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Magietheorie des Barden (Ein paar diffuse Gedanken)

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Trollkongen:

--- Zitat von: Skele-Surtur am 15.01.2021 | 20:09 ---Ich habe bestimmt schon meinen fair share an Barden in D&D-Sessions gesehen und es war immer dieser lustige, fröhliche, spitzbübische Hopsa-trallala-Bänkelsänger, gerne auch etwas amourös (nicht jedes mal).
--- Ende Zitat ---

D&D habe ich bislang nicht so oft gespielt. Vor einiger wollte aber eine neue Mitspielerin eine Bardin spielen. Die war zwar fröhlich und etwas schelmig (und eine Hochstaplerin), aber die Spielerin hat ihre Tiefling-Abstammung gut einfließen lassen und Madame hatte auch eine abgründige Seite. Fand ich sehr gelungen, gerade für eine absolute Rollenspiel-Einsteigerin. Interessanterweise habe ich gleich, ohne mich tief damit auseinanderzusetzen, diese "Barden sind irgendwie Magier"-Sache angenommen. Also dass sie einen Lehrmeister hatte, der ihr beibrachte, wie man Zaubersprüche durch Musik, Gesang und Dichtung wirkt etc. pp.

Aber ja, eben, ich finde die Klasse auch ein bisschen einengend, also von Fluff her. Auch wenn die "Bardenschulen" da etwas helfen.

Tudor the Traveller:

--- Zitat von: Skele-Surtur am 15.01.2021 | 18:25 ---Ich gehe davon aus, dass ein Barde nicht einfach ein Minnesänger ist, der seine Klampfe aufnimmt, spielt und plötzlich passiert krasses Zeug.
Er lernt (nach meinem Verständnis) die richtigen Lieder und Gesten, um ZauberSPRÜCHE in seine Musik einzuweben. Eigentlich ist der Begriff Barde völlig falsch. Er ist ein Zaubersänger. Ist das eine extrem enge Betrachtung der Klasse? Vielleicht.
Vielleicht habe ich auch einfach auch schon zu viele Barden gesehen, die sich hauptsächlich als amouröse Pausenclowns geriert haben, deren Erklärungsansatz, wie ihre magischen Kräfte eigentlich funktionieren ... nonexistent war. Und vielleicht gegenkompensiere jetzt ein wenig. Aber ich glaube, dass der Barde in D&D eigentlich ein Wizard ist, der einfach einer anderen Tradition folgt. Notenblätter statt Bücher, ein gefühlter Rhythmus statt im Detail analysierter "magienaturwissenschaftlicher" Gesetze.

"Aber, aber, aber ... der castet mit Charisma, nicht mit Int! Es muss was komplett anderes sein!!!"
Muss es?

Der Barde lernt in seiner Ausbildung, angeleitet von einem Meister, Magie eher emotional zu erfassen, sie zu spüren und die magischen Energien, die der Welt innewohnen, mit seiner Musik "zum Schwingen" zu bringen. ABER dem liegt eben eine Ausbildung zugrunde, er baut auf Traditionen und auf die Erkenntnisse derer auf, die sich vorher damit beschäftigt haben. Das ist jetzt zumindest mal mein Ansatz, wie ich bardische Magie erklären würde: Es ist gelerntes Zaubern und unterscheidet sich daher mehr in Details als Grundsätzlich von dem, was Wizards tun.

Natürlich kann man das völlig anders sehen. Dann wäre ich gespannt auf diese völlig anderen Erklärungsansätze.

--- Ende Zitat ---

Ich denke, man muss schon dem Umstand Rechnung tragen, dass der Barde nicht INT als Zauberattribut verwendet. Insofern klares "Jein". Ich sehe es auch so, dass ein Barde "Techniken" lernt. Allerdings denke ich, dass seine Magie viel mehr mit dem Sorcerer gemein hat als mit dem Wizard. Die Techniken sind eher das Vokabular, mit dem er arbeitet. Ich würde da keine festen Sprüche erwarten, die der Barde lernt. Eher, die grundsätzliche Herangehensweise, so wie ein Musiker eben auch Noten lernt und versteht, was harmonisch ist und was nicht, oder ein Maler Maltechniken und Stile etc.

Generell finde ich den Ansatz über Charisma als Zauberattribut etwas schwierig, weil CHA ein doch recht schwammiges Konzept ist. Irgendetwas mit der Seele, der Persönlichkeit und dem Selbst... Und man darf auch nicht vergessen, dass mechanisch "Musik" für den Barden nicht zwingend ist. Es darf ja auch Poesie oder "Rede" sein.

Der Wizard greift möglicherweise in die magischen Energien der Welt ein und hat ein grobes Verständnis davon. Der Bard vielleicht eher in die "Magie des Augenblicks"...

In jedem Fall stimme ich der Aussage zu, dass Barden nicht einfach nur irgendwelche Minnesänger sind, die zufällig magische Effekte erzeugen. Sie werden irgendwie mehr oder weniger gezielt in "Zauberei" ausgebildet.

Erbschwein:
Bei dem Fahrendem Volk könne das ganz gut die Wahrsagerin sein.
Eventuell auch die Kartenlegerin.

Man könne auch eine Variation aus den Tänzern zusammen Schaffen.

Aber stimmt das man sich als SL überlegen muss, sollte wie der Bard und anderen Klassen nicht vernachlässigen Sollte wie die Klassen zu ihren Zauberkünsten Kamen. 

Erbschwein:
Hallo,

Damit nicht alle gleich Zaubern, könne man das dem ein Zufall zulassen. In dem man Meteoriten auf dem Planeten Fallen.

Der das Glück hat und sich das für seinem Vorteil macht, sollte es zu einem Faden machen können und sich das wie ein Tattoo sich binden Lassen.

Man könne auch mit einer Sternschnuppe sein Glück versuchen...  ~;D

Skele-Surtur:

--- Zitat von: Tudor the Traveller am 16.01.2021 | 00:03 ---Die Techniken sind eher das Vokabular, mit dem er arbeitet. Ich würde da keine festen Sprüche erwarten, die der Barde lernt. Eher, die grundsätzliche Herangehensweise, so wie ein Musiker eben auch Noten lernt und versteht, was harmonisch ist und was nicht, oder ein Maler Maltechniken und Stile etc.

[...]

Der Wizard greift möglicherweise in die magischen Energien der Welt ein und hat ein grobes Verständnis davon. Der Bard vielleicht eher in die "Magie des Augenblicks"...


--- Ende Zitat ---
Das halte ich für eine sehr gute Umschreibung. Ich versuche das mal zu paraphrasieren: Der Wizard lernt exakte Zauberformeln, bei denen verbale und somatische Komponenten sehr genau definiert sind und die bei korrekter Ausführung jederzeit replizierbar sind.

Was der Barde macht ist keine Präzise Wissenschaft, jeder magische Effekt ist ein Einzelfall, der nicht nach Schema F abgearbeitet werden kann. Während der Wizard die magischen Ströme in die vorgeschriebene Form bringt, passt sich der Barde eher dem derzeitigen Fluss dieser Ströme an und kreiert die entsprechende Formel "on the fly", so wie sie genau in diesem Moment gerade passt. Das ist zwar nicht jederzeit zu 100% replizierbar, aber die Grundtechniken und ein fundiertes theoretisches Hintergrundwissen hat er solide gelernt. Er muss sein Handwerk beherrschen und in den Grundtechniken sicher sein, um eben genau so flexibel arbeiten zu können.

Was beide aber immer noch gemeinsam haben, ist dass sie unterm Strich doch letztlich Zauberformeln und magische Gesten verwenden.

Das ist jetzt immer noch recht diffus, aber ich habe das Gefühl, dass ich für mich das schon eher erfassen kann.

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