Autor Thema: Verlies des Wahnsinnigen Magiers  (Gelesen 638 mal)

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Offline Megavolt

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Verlies des Wahnsinnigen Magiers
« am: 16.07.2022 | 09:35 »
Dungeon of the Mad Mage besteht aus 20 (?) Ebenen mit jeweils 25-35 Räumen. Der Band hat grob 300 Seiten und man muss ihn wohl konzentriert durchlesen, um zu verstehen, welche Geheimnisse sich in diesem Dungeon befinden, er ist also eher unzugänglich. Ich müsste mit sehr viel Vorschussvertrauen rangehen und viel investieren, ohne abschätzen zu können, ob sich das Investment rentiert.

Auf mich wirkt der ganze Ansatz in seiner Monumentalität ehrlich gesagt ziemlich crazy, aber ich will nicht lästern, unter anderem fehlt mir ja auch die umfangreiche, gelebte DnD Erfahrung. Meine Frage: Wird das wirklich so gespielt? 20 Ebenen a 30 Räume? Die man quasi so Schritt für Schritt leerfarmt? Hat das schon mal jemand von euch gemacht? War es eine gute Spielerfahrung? Besteht nicht die Gefahr, dass das schnell zäh und blöd wird? Ist das nicht viel zu umfangreich und zu monoton?

Offline Ma tetz

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Re: Verlies des Wahnsinnigen Magiers
« Antwort #1 am: 16.07.2022 | 09:51 »
Wir haben die ersten beiden Ebenen in der 5e gespielt, danach habe  wir erstmal eine Pause eingelegt.

Der Dungeon fühlte sich sehr klinisch an. Es gab zwar auf jeder Ebene mindestens zwei Fraktionen, aber die wurden einfach gewyped.

Ein Fraktionsspiel kam nicht zustande. Der SL hat entsprechende Initiativen Seitens der Spieler auch nicht wirklich angenommen. Ich vermute dass das Abenteuer auf diese Möglichkeit nicht explizit eingeht.

Insgesamt war das nicht so der Bringer. Ich kann mir aber vorstellen, dass es auf den unteren Ebenen spannender wird. für weitere 2-3 Ebenen würde ich dem Ganzen nochmal eine Chance geben. Wenn es dann nicht zündet, ist es eben nichts für mich.
« Letzte Änderung: 16.07.2022 | 10:36 von Ma tetz »
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Offline Tudor the Traveller

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Re: Verlies des Wahnsinnigen Magiers
« Antwort #2 am: 16.07.2022 | 10:22 »
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Offline Rhylthar

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Re: Verlies des Wahnsinnigen Magiers
« Antwort #3 am: 16.07.2022 | 10:30 »
DotMM (Dungeon of the Mad Mage) ist ja quasi nur der 5E-Aufguss von Undermountain-Modulen älterer Editionen.

Sowohl SL als auch SpielerInnen müssen diese Art des Abenteuers wollen, ansonsten wird das nichts imho. Da muss seitens des SL auch ein wenig Zeit investiert werden, gerade, wenn sich die Ebenen verändern oder Fraktionen (manchmal möglich iirc) ebenenübergreifend agieren. Und das ist das ganz später auch noch ziemlich gonzo; muss man mögen. ;)

P.S.: Habe es nur mit AD&D 2nd bespielt vor zig Jahren.
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Re: Verlies des Wahnsinnigen Magiers
« Antwort #4 am: 16.07.2022 | 10:32 »
Ich nutze die Dungeons als Steinbruch; by the book würde ich das nicht spielen oder leiten wollen.
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Offline Rhylthar

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Re: Verlies des Wahnsinnigen Magiers
« Antwort #5 am: 16.07.2022 | 10:33 »
Hach, ich alter Mensch habe da ja sogar mal was zu geschrieben: *KLICK* :)
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Offline Sphyxis

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Re: Verlies des Wahnsinnigen Magiers
« Antwort #6 am: 16.07.2022 | 11:08 »
Ich weiß nicht, ob Erfahrungswerte da gelten:
Ich hab mal vor einer Weile auf dem öffentlichen Deutschen DnD-Discord und auf dem Ulisses Discord nach Einschätzungen gefragt, welche Ebene oder welche Teilebene man für einen Con-Oneshot gut leiten könnte, weil sie kompakt ist und der Dungeon Spaß macht. Ergebnis war: Es kamen plattitüden wie "Jede Ebene ist für sich gut geeignet", aber wirklich niemand kam mit einem Vorschlag.
Ich würde daher sagen: Das Abenteuer kam in der Deutschen Szene echt nicht an. Die wenigsten SL haben sich damit beschäftigt, die wenigsten Spieler*innen haben es gespielt. ...

Mich persönlich störte, dass das Buch sich nicht die Mühe machte mögliche Einstiege zu konstruieren und den Dungeon in eine Rahmenhandlung einzubetten. Und DAS obwohl in "Dragon Heist" dauernd darauf verwiesen wurde UND das Yawning Portal als Einstiegpunkt schon mal in einer Abenteuersnthologie vorgestellt wurde. Daran hätte mensch bei WotC anknüpfen können...

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Re: Verlies des Wahnsinnigen Magiers
« Antwort #7 am: 16.07.2022 | 11:22 »
Ich kenne jetzt das konkrete Werk nicht, aber nach allem, was ich früher schon mal über Halasters Fuchsbau gehört habe, ist der auch einfach kein "Dungeon zum Durchgehen und Säubern" -- der ist schon unter anderem der Wohnsitz seines Erbauers und existiert schon seit (wenn ich mich recht entsinne) Jahrhunderten recht gut direkt unter Waterdeep, ohne daß einerseits die Lords oder sonst irgendwer schon mal mit bleibendem Erfolg "aufgeräumt" oder andererseits umgekehrt die Stadt massiv unter seiner Existenz gelitten hätte. Eigentlich gehört das Ding schon regelrecht zu ihrem Kulturerbe... ;)

Was denn auch eher zu meiner allgemeinen Vorstellung von "Megadungeons" paßt: das sind Orte, die, zumindest was die typische kleine Abenteurergruppe angeht, zwecks Verfolgung dieses oder jenes Einzelziels primär besucht werden wollen -- nicht aber als Ganzes besiegt.

Offline PayThan

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Re: Verlies des Wahnsinnigen Magiers
« Antwort #8 am: 16.07.2022 | 14:32 »
Hab mir das mal vor einiger Zeit zugelegt und mir mal angeschaut, zum Spielen ist es aber nie gekommen.


Ich war extremst enttäuscht darüber, das der Dungeon für meinen Geschmack viel zu „normal“ war.
Von einem „Wahnsinnigen“ oder verrückten Magier, habe ich da wenig gespürt.

Auch ziemlich platt fand ich die Erklärung wieso SC mit niedrigeren Stufen bestimmte Geheimgänge / Portale in Tiefere Ebenen nicht benutzen können.


Im großen und ganzen war es für mich zu wenig „Wahnsinnig“.
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Offline Gunthar

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Re: Verlies des Wahnsinnigen Magiers
« Antwort #9 am: 16.07.2022 | 18:31 »
Wenn man auswählen könnte, das Verlies des wahnsinnigen Magiers oder das Grabmal der Vernichtung zu nehmen, welches sollte man eher wählen?
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Offline Loduanor

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Re: Verlies des Wahnsinnigen Magiers
« Antwort #10 am: 17.07.2022 | 12:32 »
Ich hatte mich auch mal damit beschäftigt, da ich das Marblegate Webcomic lese. Es gibt wie zu jeder D&D5 Kampagne einen eigenen Reddit, der wirklich viele Infos, Tipps und Ideen enthält (ich verlinke hier mal nicht auf Fremdforen). Der Reddit Ist komplett englisch, aber man ist sich da einig, dass der Band eigentlich unspielbar ist ohne das DoTMM Companion von Wyatt Trull auf DMs Guild (natürlich auch englisch) zu kaufen.

Das war mir dann einfach viel zu viel Arbeit das als Kampagne vorzubereiten, dafür gebe ich dann nicht 70 € aus (Buch und DotMM Companion). Dann kann ich auch gleich eine eigene Kampagne designen.

Die Kampagne basiert halt stark auf der Art, wo DnD herkommt mit Gygax und Castle Greyhawk. Leute laufen in ein immer schwerer werdendes Dungeon, leveln und schleppen da Loot raus. Meine Gruppe würde das wahrscheinlich auch nicht längerfristig fesseln.

Unabhängig davon finde ich (also wirklich ich persönlich, keine allgemeingültige Aussage) die DnD 5 Regeln auch weder gut geeignet für Dungeon Exploration noch für Wilderness Exploration und hoffe, da tut sich mit 5.5 was. 
Ich erwähne das, weil ja auch alternativ nach Verlies der Vernichtung gefragt wurde, was eine Wilderness Exploration Kampagne ist.

Wenn hier auch eine alternative Empfehlung willkommen ist:
Ich hatte das schon in einem anderen Thread geschrieben, man kann mit wenig Aufwand eine tolle Kampagne aus den beiden Starter Boxen stricken, wenn man die Gruppe nicht zu schnell aufsteigen lässt und man kann da sehr einfach zusätzliche Orte und Begegnungen dazu stricken. Beide Boxen gibt es meines Wissens auch auf Deutsch und wir hatten viel Spaß damit, da kommt eine sehr schöne Sandbox raus, die sich super leiten lässt ohne riesige Vorbereitung, das Ausgangsmaterial ist gut, und wenn man gern ein bisschen improvisiert kann man da auch mit Fraktionen arbeiten und in Phandalin eine schöne Basis bauen. Aber alles wie gesagt nur meine Meinung.




Offline Rhylthar

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Re: Verlies des Wahnsinnigen Magiers
« Antwort #11 am: 17.07.2022 | 12:47 »
Wenn man auswählen könnte, das Verlies des wahnsinnigen Magiers oder das Grabmal der Vernichtung zu nehmen, welches sollte man eher wählen?
Wenn Du mir eine "Caipirinha" und einen "Sex on the Beach" anbietest, würde ich trotzdem fragen: Gibt es auch Mojito(s)?

Will sagen: Stehen nur die beiden zur Auswahl?
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Offline Gunthar

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Re: Verlies des Wahnsinnigen Magiers
« Antwort #12 am: 17.07.2022 | 14:40 »
Wenn Du mir eine "Caipirinha" und einen "Sex on the Beach" anbietest, würde ich trotzdem fragen: Gibt es auch Mojito(s)?

Will sagen: Stehen nur die beiden zur Auswahl?
Ich sag mal in diesem Fall ja.  Gut, ich habe beide Bücher. Aber welches ist besser zum Leiten?
« Letzte Änderung: 17.07.2022 | 14:42 von Gunthar »
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Re: Verlies des Wahnsinnigen Magiers
« Antwort #13 am: 17.07.2022 | 15:00 »
Die sind halt beide ok. In beide musst du als SL etwas Arbeit stecken und beide können für eine Spielgruppe langweilig und/ oder frustrierend sein.
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Offline Loduanor

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Re: Verlies des Wahnsinnigen Magiers
« Antwort #14 am: 17.07.2022 | 15:09 »
Ich sag mal in diesem Fall ja.  Gut, ich habe beide Bücher. Aber welches ist besser zum Leiten?

Wenns die Auswahl aus den beiden ist, würde ich Grabmahl der Vernichtung nehmen. Das lässt sich glaube ich leichter ohne viel Eigenarbeit leiten.