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D&D-Spieler - wie ertragt ihr die immer gleichen Stereotypen?
Tarendor:
--- Zitat von: schneeland am 18.06.2021 | 18:41 ---D&D5 hat (wie seine unmittelbaren Vorgänger) aber schon relativ viele Sonderfertigkeiten in die Klassenprogression eingebaut. Da ist die zentrale Entscheidung dann, welche Subklasse ich nehme, und komme quasi gar nicht drumherum, die zu haben. Gefühlt führt das eher zu mehr Stereotypen, weil man eben auf bestimmte Schienen gesetzt wird - will man dann mehr, braucht es mehr Gleise (sprich: Klassen + Subklassen, wie in Xanathar oder Tasha).
Keine Frage, das kann auch Spaß machen, aber präferenzmäßig wäre ich da eher bei Tarin (ggf. ergänzt um Multiclassing).
--- Ende Zitat ---
Ich glaube dir geht es eher darum, mit wenigen Regeln zu spielen.
Der generische Krieger (Archetyp Champion) har gar keine großen Sonderfähigkeiten sondern haut nur immer feste drauf.
Mystischer Ritter und Kampfmeister wiederum bedienen dann die Leute die Sonderfähigkeiten mögen.
Man kann allerdings mit Talenten, den generischen Champion wiederum mit coolen Sonderfähigkeiten einzigartig machen, wenn man das will
Aber wer einfach nur einen simplen Kämpfer haben will, der nimmt den Champion + Hintergrund.
Tudor the Traveller:
Ehrlich gesagt freue ich mich über jeden Stereotypen Charakter an meinem Tisch. Diese ganzen Chars mit kreativem Clicheebruch finde ich ermüdend.
Issi:
Ich spiele wahrscheinlich noch nicht lange genug..... ~;D
Kann mir aber gut vorstellen, dass es nervt, wenn man länger spielt.
Des einen Bug ist scheinbar des anderen Feature.
Einer meiner Mitspieler findet D&D deshalb so gut, weil da jede Charakterklasse was ganz eigenes hat.
Ist halt Geschmackssache.
Ich würde jetzt ein flexibleres Baukasten System vorziehen.
Kann dann im Worst Case zwar sein, dass sich SC Klassen untereinander zu wenig unterscheiden.
- Aber das ist mir jetzt lieber.
Was ich bei D&D 5 gut finde: Der Kämpfer kann auch mal was. :D
Alexandro:
Werte sind nicht alles. Charaktere können nahezu gleich gebaut sein, aber wenn sich Spieler reinhängen, dann sind sie trotzdem unterschiedlich.
Und umgekehrt (diese Lektion habe ich durch GURPS lernen müssen: da wird viel Detail auf die unterschiedliche Ausgestaltung gelegt, aber wenn der Spieler nicht in den Charakter investiert ist (idR bei Conrunden mit vorbereiteten Charakteren), dann spielen die sich alle zu 100% gleich).
Runenstahl:
--- Zitat von: Rorschachhamster am 18.06.2021 | 18:07 ---Das ist vielleicht Teil des Problems, wenn es nur "Kämpfer" gibt und keine sonderfähigkeiten, bist du frei daran, zu interpretieren was dein Kämpfer für einer ist, aber der dritte Tiertotemkrieger (Bär) sieht schon ganz automatisch eher gleich aus. :)
--- Ende Zitat ---
Aber "Bär" ist nicht die einzige Barbarenklasse. "Wolf" ist z.B. mMn stärker (sofern man andere Nahkämpfer im Team hat die davon profitieren). Und der Berserker ist bei weitem nicht so "unspielbar" wie im Netz gerne behauptet wird. Ich sage sogar das er gleichauf mit dem Totembarbaren ist.
Und selbst wenn man eine Gruppe aus 3 Totembarbaren hat die allesamt "Bär" gewählt haben. Man kann dann immer noch eine ganze Reihe unterschiedlicher Charaktere haben. Der eine ist vielleicht ein charismatischer Bäcker der vermeintlichen Feinden erstmal Kekse anbietet um mit ihnen ins Gespräch zu kommen, der zweite ist ein schweigsamer Eigenbrötler der jedoch ein guter Jäger und Fährtenleser ist und der dritte hat was in der Birne und kann mit diversen Wissenfähigkeiten wichtige Infos zu allem möglichen Beisteuern.
Und wenn es rein Kampfmechanisch sein soll: Der erste Charakter Tankt ohne Rüstung mit guten Werten und Schild (was ihn auch im Schleichen recht gut macht). Der zweite schwingt lieber eine zweihändige Waffe und trägt einen Brustpanzer zum Schutz, während der dritte Barbar vielleicht mit zwei Handäxten kämpft die er notfalls auch werfen kann wenn ein Gegner mal weiter weg ist.
Kombiniert man das dann noch mit Feats und Multiklassing, so hat man letztlich selber Schuld wenn alle Charaktere gleich sind.
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