Autor Thema: Archiv zu OGL, ORC, SRD und anderen Lizenzfragen rund um die OGL  (Gelesen 91508 mal)

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Offline Wisdom-of-Wombats

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Vielleicht. Aber der "kompatibel mit D&D-Markt wird SEHR vorsichtig vorgehen müssen, die Anwälte werden gut an Beraterhonoraren verdienen, was die Produktpreise steigen lassen wird. Ich denke nicht, das es so einfach werden wird, ehrlich gesagt... denn bei der einfachen Sicht wird zu viel ignoriert. Die ORC KANN gegenüber WotC keine Rechtssicherheit bieten... wie auch?

Ist Dir schon mal aufgefallen, dass der "kompatibel mit D&D-Markt" derzeit überall einfach überall mit "5e" wirbt? Eine Abkürzung, die WotC am liebsten gar nicht hätte. Denn offiziell hieß das derzeitige D&D entweder "D&D Next" in der Entwicklungsphase und danach einfach "D&D". Die Nummerierung "5e" wird von Fans gebraucht. Und damit wirbt jede Firma. Und jeder weiß, was gemeint ist.

Die ORC bietet Rechtssicherheit bei der Nutzung der assoziierten SRDs. Die Pathfinder SRD enthält dann alles, was ich brauche um dem Namen nach D&D-kompatiblen Content zu produzieren. Wenn WotC dann gegen mich vorgeht, verweise ich auf die Lizenz, die ich von Paizo habe und die darunter lizensierte SRD. Wenn WotC mit der ein Problem hat, müssen sie das mit Paizo besprechen. Denn das ist die SRD unter ORC auf die sich dann berufen wird. D.h. WotC muss Paizo wegen Copyright-Verletzung durch deren SRD verklagen. Wie der Fall ausgeht, ist ungewiss. Also wird WotC eine ausgerichtliche Einigung suchen. Denn sollte ein letztinstanzliches Urteil gegen WotC ergehen, ist das Pfrund D&D endlich und wiederbringlich Allgemeingut. Das ist ein möglicher Ausgang.

Ich verstehe nicht, warum Du WotC zu vehement verteidigst? Was hast Du davon? Ehrlich gemeinte Frage.

Zumal wie gesagt die ORC den "inakzeptablen Passus" mit dem Hate-Content etc auch beinhalten soll... womit sich die ORC dann entweder nicht durchsetzen wird oder das Gerede wegen "inakzeptabel" sich als heiße Luft entpuppen wird. Wir werden sehen.

Hast Du da einen Beleg für?
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Offline Sosthenes

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Das muss natürlich nicht so kommen. Aber es könnte.

Was dann heisst dass die bei der Kosten/Nutzen Evaluierung des Lizenz-Vorstoßes entweder die Risiken der Handlung unterschätzt haben oder die Risiken deren Unterlassung sehr enorm gesehen haben. Macht für mich persönlich beides nicht so richtig Sinn, aber wäre jetzt nicht die erste Chefetagen-Fehlentscheidung.

WotC möchte bspw. mehr Geld über Subscriptions einnehmen. Wenn das den Spielenden nicht gefällt, könnten doch einige bei DND 5e bleiben. Abgesehen davon haben sie das bei DND 4 sicher auch vorher nicht gesehen.

Wie gesagt, 4E/GSL seh ich als grundsätzlich anders, sowohl von der Veröffentlichungsstrategie als auch von der damaligen Marktsituation.

Sie haben es ja eigentlich in den letzten Jahren sehr gut geschafft wieder eine sehr starke eigene Marke aufzubauen, ihre eigenen Produkte decken die ganze Bandbreite ab (bei 3E gabs im Abenteuerbereich viel mehr relevante 3PP), und D&D Beyond läuft ja auch wie geschmiert. Das ist schon eine sehr fragile Sicht der Dinge.

Die Marktparallele wäre ja auch der 3.5 Umstieg. Da hingen sehr viele Leute auf ihren alten 3.0 Produkten fest, obwohl eigentlich gar nicht viel anzupassen gewesen wäre. Ich hätte das jetzt bei 5.1 ähnlich gesehen, die Reibung zwischen den falschen/fehlenden Teilen hätte schnell zu 1D&D geführt. Gerade weil ja eine Alternative nicht wirklich da gewesen wäre. Kobold hätte sicher kein "Black Flag" gemacht wenn es geschickter angesetzt gewesen wäre.

Ich seh' das Prinzip Selbstverteidigung gegen Rivalen hier also definitiv nicht so gegeben. Hier macht die Rechtsabteilung die Arbeit der Marketingabeteilung, und das schlecht.

Offline Rorschachhamster

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Die Gewinne wurden mit 5e gemacht. Das ist das System, das extrem erfolgreich ist. Das einfach anderen zu überlassen ist schlicht nicht sinnvoll. Aus rein wirtschaftlicher Sicht vermutlich sogar hirnrissig.
Ja. Mit der alten OGL UND der 3PP wurden Rekordgewinne gemacht...  :P Es geht nicht um wirtschaftlichen Erfolg, es geht um Kontrolle. Wirtschaftlich wäre eine herangehensweise wie Valve mit Steam viel sinnvoller. Zwing deine Mittbewerber, dich zu beteiligen, ohne sie zu zwingen. Am besten ihren VTT noch für andere Systeme öffnen - wenn der denn so geil wäre, wie sie behaupten, würde das völlig reichen.
Zitat
Unterm Strich könnten mit der alten OGL alle sich erstmal anschauen wie die Spielerschaft sich verhält und dann entscheiden, ob sie sich der neuen Version anschließen oder bei 5e bleiben. Nur WotC geht ein Risiko mit der neuen Version ein. Und das können sie so nicht zulassen, denke ich.
Das können sie nicht zulassen, weil entweder ihr Produkt gar nicht so geil ist, oder weil sie die Kontrolle brauchen um mit einem Monopol die Inhalte zu bestimmen. Für den chinesischen Markt, zum Beispiel.   ::)
Außerdem war ja eine Shock-and -Awe Taktik angedacht - weil es schnell gehen sollte. Hasbros Aktie hat im letzten Jahr über 30% an Wert verloren. Langfristige und nachhaltige Planung ging da nicht. Jetzt haben sie den Salat.  >;D

Eric Mona hat wohl (hörensagen) angedeutet, das eine "Morality"-Klausel in der ORC nicht drin sein soll, weil was dem een sin Ull, dem anneren sin Nachtigall und so. Ist Gore Problematisch? Für einige schon, für andere nicht. Das gehört nicht in eine offene Lizenz. Mißbrauch davon ist auch zu einfach.  :d
Rorschachhamster
DMG Pg. 81 " The mechanics of combat or the details of the injury caused by some horrible weapon are not the key to heroic fantasy and adventure games. It is the character, how he or she becomes involved in the combat, how he or she somehow escapes — or fails to escape — the mortal threat which is important to the enjoyment and longevity of the game."

Offline Crimson King

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Die Gewinne wurden mit 5e gemacht. Das ist das System, das extrem erfolgreich ist. Das einfach anderen zu überlassen ist schlicht nicht sinnvoll. Aus rein wirtschaftlicher Sicht vermutlich sogar hirnrissig.

Unterm Strich könnten mit der alten OGL alle sich erstmal anschauen wie die Spielerschaft sich verhält und dann entscheiden, ob sie sich der neuen Version anschließen oder bei 5e bleiben. Nur WotC geht ein Risiko mit der neuen Version ein. Und das können sie so nicht zulassen, denke ich.

Ok, jetzt verstehe ich deinen Gedankengang. Danke für die Erläuterung. Ich sehe das trotzdem anders. Die Geschäftszahlen deuten darauf hin, dass zum jetzigen Zeitpunkt eine Ablösung von DnD durch eine neue Version nicht notwendig ist, zumal wir hier eher von einem Upgrade wie von 3 auf 3.5 reden, mit hohen Kompatibilitätsgraden, eine neue Version also nicht in Konkurrenz sondern in Ergänzung zu DnD 5 zu sehen wäre. Die Erfolge von DnD 3.x inklusive halbem Versionswechsel sowie DnD 5 deuten auch nicht darauf hin, dass hier für WotC ein besonderes Risiko besteht. Im Gegenteil ist der Wechsel weg vom nachgewiesenermaßen erfolgreichen Geschäftsmodell auf Basis der OGL 1.0 ein beträchtliches Risiko, und da reden wir noch nicht von der dilettantischen Umsetzung.
Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten, weit, in der Türkei,
Die Völker aufeinander schlagen.
Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
Dann kehrt man abends froh nach Haus,
Und segnet Fried und Friedenszeiten.

J.W. von Goethe

Offline Rorschachhamster

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Kobold hätte sicher kein "Black Flag" gemacht wenn es geschickter angesetzt gewesen wäre.
Kobold soll wohl schon seit letztem Sommer dran arbeiten - ich habe den Verdacht, das die entweder sehr sicher in ihrer Ahnung waren oder Info hatten...  ;)
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Offline Elefanten-Zauberstellung

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Im Kern stimme ich zu. Aber dann ist doch völlig klar, warum WotC sich das jetzt nicht erneut so leisten kann/sollte, wenn das neue System rauskommt.

Kann ich nachvollziehen - aber das ist eben auch Besitzstandwahrerdenken. Und aus wirtschaftlicher Sicht, muss man die vermeintlich emotionalen Ärgernisse zurückstellen DnD 5 wurde ein riesiger Erfolg, weil man sich wieder an "Back2Basic" orientiert hat. Wieder Einsteigerfreundlicher, SLs können einfacher leiten. usw. Sicherlich hatten auch kulturelle Phänomene wie Streaming einen Einfluss, aber das kann man nicht planen. 

Der Input für 5e entstand auch durch z.B. die OSR, die auch erst durch die OGL ermöglicht wurde.
 
4.0 war eine konsequente Weiterentwicklung zu 3.5 (mehr Balance, mehr "Taktik" im Kampf), allerdings stellt sich heraus, dass dies gar nicht dem entsprach, was die Community so wollte (auch wenn die vielleicht immer im Survey über Balance gemeckert hat und sich mehr Feats und Subklassen wünschte). Das  "eigene Süppchen" kochen führt eben auch dazu, dass man irgendwann nur noch auf einen bestimmten Geschmack gepolt ist. Die OGL 1.0 hat DnD geholfen.


Und diese Situation scheint sich zu wiederholen. Seit Corona spielen mehr Leute online als offline. Online-Spieler sind die neue Cashcow. Horse-Armor könnte man doch auch verkaufen?!

Das ganze Brimborium kommt offensichtlich wegen OneDnD (die playtest Regeln sind nicht groß anders). Zumindest scheint es so. Aber dieses omninöse VTT hat man nie so richtig gesehen - bis auf den Revealtrailer.

Paralell kommen aber die Daumenschrauben: Keine Animationen, keine Fog-of-War oder Lighting - das gibt es nur bei Uns - es wird der Riesenerfolg. Denn: nur wenn die Blitzanimation über die Karte fliegt, kann Rollenspiele spielen!

Doch worum gehts eigentlich beim Rollenspiel? Es ging nie um Grafik - "Phantasie" hat eh die beste Grafik.
Physische Spielbretter sind cool und sie helfen die Vorstellung/Phantasie zu unterstützen. Da gibt es auch andere Aspekte wie Haptik, Figuren bemalen usw. Aber bei physischen Goodies, weiß man ja um die Abstraktheit - das macht die Phantasie/Vorstellung nicht kaputt. Computergrafik geht aber immer besser.

Bei 4e war es Taktik/Balance im Kampf. Das droht sich jetzt zu wiederholen mit Grafik/Animationen. Parallel kommen die Lizenz-Daumenschrauben.  Anstatt Ausschluss-Kriterien für die VTTs zu erfinden, müssten sie eigentlich damit kommen, wie da jeder seine Animationen, Charaktere usw. online stellen kann. Ob das ganze 3D-Szenario so wirklich funktioniert sei da noch mal dahingestellt. Aber solche Marktplätze gibt es ja.

Computergrafik ist sehr schnell hit-and-miss. Und wird es sehr schwer alle Wünsche zu erfüllen. Siehe z.B. No-Helmet-Mod in CRPGs - für viele schon ein Dealbreaker, wenn der Helm nicht weggeht. Manche könntensich auch alles in "Anime"-Grafik vorstellen - das geht dann nicht, wenn die Grafik einen anderen "Tone" hat.

Die VTT Regelungen sind  wieder 1:1 GSL - somit wird auch die Grafik stagnieren. Außerdem ist gar nicht gesagt, dass alles 3D sein muss (das eigentliche Spiel unterstützt das ja auch gar nicht).

Vieles scheint sich auch zu wiederholen: Secondary Device war auch mal ein Ding in der Videospiele-Industrie. Nice wenn ich "offline" spiele, aber eigentlich gehts doch hier eh um Onlineplay. Wooho - Tablets sind neu, der neue Trend! Hat sich aber insgesamt nie durchgesetzt, obwohl es ja logisch erschien, dass das The Next Big thing wird.

Die Stift und Papier Änderungen muss man auch unter diesem Aspekt sehen. Insgesamt wird alles komplizierter, rechtlicher Firlefanz, die Community ist aufgebracht.

Hilft das der Marke wirklich? Mir als Laien erscheint das alles nicht wirtschaftlich sinnvoll. Das OneVTT-Desaster droht. Softwareprojekte sind komplizierter als Regelwerke.

Ich denke gar nicht mal, dass WotC die gesamte RPG-Szene verklagen möchte, auch wenn das mit den OGL-Änderungen möglich wäre. Würde ja auch diel Geld, Aufwand und Zeit kosten + ungewissem Ausgang.
Es ist alles extrem überstürzt. Und jetzt spielen sie Feuerwehr. Besser WotC würde hier mal pause machen. Aktuell läuft ja.



Achamanian

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Kobold soll wohl schon seit letztem Sommer dran arbeiten - ich habe den Verdacht, das die entweder sehr sicher in ihrer Ahnung waren oder Info hatten...  ;)

Angeblich schwirren ja schon seit einem halben Jahr (oder spätestens seit Verwendung des Montarisierungs-Worts durch WotC) Gerüchte über die aktuelle Entwicklung herum, ich nehme auch an, dass Kobold da einfach früh hellhörig geworden ist und schon mal was in der Schublade haben wollte.

Offline Amromosch

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Doch worum gehts eigentlich beim Rollenspiel? Es ging nie um Grafik - "Phantasie" hat eh die beste Grafik.
Physische Spielbretter sind cool und sie helfen die Vorstellung/Phantasie zu unterstützen. Da gibt es auch andere Aspekte wie Haptik, Figuren bemalen usw. Aber bei physischen Goodies, weiß man ja um die Abstraktheit - das macht die Phantasie/Vorstellung nicht kaputt. Computergrafik geht aber immer besser.
Das empfinde ich als entscheidenden Faktor aus Sicht von WotC. Sollten genügend Spielende dieser Auffassung sein (was keiner mit Sicherheit sagen kann), dann würden sie vermutlich lieber bei DND 5e bleiben. Und wenn dann eine Firma da gutes Material herausbringt, nehmen sie WotC die potentiellen Käufer.

Ich selbst würde das in jedem Fall genauso machen wie oben beschrieben. Erstmal gucken, was das neue DND wird, dann überlegen, ob ich das besser finde, dann überlegen, wie meine Gruppe das sieht und dann potentiell bei 5e bleiben, weil es ja weiterhin und dauerhaft Material dazu geben wird.

Bloß mit der neuen OGL könnte eine solche Firma die Bücher nicht für den gleichen Preis anbieten wie bisher. Sie müssten vermutlich 70$ statt 50$ nehmen und WotC verdient richtig kräftig mit. Das macht aus meiner Sicht halt Sinn, weil WotC die 5e erfunden hat.

Camo

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Einem Milliardenkonzern ist zuzutrauen, dass er Lizenzen, die er übernimmt, ausgiebig prüft und auf Zukunftstauglichkeit prüft. Wurde anscheinend nicht gemacht.

Erwartete Zukunften können sich ändern... ansonsten wäre einiges in meinem Leben anders verlaufen und viele Firmen nie pleite gegangen. Kein zugkräftiges Argument.

Offline Sphinx

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Ich bezog mich auf Lizenzen im Rollenspielbereich. Da ist das drin im Normalfall.

99% hier sind AUCH keine Contentschaffer im Sinne der OGL... und schau dir an, was hier abgeht. Das ist schon lange keine Sache mehr zwischen denen, die es tatsächlich betrifft, das wurde recht schnell an die Öffentlichkeit gezogen und nun will jeder mitmischen.

Ich bin schon betroffen wenn ich in meinem Foundry kein DnD Support mehr hab. Wenn ich keine neuen Abenteuer und Module von meinen präferierten 3rd Partys mehr bekomme. Und das obwohl mir 6e bisher recht am A vorbei geht, nur weil man Künstlich 5e töten möchte.
Soren Johnson: Given the opportunity, players will optimize the fun out of a game |"Haben die Spieler die Möglichkeit, Optimieren sie den Spaß aus dem Spiel."

Offline Sosthenes

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Erstmal gucken, was das neue DND wird, dann überlegen, ob ich das besser finde, dann überlegen, wie meine Gruppe das sieht und dann potentiell bei 5e bleiben, weil es ja weiterhin und dauerhaft Material dazu geben wird.
Aber nur von Drittanbietern. Wie sieht's denn rein statistisch aus, wie viel % des jetzigen Käuferkreises kauft überhaupt ausserhalb von Hasbro ein?

Sie müssten vermutlich 70$ statt 50$ nehmen und WotC verdient richtig kräftig mit. Das macht aus meiner Sicht halt Sinn, weil WotC die 5e erfunden hat.
Hmm? Die Royalties sind doch raus aus der Lizenz.

Offline Dimmel

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Hier ist eine weitere Initiative, an der der Uhrwerk Verlag beteiligt ist

https://rpg-esu.org/de

Camo

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Die ORC bietet Rechtssicherheit bei der Nutzung der assoziierten SRDs. Die Pathfinder SRD enthält dann alles, was ich brauche um dem Namen nach D&D-kompatiblen Content zu produzieren. Wenn WotC dann gegen mich vorgeht, verweise ich auf die Lizenz, die ich von Paizo habe und die darunter lizensierte SRD. Wenn WotC mit der ein Problem hat, müssen sie das mit Paizo besprechen. Denn das ist die SRD unter ORC auf die sich dann berufen wird. D.h. WotC muss Paizo wegen Copyright-Verletzung durch deren SRD verklagen. Wie der Fall ausgeht, ist ungewiss. Also wird WotC eine ausgerichtliche Einigung suchen. Denn sollte ein letztinstanzliches Urteil gegen WotC ergehen, ist das Pfrund D&D endlich und wiederbringlich Allgemeingut. Das ist ein möglicher Ausgang.

Würde ich mich NICHT drauf verlassen. Ganz ehrlich. Paizo sagt deutlich, dass bei ihnen kein D&D mehr drin ist. Daraus dann etwas zu bauen, das 5e-kompatibel ist, könnte tatsächlich problematisch werden. War es bisher nicht, weil eine WotC-Lizenz genutzt wurde. Wenn eine andere Lizenz genutzt wird, um etwas zu tun, das mit der WotC-IP kompatibel ist, kann das Probleme geben... und da schützt tatsächlich auch die ORC-Lizenz nicht. Weil die nichts mit WotC oder deren IP zu tun hat. Aber hey, versucht es ruhig... manche lernen nur durch Schmerz. Und nach dem, was die Community da gerade tut, würde ich NICHT erwarten, dass WotC Augen zudrückt wie bisher. Aber niemand braucht auf mich zu hören, warum auch? ;)

Ich verstehe nicht, warum Du WotC zu vehement verteidigst? Was hast Du davon? Ehrlich gemeinte Frage.

Tue ich gar nicht. Ich mag nur mit keinem Mob mitlaufen... und das ist leider genau das, was sich da international gebildet hat. Und die "Wer uns nicht zustimmt verteidigt den Feind"-Mentalität ist da recht deutlich. Non serviam, sorry.
Ich verteidige WotC nicht... warum auch? WENN sie Scheiße bauen, kritisiere ich das auch deutlich. Gerade wenn es mich betrifft. Hier im Forum betrifft das einen winzigen Bruchteil... was den Rest nicht davon abhält. Aber "Tatsachen aussprechen" ist kein "vehement verteidigen". Fokus, bitte!

Hast Du da einen Beleg für?

Da noch NIEMAND einen Schnipsel der ORC gesehen hat, kann ich nur das sagen, was ich hörte. In der deutschen Sprache erkennbar an dem Wörtchen "soll".
Ich bin nicht mehr sicher, wo ich das gehört habe, ehrlich gesagt... dafür hab ich in den vergangenen Tagen zu viel gehört und gelesen. Aber wie gesagt, derartige Klauseln sind eigentlich Standard, also wäre ich nicht überrascht, wenn sowas drin wäre. Sollte ich die ORC in die Finger bekommen, könnte ich versuchen, das zu belegen. So wird es knifflig. Deswegen nutzte ich den Konjunktiv.

Camo

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Ich bin schon betroffen wenn ich in meinem Foundry kein DnD Support mehr hab. Wenn ich keine neuen Abenteuer und Module von meinen präferierten 3rd Partys mehr bekomme. Und das obwohl mir 6e bisher recht am A vorbei geht, nur weil man Künstlich 5e töten möchte.

Du gehst also jedes Mal auf die Barrikaden, wenn eine neue Edition eines Spiels, das du spielst, herauskommt? Wird das nicht sehr nervenaufreibend? Warum tut man sowas? Die Frage meine ich ernst, nicht sarkastisch. Eine neue Edition war lange angekündigt, damit endet der Support der alten Edition absehbar. Und wenn ich die letzten 40 Jahre so zurückdenke... das kam nicht oft vor, dass alte Editionen dann künstlich von 3PP "am Leben" gehalten wurden... eigentlich eher gar nicht. Die 3rd Edition wird nicht mehr unterstützt... und ohne die Retroklone würden auch Old-D&D und AD&D kein Material mehr haben. Die Erwartung, dass es weitergeht bei 3PP mit Unterstützung der alten Edition ist also in der "historischen" Betrachtung nicht haltbar.

Offline Skaeg

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Erwartete Zukunften können sich ändern... ansonsten wäre einiges in meinem Leben anders verlaufen und viele Firmen nie pleite gegangen. Kein zugkräftiges Argument.
Seufz.

Zu dem Zeitpunkt, als die OGL 1.0 entworfen wurde, war sie dafür gedacht, dass jeder sich an dem Grundstock der D20-Regeln bedienen konnte, wie er wollte. Das wurde so kommuniziert, das bestätigen die damaligen Verfasser.

Und egal wie hart du für WotC shillst: Es gibt in keinem Rechtssystem der Welt das Prinzip "Ich habe nach Management-Wechsel meine Meinung geändert, also gilt der Vertrag nicht mehr" - darum müssen die Wizards auch zu windigen Tricks greifen, um eine "Deauthorization" der OGL zu konstruieren.

Und ich bin es hoffentlich nicht als einziger leid, von den armen Wizards, deren IP von bösen feindlcihen Konzernen ausgebeutet wird, zu hören. So ein Unsinn. WotC bleiben mit Abstand Marktführer. WotC sollen guten Content für D&D produzieren und dabei auf ihre (ererbten) Stärken bauen, die ihnen keiner nehmen kann, nämlich Welten, Charaktere und Abenteuer, dann kann ihnen  OGL oder keine OGL egal sein - ubd dann bleiben sie das auch. Nur werden WotC eben zur Zeit von einer Horde seelenloser Management-Roboter geleitet, die von Kreativität soviel verstehen wie ich von Quantenphysik.

Einfach mal über folgende Frage nachdenken: Wenn "One D&D" richtig innovatives, überragendes Design hätte - würden sich dann die 3PP nicht (zähneknirschend) daran andocken müssen, selbst wenn das schlechtere Lizenzbedingungen bedeutete?
Und wenn es (offenischtlich, d'oh!) nicht so ist: Wem nützt es, dass WotC über juristische Winkelzüge besseres Spieldesign wegbeißen können? Um pointierter zu fragen, nützt das den Spielern?

Offline Elefanten-Zauberstellung

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Das empfinde ich als entscheidenden Faktor aus Sicht von WotC. Sollten genügend Spielende dieser Auffassung sein (was keiner mit Sicherheit sagen kann), dann würden sie vermutlich lieber bei DND 5e bleiben. Und wenn dann eine Firma da gutes Material herausbringt, nehmen sie WotC die potentiellen Käufer.

Ob deren VTT wirklich erfolgreich wird, weiß niemand. Auch nicht WotC. Die Papierbücher sind insgesamt doch noch nicht soviel Wert, IMO.   
Ein "potentieller Käufer" wird eventuell weggenommen - klar. Das ist aber wieder dieses ausgrenzende besitzstandswahrer Denken. Mit PnP Büchern für Spielleiter verdient man eh nicht soviel.
Die Spieler hat man (vermutlich strategisch bedingt) eh nicht mehr monetarisiert, sonst gäbe es ja Fighter Handbook usw. Das Wachstum der Community war offensichtlich wichtiger (MAUs, DAUs usw.)

Wenn sie anders daran gehen würden, dann wären die Pläne zum VTT jetzt schon klar und alles wäre offen. Ich sag gar nicht, dass mir das gefällt. Aber bei einem potentiell offenem VTT könnte jeder da Frisuren, 3D-Minis usw. hochladen, auch Photoshop-Phillip - die y% Netzwerkgebühr könnten sie nehmen, das müsste nur fair und offen gestaltet sein. Marktplatz ist immer top beim Management - denn da muss man nichts machen, man kassiert nur. Will man immer.

Das wären zumindest ein Modell, wo ich (persönlich) Potential sehen würde.

IMO hat WotC aber gar nicht so viele Programmierer, dass dort genug "Frisuren" und Co. dann online stehen werden, wenn sie das alleine machen. Damit steht und fällt aber auch die Akzeptanz.

Die potzentiellen VTT-Contentcreators wären natürlich ganz andere als es jetzt bei RPGs der Fall ist. Das wären dann Grafiker, 3D-Artists usw, keine Rollenspieldesigner.

Aber davon hab ich bisher nichts wahrgenommen. Ich hab nur wahrgenommen - MagicMissile Animation darfste nicht machen. Und das ist so absolut basic, dass es lächerlich erscheint.
Ich sehe nicht, dass WotC hier wirklich "digital" denkt. Ob dieses Modell dann generell funktionieren würde, andere Frage - aber ich sehe da gar kein modernes Modell.

Aktuell liest sich die Idee dahinter nicht wirklich digital und wie 2023, vielmehr klingt es so als ob man X-Jahre zurückgehen will, aber alles natürlich online macht für mehr Kaching, inkl. ganz vieler Daumenschrauben.
Und das ist eher eine sehr schwieriges  Modell, weil digital sehr viel kopiert und umgangen werden kann. WotC muss das dann immer verfolgen.

Mir erschließt sich nicht wirklich die Vision. Wenn sie Paizo aus dem Markt klagen wollen, könnte das klappen. Aber Paizo macht ja nicht wirklich nennenswerten Umsatz - das lohnt doch insgesamt gar nicht.
Wenn sie die "große Vision" TM haben - dann erscheint mir die Strategie doch sehr fragwürdig. Mich interessiert dieser Computerspielekram eher nicht - alles was über  2D hinaus geht stört mich eher. Aber ich bin auch nicht der Maßstab.

Angenommen das neue OneVTT wäre megageil, dann wären wir schon in der beta-phase. Stattdessen gibt es halt rechtliche Daumenschrauben. Daher sehe ich auch nicht, dass WotC selbst davon so richtig überzeugt ist, denn sonst könnten wir blaue Iro-Frisuren hochladen und müssten nicht Rechte analysieren

Mich hat die Wirtschaftlichkeit jedenfalls überhaupt nicht überzeugt. Aber ich bin kein Business-Analyst, US-Lawyer, RPG-Sales-Experte für VTT digitalisierung  usw. Aber ich seh hier die Vision nicht, nur vermeintlich unnötigen Stress, Probleme usw.

« Letzte Änderung: 20.01.2023 | 21:33 von torath »

Offline Rorschachhamster

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Du gehst also jedes Mal auf die Barrikaden, wenn eine neue Edition eines Spiels, das du spielst, herauskommt? Wird das nicht sehr nervenaufreibend? Warum tut man sowas? Die Frage meine ich ernst, nicht sarkastisch. Eine neue Edition war lange angekündigt, damit endet der Support der alten Edition absehbar. Und wenn ich die letzten 40 Jahre so zurückdenke... das kam nicht oft vor, dass alte Editionen dann künstlich von 3PP "am Leben" gehalten wurden... eigentlich eher gar nicht. Die 3rd Edition wird nicht mehr unterstützt... und ohne die Retroklone würden auch Old-D&D und AD&D kein Material mehr haben. Die Erwartung, dass es weitergeht bei 3PP mit Unterstützung der alten Edition ist also in der "historischen" Betrachtung nicht haltbar.
Also als old school spieler ist das mit der neuen Version jetzt...  ~;D
Das Ding ist, WotC war mit 3PP sehr erfolgreich, jetzt mit der 5e erfolgreicher als je zuvor. Wann setzt du denn Historisch an - D&D hatte in den 70ern schon 3PP. Ob das nie zuvor so war, ist doch gar kein Argument. Im Gegenteil, Williams-TSR ist vor die Hunde gegangen weil sie nicht mal Lizenzen für 3PP gemacht haben. Chaosium z.B. hat auch schon eine irgendwie offene Lizenz, genau deswegen (kenne ich allerdings nicht).   :d
Und Matt Finch hat schon angekündigt, das er ohne OGL mit ein paar Veränderung die 2. Edition von S&W rausbringen kann (der hat auch einen, wenn auch fernen, Rechtsanwalthintergrund). Und weil Old-D&D und AD&D kein Material mehr gekriegt haben, ist die OSR überhaupt entstanden. Die Fans waren halt da, wurden aber nicht bedient. Das droht 6e auch, wenn die nur begrenzten weichgespülten massentauglichen Mist rausbringen, ohne die Randgruppen in ihrer Gesamtheit irgendwie einzufangen. Wie sie das durch 3PP bei der 5e hatten.  :(
Rorschachhamster
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Offline Elefanten-Zauberstellung

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Du gehst also jedes Mal auf die Barrikaden, wenn eine neue Edition eines Spiels, das du spielst, herauskommt?

Rhetorische Frage und sowas zu unterstellen ist zumindest schlechter Stil.  Analog: Feierst Du es jedes Mal wenn irgendwas neues kommt, unabhängig von den Umständen? Musst Du nicht beantworten ... ;)

Die Erwartung, dass es weitergeht bei 3PP mit Unterstützung der alten Edition ist also in der "historischen" Betrachtung nicht haltbar.

Ganz konkret, letzte Edition (4e). DnD ging daran fast zu Grunde und 3PP-Support gab es quasi nicht für die 4e, welches die orherige Edition war. 40 Jahre sind ein ganz anderer Scope unter ganz anderen Umständen.
Setzt man den Scope eng, dann ist ist zu 100% klar, dass Lizenzänderungen (4e) quasi immer scheitern müssen. Beweis erbracht ;)
Pipi Langstrumpf, KIZ. 

Camo

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Ihr beide habt aber schon gesehen, dass es eine direkte Reaktion auf eine Aussage war, der man genau DAS entnehmen könnte, weswegen ich nachfragte.Damit sind eure Reaktionen... komisch, gerade wenn man die von den Hausregeln geforderte "wohlwollende Lesart" anschaut. Zumal nicht ihr angesprochen wart.

Und natürlich, wenn man die Variablen nach Wunsch anpasst, bekommt man immer das gewünschte Ergebnis heraus... deswegen macht das niemand, der ernstgenommen will. Soviel zum "Scope eng setzen"...
« Letzte Änderung: 20.01.2023 | 22:17 von Camo »

Offline Wisdom-of-Wombats

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Würde ich mich NICHT drauf verlassen. Ganz ehrlich. Paizo sagt deutlich, dass bei ihnen kein D&D mehr drin ist. Daraus dann etwas zu bauen, das 5e-kompatibel ist, könnte tatsächlich problematisch werden. War es bisher nicht, weil eine WotC-Lizenz genutzt wurde. Wenn eine andere Lizenz genutzt wird, um etwas zu tun, das mit der WotC-IP kompatibel ist, kann das Probleme geben... und da schützt tatsächlich auch die ORC-Lizenz nicht. Weil die nichts mit WotC oder deren IP zu tun hat. Aber hey, versucht es ruhig... manche lernen nur durch Schmerz. Und nach dem, was die Community da gerade tut, würde ich NICHT erwarten, dass WotC Augen zudrückt wie bisher. Aber niemand braucht auf mich zu hören, warum auch? ;)

Wenn WotC klagt, werden sie als erstes gegen "worst offender" klagen. Und das ist Paizo. Anders als viele 3PP ist Paizo nicht wehrlos. Wenn Paizo dann vor Gericht zusammenfällt, ist die ORC erledigt. Besteht Paizo, dann hat die ORC Zukunft. Immer dran denken: einzelne Worte und Spielmechaniken fallen nicht unters Urheberrecht in den USA.

Tue ich gar nicht. Ich mag nur mit keinem Mob mitlaufen... und das ist leider genau das, was sich da international gebildet hat. Und die "Wer uns nicht zustimmt verteidigt den Feind"-Mentalität ist da recht deutlich. Non serviam, sorry.
Ich verteidige WotC nicht... warum auch? WENN sie Scheiße bauen, kritisiere ich das auch deutlich. Gerade wenn es mich betrifft. Hier im Forum betrifft das einen winzigen Bruchteil... was den Rest nicht davon abhält. Aber "Tatsachen aussprechen" ist kein "vehement verteidigen". Fokus, bitte!

Danke für die Antwort. "Fokus, bitte" hättest Du Dir sparen können. Ich hab das vor der Einlassung von WotC vor genau einer Woche auch so gesehen wie Du. Ich hab auch lange gesagt: erstmal Fakten, bevor ist urteile. Leider hat die Mitteilung vom letzten Freitag indirekt alles bestätigt, was die Tage davor kursiert ist. Da war mein Vertrauen dann weg. Jetzt laufe ich mit dem Mob ;)

Da noch NIEMAND einen Schnipsel der ORC gesehen hat, kann ich nur das sagen, was ich hörte. In der deutschen Sprache erkennbar an dem Wörtchen "soll".
Ich bin nicht mehr sicher, wo ich das gehört habe, ehrlich gesagt... dafür hab ich in den vergangenen Tagen zu viel gehört und gelesen. Aber wie gesagt, derartige Klauseln sind eigentlich Standard, also wäre ich nicht überrascht, wenn sowas drin wäre. Sollte ich die ORC in die Finger bekommen, könnte ich versuchen, das zu belegen. So wird es knifflig. Deswegen nutzte ich den Konjunktiv.

Dann warten wir da doch mal. Ich bin mir sehr sicher, dass die ORC sich eher an der OGL 1.0a orientieren wird als an der OGL 1.2 ;) Bei der ORC glaube ich an eine Sektion 6f nicht, denn da steht kein Verlag mehr hinter, der sich um einen Image Schaden kümmern muss.
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Offline Elefanten-Zauberstellung

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Ihr beide habt aber schon gesehen, dass es eine direkte Reaktion auf eine Aussage war, der man genau DAS entnehmen könnte, weswegen ich nachfragte.Damit sind eure Reaktionen... komisch, gerade wenn man die von den Hausregeln geforderte "wohlwollende Lesart" anschaut. Zumal nicht ihr angesprochen wart.

DAS? WAS?  Deine Antwort  bezog sich auf Sphinx, der Bedenken zum Umgang mit VTTs (Foundry) äußerte. Soweit IMO nachvollziehbar. Darauf hast Du mit "40 Jahre, Barrikaden" usw.  geantwortet. Keine Ahnung wer genau hier wie angesprochen - aber das passt doch so nicht ...?

Zitat
Und natürlich, wenn man die Variablen nach Wunsch anpasst, bekommt man immer das gewünschte Ergebnis heraus... deswegen macht das niemand, der ernstgenommen will. Soviel zum "Scope eng setzen"...

Du hast doch auf Sphinx geantwortet, welcher Probleme bei den VTTs sieht, und dann den Scope willkürlich auf eine Zeit, in der es nie VTTs gab, ausgedehnt ("Variablen")? Hast Du dich damit gerade selbst gedisst, oder wie? Ich verstehe jetzt gar nichts mehr ...

Camo

  • Gast
Das hier klingt aber nach "unabhängig von VTTs", also einem zusätzlichen Kritikpunkt:
Zitat
Wenn ich keine neuen Abenteuer und Module von meinen präferierten 3rd Partys mehr bekomme.
Darauf bezog ich mich.
Zumal nicht alle (eher sogar die wenigsten) 3PPs haben VTT-Support.

Wenn ich das richtig im Kopf habe, gibt es VTTs ab 2012, die 5E erschien 2014. Das wären also 2 Jahre 4th Edition... da es keine OGL gab sind diese 2 Jahre eher unerheblich, oder? Damit wäre es nach deiner Logik irrelevant, sie anzuführen. Denn die Lizenzänderung zur 4e war 2008... und damit BEVOR es VTTs... und du meinst ja, es ginge nur darum... oder gilt das nur für andere? Solltest dich wirklich entscheiden, meinst du nicht? Denn die Lizenzänderung zur 4e war DEFINITIV vor Einführung der VTTs.

Camo

  • Gast
Wenn WotC klagt, werden sie als erstes gegen "worst offender" klagen. Und das ist Paizo. Anders als viele 3PP ist Paizo nicht wehrlos. Wenn Paizo dann vor Gericht zusammenfällt, ist die ORC erledigt. Besteht Paizo, dann hat die ORC Zukunft. Immer dran denken: einzelne Worte und Spielmechaniken fallen nicht unters Urheberrecht in den USA.

Wenn WotC klagt, dann dort, wo es am Schnellsten Erfolge gibt. Das wären dann diejenigen, die direkt oder andeutungsweise ihre IP "klonen" wollen. Durch die OGL war das rechtssicher, mit der ORC fällt das Hindernis für WotC weg. Und ganz ehrlich... wenn das als "Eine neue Version von AD&D" im Netz beschrieben wird, ist es egal, auf welcher SRD das beruht... der Zusammenhang legt den IP-Schaden nahe. Paizo ist mit Pathfinder im Endeffekt raus, das ist als eigenes Spiel etabliert und würde sehr viel schwerer anzugreifen sein.
Und wenn die ersten Klone fallen, kippt der ganze Kram in den Bach... da ist es egal, was Paizo macht. Was sollen die auch machen, die sind weder angegriffen noch machen sie D&D. Wer aber mit der SRD einen D&D-Klon baut, hat keine Rechtssicherheit mehr, die er durch die OGL noch hatte, dass WotC nicht zuhaut. Mit der ORC hat WotC nix zu schaffen und damit keine Versprechen abgegeben.
Aber wird man sehen, was passiert... ich denke aber, je mehr man WotC reizt und je mehr Forderungen nach Freiheiten gestellt werden (mit em Mob als vermeintlich übermächtige Waffe), desto eher könnten sie zickig reagieren. Und "Spiel X fühlt sich genau wie das alte Y an, die Mechaniken sind gleich, auch das Spielgefühl" (und Rezensenten LIEBEN derartige Formulierungen, das wird man NIE zurückhalten können) dürfte jede Jury überzeugen, dass da eine IP kopiert wird. Meinst nicht? Und je mehr der Mob tobt, desto eher könnte das passieren. Hab das zu oft erlebt... dürfte unschön werden.

Online schneeland

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Und wenn die ersten Klone fallen, kippt der ganze Kram in den Bach... da ist es egal, was Paizo macht. Was sollen die auch machen, die sind weder angegriffen noch machen sie D&D. Wer aber mit der SRD einen D&D-Klon baut, hat keine Rechtssicherheit mehr, die er durch die OGL noch hatte, dass WotC nicht zuhaut. Mit der ORC hat WotC nix zu schaffen und damit keine Versprechen abgegeben.
Aber wird man sehen, was passiert... ich denke aber, je mehr man WotC reizt und je mehr Forderungen nach Freiheiten gestellt werden (mit em Mob als vermeintlich übermächtige Waffe), desto eher könnten sie zickig reagieren. Und "Spiel X fühlt sich genau wie das alte Y an, die Mechaniken sind gleich, auch das Spielgefühl" (und Rezensenten LIEBEN derartige Formulierungen, das wird man NIE zurückhalten können) dürfte jede Jury überzeugen, dass da eine IP kopiert wird. Meinst nicht? Und je mehr der Mob tobt, desto eher könnte das passieren. Hab das zu oft erlebt... dürfte unschön werden.


In welchen Fällen hast du „das“ denn erlebt?
"These things are romanticized, but in the end they're only colorful lies." - This Is Hell, Polygraph Cheaters

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