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Balancing von Zauberwirkern und Kämpfern - Optionen + Sinn und Zweck
Arldwulf:
:Ironie:
--- Zitat von: Tudor the Traveller am 27.12.2023 | 16:24 ---Nein. Du hast da ha nur die Hälfte der Gleichung betrachtet. Für das Spiel bleibt Balancing ja nicht so abstrakt. Du musst Dinge ausbalancieren, und dafür musst du dir das jeweilige "Gewicht" anschauen. Die Magie ist das, was die Messlatte setzt und daher ist es absolut fundamental, wie mächtig Magie ist. Sonst weißt du doch gar nicht, wann du die Balance hast.
--- Ende Zitat ---
Natürlich geht es um das Gegengewicht. Aber die Aussage war: Balance ist wenn die Gewichte gleich viel wiegen. Und das trifft halt erst einmal keine Aussage darüber wie viel jedes einzelne davon "wiegt".
Oder anders gesagt: Können in einem ausbalancierten System Magier mächtiger Dinge tun? Natürlich. Ausbalanciert wird das System über die Aussage: Sie sind auch tatsächlich mächtig, sprich sie haben eine entsprechend hohe Stufe auf der auch andere Charakterkonzepte ähnlich mächtige Dinge können.
In einem ausbalanciertem System kann es prinzipiell die gleichen Zauber geben wie in einem nicht ausbalancierten System. Nur sind sie in dem nicht ausbalanciertem System verfügbar bevor andere Konzepte vergleichbares bekommen oder vergleichbares ist für andere Konzepte nicht einmal vorgesehen.
Feuersänger:
In der Sache stimme ich Quaint freilich zu, aber die fluffatorische Umsetzung ist freilich nicht trivial. Dazu braucht man ja dann entweder Technologie, was in grobmittelalterliche Fantasysettings nicht passt. Oder alternativ halt Mädschick Eitems, was aber leicht wie eine Krücke wirkt (wir lassen uns von einem Zauberer ein Dings herstellen, damit wir nicht so vom Zauberer abhängig sind... Moment).
Und wenn man den "Mundanen" so sehr krasse Fähigkeiten gibt, sind sie halt auch nicht mehr so wirklich mundan, siehe oben.
Aedin Madasohn:
--- Zitat von: Feuersänger am 27.12.2023 | 19:53 --- Dazu braucht man ja dann entweder Technologie... Oder alternativ halt Mädschick Eitems, was aber leicht wie eine Krücke wirkt (wir lassen uns von einem Zauberer ein Dings herstellen, damit wir nicht so vom Zauberer abhängig sind... Moment).
--- Ende Zitat ---
;D
ich sehe schon den diebischen Schurken mit der Blaubasalt-geladenen (Antimagier Geschoss mit Selbstzerleger) Arbalette auf den Kopf des armen Gildenmagiers zielen und sagen: "und jetzt lad mir gefälligst den Foraminor-Tresorauf-Magic-Dietrich auf"
;D
nobody@home:
Ein Teil des Problems mag auch darin liegen, daß "Magie" gerade im Fantasyspielkontext immer noch recht weitgehend mit Klassen-und-Stufen-Systemen assoziiert ist. Denn: Habe ich Klassen, dann ist es natürlich leicht und verführerisch naheliegend, einen der Unterschiede zwischen ihnen direkt über "kann Magie/kann keine Magie" (und eventuelle Zwischenabstufungen) zu definieren; und habe ich Stufen, dann habe ich normalerweise auch das Paradigma akzeptiert, daß Charaktere eh klein anfangen und dann aber später zu Superkräften auflaufen sollen, und dann ist es natürlich leichter, der einen oder anderen Extra-Super-Option gleich ganz die Zügel schießen zu lassen, als in Systemen ohne vergleichbar vorgegebenes Hobo-zum-Halbgott-Karriereschema. :think:
YY:
--- Zitat von: nobody@home am 27.12.2023 | 20:17 ---Ein Teil des Problems mag auch darin liegen, daß "Magie" gerade im Fantasyspielkontext immer noch recht weitgehend mit Klassen-und-Stufen-Systemen assoziiert ist.
--- Ende Zitat ---
Njoah, weiß ich nicht.
Dafür gibts jenseits von D&D dann doch zu viele Gegenbeispiele in alle Richtungen, also kein Zero-to-Hero trotz Klassen und Stufen und keinen "Kein Magier -> Wurst"-Automatismus.
--- Zitat von: Feuersänger am 27.12.2023 | 19:53 ---(wir lassen uns von einem Zauberer ein Dings herstellen, damit wir nicht so vom Zauberer abhängig sind... Moment).
--- Ende Zitat ---
Der Vollständigkeit halber:
Nicht überall werden magische Gegenstände auch von ("echten") Zauberern hergestellt - damit das rund läuft, muss man aber den Weltenbau entsprechend aufziehen; für bestehende Systeme ist das also schnell kein gangbarer Weg.
Ansonsten haben kurioserweise die frühen Warhammer-Editionen das Thema ganz gut beackert. Da war a) Magieeinsatz stets mit einem nicht zu vernachlässigenden Risiko verbunden und b) zumindest auf taktischer (d.h. auf unterster zeitlicher und räumlicher) Ebene gab es gerne auch mal ein deutliches Machtgefälle gegen den Magier.
Sprich: Dort kann der Magier zwar tolle Dinge, wenn er Zeit und Ruhe hat, aber wenn die Tür auffliegt und es Schläge hagelt, sind die Möglichkeiten und vor allem die Nehmerqualitäten eher begrenzt.
Letzteres galt freilich für die "Endgegner" oftmals nicht, aber das betrifft dann ja auch nicht die Betrachtung von SC untereinander und anderen humanoiden ("Para-SC"-)Magiern.
Und theoretisch hätte es auch da den Ex-Kriegsherren-Attentäter-Vampirjäger-Rattenfänger-Erzmagier geben können, der dann das entsprechend beste Steigerungsschema anlegen hätte dürfen und einen kleinen, aber fiesen Hund gehabt hätte. In der Praxis gab es die dann aber eher selten zu bestaunen.
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