Autor Thema: Archiv zu OGL, ORC, SRD und anderen Lizenzfragen rund um die OGL  (Gelesen 91543 mal)

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Offline Skaeg

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Was für dich der Gau wäre, Hasbro nimmt etwas was ich selbst geschaffen habe wäre für mich der Ritterschlag.
Aber du erschaffst ja gar nichts?  :o

Und nur nebenbei: Sachen, die unter OGL 1.1 veröffentlicht werden müssen, werden definitiv(!) nicht auch unter irgend einer Form von CC veröffentlicht, aus offensichtlichen Gründen. Von daher geht das selbst an den Kreativen, welche die von dir gedruckten Sachen schreiben, vorbei.

Offline Ein Dämon auf Abwegen

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Offline FlorianGressConsulting

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Aber du erschaffst ja gar nichts?  :o

Und nur nebenbei: Sachen, die unter OGL 1.1 veröffentlicht werden müssen, werden definitiv(!) nicht auch unter irgend einer Form von CC veröffentlicht, aus offensichtlichen Gründen. Von daher geht das selbst an den Kreativen, welche die von dir gedruckten Sachen schreiben, vorbei.

Seufz, ja momentan erschaffe ich gar nichts eigenes. (Du siehst, bis die mir was mit Hilfe der OGL wegnehmen könnten ist noch ein weiter weg.)  Wenn sich dies mal ändert und es kompatibel zu 5E oder one ist, werde ich die zu dem Zeitpunkt aktuelle OGL nutzen. Für ich ist es ein Erfolg/ Ziel in eine Position zu kommen in der sie mir was wegnehmen könnten und ein nochgrößerer Erfolg in eine Position zu kommen in der sie mir was wegnehmen wollen.

Wenn die T9A Jungs das Tabletop um eine RPG erweitern (wofür momentan die ersten Arbeiten laufen) werden sie aller vorraussicht nach die OGL nutzen. Ich bin mir sehr sicher dass sie auch unter dieser es möglich machen werden ihre Bücher zu drucken.

Ich bin mir bewusst, dass ich damit in dem Moment aufhören müsste in dem Wizard den Settingsband und die Kampagne selbst nutzen möchte und dass sie den RPG-Aufsatz/Zusatz zu T9A problemlos jederzeit übernehmen können.

Bessere Werbung als dies könnte T9A gar nicht passieren!
Die Öffentliche Entrüstung die durch das Internet schallt.
Die große Reichweite die das Produkt dazu bekäme.
Der Ritterschlag in Augen der Communities.
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Ja sofern es Regeltechnisch und Zielgruppen gemäß halbwegs Sinn macht, würde und irgendwann auch werde ich definitiv die OGL für eigene Sachen nutzen.
Ehemals Just_Flo in beiden Dispositorien und im Tanelorn nach freiwilligen Accountaufgaben an beiden Orten mittlerweile FlorianGressConsulting in beiden Orten.

Zwischen der Accountaufgabe und dem neuen Account an beiden Orten nur als Lurker ohne Posts aktiv. Als Freund der Mehrperspektivität bei Rollenspielthemen lese ich gerne an beiden Orten.

Habe ich zu der aktuellen Außeinandersetzung eine Meinung? Ja.
Werde ich diese online äußern oder eine der verschiedenen Fraktionen unterstützen? Nein

Offline Skaeg

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Seufz, ja momentan erschaffe ich gar nichts eigenes.
Dann lass uns mal abwarten, was die Leute, die das, was du weiterverbreitest, tatsächlich erschaffen, dazu sagen. Bis jetzt ist die einzige Aussage in deinen Ausführungen, die für mich zustimmungsfähig ist, das "Ich hab' ja leicht reden".

Offline FlorianGressConsulting

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Dann warte mal schön ...
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Offline Argonar

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Ich glaub auch nicht, dass WOTC einfach allen alten Content unter der 1.0 vom Markt fegen kann oder sich deren IPs rückwirkend aneignen, aber so wie es angeblich drin steht ist es deren Intention sich diese Option offen zu halten (bzw so zu tun als könnten sie), was ich schonmal sehr fragwürdig finde.

Was die 1.1 angeht, viel wichtiger als die Frage, ob dir (als Content Creator) WOTC tatsächlich deinen Content klauen oder dir grundlos die Lizenz entziehen wird ist folgende Frage: "Wenn es eh nicht passieren wird", warum soll ich das dann unterschreiben?

Ich kann hier nur parallele zu Dienstverträgen und Erweiterungen ziehen, wo Firmen unter dem Vorwand "Wir sind doch nicht so" und "Das is nur eine Formalität" Unterschriften holen wollen. Gibt leider viele die das unterschreiben, ich persönlich hab schon mehrfach die Unterschrift verweigert, bis problematische Passagen verschwunden sind und dem CEO auch erklärt warum. Es handelt sich dabei nicht um ein Dokument zwischen ihm (dem ich schon vertraue) und mir, sondern zwischen der Firma und mir. Keiner weiß ob er in 10 Jahren noch mein Chef sein wird, da kann alles Mögliche kommen. Krankheit, Unfall, besserer Job, zieht weg, wird vom Mutterkonzern ausgetauscht oder geht in Vorruhestand. Und selbst wenn das alles nicht passiert, er ist älter als ich und geht definitiv vor mir in Pension.

Keiner weiß wer dann nachrückt und ob man sich mit der Person genauso versteht, aber hätte ich den Zettel unterschrieben, kann der Nachfolger alles was daruf steht einfordern.
Und so verhält es sich auch bei WOTC. Selbst wenn man aktuell nicht glaubt, dass die sowas machen werden (woran ich aber sehr wohl glaube), was ist in 5, 10 oder 15 Jahren und einer neuen Geschäftsführung?

Was passiert mit kritischen Stimmen auf Youtube und co.? Kommt ein Brief/eine Mail mit dem Inhalt "Hör auf so kritisch zu sein, oder deine Lizenz ist weg"? Einmal den falschen Kommentar auf Twitter hinterlassen und die Lizenz ist weg, während der Kickstarter noch produziert wird. Was passiert dann eigentlich mit den Einnahmen und den 20%, die zu dem Zeitpunkt schon abgegeben werden mussten?
Jemand macht ein Videogame und einen Monat vor Release entscheidet sich WOTC, ne das ist zu viel Konkurrenz für uns, stampf das ein. Die Entwicklungskosten siehst du nie wieder.

Niemand weiß es. Und sich finanziell von so einer Ungewissheit abhängig zu machen ist keine gute Idee. Darum sollte man so einen Blödsinn auch nicht unterschreiben. Vor allem, weil es scheinbar so ist, dass wenn man einmal die 1.1er unterschreibt, auf jeden Fall die Rechtsgrundlage zur 1.0 verliert (außer man zaubert mit Subunternehmen herum)

Offline Skaeg

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Darum sollte man so einen Blödsinn auch nicht unterschreiben. Vor allem, weil es scheinbar so ist, dass wenn man einmal die 1.1er unterschreibt, auf jeden Fall die Rechtsgrundlage zur 1.0 verliert (außer man zaubert mit Subunternehmen herum)
Dem ist wenig hinzuzufügen.

Außer, dass die Veteranen unter uns das wirklich komplett alles bei der GSL schon mal hatten. Die "Wizards ist allmächtig, die können jeden kaputtklagen, unterwerft euch lieber dem mächtigen Gott!"-Stimmen. Die "Klar unterschreibe ich, ist doch alles kein Problem!"-Stimmen (von denen man hinterher nie wieder was gehört hat.) Die "OMG! WTF! Wizards reißt sich die ganze Industrie unter den Nagel!"-Stimmen.

Alles schon da gewesen.

Offline postkarte

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Hier haben sich schon viele Entwickler zusammengefunden, um ihre Meinung dazu zu sagen: https://www.opendnd.games/

Offline Sphinx

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Natürlich würden man sich nicht einfach ein Produkt aneignen. Man macht dem Erschaffer natürlich ein "unwiderstehliches" Angebot...zumindest aus WOTC Sicht. Und wenn er das nicht annimmt reißt man es sich unter den Nagel, damit man immer schön sagen kann "Wir hatten es versucht aber der Rechteinhaber war nicht bereit zu Kooperieren" oder so ähnlich.

Man kann sich das ganze ja auch auf dmsguild mal anschauen wie Wizzard tickt
https://support.dmsguild.com/hc/en-us/articles/217520927-Ownership-and-License-OGL-Questions

Zitat
Does Wizards own any unique IP that I create in my DMs Guild publications?
Wizards does not own any of the unique IP that you create in your publications. Wizards does own the IP that they contribute, plus the DMs Guild agreement will grant Wizards and other DMs Guild authors a license to use your IP.

That said, if your work merits incorporation into canon, Wizards will contact you about purchasing your IP outright.

Dort wird auch, wenn ich nicht falsch liege, direkt 50% der Einnahmen einbehalten.
Soren Johnson: Given the opportunity, players will optimize the fun out of a game |"Haben die Spieler die Möglichkeit, Optimieren sie den Spaß aus dem Spiel."

Offline sma

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Hier ein Artikel über das Rechtliche von einem Anwalt. [...]
Danke für den Link!

Ohne OGL-Kontext hier noch einen Link auf eine Einschätzung zum Thema "irrevocable", die im wesentlich lautet, du hast eine 1-3 auf W6 Chance ;)

Und hier noch ein Anwalt (wieso spielen eigentlich so viele Anwälte D&D?) der im wesentlichen sagt, wenn WotC bereit ist, für ihre Rechtsauffassung zu kämpfen, sieht es für den einzelnen schlecht aus.

Was mir WotC außerdem noch sehr unsympathisch macht: Das geleakte Dokument stammt angeblich aus einer Rundmail, die kurz vor Weihnachten inklusiv Verträgen an große ausgewählte OGL nutzende Verlage geschickt wurde, um es zu erschweren, sich bis zum Jahresende rechtliche Beratung zu holen, und sie dann schon in der Tasche zu haben, wenn das öffentlich wird. Das macht man IMHO dann, wenn man die Gegenseite übervorteilen will.

Übrigens, wer auf die OGL 1.1 eingeht, verzichtet auf das Recht, WotC zu verklagen. Als ob die anderen Punkte nicht schon schlimm genug wären, wie ja auch der Antwalt in dem Medium-Artikel treffend zusammenfasst:

Zitat
Q: That sucks…
A: You’re not wrong.

Offline sma

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Man kann sich das ganze ja auch auf dmsguild mal anschauen wie Wizzard tickt ...
Die DMGuild-Lizenz (DMGL) ein komplett anderes Thema und ehrlich gesagt aktuell der bessere Deal als die vermutliche OGL 1.1, denn man bekommt mehr von WotC für die 25%, die an sie gehen (die anderen 25% gehen an DriveThru, 50% an den Autoren), und weiß, worauf man sich einlässt.

Die DMGL erlaubt es aber z.B. nicht, gedruckte Bücher herzustellen oder eigene Spielwelten zu erfinden (sondern man muss für die offiziellen Welten schreiben). Die Leute, die so große Bauchschmerzen mit der vermutlichen OGL 1.1 haben, wollen aber genau das und daher wäre die DMGL gar keine Alternative.

Daher verstehe ich gerade nicht, warum du jetzt die DMGL bzw. den Vergleich von DMGL und OGL anführst um zu belegen, dass WotC schlecht mit Partnern umgeht. Kannst du das erläutern?

Offline Sphinx

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Danke für den Link!

Ohne OGL-Kontext hier noch einen Link auf eine Einschätzung zum Thema "irrevocable", die im wesentlich lautet, du hast eine 1-3 auf W6 Chance ;)
Wenn ich das richtig verstehe werden sie den Artikel 9 aus der 1.0er Version nutzen. Und einfach die neue version rausbringen und die alten als ungültig erklären das nichts neues mehr damit rausgebracht werden kann.

Zitat
Und hier noch ein Anwalt (wieso spielen eigentlich so viele Anwälte D&D?) der im wesentlichen sagt, wenn WotC bereit ist, für ihre Rechtsauffassung zu kämpfen, sieht es für den einzelnen schlecht aus.
Rules Layer halt :P
Mit genug Spielern die das System ja nunmal hat, gibt es auch genug in jedem Beruf. Und ohne denen was unterstellen zu wollen, im Internet ist doch ohnehin jeder ein Arzt, Anwalt, Feuerwehrmann,....

Daher verstehe ich gerade nicht, warum du jetzt die DMGL bzw. den Vergleich von DMGL und OGL anführst um zu belegen, dass WotC schlecht mit Partnern umgeht. Kannst du das erläutern?

Da wir noch nicht die offizielle version der OGL kennen, hab ich mich auf eine echte existierende Quelle bezogen. Und wollte in erster Linie auf den Punkt hinaus, das es keine Partner gibt wenn man mit ihnen zusammen Arbeitet. Wenn man die Autoren als Partner sehen würde, könnte man sich so einen Passus schenken der ihnen faktisch alle Rechte an ihrem Werk entzieht. So ist das ganze ehr "Solange du Spurst nennen wir dich Partner, aber wehe du folgst nicht unserem Mantra".
Das ist ja nicht ein "Wenn du dich als Kinderschänder herausstellst entziehen wir die die Lizenz und das Produkt darf nicht mehr vermarktet werden" sondern ein "Oh das ist nett, das nehmen wir uns. Du bekommst auch ne Abfindung mit der du gefälligst zufrieden sein solltest. Danke das du so viele Jahre Vorarbeit für uns geleistet hast"
« Letzte Änderung: 8.01.2023 | 23:35 von Sphinx »
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Offline sma

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Wenn ich das richtig verstehe werden sie den Artikel 9 aus der 1.0er Version nutzen. Und einfach die neue version rausbringen und die alten als ungültig erklären das nichts neues mehr damit rausgebracht werden kann.
Korrekt. WotC sagt, weil die OGL 1.0a nicht explizit irrevocable ist, können sie diese revoken, und weil das SRD sagt, dann man jede OGL-Version benutzen darf, es dann aber nur die OGL 1.1 gibt, gilt dann eben diese. Für das Fehlen von "irrevocable" gibt es wohl auch Präzedenzfälle (und weil die USA ein Case-Lore haben, definieren dann diese Cases auch das Recht), das dann Law-as-Written auszulegen, allerdings gibt es auch Präzedenzfälle dafür, dass die Intention eine andere war und WotC das in ihrer FAQ vor 20 Jahren auch so geschrieben hat, könnte ein Gericht das genau so gut auch Law-as-Intented auslegen.

Zitat
Da wir noch nicht die offizielle version der OGL kennen, hab ich mich auf eine echte existierende Quelle bezogen. Und wollte in erster Linie auf den Punkt hinaus, das es keine Partner gibt wenn man mit ihnen zusammen Arbeitet.
Nun, ich glaube schon, dass die OGL 1.1 Version echt ist, aber gut, ich verstehe jetzt
den Punkt, den du machen wolltest. Allerdings glaube ich, der von dir zitierte Absatz ist nicht wirklich schlimm…

Zitat
Wizards does not own any of the unique IP that you create in your publications. Wizards does own the IP that they contribute, plus the DMs Guild agreement will grant Wizards and other DMs Guild authors a license to use your IP.

That said, if your work merits incorporation into canon, Wizards will contact you about purchasing your IP outright.
Sinngemäß sagen sie ja, dein "Interlectual Property bleibt dein IP" (was nur eine Selbstverständlichkeit wiederholt), aber unser IP bleibt unser IP (ebenfalls selbstverständlich), wir erlauben allerdings dir und allen anderen (also nicht-exklusiv) in den definierten Grenzen unser IP zu nutzen. Das Recht hättest du mit der OGL nicht. Dann weisen sie darauf hin, dass das auch umgekehrt gilt, d.h. WotC und allen anderen (also wieder eine nicht-exklusive Lizenz) ein IP nutzen dürfen. Alles OK, alles nicht fishy.

Danach verpflichten sie sich (was sie nicht müssten), dein IP zu kaufen, wenn sie's so gut finden, dass sie's offiziell machen wollen. Selbstredend könntest du dieses Angebot ablehnen. Das ist mehr, als die neue OGL (wahrscheinlich) bietet.

Die DMGL ist eine "alle werfen alles in einen Topf und können es gemeinsam nutzen" Pool, der der Tatsache geschuldet ist, dass man sonst niemals mehr auseinander definierten könnte, wer nun welchen NSC oder welche Stadt oder welches Monster in einem großen Mischmasch erfunden hat, also darf jeder alles nutzen, ohne riskieren zu müssen, verklagt zu werden.

Ich erkenne da nicht, dass eine Partei besser da steht als die andere.

Offline Jiyu

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Law-as-Written

Abgekürzt LAW  ~;D sorry  :btt:

Offline Tintenteufel

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Ja, es sind alles nur Leaks. Aber ja, die sollten verdammt ernst genommen werden. Bei mir häufen sich jedenfalls besorgniserregende Statements von Leuten/Unternehmen (Griffon’s Saddlebag, Nord Games etc.) die ich immer gerne unterstützt habe.

Noch mal:
Die geplante „Aktualisierung“ betrifft alle Systeme die sich der OGL bedienen. Nein, nicht nur 5e-Zeug. Alle. „D&D“ hin „D&D“ her.

Ja, die meisten von uns können sich entspannt zurücklehnen, aber ich bin dafür einfach zu solidarisch mit Leuten/Unternehmen deren Haupteinnahmequelle an der OGL hängt; obwohl ich wirklich nur Konsument bin.

Da ich leider beruflich viel mit Themen konfrontiert bin die den Charakter einer juristischen Auseinandersetzung haben, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es erstrebenswert ist mit WotC/Hasbro eine solche rechtliche Auseinandersetzung zu führen. Egal wer moralisch im Recht ist! Die Gegenseite ist um ein viiielfaches besser aufgestellt und wird vor Gericht einen längeren Atem haben. Ja, auch wenn sich alle zusammentun würden.

Die Formulierungen und Aussagen von Ryan Dancey sind übrigens schön, aber 20+ Jahre alt.

Ja, Zeit ist ein Faktor. Wenn nämlich unklar ist, ob Produkte verkauft werden dürfen, würde ich nicht darauf wetten, dass erst mal locker flockig weiter gearbeitet werden kann, bis alles rechtlich geklärt ist. Als naiver Nicht-Jurist befürchte ich das Gegenteil wäre der Fall.
Selbst wenn bspw. Paizo (Starfinder, Pathfinder 1e und 2e) die Lagerbestände verkaufen dürfte, was ich nicht uneingeschränkt glaube, was darf (oder sollte) in einem möglichen Schwebezustand neu produziert werden? Da arbeiten etwa 100 Leute. Vielleicht mit ganzen Familien dran. Paizo ist zwar ein herausragender, aber sicher kein Einzelfall.

Bspw. gibt Nord Games an zu viel Umsatz zu machen und sich die Abgabe von 25% (und wahrscheinlich auch 20%) nicht leisten zu können. Sie müssten weniger Umsatz machen und könnten weniger Leute beschäftigen.

Das schlimmste ist und bleibt ohnehin der Abtritt jeglicher Rechte am eigenen Zeug. Du machst was, WotC kopiert es 1:1, verkauft es selber, gibt dir nichts ab und verbietet dir gleichzeitig dein eigenes Produkt zu verkaufen bzw. jemals wieder etwas unter der neuen OGL zu veröffentlichen. :o

Zudem kann die „neue OGL“ jederzeit erneut angepasst werden.

Wie soll man* denn so sicher planen können? Wie soll man* denn auf sowas einen Verlag bzw. ein Unternehmen gründen?

Ja, es mag Einzellösungen und Abmachungen geben. Aber will man* so einen Konzern unterstützen, der solche Knebelverträge erzwingt und die marginale Konkurrenz nach 20+ Jahren so mies ins Messer laufen lässt?

Klar man* kann erst mal gute Miene zu bösem Spiel machen, die Bedingungen akzeptieren und sich bis zu einem eigenen nicht-OGL-basierten System hangeln.
Aber ursprünglich 7 Tage Zeit für die Entscheidung zu geben, welcher Tod gestorben werden will, und das über die Weihnachtsfeiertage, ist ja wohl sowas von mies. Auch wenn es am Ende 14 Tage oder so waren: geschenkt bei der Komplexität von Entscheidungen. Und nein es geht nicht um die christlichen Feiertage, sondern um die angestrebte Reaktionsfähigkeit der Opfer seitens Hasbro.

Ich habe die Regale voll mit D&D (5e), ich finde das System nicht perfekt und hätte eine Überarbeitung begrüßt, aber es ist das beste D&D bzw. RSP-System das ich bisher gespielt habe. Ich mochte die aus meiner Wahrnehmung positive Stimmung der Community bzw. der zahlreichen Untergruppierungen, die Vielfalt und die mannigfaltigen Möglichkeiten. Aber mir ist gerade echt nicht danach WotC/Hasbro in irgendeiner Form zu unterstützen. Sei es nur ein einzelner Spielbericht mit dem Tag D&D 5e…

Selbstverständlich warte ich die offizielle Version der OGL und die Implementierung davon ab, aber der Image Schaden von WotC/Hasbro bei mir, und ich hoffe bei möglichst vielen anderen, ist schon jetzt immens. Da meint niemand irgendwas gut, da geht es niemandem um die Sache, sondern nur ums Geschäfte machen, und das um jeden Preis. Als eingefleischter D&Dler mit bald 25 Jahren Liebe für das System bzw. Franchise möchte ich kein D&D-Monopol, erst recht nicht bei diesem Konzern.

Also sehe ich mich nach Alternativen um. Schon jetzt. Für den Fall. Auch wenn ich erst mal beobachte was passiert und vor allem wie die Leute, die ich schützen und unterstützen will, reagieren werden.

Deshalb wollte ich mich auch noch mal für die Tipps zu alternativen Systemen bedanken. Da dieser Faden, aber eigentlich ein anderes Thema hat, mache ich den Rest mal „ausklappbar“.

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« Letzte Änderung: 9.01.2023 | 11:12 von Tintenteufel »
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Offline Skaeg

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Die geplante „Aktualisierung“ betrifft alle Systeme die sich der OGL bedienen. Nein, nicht nur 5e-Zeug. Alle. „D&D“ hin „D&D“ her.
In dem Stream mit einer vermeintlich vollständigen Version, den ich gerade gesehen habe, scheint das Gegenteil der Fall zu sein. Die neue "OGL" nimmt Bezug auf das 5.1 SRD.

Zitat
Da ich leider beruflich viel mit Themen konfrontiert bin die den Charakter einer juristischen Auseinandersetzung haben, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es erstrebenswert ist mit WotC/Hasbro eine solche rechtliche Auseinandersetzung zu führen. Egal wer moralisch im Recht ist! Die Gegenseite ist um ein viiielfaches besser aufgestellt und wird vor Gericht einen längeren Atem haben. Ja, auch wenn sich alle zusammentun würden.
Gerichtliche Auseinandersetzungen sind nie erstrebenswert. Aber erstrebenswerter, als sich Unrecht antun zu lassen. Und ganz ehrlich: Dieses "Aah, vor Gericht gewinnt sowieso immer der mit mehr Geld/Macht"-Mantra nervt. Es stimmt auch einfach nicht.

Zitat
Die Formulierungen und Aussagen von Ryan Dancey sind übrigens schön, aber 20+ Jahre alt.
Nö, die hat er anlässlich dieser jetzigen Debatte getätigt. Spielt aber keine Rolle.

Zitat
Wie soll man* denn so sicher planen können? Wie soll man* denn auf sowas einen Verlag bzw. ein Unternehmen gründen?
Nun, Schritt 1 sollte für jeden klar sein: Der OGL 1.1 nicht zustimmen. Ergo keinen OneDnD-Content nutzen. Bei Weiternutzung von unter 1.0(a) veröffentlichtem Content explizit aussagen, dass dieser unter den Bedingungen dieser Lizenz (=1.0a) veröffentlicht wird.
Eine Lizenzvereinbarung ist ein Vertrag. Verträge kommen nicht einseitig per Ordre de Mufti zustande.

Zitat
Klar man* kann erst mal gute Miene zu bösem Spiel machen, die Bedingungen akzeptieren und sich bis zu einem eigenen nicht-OGL-basierten System hangeln.
Nein, davon ist dringend abzuraten. Das wäre mit Abstand der größte Fehler, den man machen kann. (Schon wieder eine historische Parallele... zu Mayfair, die damals durch das leichtfertige Unterschreiben eines Lizenzdeals TSR erst die Möglichkeit gegeben haben, sie vor Gericht fertig zu machen.)

Offline Tintenteufel

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In dem Stream mit einer vermeintlich vollständigen Version, den ich gerade gesehen habe, scheint das Gegenteil der Fall zu sein. Die neue "OGL" nimmt Bezug auf das 5.1 SRD.

Interessant! Kannst du den Stream verlinken?
Das jüngste Video das ich dazu angesehen habe bestätigt alle vorherigen Aussagen, die ich wiedergab.

Gerichtliche Auseinandersetzungen sind nie erstrebenswert. Aber erstrebenswerter, als sich Unrecht antun zu lassen. Und ganz ehrlich: Dieses "Aah, vor Gericht gewinnt sowieso immer der mit mehr Geld/Macht"-Mantra nervt. Es stimmt auch einfach nicht.

So lange es nur um Geld geht. Halte ich eine solche Auseinandersetzung für sehr riskant, so lang Zeit ein Faktor ist. Wie bspw. Für Paizo.

Nö, die hat er anlässlich dieser jetzigen Debatte getätigt. Spielt aber keine Rolle.

Sorry die Aussage selbst ist aktuell, ja. Aber seine Expertise ist 20 Jahre alt und wurde von wohlwollenden Anwälten angezweifelt.

Nun, Schritt 1 sollte für jeden klar sein: Der OGL 1.1 nicht zustimmen. Ergo keinen OneDnD-Content nutzen. Bei Weiternutzung von unter 1.0(a) veröffentlichtem Content explizit aussagen, dass dieser unter den Bedingungen dieser Lizenz (=1.0a) veröffentlicht wird.
Eine Lizenzvereinbarung ist ein Vertrag. Verträge kommen nicht einseitig per Ordre de Mufti zustande.

Wie ich es verstehe wird der Vertrag durch den Abdruck der OGL eingegangen. Ersetzt die Neue die Alte, gelten vielleicht die neuen Regeln, mMn auch für andere Sachen als 5e und OneDnD. Und wie erläutert kann dann mit deinem Zeug seitens WotC nach Belieben verfahren werden.

Nein, davon ist dringend abzuraten. Das wäre mit Abstand der größte Fehler, den man machen kann. (Schon wieder eine historische Parallele... zu Mayfair, die damals durch das leichtfertige Unterschreiben eines Lizenzdeals TSR erst die Möglichkeit gegeben haben, sie vor Gericht fertig zu machen.)

Was würdest du denn machen, wenn du der Chef von Paizo wärst? Du hast 100 Angestellte, mehrere Produktlinien die nahezu vollständig OGL basiert sind und entsprechende laufende Kosten. Jetzt mal angenommen die neue OGL ersetzt die Alte. Es ist rechtlich nicht geklärt, ob WotC diese ersetzen darf oder nicht, aber das gerichtlich auszufechten würde ganz sicher Monate bis Jahre dauern.

Kleiner Nachtrag aus dem Statement von Nord Games:

Zitat von: Nord Games
We plan to continue honoring our part of using the OGL 1.0 and delivering to our fans high quality supplements for your 5E games. If WotC wants to sue us over it we're ready to challenge them in court, as are dozens of other publishers we have spoken with. The hope is that WotC and their parent company Hasbro (who appears to be the instigator of this entire debacle) back off and leave the OGL 1.0 out of the contract for OGL 1.1.

Es sind also tatsächlich ein paar bereit sich im Fall gerichtlich mit WotC anzulegen. Brave move!
« Letzte Änderung: 9.01.2023 | 17:40 von Tintenteufel »
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Offline Gunthar

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Es spielt bei der OGL noch eine Rolle, ob WotC-Ableger-Sachen (zB 5e kompatibel, Pathfinder usw) gemacht werden oder komplett eigene Sachen (zB OpenD6 usw). Letztere können die OGL komplett ersetzen oder duch eine andere Gaming License ersetzen und WotC kann nichts machen.
Spieler in D&D 5e: "8 + viel, trifft das?"

Stoßseufzer angesichts der ersten Kampfszene, nachdem sich die Sitzung bislang ziemlich zäh hingezogen hat: "Es geschehen doch noch Leichen und Wunden!"

Offline Kaskantor

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Gut das Paizo sich mit Pathfinder schonmal um ein weiters System (Savage Worlds) gekümmert haben.
Smarter Move :)
"Da muss man realistisch sein..."

Offline sma

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Was würdest du denn machen, wenn du der Chef von Paizo wärst?
Ich würde mit dem Äquivalent einer einstweiligen Verfügung sicherzustellen versuchen, dass ich weiter produzieren kann und verkaufen kann, solange ein etwaiger Rechtsstreit dauert und dazu WotC wohl oder übel präventiv verklagen. Möglicherweise muss ich dazu einen Teil des Unternehmens an einen Investor verkaufen, der das möglich macht.

Parallel würde ich in Zusammenarbeit mit einem Rollenspiel-affinen IP-Anwalt eine neue Pathfinder-Version (ONE = OGL Nomore Edition) erstellen, die nicht mehr auf der OGL basiert und alle Brücken hinter sich abreißt. Jede in der Community von Altfans ungeliebte Änderung blame ich dabei auf WotC.

Parallel würde ich mit Critical Role Kontakt aufnehmen und schauen, ob diese bereit wären, zukünftig mit der Pathfinder CRE (Critical Role Edition) zu spielen, die kompatibel zu Pathfinder ONE soweit abgespeckt wird, dass sie gut im Actual Play funktioniert und damit den größten Hemmschuh von Pathfinder 1/2E beseitigt.

Parallel würde ich so viele Letters of Intent wie möglich von 3rd Parties einsammeln, ihre Produkte auf Pathfinder ONE umstellen zu wollen.
« Letzte Änderung: 9.01.2023 | 12:23 von sma »

Offline tartex

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Als eingefleischter D&Dler mit bald 25 Jahren Liebe für das System bzw. Franchise möchte ich kein D&D-Monopol, erst recht nicht bei diesem Konzern.

Also sehe ich mich nach Alternativen um. Schon jetzt. Für den Fall. Auch wenn ich erst mal beobachte was passiert und vor allem wie die Leute, die ich schützen und unterstützen will, reagieren werden.

Deshalb sehe ich die ganze Situation als Gewinn für das Hobby allgemein an. Probieren die Leute wenigstens mal andere Systeme aus und die OGL war eh meist nicht notwendig.

Ich verstehe nur nicht, warum diese ganzen Firmen überhaupt Zeug für 5e gemacht haben. Naja, abgesehen davon, dass man so wohl am meisten Geld machen konnte.

Schau dir wirklich mal Schatten des Dämonenfürsten an! Das System ist so elegant, da bleibt jedem D&D5-Spieler, er nicht einfach Powergamer im bestehenden Verhältnissen pauken will, die Spucke weg. Oder gleich Savage Worlds, wenn du nicht so nah an D&D bleiben willst, wie SotDL es tut.
Die Zwillingsseen: Der Tanelorn Hexcrawl
Im Youtube-Kanal: Meine PnP-Let's-Plays
Kumpel von Raven c.s. McCracken

Offline sma

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Ich verstehe nur nicht, warum diese ganzen Firmen überhaupt Zeug für 5e gemacht haben. Naja, abgesehen davon, dass man so wohl am meisten Geld machen konnte.
Also verstehst du es doch :-)

Es ist aber nicht nur Geld, das wird billigend in Kauf genommen, sondern auch Reichweite. Wenn du 5E kompatibel draufschreibst, sind die $100.000 bei Kickstarter quasi sicher, egal was für ein Setting zu ablieferst. Wenn du irgendwas anderes draufschreibst, gucken die Leute kurz, sagen "nicht mein System" und ziehen weiter, ohne sich damit näher zu beschäftigen. Dabei ist irrelevant, das 90% des Inhalts wahrscheinlich universell verwendet werden könnten. Das kennen leider die wenigsten.

Offline takti der blonde?

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Also verstehst du es doch :-)

Es ist aber nicht nur Geld, das wird billigend in Kauf genommen, sondern auch Reichweite. Wenn du 5E kompatibel draufschreibst, sind die $100.000 bei Kickstarter quasi sicher, egal was für ein Setting zu ablieferst. Wenn du irgendwas anderes draufschreibst, gucken die Leute kurz, sagen "nicht mein System" und ziehen weiter, ohne sich damit näher zu beschäftigen. Dabei ist irrelevant, das 90% des Inhalts wahrscheinlich universell verwendet werden könnten. Das kennen leider die wenigsten.

Um 5e-kompatibel drauf zu schreiben, hat die OGL aber nie geregelt, sondern unter welchen Umständen SRD-Texte abgebildet werden können.

Offline aikar

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Deshalb sehe ich die ganze Situation als Gewinn für das Hobby allgemein an. Probieren die Leute wenigstens mal andere Systeme aus und die OGL war eh meist nicht notwendig.
Das sagt sich halt leicht, wenn kein eigener Aufwand dran hängt. Mir würde halt schon das Herz bluten, wenn ich meine Conversions vom Markt nehmen müsste. Insofern verfolge ich dieses Thema mit großem Interesse, sehe nur mangels Einflussnahme keinen großen Grund zur Diskussion. Unsereins kann mal nur abwarten, was dann final raus kommt.

Bezüglich Alternativen, wenn es einem nur um das Spielgefühl der 5e geht würde ich übrigens tatsächlich eher zum Cypher System oder AGE raten als zu irgendwelchen OSR-Systemen oder Shadows of the Demon Lord. Letzteres ist zwar ein schönes System, aber schon deutlich mehr auf Grim Dark Gritty ausgelegt als Default Heroic 5e.
Das ist aber eher eine Option für Spielrunden als für Autoren.
Ich würde mir wohl auch die Arbeit, die ich mir mit meinen 5e-Conversions angetan habe, nicht nochmal mit einem anderen System machen und ich vermute, dass geht auch vielen anderen vor allem Kleinst-Distributoren so.
« Letzte Änderung: 9.01.2023 | 12:44 von aikar »
Chefredakteur des neuen Myranor.

Offline Skaeg

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Interessant! Kannst du den Stream verlinken?
https://www.youtube.com/watch?v=L5st8RI4ads
 
Zitat
So lange es nur um Geld geht. Halte ich eine solche Auseinandersetzung für sehr riskant, so lang Zeit ein Faktor ist. Wie bspw. Für Paizo.
Riskant oder vielmehr geschäftlicher Selbstmord wäre es, die OGL 1.1 zu akzeptieren.
 
Zitat
Sorry die Aussage selbst ist aktuell, ja. Aber seine Expertise ist 20 Jahre alt und wurde von wohlwollenden Anwälten angezweifelt.
Dass "seine Expertise 20 Jahre alt" ist, ist natürlich ein Vorteil und kein Nachteil. Er kann glaubhafte Aussagen zur intendierten Rechtswirkung der OGL 1.0(a) machen - die momentanen Leute bei Wizards nicht.

Zitat
Wie ich es verstehe wird der Vertrag durch den Abdruck der OGL eingegangen.
Äh, nein? Das wäre auch noch schöner, wenn man so Verträge abschließen könnte, nämlich tatsächlich einseitig durch Ordre de Mufti.

Zitat
Was würdest du denn machen, wenn du der Chef von Paizo wärst? Du hast 100 Angestellte, mehrere Produktlinien die nahezu vollständig OGL basiert sind und entsprechende laufende Kosten. Jetzt mal angenommen die neue OGL ersetzt die Alte. Es ist rechtlich nicht geklärt, ob WotC diese ersetzen darf oder nicht, aber das gerichtlich auszufechten würde ganz sicher Monate bis Jahre dauern.
Weitermachen wie bisher.
Paizo muss sich nicht mit Wizards anlegen. Wizards muss sich mit Paizo anlegen.
(Und nur nebenbei: Wenn ich der Chef von Paizo wäre, oder der Chef sonst irgend einer Firma, dann hätte diese Firma eine Rechtsschutzversicherung. Ich will sehr hoffen, dass sie die auch tatsächlich haben.)