das Gesinnungssystem anders aufzuziehen, auf die von 1-of-3 beschriebene Weise, finde ich nicht mal schlecht.
Das hat mich zu dem hier inspiriert:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Blut
- Verhalten: Aggressiv, Herausfordernd, Mutig, Gnadenlos
- NSC: -2 auf Reaktion, +1 auf Moral
- Der Charakter erhält doppelte EP für im Kampf besiegte Gegner, und die dreifache Summe, wenn er sie alleine und ohne fremde Hilfe erschlagen hat.
-Götter: Tyr, Malar, Tempus
Gold
-Verhalten: Geschäftstüchtig, Opportunistisch, Pragmatisch, Verstohlen
-NSC: -1 Moral, -2 Moral bei Bestechung
-Der Charakter erhält +10% auf die EP für geborgene Schätze
-Götter: Waukeen, Mask
Ruhm
-Verhalten: Eitel, Herrschsüchtig, Inspirierend, Dominierend
-NSC: +1 auf Moral
-Der Charakter erhält 1 EP für jede GM, die er für Barden (die ihn preisen sollen), Mietlinge, Gefolgsleute und deren Ausrüstung ausgibt.
-Götter: Lathander, Tyrannos
Treue
-Verhalten: Loyal, Engstirnig, Ehrlich, Integer
-NSC: +1 auf Moral, -1 auf Feinde dessen, dem er die Treue hält.
-Der Charakter erhält doppelte EP für den Sieg über die Feinde dessen, dem er die Treue hält. Dies kann ein NSC, SC, Schwur oder ein Glauben sein. Er erhält 1 EP für jede GM, die er dem Bezugspunkt seiner Treue opfert.
-Götter: Helm, Torm, Loviatar
Wanderlust
-Verhalten: Unstet, Neugierig, Sprunghaft, Immer in Bewegung
-NSC: +1 Reaktion
-Der Charakter erhält die doppelten EP für Entdeckungen.
-Götter: Tymora, Beshaba
Wissen
-Verhalten: Neugierig, Vorsichtig, Belehrend, Intrigant
-NSC: -1 Moral, +1 Reaktion
-Der Charakter erhält 1 EP für jede GM, die er für den Erwerb von Wissen ausgibt (dazu zählen die Dienste von Gelehrten, das Umhören auf der Straße, Netzwerke von Augen und Ohren, sowie Bücher und andere Aufzeichnungen)
-Götter: Mystra, Oghma, Talona
Huhn:
Mir erschließt sich nicht, was an den vorgeschlagenen Alternativen besser sein soll. Die sind halt anders. Aber am Ende sind die genauso willkürlich und mit Schubladendenken behaftet, sie sind bloß länger.
Unabhängig davon, dass ich kein Problem mit dem Gesinnungssystem irgendwelcher D&D-Varianten habe und hatte, finde ich es, wenn mans schon anders machen will, besser, sich gleich ganz von der Schubladen- und "Leute die so sind, sind außerdem auch so"-Denke zu lösen. Die Chronicles of Darkness (nWoD 2.0) lösen das etwa mit einem flexiblen Integrity-System. Du selbst legst spezifische moralische Schwellen für den Charakter fest, deren Übertretung zu einem Sinken der persönlichen Integrität und damit verbundenen Nachteilen führt.
Sphinx:
Ich lesse Alignment komplett links liegen. Manchmal ist es ganz net um einen NPC einstufen zu können, aber ansonsten interessiert es mich nicht.
Bei mir ist Böse = Egoist, ich vor allem anderen und Gut = Selbstlos, die Gemeinschaft geht vor mir selbst. Ordnung= Ziehe erreichen nach festen Regeln und Caos= keine Regeln.
Wüste persönlich auch nicht wie es das Spiel sonderlich bereichern sollte wenn ich es mehr nutze. Es ist halt nicht alles Schwarz oder Weiß und passt in ein Raster.
Holothuroid:
--- Zitat von: Tegres am 25.10.2020 | 17:24 ---Es ist auch möglich, eine ganze Kampagne auf diesen Konflikt zu stützen. Ein Beispiel, von dem ich mal gehört habe, war der Kampf der Feen und der Natur (Wachstum, Veränderung, Verfall, spich Chaos) gegen die Menschen und die Städte (Zivilisation, Beständigkeit, Regeln, "in feste Bahnen lenken", Stabilität, sprich Ordnung).
--- Ende Zitat ---
Also das Kampagnenthema. Für den Widerspielwert wäre es dann günstig, sich das Begriffspaar frei auszusuchen. Das machen tatsächlich verschiedene Spiele. Kann mir schon vorstellen, dazu dann gewisse Avatare einzuführen. Die Frage ist dann, ob dabei jedes mal Babylon5 rauskommt: Sehr verehrte Erstgeborene, macht euch vom Acker!
--- Zitat von: Huhn am 25.10.2020 | 18:20 ---Mir erschließt sich nicht, was an den vorgeschlagenen Alternativen besser sein soll.
--- Ende Zitat ---
Sie sind designt. Das macht sie selbstverständlich willkürlich. Und klar kann man völlig andere Regeln verwenden. Ich sage: Wenn du schon Alignment willst, also irgendwelche Moralkodizes, denen sich Charaktere anschließen können, statt sich für jeden Charakter selbst was auszudenken, dann mach es so.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln