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[cortex prime] Radulf liest... Cortex Prime

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Bombshell:

--- Zitat von: Robert Paulson am 10.02.2021 | 12:46 ---Wir konvertieren jetzt unsere Savage Worlds Space 1889 Kampagne auf Cortex Prime.
--- Ende Zitat ---

Willst du vielleicht an anderer Stelle mal ausführen welche Trait Sets und Mods von Cortex Prime ihr bei eurer Anpsassung genommen habt oder nehmen wollt?

RackNar:

--- Zitat von: Kingpin000 am 10.02.2021 | 12:11 ---Hast du je selber eine langjährige Kampagne in einem rein narrativem System wie FATE, 2d20 oder Cortex Plus (+andere die ich vergesse habe) mitgespielt oder geleitet?
--- Ende Zitat ---

Die Frage ging zwar nicht an mich, aber wir haben früher lange Kampagnen mit Everway gespielt. Das war kein Problem, da die Gruppe gepasst hat. Ich halte das auch für den wichtigeren Faktor.

BTW: Ich würde ich FATE nicht zu den rein narrativen Systemen zählen

nobody@home:

--- Zitat von: rollsomedice am 10.02.2021 | 09:11 ---Dennoch ist die Frage nach der Kampagnen Tauglichkeit von Cortex Prime für mich immer noch hochinteressant und vielleicht kann ja jemand die anhand eines Beispiels beantworten

--- Ende Zitat ---

Ich denke, um diese Frage beantworten zu können, müßten wir erst einmal wissen, was mit einer langen Kampagne eigentlich erreicht werden soll und was sie attraktiv macht. Will die Gruppe sie einfach nur zum Selbstzweck a la "Uns ist einfach nach einer langen Reihe von Abenteuern mit immer denselben Figuren!" (reicht ja im Prinzip schon völlig aus)? Dann paßt eigentlich so ziemlich jedes System, das nicht komplett für One-Shots geschrieben worden ist, mit dem man geeignete Charaktere auch tatsächlich bauen kann, und dessen SC-Sterblichkeit sich in angemessenen Grenzen hält (also vielleicht nicht gerade Call of Cthulhu oder Paranoia... ~;D). Dazu braucht's dann genaugenommen auch nicht einmal mehr irgendwelche Aufstiegsregeln, denn solange man sich seine Charaktere von vornherein passend zurechtbasteln kann und sie sich dann im Spiel entsprechend gar nicht erst mehr großartig verändern müssen, sind wir ja schon mitten im angepeilten "Sweet Spot"!

Soll die Kampagne dagegen ausdrücklich dazu dienen, die klassische D&D/DSA-Heldenkarriere von Stufe eins bis einundelfzig gründlich durchzufeiern -- okay, dann braucht's tatsächlich Aufstiegsregeln, die genau das unterstützen, und dann taugen Systeme, die so etwas nicht mitbringen, auch wirklich weniger bis nicht zum Erreichen dieses speziellen Ziels. Daß man sich damit genau betrachtet eigentlich vorgenommen hat, mit den Mitteln eines neuen Systems B möglichst penibel ein bestimmtes Regelkonstrukt des vertrauten Systems A nachahmen zu wollen (was meiner persönlichen Erfahrung nach tatsächlich manchmal recht gut geht und dann in anderen Fällen wieder überhaupt nicht), mag dabei seinerseits eine gewisse Rolle spielen...

Vermutlich gibt's auch noch ein paar andere Ziele, zu deren Erreichung eine größere Kampagnenlänge einigermaßen zwingend vonnöten ist (ich bin mir beispielsweise nicht sicher, inwieweit und an welchen Stellen sich ein "Wir wollen hier mal so ein richtiges Epos von Anfang bis Ende durchzocken!" mit diesen beiden nun genau überlappt). Diese zwei sind einfach nur die, die mir im Rahmen dieser Nebendiskussion spontan sofort eingefallen sind.

Space Pirate Hondo:
Für Cortex Prime soll ja dieses oder nächstes Jahr ein offizielles He-Man (Fantasy Superhelden) und Dragon Prince (klassische Fantasy) System erscheinen. Wenn dafür dann auch noch offizielle Kampagnen erscheinen, kann man vielleicht eher ein Resümee ziehen, ob das System die gewünschten Qualitäten für lange Kampagnen mitbringt.

Deltacow:
Ein Cortex Prime Charakter kommt in der Regel mit 2 Prime Trait-Sets (bspw. Attribute + Skills wenn mans ganz klassisch will) und Distinctions (häufig 3 davon) daher. Meiner Meinung nach müsste man die Prime Traits teilweise nicht so hoch ansetzen wie im Buch veranschaulicht, auch braucht es keine 3 Distinctions - 2 reichen völlig und die müssen auch nicht sklavisch d8/d4 sein, wenn eines davon d6/d4 hat spürt mans im Kompetenzschwund auch schon ohne gleich unspielbar zu werden.

Darüber hinaus lassen sich Trait-Sets im Sinne eines "levelns" durchaus gut skalieren. Ressourcen die klassischerweise mit d6d6 starten, können zuerst in die Breite (mehr d6) dann in die Höhe (höhere Würfel) etc. pp. skalieren; die einzelnen SFX vieler Traits können mit ausgeglichenen Kosten/Benefit-Verhältnis starten oder wenn mans gritty mag eben mit höheren Kosten bei niedrigerem Benefit und suksessive schraubt man im Sinne eines "levelns" an beidem.

Also ich sehe da bislang kein "Level"-Problem.

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