Autor Thema: Archiv zu OGL, ORC, SRD und anderen Lizenzfragen rund um die OGL  (Gelesen 91504 mal)

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Offline Gunthar

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Den Normal-D&D-Spieler wird die OGL-Änderung vorerst nicht zu spüren bekommen. Der Einschlag wird vielleicht erst bemerkt, wenn es nur noch WotC-Abenteuer geben wird. Und auch dann werden es viele wohl nicht merken, weil sie nur die offiziellen WotC-Sachen bespielen.

Mittlerweile hat sich wohl jemand mit Einblicken, bzw. welcher vorgibt Einblicke zu haben, gemeldet bezüglich Wotzies Reaktions:


Quelle: https://mobile.twitter.com/DnD_Shorts/status/1613576298114449409/photo/1
(Vermutlich gibt es noch weitere, bin aber nicht weiter nachgehupft)

Ebenso hat sich wohl mit Ginny Di eine der größeren D&D YouTuber angeblich dazu hinreissen lassen den Leuten zu empfehlen ihre D&D Beyond Subscriptions zu kündigen. Was dann auch im größeren Stil geschah. Allerdings auf Twitter:
https://twitter.com/itsginnydi/status/1613583373901139969

For those asking how they can help push back against OGL 1.1 — we now know that WotC is looking at DnD Beyond subscriptions as a relevant metric (see previous RT). This is your chance to send them a message. Just sent mine 📬

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Wenn das Bild mit dem Tweet vom WotC-Mitarbeiter die Runde macht, wird der Einschlag für WotC/Hasbro noch extremer werden.
Spieler in D&D 5e: "8 + viel, trifft das?"

Stoßseufzer angesichts der ersten Kampfszene, nachdem sich die Sitzung bislang ziemlich zäh hingezogen hat: "Es geschehen doch noch Leichen und Wunden!"

Offline Crimson King

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Nein, der Stein des Anstoßes ist dass die alte OGL 1.0(a) rückwirkend zurückgenommen werden soll.

Die OGL 1.1 hat keinen Stein des Anstoßes, sondern einen Geröllhaufen. An der ist wirklich nichts annehmbar. 25% Umsatzbeteiligung (nicht Gewinnbeteiligung) sind für diejenigen 3PP, die es betrifft, ein absoluter Businesskiller. Die unwiderrufbaren Rechte, sämtliches 3PP-Material nach Belieben und kostenfrei weiterverwerten zu dürfen, ist ein Killer für absolut jeden. Beliebige einseitige Kündbarkeit ist genauso ein Killer wie die beliebige Änderbarkeit. Aber es ist schon richtig, der Aufschrei wäre kleiner, wenn man ansonsten mit der OGL 1.0a weitermachen könnte. Lediglich diejenigen, die gerne spezifisch für D&D plus die direkt unterstützten Plattformen publizieren wollen, wären dann gearscht, denn das würde ja unter 1.1 laufen.

Ich wäre auch überrascht, wenn man bei WotC damit gerechnet hätte, dass irgendwer die neue Lizenz annimmt. Letzten Endes war hier das Ziel, die bestehende OGL zu killen. Allerdings hat man wohl nicht mit dem extremen Backlash aus der Community gerechnet. Die Heftigkeit überrascht mich allerdings auch.
Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten, weit, in der Türkei,
Die Völker aufeinander schlagen.
Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
Dann kehrt man abends froh nach Haus,
Und segnet Fried und Friedenszeiten.

J.W. von Goethe

Offline Wisdom-of-Wombats

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Nein, der Stein des Anstoßes ist dass die alte OGL 1.0(a) rückwirkend zurückgenommen werden soll.

Wenn Wizards das nicht verkündet hätte, wäre die Empörung deutlich kleiner, weil man das neue D&D wie damals D&D 4.0 mit der GSL hätte ignorieren können. Geht jetzt eben nicht mehr.

WotC hat noch gar nichts verkündet. Es gibt Leute, die haben verkündet, dass WotC verkünden will, dass sie die OGL 1.0a zurückziehen wollen. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied.

Selbst das wäre an sich nicht tragisch. Aber die geleakten Punkte, die sma rausstellt, sind das was das ganze problematisch macht. Wäre der Update nur "ab jetzt Royalties" zahlen, wäre das zu den angekündigten Konditionen IMHO vertretbar. Denn Royalties werden erst auf den Umsatz über 750.000 USD fällig.

Problematisch ist: keine elektronischen Produkte jenseits von PDF, denn damit können 3PP Abenteuer nicht mehr als aufbereitete Module für Foundry, Roll20, FGU vertrieben werden (das wurde von WotC am 21.12.2022 sogar auf Beyond bereits verkündet, ist also belastbar); laut Leak kann WotC die Lizenzbestimmungen innerhalb von 30 Tagen ändern, damit kannst Du tatsächlich keinen Verlag mehr betreiben und noch nicht mal mehr Kickstarter machen oder Buchdruck planen. WotC behält sich laut Leak quasi das Recht vor, jederzeit Dein Geschäft ruinieren zu können. Das ist der Punkt, der absolut nicht geht, wenn er denn stimmt.

Letztlich entzündet sich unheimlich viel Debatte an der angeblich (und vermutlich tatsächlich) geplanten Rücknahme der OGL. Das ist aber an sich auch nur der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Wäre der Teil nicht drin, wäre die OGL 1.1 allerdings komplett zahnlos. Du könntest sie einfach ignorieren.

In der Gesamtschau ist das desaströs.

Aus meiner Sicht ist der PR Albtraum nur noch dadurch zu beseitigen, dass bei WotC jemand aus der Führungsriege zurücktritt und die komplette Schuld auf sich nimmt, um die Marke zu retten. Danach übergibt WotC die OGL 1.0b an eine Stiftung, auf die sie selber nie wieder Einfluss nehmen können (ähnlich wie die ORC Planung ist). Und macht das alles innerhalb von ca. 7 Tagen, um Paizo den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Der Flurschaden ist bereits jetzt immens und wird auch nicht mehr weggehen.

Nachtrag: Das es immer noch kein Dementi von WotC gibt, macht es inzwischen unheimlich wahrscheinlich, dass der Leak echt ist. Sonst hätte WotC spätestens Dienstag reagieren können/müssen.
« Letzte Änderung: 13.01.2023 | 14:08 von Wisdom-of-Wombats »
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Offline Antariuk

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Gute Ausführung! :d

Der Flurschaden ist bereits jetzt immens und wird auch nicht mehr weggehen.

Leider.

Das der ganze Mist auf dem Erfolgsdruck gewachsen sein wird, den WotC vonseiten Hasbros bekommt, bin ich gespannt, ob da nochmal was kommt. Die Katastrophe bei Magic haben sie (bisher) auch noch weggelächelt, sicher weil das Ausmaß noch nirgendwo direkt oder indirekt in Zahlen nachvollziehbar ist, aber in Sachen Fandom PR hätten sie D&D aktuell echt nicht mehr substanziellen Schaden zufügen können glaube.
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Offline Rorschachhamster

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Selbst das wäre an sich nicht tragisch. Aber die geleakten Punkte, die sma rausstellt, sind das was das ganze problematisch macht. Wäre der Update nur "ab jetzt Royalties" zahlen, wäre das zu den angekündigten Konditionen IMHO vertretbar. Denn Royalties werden erst auf den Umsatz über 750.000 USD fällig.
Umsatz! nicht Gewinn vor Steuern... im Jahr. Für einen Verleger ist das nicht so viel, zumal du Pech haben kannst, und dein Kickstarter durch die Decke geht. Was paradox klingt, aber nicht mit diesen Konditionen. Das ist absolut nicht vertretbar.  :q
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Offline Wisdom-of-Wombats

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Umsatz! nicht Gewinn vor Steuern... im Jahr. Für einen Verleger ist das nicht so viel, zumal du Pech haben kannst, und dein Kickstarter durch die Decke geht. Was paradox klingt, aber nicht mit diesen Konditionen. Das ist absolut nicht vertretbar.  :q

Umsatz hab ich doch gesagt?

Wenn 750.001 USD einnimmst, zahlst Du 25 Cent... Und sorry, ich sehe da wirklich nicht mehr als 20 3PP Verlage in dieser Position. Wenn Du auf KS unterwegs bist, sinkt das auf 20% laut Kickstarter.

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Offline melkvie

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Also sind die 750.000,00 USD ein Freibetrag und keine Freigrenze?

Offline Gunthar

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Steht das wirklich so drin, dass die ersten 750'000 US$ ein Freibetrag sind?
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Offline Alex

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... Und sorry, ich sehe da wirklich nicht mehr als 20 3PP Verlage in dieser Position. ....
So wie ich das leak verstanden habe (es wird Zeit, dass endlich mal die neue OGL veröffentlicht wird), sind diese Konditionen noch im nachhinein anpassbar. Wenn ja, macht es das wirklich hässlich ...

Offline Wisdom-of-Wombats

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Steht das wirklich so drin, dass die ersten 750'000 US$ ein Freibetrag sind?

Ja. Siehe hier: https://www.dndbeyond.com/posts/1410-ogls-srds-one-d-d

Zitat
For the fewer than 20 creators worldwide who make more than $750,000 in income in a year, we will add a royalty starting in 2024. So, even for the creators making significant money selling D&D supplements and games, no royalties will be due for 2023 and all revenue below $750,000 in future years will be royalty-free.

Und im OGL1.1 Leak:

Zitat
So moving forward, hugely successful businesses that generate more than $750,000 of annual revenue will also need to share some of that success with us by paying a royalty of 20 to 25% of the “qualifying revenue” they make in excess of $750,000
« Letzte Änderung: 13.01.2023 | 14:50 von Wisdom-of-Wombats »
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Offline Teylen

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Also sind die 750.000,00 USD ein Freibetrag und keine Freigrenze?
Der Betrag ist von WotC vorerst gewählt und kann, nach dem leak, von WotC jederzeit einseitig geändert werden.
Wenn sie nicht gleich das Produkt runternehmen und unter ihrem Namen veröffentlichen.
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Auch im RL gebe ich mich nicht mit Axxxxxxxxxx ab #RealLifeFilterBlase

Offline Jiyu

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Umsatz hab ich doch gesagt?

Wenn 750.001 USD einnimmst, zahlst Du 25 Cent... Und sorry, ich sehe da wirklich nicht mehr als 20 3PP Verlage in dieser Position. Wenn Du auf KS unterwegs bist, sinkt das auf 20% laut Kickstarter.

Ja, bei einem Dollar drüber ist das nicht so schlimm.

Aber wenn du 1.000.000 USD Umsatz, gleichzeitig jedoch 950.000 USD Kosten hast, zahlst du 62.500 USD. Aus deinem Gewinn von 50.000 USD. Hoppla.

Offline Sphinx

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Wie hat Luke Hart das so schön gesagt. Diese 750.000 sind ein Betrag um andere klein zu halten. Die Margen sind nicht groß genug um das bezahlen zu können (selbst nur auf dem Umsatz über 750k). Also wird jeder sehen das er unter 750k bleibt also klein genug das sie nie eine Gefahr für Wotc werden können.
Abgesehen von den anderen Kloppern der neuen OGL die ohnehin 100x schwerer wiegen als die "Lizenzgebühr"
Soren Johnson: Given the opportunity, players will optimize the fun out of a game |"Haben die Spieler die Möglichkeit, Optimieren sie den Spaß aus dem Spiel."

Offline Wisdom-of-Wombats

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Der Betrag ist von WotC vorerst gewählt und kann, nach dem leak, von WotC jederzeit einseitig geändert werden.
Wenn sie nicht gleich das Produkt runternehmen und unter ihrem Namen veröffentlichen.

Das Produkt "runternehmen" können sie auch laut dem Leak nicht. Sie können es veröffentlichen. Klar, dann mit mehr Marketing Wumms und unter Umständen erfolgreicher als Du selber.

Ja, bei einem Dollar drüber ist das nicht so schlimm.

Aber wenn du 1.000.000 USD Umsatz, gleichzeitig jedoch 950.000 USD Kosten hast, zahlst du 62.500 USD. Aus deinem Gewinn von 50.000 USD. Hoppla.

Dann hast Du ggf. schlecht kalkuliert. Denn Du weißt ja im Vorhinein, was WotC Dir abziehen wird, wenn Du die 750.000 USD überschreitest.

Aber wie gesagt, unabhängig davon, mit einer Klausel, die eine Änderung ohne Deine Einwilligung innerhalb von 30 Tagen vorsieht, hast Du keinerlei Planungssicherheit mehr. Das ist der ganz große Skandal an den laut Leak beabsichtigten Änderungen. Denn mit so einer Klausel im Nacken kannst Du dicht machen. WotC kann auf einen Schlag einer kompletten Riege an noch laufenden oder noch nicht veröffentlichten Kickstartern und allen Buchprojekten, die im Druck sind, oder auf dem Rückweg zum Versandhaus sind, die komplette Grundlage entziehen. Wer unter diesen Umständen unter dieser geleakten Lizenz produziert, dem ist nicht mehr zu helfen. Damit wird das Thema der Lizenzgebühren zur Makulatur.

Aus welchem Grund auch immer wir das sehen, ich glaube, wir sind uns einig, dass unter der geleakten Version als 3PP nicht weitergearbeitet werden kann.  Jetzt debattieren wir drüber, welcher Punkt der stichhaltigere ist.

Für mich ist klar: das Ding darf so nicht kommen.
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Offline Grubentroll

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Ein anderes Ding an dem ich grad bemerke, wie RIESIG dieses Hobby geworden ist, dass da gar nicht so wenig RPG (speziell D&D glaub ich) Youtube-Kanäle sind mit HUNDERTAUSENDEN Subscribern.

Irgendwie wach ich da grad auf, und reibe mir die Augen.
Man meint ja irgendwie wir sind so ein paar aus den 80ern übrig gebliebene Würfelmumien und das war's.

Pustekuchen.

Offline aikar

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Irgendwie wach ich da grad auf, und reibe mir die Augen.
Man meint ja irgendwie wir sind so ein paar aus den 80ern übrig gebliebene Würfelmumien und das war's.Pustekuchen.
Willkommen in der schönen neuen Rollenspielwelt. Mit all ihren Stärken und Fehlern  :)
Chefredakteur des neuen Myranor.

Offline unicum

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Mal bei Kickstarter nachfragen ob man bei einem erreichen von einem gewissen Fundraising den Kickstarter zumachen kann,... also so bei 750.000 oder so,...

Online AndreJarosch

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Ein anderes Ding an dem ich grad bemerke, wie RIESIG dieses Hobby geworden ist, dass da gar nicht so wenig RPG (speziell D&D glaub ich) Youtube-Kanäle sind mit HUNDERTAUSENDEN Subscribern.

Irgendwie wach ich da grad auf, und reibe mir die Augen.
Man meint ja irgendwie wir sind so ein paar aus den 80ern übrig gebliebene Würfelmumien und das war's.

Pustekuchen.

Wie jemand auf Facebook schrieb (versuche sinngemäß wiederzugeben):

"D&D und OSR ist nur 1% der Rollenspielsysteme; 99% verwenden andere Spielsysteme. Am Markt wird aber zu 99% D&D und OSR gespielt und das restliche 1% müssen sich die anderen Systeme teilen."

Ich halte die prozentuale Verteilung übertrieben, aber generell steckt da ein Körnchen Wahrheit drin.

Offline Lasercleric

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Ja, bei einem Dollar drüber ist das nicht so schlimm.

Aber wenn du 1.000.000 USD Umsatz, gleichzeitig jedoch 950.000 USD Kosten hast, zahlst du 62.500 USD. Aus deinem Gewinn von 50.000 USD. Hoppla.

Ich kann mir allerdings nicht im Ansatz vorstellen, wie man bei den hier diskutierten Rollenspielprodukten eine so unfassbar schlechte Umsatzrentabilität erreichen kann.  ;D

Offline unicum

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Wie jemand auf Facebook schrieb (versuche sinngemäß wiederzugeben):

"D&D und OSR ist nur 1% der Rollenspielsysteme; 99% verwenden andere Spielsysteme. Am Markt wird aber zu 99% D&D und OSR gespielt und das restliche 1% müssen sich die anderen Systeme teilen."

Ich halte die prozentuale Verteilung übertrieben, aber generell steckt da ein Körnchen Wahrheit drin.


Deckt sich doch irgendwie mit dem was bei Roll20 gesppielt wird,....

Offline unicum

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Ich kann mir allerdings nicht im Ansatz vorstellen, wie man bei den hier diskutierten Rollenspielprodukten eine so unfassbar schlechte Umsatzrentabilität erreichen kann.  ;D

Wenn du Printprodukt rausbringen willst und wegen einer militärischen Spezialaktion und einem kleinen Virus Lieferkettenprobleme entstehen und deswegen die Papierpreise explodieren - will sagen: hättest du das vor 3 jahren geschrieben hätte ich dir zugestimmt, jezt nicht mehr.

Offline Amromosch

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Aber wie gesagt, unabhängig davon, mit einer Klausel, die eine Änderung ohne Deine Einwilligung innerhalb von 30 Tagen vorsieht, hast Du keinerlei Planungssicherheit mehr. Das ist der ganz große Skandal an den laut Leak beabsichtigten Änderungen. Denn mit so einer Klausel im Nacken kannst Du dicht machen. WotC kann auf einen Schlag einer kompletten Riege an noch laufenden oder noch nicht veröffentlichten Kickstartern und allen Buchprojekten, die im Druck sind, oder auf dem Rückweg zum Versandhaus sind, die komplette Grundlage entziehen. Wer unter diesen Umständen unter dieser geleakten Lizenz produziert, dem ist nicht mehr zu helfen. Damit wird das Thema der Lizenzgebühren zur Makulatur.
Bei dem Thema Unsicherheit gebe ich dir recht. Aber ich verstehe WotC da schon. Sonst hat Paizo (als Beispiel) demnächst drei Schwesterfirmen, die alle seltsamerweise exakt 700.000 $ Umsatz machen und WotC kann nichts tun.

Und Content verbieten zu können ist ebenfalls wichtig. Dann kann WotC nämlich ohne langwierige Gerichtsprozesse rassistischen, homophoben, sexistischen (beliebig zu erweitern) Inhalt von ihrer Marke fernhalten.

Aus meiner Sicht bleibt abzuwarten, ob die OGL wirklich so kommt und dann im zweiten Schritt, wie WotC das in der Praxis nutzt. Aber wie gesagt: Das Problem mit der Unsicherheit sehe ich auch.

Offline Rorschachhamster

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Und Content verbieten zu können ist ebenfalls wichtig. Dann kann WotC nämlich ohne langwierige Gerichtsprozesse rassistischen, homophoben, sexistischen (beliebig zu erweitern) Inhalt von ihrer Marke fernhalten.
Fett von mir: Eben, beliebig, das steht da so drin, und du darfst nicht mal dagegen klagen, sie müssen noch nicht mal den normalen guten Willen zeigen. DAS unterschreibst du da. Bzw. nicht, weil niemand so blöd ist. Sieht man ja. Und wenn sie dir die Lizenz entziehen, dürfen sie trotzdem alles was du unter der Lizenz gemacht hast beliebig verkaufen, subllizenzieren etc. ohne dir einen Cent zu geben - nicht mal namentlich erwähnen müssen sie dich...  >:(
Rorschachhamster
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Offline unicum

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Aus meiner Sicht bleibt abzuwarten, ob die OGL wirklich so kommt und dann im zweiten Schritt, wie WotC das in der Praxis nutzt. Aber wie gesagt: Das Problem mit der Unsicherheit sehe ich auch.

Ich bin mir ziemlich sicher das es so nicht kommen wird wie es hier zum Teil diskutiert wird.
Das ganze liest sich für mich wie ein entwurf "So was hätten wir gerne" und zwar von den Marketing / Finanzmenschen von Hasbro und das nun zu den Juristen gehen muss um zurechtgeschnitten werden auf das was wirklich umsetzbar ist. Insbesondere etwaiger aneignungen von IPs halte ich für einfach lachhaft, das mit dem Weltweit ebenso.

Bezüglich lezteres stelle ich mir gerade etwa einen Kim Jong-un vor der eine eigene IP für D&D6 rausbringt (die dann alle per staatlichem Dekret spielen müssen) und WotC ihn dann in Nordkorea verklagen wollen,...

Offline unicum

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Und Content verbieten zu können ist ebenfalls wichtig. Dann kann WotC nämlich ohne langwierige Gerichtsprozesse rassistischen, homophoben, sexistischen (beliebig zu erweitern) Inhalt von ihrer Marke fernhalten.

Gab doch mal das "Book of Erotic Fantasy", gab es nicht danach schon mal eine änderung der OGL?
ps: Ich hab das Buch daheim im Schrank stehen bei den "Ultraexoten".