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D&D-Spieler - wie ertragt ihr die immer gleichen Stereotypen?

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Tarendor:

--- Zitat von: Raven Nash am 19.06.2021 | 08:26 ---Stereotype erfordern IMHO auch, dass genug Spieler da sind, damit jeder Char nur eine Funktion ausfüllen muss.

--- Ende Zitat ---

Außerdem hat man bei D&D5 als Charakter die Möglichkeit, auf einer Stufe Fähigkeiten auszutauschen.
Wenn mein Char eine neue Funktion ausüben soll in der Kampagne, wechsle ich einfach paar Dinge aus (Zauber, Talent usw.)  Die neuen Fähigkeiten machen meinen Charakter dadurch sehr flexibel und veränderbar im Laufe der Kampagne.

aikar:

--- Zitat von: Tudor the Traveller am 19.06.2021 | 08:30 ---In der Theorie. In der Praxis wirst du keine Barbaren mit hoher Int haben. Genauso wie du keine kräftigen Magier hast. Das ist bei D&D generell etwas schade.
--- Ende Zitat ---
Das wirst du auch in klassenlosen Systemen in der Praxis nie finden. Weil die Charaktere optimiert werden und die Abstriche dann bei den nicht das Konzept unterstützenden Attributen und Fähigkeiten erfolgen. Ich verweise nur mal auf die üblichen DSA-Magier, die vor lauter körperlichen und sozialen Nachteilen kaum mehr lebensfähig sind, damit sich noch eine Sonderfähigkeit für ihre Magie ausgeht.

Vollständige Anpassbarkeit der Charaktere ist daher in der Theorie nett, aber in der Praxis oft gar nicht relevant, weil die Charaktere ja doch wieder auf ihre Gruppenrolle hin gebaut werden. Und sie geht immer auf Kosten von Balance (ob einem das jetzt wichtig ist oder nicht ist ein anderes Blatt), Geschwindigkeit und Übersichtlichkeit. Meiner Meinung nach ist es das nicht wert.

Es mag Spieler oder sogar ganze Gruppe geben, die Charaktere bauen, die weit vom Mainstream abweichen, trotz des Risikos, dass ihr Charakter nicht "konkurrenzfähig" ist. Aber die sind in etwa genauso häufig wie die D&D-Spieler, die ihrem Magier vor allem Punkte auf Stärke und Konstitution geben (und möglich ist ja auch das).

btw., die Möglichkeiten von D&D5 sind gar nicht so klein was Optionen angeht.
Attribute - Volk - Hintergrund - Klasse - Subklasse - Fertigkeitsauswahl - Zauberauswahl - Kampftechnikauswahl - Multiclassing
Das ergibt viele (zehn)tausend mögliche Kombinationen

Crimson King:

--- Zitat von: aikar am 19.06.2021 | 08:41 ---Das wirst du auch in klassenlosen Systemen in der Praxis nie finden.

--- Ende Zitat ---

Das hängt von der Konstruktion des Systems ab. Je mehr Resourcen du in einen bestimmten Bereich buttern musst, um in dem richtig gut zu sein, umso weniger bleibt für die sekundären Sachen übrig. Systeme, die eher generalistische Charaktere wollen, sind da besser drin. Aber das nur am Rande.

aikar:

--- Zitat von: Crimson King am 19.06.2021 | 09:11 ---e mehr Resourcen du in einen bestimmten Bereich buttern musst, um in dem richtig gut zu sein, umso weniger bleibt für die sekundären Sachen übrig. Systeme, die eher generalistische Charaktere wollen, sind da besser drin.
--- Ende Zitat ---
Kannst du da ein Beispielsystem nennen?

Crimson King:

--- Zitat von: aikar am 19.06.2021 | 09:13 ---Kannst du da ein Beispielsystem nennen?

--- Ende Zitat ---

FATE und PDQ fallen mir da als erstes ein. 7te See 1st und L5R funktionieren da auch recht gut. DSA 3 konnte das nach meiner Erinnerung auch ganz gut. Ich schätze, die ganze WoD-Schiene legt nicht notwendigerweise großen Wert darauf, dass die Charaktere sich spezialisieren. Das hängt aber vermutlich wieder damit zusammen, ob man eher die dramatischen Aspekte des Settings in den Vordergrunfd stellt oder ob man Antihelden mit Superkräften spielt.

Ich will das hier aber gar nicht großartig entgleisen. Wenn das weiter diskutiert werden soll, würde ich das in einen eigenen Thread auslagern.

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