Autor Thema: Archiv zu OGL, ORC, SRD und anderen Lizenzfragen rund um die OGL  (Gelesen 91472 mal)

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Offline Sphinx

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Du gehst also jedes Mal auf die Barrikaden, wenn eine neue Edition eines Spiels, das du spielst, herauskommt? Wird das nicht sehr nervenaufreibend? Warum tut man sowas? Die Frage meine ich ernst, nicht sarkastisch. Eine neue Edition war lange angekündigt, damit endet der Support der alten Edition absehbar. Und wenn ich die letzten 40 Jahre so zurückdenke... das kam nicht oft vor, dass alte Editionen dann künstlich von 3PP "am Leben" gehalten wurden... eigentlich eher gar nicht. Die 3rd Edition wird nicht mehr unterstützt... und ohne die Retroklone würden auch Old-D&D und AD&D kein Material mehr haben. Die Erwartung, dass es weitergeht bei 3PP mit Unterstützung der alten Edition ist also in der "historischen" Betrachtung nicht haltbar.
Gut ich versuche es mal zu erklären. Ich spiele DnD weil das System für mich einen guten Kompromiss zwischen Komplexität/Spielbarkeit bietet. Und ein ganz großer Punkt für mich ist das es so viel Material dafür gibt.
Ich hab das Offizielle Modul "Descent into Avernus" geleitet, ich konnte direkt bei Drive Through RPG dazu ein Packet erwerben. Das hatte Maps, Hinweise wie man die Story aufwerten kann und so einiges mehr.
Ich leite gerade ein 3rd Party Modul. Warum? Weil WOTC grad nix hat was ich Spielen möchte. Deshalb ist das System nicht schlechter, aber ich bin froh das jemand die Lücke schließt.
Ich fand auch die Änderungen von DnDOne bis jetzt nicht verkehrt und hätte auch ein komplett neues DnD erst mal angeschaut. Wenn ich dann damit rechnen könnte genauso einfach an qualitatives Zusatzmaterial zu kommen.

Jetzt kommen aber irgendwelche Anzügträger auf die Idee, das das System das Jahrelang gut funktioniert hat. Sowohl für WOTC, 3rd Partys und Spieler anzugehen. Wie es aussieht aus reiner Gier (Kapitalismus im Endstadium halt). Vielleicht wird DnDOne ja ein so großer Erfolg das trotzdem alle 3rd Partys die neuen Lizenzen akzeptieren, aktuell sieht es aber nur so aus als hätten sie alles auf einen Schlag zersprengt.

Ich spiele sehr viel lieber am Tisch. Aber meine eine Runde ist nun mal über ganz Deutschland verteilt. Also bleibt nur ein VTT zu nutzen, zumindest wenn man etwas Komfort möchte. Sonst würde auch ein Discord oder ähnliches reichen. Aber nein anstatt das sie versuchen einfach ein super VTT auf den Markt zu bringen das man nutzen möchte, wollen sie lieber alle anderen VTTs klein halten. Mit irgendwelchen an den Haaren herbeigezogenen Definitionen, sodas sie entweder mist sind oder eben keine System Unterstützung für DnD bieten können.

-> Faktisch ist mir völlig egal ob DnD weiter besteht oder nicht. Ich hab auch mit anderen Systemen Spaß, aber das was es eben herausgehoben hat war der 3rd Party Support. Das was leider kein anderes System in der Form bis jetzt bietet.
Soren Johnson: Given the opportunity, players will optimize the fun out of a game |"Haben die Spieler die Möglichkeit, Optimieren sie den Spaß aus dem Spiel."

Achamanian

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Wenn WotC klagt, dann dort, wo es am Schnellsten Erfolge gibt. Das wären dann diejenigen, die direkt oder andeutungsweise ihre IP "klonen" wollen. Durch die OGL war das rechtssicher, mit der ORC fällt das Hindernis für WotC weg. Und ganz ehrlich... wenn das als "Eine neue Version von AD&D" im Netz beschrieben wird, ist es egal, auf welcher SRD das beruht... der Zusammenhang legt den IP-Schaden nahe. Paizo ist mit Pathfinder im Endeffekt raus, das ist als eigenes Spiel etabliert und würde sehr viel schwerer anzugreifen sein.
Und wenn die ersten Klone fallen, kippt der ganze Kram in den Bach... da ist es egal, was Paizo macht. Was sollen die auch machen, die sind weder angegriffen noch machen sie D&D. Wer aber mit der SRD einen D&D-Klon baut, hat keine Rechtssicherheit mehr, die er durch die OGL noch hatte, dass WotC nicht zuhaut. Mit der ORC hat WotC nix zu schaffen und damit keine Versprechen abgegeben.
Aber wird man sehen, was passiert... ich denke aber, je mehr man WotC reizt und je mehr Forderungen nach Freiheiten gestellt werden (mit em Mob als vermeintlich übermächtige Waffe), desto eher könnten sie zickig reagieren. Und "Spiel X fühlt sich genau wie das alte Y an, die Mechaniken sind gleich, auch das Spielgefühl" (und Rezensenten LIEBEN derartige Formulierungen, das wird man NIE zurückhalten können) dürfte jede Jury überzeugen, dass da eine IP kopiert wird. Meinst nicht? Und je mehr der Mob tobt, desto eher könnte das passieren. Hab das zu oft erlebt... dürfte unschön werden.

Hm, also ich habe zumindest noch nie davon gehört, dass irgendwelche Filme wegen Copyright -Verletzung vor Gericht Thema waren, weil ein Rezensent sie mit Star Wars verglichen hätte.

Abgesehen davon kann ich mit dieser "better roll over and show your belly"-Mentalität wenig anfangen.

Camo

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Gut ich versuche es mal zu erklären. Ich spiele DnD weil das System für mich einen guten Kompromiss zwischen Komplexität/Spielbarkeit bietet. Und ein ganz großer Punkt für mich ist das es so viel Material dafür gibt.
Ich hab das Offizielle Modul "Descent into Avernus" geleitet, ich konnte direkt bei Drive Through RPG dazu ein Packet erwerben. Das hatte Maps, Hinweise wie man die Story aufwerten kann und so einiges mehr.
Ich leite gerade ein 3rd Party Modul. Warum? Weil WOTC grad nix hat was ich Spielen möchte. Deshalb ist das System nicht schlechter, aber ich bin froh das jemand die Lücke schließt.
Ich fand auch die Änderungen von DnDOne bis jetzt nicht verkehrt und hätte auch ein komplett neues DnD erst mal angeschaut. Wenn ich dann damit rechnen könnte genauso einfach an qualitatives Zusatzmaterial zu kommen.

Jetzt kommen aber irgendwelche Anzügträger auf die Idee, das das System das Jahrelang gut funktioniert hat. Sowohl für WOTC, 3rd Partys und Spieler anzugehen. Wie es aussieht aus reiner Gier (Kapitalismus im Endstadium halt). Vielleicht wird DnDOne ja ein so großer Erfolg das trotzdem alle 3rd Partys die neuen Lizenzen akzeptieren, aktuell sieht es aber nur so aus als hätten sie alles auf einen Schlag zersprengt.

Ich spiele sehr viel lieber am Tisch. Aber meine eine Runde ist nun mal über ganz Deutschland verteilt. Also bleibt nur ein VTT zu nutzen, zumindest wenn man etwas Komfort möchte. Sonst würde auch ein Discord oder ähnliches reichen. Aber nein anstatt das sie versuchen einfach ein super VTT auf den Markt zu bringen das man nutzen möchte, wollen sie lieber alle anderen VTTs klein halten. Mit irgendwelchen an den Haaren herbeigezogenen Definitionen, sodas sie entweder mist sind oder eben keine System Unterstützung für DnD bieten können.

-> Faktisch ist mir völlig egal ob DnD weiter besteht oder nicht. Ich hab auch mit anderen Systemen Spaß, aber das was es eben herausgehoben hat war der 3rd Party Support. Das was leider kein anderes System in der Form bis jetzt bietet.

Letzteres möchte ich stark in Abrede stellen... da denke ich allein an Runequest und Cthulhu. Aber nun gut.

Was die "Gier" angeht... die ist auf beiden Seiten wenn vorhanden. Denn die 3PPs haben sich ja mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, einen Teil an die abzugeben, die ihnen die Umsätze erst ermöglicht haben und wollen das lieber weiter so haben wie bisher. Denn auch wenn die 3PPs einen Teil dazu beigetragen haben, dass D&D bekannter wurde... OHNE die bekannte Marke und die bekannten Regeln hätten sie weniger umgesetzt... oder nur nach einer langen und teuren Werbekampagne. WENN es da Gier gibt, dann definitiv auf beiden Seiten. Aber nun ja...

Und was das angeht, das es dich betrifft... WAS dich betrifft wäre wenn die Entscheidung der 3PP, nichts mehr für D&D zu machen. Wobei die inzwischen fast nicht mehr zu hören sind in diesem sich lange verselbständigten Mob, den sie gerufen haben... ich hoffe, sie haben einen Plan, den Mob wieder zu bändigen. Ansonsten könnte das spannend werden wenn sie das erste Mal etwas tun und der Mob merkt, dass es nicht nur an WotC lag... eventuell könnte es dann hässlich werden. Ich werde es beobachten.

Offline Rorschachhamster

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Was die "Gier" angeht... die ist auf beiden Seiten wenn vorhanden. Denn die 3PPs haben sich ja mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, einen Teil an die abzugeben, die ihnen die Umsätze erst ermöglicht haben und wollen das lieber weiter so haben wie bisher. Denn auch wenn die 3PPs einen Teil dazu beigetragen haben, dass D&D bekannter wurde... OHNE die bekannte Marke und die bekannten Regeln hätten sie weniger umgesetzt... oder nur nach einer langen und teuren Werbekampagne. WENN es da Gier gibt, dann definitiv auf beiden Seiten. Aber nun ja...
25 bzw 20% vom Umsatz macht jede Firma kaputt, spätestens wenn es mal ein schlechtes Jahr gibt. Das sind Gewinnmargen die kaum erzielt werden, erst recht nicht im Rollenspielbereich. Das ist absolut lächerlich gewesen und war nicht da, um akzeptiert zu werden, sondern um die 3PP rauszubooten. Gier ist das eine, aber wenn WotC eine Gewinnbeteiligung hätte haben wollen, wäre das ganze nicht sooo eindeutig gewesen. Da hätten es die anderen Teile der geleakten 1.1 aber auch noch unmöglich gemacht zuzustimmen.

EDIT: Mob! Mob! Mob!  >;D
« Letzte Änderung: 21.01.2023 | 00:24 von Rorschachhamster »
Rorschachhamster
DMG Pg. 81 " The mechanics of combat or the details of the injury caused by some horrible weapon are not the key to heroic fantasy and adventure games. It is the character, how he or she becomes involved in the combat, how he or she somehow escapes — or fails to escape — the mortal threat which is important to the enjoyment and longevity of the game."

Achamanian

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Was die "Gier" angeht... die ist auf beiden Seiten wenn vorhanden. Denn die 3PPs haben sich ja mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, einen Teil an die abzugeben, die ihnen die Umsätze erst ermöglicht haben und wollen das lieber weiter so haben wie bisher.

Na klar wollen sie das - und sie sind damit auch zumindest moralisch im Recht, weil die Abmachung, auf der das Ganze basiert, von WotC 20 Jahre lang als unwiderruflich dargestellt wurde (und zu beiderseitigem Vorteil war sie auf). Damit sind wir wieder an dem Punkt, dass es einfach unlauter ist, eine solche Abmachung einseitig aufzukündigen. Dass WotC mittlerweile meint, dass die alte OGL ihr schadet, kann ja sein. Deshalb ist es noch lange nicht richtig, anderen noch viel existenzieller zu schaden. Sich so zu verhalten, als seien WotC der Lehnsherr, der seine Gnade jederzeit zurücknehmen kann und dem man dann trotzdem noch dankbar sein muss, dass er sie so lange gewährt hat und froh sein, wenn er einem nicht die Landsknechte auf den Hals hetzt, falls man aufmuckt ... sorry, das ist einer bürgerlichen Demokratie nicht angemessen. Rechtlich gilt der Vertrag, und moralisch gilt die Abmachung zwischen den Parteien - und zumindest, was letzteres betrifft, liegen die Dinge klar: WotC will eine Abmachung zurücknehmen, deren Inhalt über zwei Jahrzehnte von allen Parteien als klar und unwiderruflich angesehen wurde, und zwar explizit auch von WotC.

Jetzt von einem "Mob" zu sprechen, nur, weil die Leute sich organisieren, um zusammen gegen einen solchen Bruch der Abmachung vorzugehen, ist schlicht und einfach feudalistisches Denken. "Was maßen sich diese ungewaschenen Hungerleider an, dem König nicht täglich zu danken? Sie werden sehen, was sie davon haben!"

Offline postkarte

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Ich halte die Behauptung, dass WotC durch eigene Arbeit den 3PP die Umsätze erst so ermöglicht hat im Wesentlichen für falsch. Das trifft auf einen Teil der Szene zu, aber nur auf einen geringen.

De facto ist Paizo quasi eine Ausgründung von WotC gewesen, damit man Dungeon und Dragon nicht mehr im eignen Haus machen muss. Als Paizo zu erfolgreich damit war, hat man ihnen dann wieder den Stöpsel gezogen und die Paizo-Leute haben angefangen ihre Sachen für sich selbst zu machen und Pathfinder gemacht. Das zu Gier von Paizo zu erklären, braucht schon eine sehr spezielle Art von Realitätsverdrängung.

Ein anderer Punkt, den ich hier auch noch nicht gelesen habe, aber für sehr wesentlich halte: Wer hat denn die Arbeit an D&D wirklich gemacht? Viele der 3PP sind gerade die Leute die Arbeit an D&D gemacht haben, also diejenigen die bei TSR und später WotC entwickelt und geschrieben haben. Die jetzige Führungsriege bei WotC/Hasbro, die sich nun über die Nutznießer beschweren, sind es doch gerade selbst, die GAR NICHTS zu D&D beigetragen haben, außer dafür zu sorgen, dass im großen Umfang Leute Ihr DnD Beyond Abo gekündigt haben.


Camo

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Na klar wollen sie das - und sie sind damit auch zumindest moralisch im Recht, weil die Abmachung, auf der das Ganze basiert, von WotC 20 Jahre lang als unwiderruflich dargestellt wurde (und zu beiderseitigem Vorteil war sie auf). Damit sind wir wieder an dem Punkt, dass es einfach unlauter ist, eine solche Abmachung einseitig aufzukündigen. Dass WotC mittlerweile meint, dass die alte OGL ihr schadet, kann ja sein. Deshalb ist es noch lange nicht richtig, anderen noch viel existenzieller zu schaden. Sich so zu verhalten, als seien WotC der Lehnsherr, der seine Gnade jederzeit zurücknehmen kann und dem man dann trotzdem noch dankbar sein muss, dass er sie so lange gewährt hat und froh sein, wenn er einem nicht die Landsknechte auf den Hals hetzt, falls man aufmuckt ... sorry, das ist einer bürgerlichen Demokratie nicht angemessen. Rechtlich gilt der Vertrag, und moralisch gilt die Abmachung zwischen den Parteien - und zumindest, was letzteres betrifft, liegen die Dinge klar: WotC will eine Abmachung zurücknehmen, deren Inhalt über zwei Jahrzehnte von allen Parteien als klar und unwiderruflich angesehen wurde, und zwar explizit auch von WotC.

Was hat "bürgerliche Demokratie" mit der Wirtschaft zu tun? Einige (sogar hier aus dem Forum haben laut danach geschrien, WotC zu enteignen... DAS ist einer bürgerlichen Demokratie nicht angemessen! Aber komischerweise erntete das nicht wirklich Kritik. Selektive Wahrnehmung? Mit zweierlei Maß messen? Ich staune.

Jetzt von einem "Mob" zu sprechen, nur, weil die Leute sich organisieren, um zusammen gegen einen solchen Bruch der Abmachung vorzugehen, ist schlicht und einfach feudalistisches Denken. "Was maßen sich diese ungewaschenen Hungerleider an, dem König nicht täglich zu danken? Sie werden sehen, was sie davon haben!"

"Organisieren? Hast du mal ernsthaft gesehen, was da draußen international abgeht? Die Forderung nach der Zerschlagung von WotC ist da noch eines der milderen Mitte. Dazu kommt natürlich die Forderung, dass JEDER gekündigt werden müsse, der die 1.1 "gut fand". Das ist "organisierter Protest"? Ernsthaft?
Sorry, nein, das ist ein Mob, der genau die Definition von "Mob" erfüllt. Allmachtsphantasien, Rachephantasien, alles weit abseits von Allem, was legal oder auch nur angemessen ist. Das hat auch nichts mit "feudalistischem Denken" zu tun, das ist einfach nur abstoßend, was da von diesem Mob ausgeht. Spannend fand ich die Forderung, dass die Chefetage von WotC mit ihrem eigenen Vermögen die 3PPs entschädigen solle... und zwar mit einem vom MOB festzusetzenden Betrag. Das hat NICHTS mit "vorgehen gehen einen Bruch einer Abmachung" mehr zu tun... außer, wenn man jegliches Maß verloren hat. Und ja, es gab auch Morddrohungen... die wurden nur von einem SEHR kleinen Teil des Mobs kritisiert, ein größerer Teil jubelte. Du scheinst ECHT komische Vorstellungen von "organisiertem Protest" zu haben, wenn es um eine zurückgezogene Lizenz geht. Nicht lieber bis ins dritte Glied zur Rechenschaft ziehen? Ich schätze, ein nicht gerade kleiner Teil der Menge würde das jubelnd mittragen.
*kopfschüttel*

Camo

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Ich halte die Behauptung, dass WotC durch eigene Arbeit den 3PP die Umsätze erst so ermöglicht hat im Wesentlichen für falsch. Das trifft auf einen Teil der Szene zu, aber nur auf einen geringen.

De facto ist Paizo quasi eine Ausgründung von WotC gewesen, damit man Dungeon und Dragon nicht mehr im eignen Haus machen muss. Als Paizo zu erfolgreich damit war, hat man ihnen dann wieder den Stöpsel gezogen und die Paizo-Leute haben angefangen ihre Sachen für sich selbst zu machen und Pathfinder gemacht. Das zu Gier von Paizo zu erklären, braucht schon eine sehr spezielle Art von Realitätsverdrängung.

Ein anderer Punkt, den ich hier auch noch nicht gelesen habe, aber für sehr wesentlich halte: Wer hat denn die Arbeit an D&D wirklich gemacht? Viele der 3PP sind gerade die Leute die Arbeit an D&D gemacht haben, also diejenigen die bei TSR und später WotC entwickelt und geschrieben haben. Die jetzige Führungsriege bei WotC/Hasbro, die sich nun über die Nutznießer beschweren, sind es doch gerade selbst, die GAR NICHTS zu D&D beigetragen haben, außer dafür zu sorgen, dass im großen Umfang Leute Ihr DnD Beyond Abo gekündigt haben.

Kleiner Tipp: Vergleich einfach mal die Verkaufszahlen von WotC und ALLER 3PP zusammengerechnet. Dann siehst du SEHR deutlich, wer wem was verdankt.

Achamanian

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"Organisieren? Hast du mal ernsthaft gesehen, was da draußen international abgeht? Die Forderung nach der Zerschlagung von WotC ist da noch eines der milderen Mitte. Dazu kommt natürlich die Forderung, dass JEDER gekündigt werden müsse, der die 1.1 "gut fand". Das ist "organisierter Protest"? Ernsthaft?
Sorry, nein, das ist ein Mob, der genau die Definition von "Mob" erfüllt. Allmachtsphantasien, Rachephantasien, alles weit abseits von Allem, was legal oder auch nur angemessen ist. Das hat auch nichts mit "feudalistischem Denken" zu tun, das ist einfach nur abstoßend, was da von diesem Mob ausgeht. Spannend fand ich die Forderung, dass die Chefetage von WotC mit ihrem eigenen Vermögen die 3PPs entschädigen solle... und zwar mit einem vom MOB festzusetzenden Betrag. Das hat NICHTS mit "vorgehen gehen einen Bruch einer Abmachung" mehr zu tun... außer, wenn man jegliches Maß verloren hat. Und ja, es gab auch Morddrohungen... die wurden nur von einem SEHR kleinen Teil des Mobs kritisiert, ein größerer Teil jubelte. Du scheinst ECHT komische Vorstellungen von "organisiertem Protest" zu haben, wenn es um eine zurückgezogene Lizenz geht. Nicht lieber bis ins dritte Glied zur Rechenschaft ziehen? Ich schätze, ein nicht gerade kleiner Teil der Menge würde das jubelnd mittragen.
*kopfschüttel*

Wenn du mir das zeigst, glaube ich es ... massenhaft gibt es derlei Irrsinn in meiner Wahrnehmung nicht, zumindest nicht in den Foren, die ich frequentiere (hier, rpg.net) und nicht auf den Discord-Servern, auf denen ich mich rumtreibe, oder auf EnWorld. Da müsstest du also zumindest mal andeuten, wo genau du den Mob toben siehst. Auf Facebook? Youtube? Sind das irgendwelche Spinnerkommentare unter irgendwelchen Artikeln, oder kommt das tatsächlich von den Verlagen, die sich gerade um die ORC herum organisieren? Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass Paizo oder Kobold oder Chaosium Morddrohungen gegen WotC ausgesprochen haben, oder auch irgendwelche der kleineren beteiligten Verlage. Und im Internet brachial rumzutrollen ist nicht das, was ich unter "sich organisieren" verstehe.

Achamanian

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Kleiner Tipp: Vergleich einfach mal die Verkaufszahlen von WotC und ALLER 3PP zusammengerechnet. Dann siehst du SEHR deutlich, wer wem was verdankt.

Wenn WotC hundertmal mehr verkauft kann das

a) daran liegen, dass die 3PP im Vergleich völlig bedeutungslos sind
b) daran liegen, dass sie ihren gewaltigen Erfolg zumindest teilweise den 3PP verdanken.

Take your pick. Diese Zahlen sagen nichts über die Frage aus, um die es geht.

Achamanian

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Was hat "bürgerliche Demokratie" mit der Wirtschaft zu tun? Einige (sogar hier aus dem Forum haben laut danach geschrien, WotC zu enteignen... DAS ist einer bürgerlichen Demokratie nicht angemessen! Aber komischerweise erntete das nicht wirklich Kritik. Selektive Wahrnehmung? Mit zweierlei Maß messen? Ich staune.

Ähm ... bürgerlicher Staat, typischerweise (leider nicht immer) demokratisch verfasst ... garantiert unter anderem für das Einhalten der Regeln im Sinne des inidividuellen Gesamtkapitalisten, weil die individuellen Gesamtkapitalisten das mit ihrem individuellen Profitinteresse nicht so gut hinkriegen? Vertragssicherheit, Abfederung sozialer Widersprüche und so?
Was das mit Wirtschaft zu tun hat?
 :think:

Offline postkarte

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Kleiner Tipp: Vergleich einfach mal die Verkaufszahlen von WotC und ALLER 3PP zusammengerechnet. Dann siehst du SEHR deutlich, wer wem was verdankt.
Das hatten wir doch schon geklärt. Du hattest doch selbst schon geschrieben, dass es nach Leistung und Ursächlichkeit gehen sollte und daher WotC/Hasbro eben Critical Role 25% des Umsatzes geben müssen. Ich verstehe nicht, warum Du diesen Punkt immer wieder machst. Da sind wir doch ganz einer Meinung.

Meine zusätzliche Bemerkung jetzt ist nur, dass ich noch mal genauer drüber nachgedacht habe und ich finde, dass auch viele andere einige Prozente abhaben sollten. Die haben schließlich damals die ganze Schreibarbeit gemacht. Der Beitrag vom AKTUELLEN WotC/Hasbro Team zum jetzigen Erfolg ist erstaunlich gering.

Camo

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Das hatten wir doch schon geklärt. Du hattest doch selbst schon geschrieben, dass es nach Leistung und Ursächlichkeit gehen sollte und daher WotC/Hasbro eben Critical Role 25% des Umsatzes geben müssen. Ich verstehe nicht, warum Du diesen Punkt immer wieder machst. Da sind wir doch ganz einer Meinung.

Meine zusätzliche Bemerkung jetzt ist nur, dass ich noch mal genauer drüber nachgedacht habe und ich finde, dass auch viele andere einige Prozente abhaben sollten. Die haben schließlich damals die ganze Schreibarbeit gemacht. Der Beitrag vom AKTUELLEN WotC/Hasbro Team zum jetzigen Erfolg ist erstaunlich gering.

Da hätte ich dann doch gerne mal ein Zitat, wo ich das gesagt haben soll, danke. Bitte mir nichts in den Mund legen, nur weil es einem gefällt.

Camo

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Wenn du mir das zeigst, glaube ich es ... massenhaft gibt es derlei Irrsinn in meiner Wahrnehmung nicht, zumindest nicht in den Foren, die ich frequentiere (hier, rpg.net) und nicht auf den Discord-Servern, auf denen ich mich rumtreibe, oder auf EnWorld. Da müsstest du also zumindest mal andeuten, wo genau du den Mob toben siehst. Auf Facebook? Youtube? Sind das irgendwelche Spinnerkommentare unter irgendwelchen Artikeln, oder kommt das tatsächlich von den Verlagen, die sich gerade um die ORC herum organisieren? Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass Paizo oder Kobold oder Chaosium Morddrohungen gegen WotC ausgesprochen haben, oder auch irgendwelche der kleineren beteiligten Verlage. Und im Internet brachial rumzutrollen ist nicht das, was ich unter "sich organisieren" verstehe.

Twitter, Facebook... um nur einiges zu nennen. Das mit "D&D gemeinfrei machen oder einer anderen Firma geben" aka WotC enteignen kam u.A. hier im Forum.
Nebenbei... ein Mob wird nicht von Verlagen gebildet, das ist dir bewußt? Das sind die angeblichen "Spinner", die von den 3PP aufgeheizt wurden. Denen man aktuell nicht mehr wirklich etwas recht machen kann und die jetzt schon ihren "Sieg" feiern. Die Massen an aufgestachelten Leuten als "Spinner" abzutun, dürfte eine massive Verharmlosung sein, leider. Denn das bedeutet, man nimmt das Problem nicht ernst und ignoriert die Größe des Problems.
Aber anders gefragt... WO ist denn dieser "organisierte Protest"? Die meisten Verlage sind recht ruhig geworden, seit der Mob tobt. Ein paar der kleineren stacheln noch dann und wann an, die meisten scheinen sich aber dessen bewußt zu werden, was da gerade passiert und wie viele Menschen da losgelassen werden...


Ähm ... bürgerlicher Staat, typischerweise (leider nicht immer) demokratisch verfasst ... garantiert unter anderem für das Einhalten der Regeln im Sinne des inidividuellen Gesamtkapitalisten, weil die individuellen Gesamtkapitalisten das mit ihrem individuellen Profitinteresse nicht so gut hinkriegen? Vertragssicherheit, Abfederung sozialer Widersprüche und so?
Was das mit Wirtschaft zu tun hat?
 :think:

OK... und wie passt dieser Mob da hinein? Wie gesagt, ich habe tatsächliche Morddrohungen gesehen, die gefeiert wurden, ich habe "Forderungen" nach der Entlassung aller Angestellten von WotC gesehen, die Lizenz 1.1 "gut fanden", ebenso wie "Forderungen" nach der Zerschlagung und Enteignung von WotC gesehen. DAS ist auf der Grundlage eines demokratischen Staates? Darf ich die entsprechenden Paragraphen bitte einmal sehen? Und tatsächlich sorgt KEINER der 3PP sich darum, das zu beruhigen... selbst wenn sie das sehen. So ein Mob ist natürlich ein nettes Druckmittel. Und wen kümmert es da, ob das rechtstaatlich ist, hmm? Hinterher fragt da niemand mehr danach. Haben sich auch viele am 6. Januar gedacht. Haben nur falsch gedacht.
Wie gesagt, ich hätte gern die rechtstaatlichen Grundlagen dafür, eine wirtschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Mittel zu führen. Die muss mir bisher irgendwie entgangen sein. Ich Schusselchen ich...

Achamanian

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Okay, ich mache der Wirrsal ein Ende und diskutiere nicht mehr mit dir, Camo ... merkst du gar nicht, was du da alles durcheinanderwirfst? Wie du jedes Mal, wenn jemand dich bittet, mal Butter zu den Fischen zu machen, das Pferd wechselst? Jetzt kommst du wieder von der Antwort auf die Frage, was bürgerliche Demokratie mit Wirtschaft zu tun hätte, zu dem Mordlüsternen Mob, der sicher bald, angestachelt von Donald Trump, die Hasbro-Firmenzentrale stürmt, und da hast du Dinge gesehen, die würden wir nicht glauben, brennende Raumschiffe und so ... Mensch, nee, aber sorry, nee.

Offline Skaeg

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Hm, also ich habe zumindest noch nie davon gehört, dass irgendwelche Filme wegen Copyright -Verletzung vor Gericht Thema waren, weil ein Rezensent sie mit Star Wars verglichen hätte.
Ich mußte gleich hieran denken. Wenn das Recht so funktionieren würde, wie Camo denkt, gäbe es die Videospielindustrie nicht.

Zitat
Abgesehen davon kann ich mit dieser "better roll over and show your belly"-Mentalität wenig anfangen.
Gut gesagt.

Offline Rorschachhamster

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Monopolkapitalismus im Endstadium, darauf kann es nur eine Antwort geben:
Zitat
Und weil der Mensch ein Mensch ist, hätt er was zu Spielen bitte sehr
es macht ihn 1.2 nicht satt, das schaftt kein Abenteuer her.

Drum links-zwei-drei und links-zwei-drei
wo dein Platz, Rollenspieler, ist
Reih dich ein in die ORC-Lizenz weil du auch ein Rollenspieler bist.

Und weil der Mensch ein Mensch ist, fehlt ihm auch noch gutes VTT
das läßt ihn 1.2 nicht tun, auch nicht mit dem neuen eS aR Di.

Drum links-zwei-drei und links-zwei-drei
wo dein Platz, Rollenspieler, ist
Reih dich ein in die ORC-Lizenz weil du auch ein Rollenspieler bist.

Und weil der Spieler ein Spieler ist, drum kann ihn auch kein anderer befreien,
es kann die Befreiung von D&D nur Sache der Rollenspieler sein.

Drum links-zwei-drei und links-zwei-drei
wo dein Platz, Rollenspieler, ist
Reih dich ein in die ORC-Lizenz weil du auch ein Rollenspieler bist.
Sorry, Bertolt.  ~;D

Mob!
« Letzte Änderung: 21.01.2023 | 07:29 von Rorschachhamster »
Rorschachhamster
DMG Pg. 81 " The mechanics of combat or the details of the injury caused by some horrible weapon are not the key to heroic fantasy and adventure games. It is the character, how he or she becomes involved in the combat, how he or she somehow escapes — or fails to escape — the mortal threat which is important to the enjoyment and longevity of the game."

Offline takti der blonde?

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Monopolkapitalismus im Endstadium, darauf kann es nur eine Antwort geben:Sorry, Bertolt.  ~;D

Mob!

Ganz, ganz groß. Vielen Dank!

Offline Amromosch

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Wenn WotC hundertmal mehr verkauft kann das

a) daran liegen, dass die 3PP im Vergleich völlig bedeutungslos sind
b) daran liegen, dass sie ihren gewaltigen Erfolg zumindest teilweise den 3PP verdanken.

Take your pick. Diese Zahlen sagen nichts über die Frage aus, um die es geht.
Oder
c) DND 5e hat einfach einen Nerv getroffen und ist in erster Linie deshalb das erfolgreichste DND aller Zeiten.

Ich glaube, dass Hasbro mit dem Ziel mehr Umsätze aus DND zu generieren dafür sorgt, dass WotC auf ein neues System umsteigen muss. Und WotC kann jetzt schlecht das erfolgreichste DND aller Zeiten anderen überlassen.

Im zweiten Schritt stellt die Rechtsabteilung von WotC fest, dass die OGL rechtlich erneuerbar ist/sein könnte. Da ist doch die Folge schlicht, dass es eine neue geben muss.

Das muss nicht jedem gefallen (vor allem den Drittanbietern, die massiv darunter leiden werden) und man kann auch versuchen, sich dagegen zu wehren und das zu verhindern. Aber die Unfähigkeit, sich in WotC hineinzuversetzen, erstaunt mich schon. Moralisch finde ich das nämlich tatsächlich nicht so heftig, gerade wenn ich berücksichtige, dass WotC vermutlich gar nicht anders kann.

Ansonsten finde ich, dass einige hier immer Personen mit Unternehmen verwechseln. Die handelnden Personen sind da schlicht nicht entscheidend. Sprich: Es ist egal, ob die Mitarbeiter, die bei Pathfinder aktiv waren die gleichen sind, die vorher für DND 3.5 geschrieben haben. Paizo und WotC sind schlicht zwei unterschiedliche Unternehmen, die Mitbewerber sind.

Offline Rorschachhamster

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Das muss nicht jedem gefallen (vor allem den Drittanbietern, die massiv darunter leiden werden) und man kann auch versuchen, sich dagegen zu wehren und das zu verhindern. Aber die Unfähigkeit, sich in WotC hineinzuversetzen, erstaunt mich schon. Moralisch finde ich das nämlich tatsächlich nicht so heftig, gerade wenn ich berücksichtige, dass WotC vermutlich gar nicht anders kann.
Moral ist relativ, verwerflich ist es aber, ganz egal ob sie das müssen...  :P
Ganz abgesehen davon zeigt die Geschichte doch, das es auch von einer wirtschaftlichen Perspektive völlig blöd ist.  ::)
Rorschachhamster
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Offline Sphinx

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@Camo
Ich denke du solltest nicht sowas wie Twitter lesen. Ich tappe auch immer mal wieder in die Falle und klicke dort auf "Trends für dich". Nahezu bei jedem Thema findet man dort einen guten Teil der Kommentare der einfach nur Extrem ist. Da hängen so viele rum die ihren ungefilterter Hass rausposaunen das es anstrengend ist. Wobei so viele sind das auch wieder nicht, ein paar tausende, aber die sind richtig laut. Lauter als die in der überzahl existierenden normal tickenden. Das blöde ist halt das Twitter natürlich auch die Kontroversesten Kommentare nach oben Packt.
Ich hab schon gemerkt das ich da selbst richtig Agro geworden bin wenn ich dort zu viel gelesen hab. Teils weil ich mich davon anstecken lassen hab, teils weil es mir so gegen den Strich ging was dort gesabbelt wurde.
Bleibe ich in den von mir Abonnierten feeds, macht twitter das was es für mich soll. Mich auf dem laufenden halten. Und das ohne auf 180 zu kommen :)

Worauf ich hinaus will: Nicht von lauten Minderheiten die einfach nur Stunk machen wollen auf die Breite Masse schließen. Klar hab ich mir da meine eigene Bubble geschaffen, aber dort hat niemand so abstruse Ideen.

Moral ist relativ, verwerflich ist es aber, ganz egal ob sie das müssen...  :P
Ganz abgesehen davon zeigt die Geschichte doch, das es auch von einer wirtschaftlichen Perspektive völlig blöd ist.  ::)

Ich finde ja den Kommentar: "Wenn man mal ein Beispiel braucht wie Lawful Evil aussieht, muss man sich nur WOTC/Hasbro anschauen". Versuchen mit legalen Mitteln, ein Moralisch falsches Ziel zu erreichen.
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Offline aikar

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Tue ich gar nicht. Ich mag nur mit keinem Mob mitlaufen... und das ist leider genau das, was sich da international gebildet hat. Und die "Wer uns nicht zustimmt verteidigt den Feind"-Mentalität ist da recht deutlich. Non serviam, sorry.
Ich verteidige WotC nicht... warum auch? WENN sie Scheiße bauen, kritisiere ich das auch deutlich. Gerade wenn es mich betrifft. Hier im Forum betrifft das einen winzigen Bruchteil... was den Rest nicht davon abhält. Aber "Tatsachen aussprechen" ist kein "vehement verteidigen". Fokus, bitte!
Ich glaube warum man hier nicht zusammenkommt ist, dass du (korrekt) darauf aufbaust, dass das was Wizard tut, für ein Unternehmen nachvollziehbar, wirtschaftlich sinnvoll, gängige Praxis und möglicherweise sogar rechtskonform ist. Ja, ist es.

Die Empörung kommt aber daher, dass sehr viele Leute den Umgang von Wizards mit etwas, das ihnen sehr viel bedeutet, nicht gut heißen, egal ob sie davon unmittelbar betroffen sind oder nicht und die klare Intention der totalen Kontrolle und maximalen Monitarisierung hinter diesen Änderungen, auch wenn sie wirtschaftlich sinnvoll ist, möglicherweise sogar legal, für falsch halten.
Es gibt auch viele Menschen, die es nicht gut heißen, dass Nashörner abgeknallt werden, obwohl die unmittelbare Auswirkung für das Leben dieser Menschen wohl sehr begrenzt ist.
Hier sind Sympathien für das Spiel, für Firmen und Influencer vorhanden und wenn diese betroffen sind, bedeutet einem das etwas.

Darauf geht übrigens auch Ulisses in ihrem Video gut ein: https://www.youtube.com/watch?v=vbepPZTmU5s

Du gehst also jedes Mal auf die Barrikaden, wenn eine neue Edition eines Spiels, das du spielst, herauskommt? Wird das nicht sehr nervenaufreibend? Warum tut man sowas? Die Frage meine ich ernst, nicht sarkastisch.
Wenn man von etwas begeistert ist, ist es leicht, sich über das Rationale hinaus emotional zu involvieren.
Grundlegend ist der Vergleich zu einem Editionswechsel natürlich angebracht, aber in einem wichtigen Punkt ist er falsch. Bei einem Editionswechsel teilt sich üblicherweise die Community in die, die in den Änderungen einen Nutzen sehen und die, die es nicht tun.
Aktuell liegt der Nutzen praktisch aller Änderungen aber primär bei der Steigerung der Marktmacht und der Gewinne eines großen, von viele Spieler:innen als distanziert oder sogar unnahbar wahrgenommenen Konzerns.
Der Weg geht offenbar in Richtung eines D&D mit starken Computerspiel-Aspekten und Abo-Modellen unter Ausgrenzung von Content-Erschaffern außerhalb von Wizards of the Coast/Hasbro. Und auch wenn es für so ein Spiel wahrscheinlich eine Community geben wird, möglicherweise sogar eine sehr große, sehen sich der Großteil der aktuellen D&D-Spieler:innen und -Produzent:innen offenbar nicht als Teil davon, so wie die Diablo Fans sich nicht als Teil der Handy-Gamer-Zielgruppe gesehen haben.
Für Hasbro ist das irrelevant. Wenn sie mehr Geld aus einer komplett neuen Community ziehen können als aus der bestehenden, werden sie die bestehenden und ihre Vorlieben komplett fallen lassen. Das ist einfach, wie ein Konzern funktioniert. Kann man dann immer noch mit alten Büchern und der eigenen Gruppe weiterspielen? Klar. Aber langfristig wäre es der Tod von D&D wie wir es kennen und das in einer Zeit, die vielen noch vor einem Monat als goldenes neues Zeitalter erschienen ist. Das ist ein harter emotionaler Fall. Und das aus knallhart kapitalistischen Gründen heraus. Und ja, das kann man ablehnen. Wie man das Abknallen der Nashörner ablehnt.
Chefredakteur des neuen Myranor.

Offline postkarte

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Die OGL Änderungen sind ja auch nicht im luftleeren Raum passiert, sondern die Hasbro Verantwortlichen haben sich ja öffentlich beklagt, dass alle Spieler "under monetized" sind. Wie Linus Sebastian hier ausführt https://www.youtube.com/watch?v=cEjsW2g7uZU, ist das etwas, dass man als Verantwortlicher vielleicht denken, aber nirgend offiziell sagen darf.

Um es anders auszudrücken, hier hat eine Firma versucht durch Beleidigung, Herabsetzung und fragwürdige legale Winkelzüge bei gleichzeitigem Drohen mit dem Recht des Stärkeren sich selbst bei über 70% Markanteil in eine noch bessere Position zu drücken.

Wer das gut heißt und hier auch noch als "richtig so" verteidigt, passt ehrlich gesagt nicht in mein Bild der typischen Rollenspieler-Persönlichkeit. Warum sollte ich mich mit anderen an einen Tisch setzen und gemeinsam mit denen eine Geschichte ko-kreieren, wenn ich eigentlich Dominanz und das Recht des Stärkeren gut finde?

Camo

  • Gast
Die Empörung kommt aber daher, dass sehr viele Leute den Umgang von Wizards mit etwas, das ihnen sehr viel bedeutet, nicht gut heißen, egal ob sie davon unmittelbar betroffen sind oder nicht und die klare Intention der totalen Kontrolle und maximalen Monitarisierung hinter diesen Änderungen, auch wenn sie wirtschaftlich sinnvoll ist, möglicherweise sogar legal, für falsch halten.
Es gibt auch viele Menschen, die es nicht gut heißen, dass Nashörner abgeknallt werden, obwohl die unmittelbare Auswirkung für das Leben dieser Menschen wohl sehr begrenzt ist.
Hier sind Sympathien für das Spiel, für Firmen und Influencer vorhanden und wenn diese betroffen sind, bedeutet einem das etwas.

Das wäre nachvollziehbar... wenn das nicht auch dort und bei denen toben würde, die mit D&D und WotC gar nichts anfangen können und sich einfach dem Mo anschließen. Denn das ist ein weiteres Merkmal eines Mobs, dass Leute, die damit gar nichts zu tun haben, mitgerissen werden.
Und die Influencer... tut mir Leid, aber wenn ich z.B. das Beispiel einer Ginni Di sehe, die anfangs einen Aufstand machte weil sie wähnte, dass sie nun nicht mehr weitermachen kann... und nachdem gesagt wurde, dass es sie gar nicht betrifft, schwenkte sie um auf "Ich mache das, um meine Community zu beschützen"... ja, schon klar.

Wie gesagt, das sind gar nicht nur Leute, denen etwas wichtig ist. Und es ist nicht nur auf Twitter. Es ist weit verbreitet und auch in Communities vorhanden, die weder betroffen sind noch ansatzweise etwas mit D&D oder WotC zu schaffen haben. Und das ist das Problem.

aminte

  • Gast
Wie gesagt, das sind gar nicht nur Leute, denen etwas wichtig ist. Und es ist nicht nur auf Twitter. Es ist weit verbreitet und auch in Communities vorhanden, die weder betroffen sind noch ansatzweise etwas mit D&D oder WotC zu schaffen haben. Und das ist das Problem.
Aber für die Diskussion hier ist das doch eigentlich überhaupt nicht wichtig. Hier tobt kein Mob, sondern hier findet eine sehr sachliche, zivilisierte Diskussion statt. Von daher kann der Hörensagen-Mob-Strohmann eigentlich auch wieder eingepackt werden (verbrennen wäre zwar bei einem Strohmann passender, aber wir sind ja kein Mob ;-).