Autor Thema: Gemischte vs reine Kinder-Runden  (Gelesen 1890 mal)

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Offline Ludovico

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Gemischte vs reine Kinder-Runden
« am: 12.02.2025 | 09:11 »
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht bei gemischten Runden (also Erwachsene und Kinder auf Spielerseite, wobei das Verhältnis 1:1 oder noch erwachsenenlastiger ist) und reinen Kinderrunden, bei denen allenfalls der SL der einzige Erwachsene ist?
Hintergrund:
Ich plane eine Runde aus Erwachsenen mit meiner 7jährigen Tochter dazwischen mit dem Der Eine Ring-Starterset und will nach den Abenteuern in der Box das komplette GRW nutzen
« Letzte Änderung: 12.02.2025 | 09:21 von Ludovico »

Offline bobibob bobsen

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Re: Gemischte vs reine Kinder-Runden
« Antwort #1 am: 12.02.2025 | 09:52 »
Ich spiele seit ca 1 Jahr mit meinen Großnichten und Großneffen (Alter 7-12) mit einem selbst ausgedachten W6 System. Am Anfang war meine Frau dabei (3-4 Sitzungen) und hat dann auch etwas regulierend gewirkt.
Nach der ersten Sitzung haben die Kinder von sich aus ein Handyverbot ausgesprochen und auch eingehalten. Etwas nervig ist meist die erste Stunde da sich die Kinder erst runterregulieren müssen und alles durcheinnader geht. Nach einer Stunde legt sich das weil die Kinder dann in der Geschichte eingetaucht sind. Wir spielen meist ca. 3 Stunden.

Irgendwann ist meine Frau dann ausgestiegen und der einzige Unterschied der mir aufgefallen ist war das Festhalten der Kinder an den ersten Gedanken. Ich hatte z.B eine Geschichte um einen Raub und es gab Hinweise das der Täter ein Linkshänder war. In der Folge waren alle der Meinung das der erste Linkshänder dem die Gruppe begegnet ist auch der Täter war. Das war etwas Mühsam die wieder davon abzubringen. Das war deutlich einfacher als meine Frau noch dabei war.

Offline aikar

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Re: Gemischte vs reine Kinder-Runden
« Antwort #2 am: 12.02.2025 | 12:32 »
Vorweg: Meine Angaben beziehen sich auf Kinder zwischen 5 und 10. Ältere Kinder/Jugendliche würde ich wie "normale" Rollenspielende behandeln (mit der üblichen Ausnahme von Ü18-Themen etc.).

Ich habe Kinderrunden mit und ohne zusätzliche Erwachsene in den letzten Jahren geleitet und tendiere inzwischen klar zu gemischten Runden mit zumindest einem/einer Erwachsenen. Aus mehreren Gründen:

Wenn einschüchternde Themen auftreten, reagieren Kinder besser, wenn sie eine erwachsene Vertrauensperson mit sich am Tisch haben. Die SL nimmt eine gesonderte Rolle ein, das spüren auch Kinder intuitiv. Damit ist man nicht mehr die Vertrauensperson, selbst wenn das im "realen" Leben anders ist, sondern man ist die Quelle der einschüchternden Situation. Mit einem zweiten Erwachsenen am Tisch, der/die sich in der selben Situation befindet wie sie, fühlen sich die Kinder wohler.

Wenn Kinder überdreht sind (und das sind sie in einer Rollenspielrunde sehr schnell) ist es schwierig, ihre Aufmerksamkeit und grundlegende Spieldisziplin zu erhalten. Wenn die SL das machen muss, kommt das zum üblichen Aufwand, den man als SL schon hat, hinzu und kann in Summe sehr stressig werden. Zusätzliche Erwachsene am Tisch können hier entlasten und z.B. mal sagen "setz dich hin" oder "jetzt lass auch mal die anderen reden".

Erfahrene Spielende können sanftes Railroading durchführen. Das ist jetzt nicht nur ein Tipp für Kinderrunden, sondern allgemein für Neulingrunden. Neuspielende sind oft mit dem Rollenspiel und der damit verbundenen Freiheit überfordert. Erfahrende Spielende erkennen die typischen Anzeichen für Abenteuereinstiege etc. und können die Gruppe dorthin führen, ohne dass die SL das von oben einbringen muss. Da Kinderabenteuer oft eher linear sind (nicht immer, aber oft), kann das sehr hilfreich sein.
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Offline Hotzenplot

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Re: Gemischte vs reine Kinder-Runden
« Antwort #3 am: 12.02.2025 | 15:12 »
Ich kenne aus eigener Erfahrung zwei Varianten: Ich als einziger Erwachsener und SL für mehrere Kinder unterschiedlichen Alters bzw. in unterschiedlichen Altersphasen (also ein 6jähriger neben einer 13jährigen z. B.) und ich als erwachsener SL (okay, ob der Hotze jetzt so erwachsen ist, aber lassen wir das), 1-2 weitere Erwachsene als Spieler und dazu 2-3 Kinder.

Ich glaube der größte Faktor ist das Alter und die geistige Reife der Kinder. Übrigens hatte sowohl Äventyr als auch So nicht Schurke eine Lösung für diesbezüglich gemischte Gruppen. So konnten in beiden Spielen Kinder altersgerechte Charakterbögen in 2 Varianten benutzen (einmal sehr rudimentär in bunt und groß für Kinder und einmal eher für Jugendliche, was schon einem typischen SC-Bogen nahe kam).
Das schwierigste in diesen Varianten (gemischten Altersphasen) ist die Konzentrationsspanne und die generelle Aufmerksamkeit, die sehr stark unterschiedlich ausgeprägt sein kann, wenn das Alter zu stark abweicht. Kann man machen, würde ich aber nicht mehr machen, wenn ich es mir aussuchen kann.

Also, erste These: Der Unterschied im Alter der Kinder untereinander ist mindestens genauso wichtig wie der Umstand, ob noch Erwachsene am Tisch sitzen (wir gehen immer davon aus, dass sich Erwachsene auch so wie Erwachsene verhalten ;). Wobei ich da auch sagen muss: Die Erfahrung zeigt, dass Eltern am Tisch automatisch mehr die "seriöser Erwachsener"-Rolle einnehmen. Zum Glück kenne ich meine Pappenheimer meistens privat auch schon länger, sonst würde mich fragen, was das für grottenlangweilige Spießer sind alles :D.

Zweite These: Kinder verhalten sich automatisch anders, wenn in der Spielgruppe Erwachsene sind und ich meine hier bewusst erstmal nur die Spieler*innen. Klar, wenn ALLE Kinder sind, also auch SL, dann... tja, die meisten von euch kennen das ja von früher.
Aber auch wenn nur die Kinder am Tisch als Spieler*innen sind, ist es schon wesentlich anders. Und sie verhalten sich anders, wenn Erwachsene (bei mir warens dann auch immer die Eltern) mit am Tisch sitzen, selbst wenn die Eltern nicht aktiv eingreifen. Ja, sie regulieren sich zum Teil besser oder werden reguliert. Ob das jetzt immer so gut ist, müssen die SozPäds beurteilen.
Ich habe nichts dagegen, wenn die Kinder zwischendurch mal toben. Gerade meine Runde, die aus Fußballern besteht, die eben alle einen hohen Bewegungsdrang haben, leite ich bewusst mit "Bewegungspausen". Außerdem finde ich es cool, wenn die Kinder, meistens aus Begeisterung und Immersion, aufspringen, mit dem imaginären Schwert rumfuchteln, einen superduper kritschen Ausweichwurf auf dem Fußboden nachmachen und so weiter.

Offline aikar

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Re: Gemischte vs reine Kinder-Runden
« Antwort #4 am: 12.02.2025 | 15:46 »
Ich habe nichts dagegen, wenn die Kinder zwischendurch mal toben. Gerade meine Runde, die aus Fußballern besteht, die eben alle einen hohen Bewegungsdrang haben, leite ich bewusst mit "Bewegungspausen". Außerdem finde ich es cool, wenn die Kinder, meistens aus Begeisterung und Immersion, aufspringen, mit dem imaginären Schwert rumfuchteln, einen superduper kritschen Ausweichwurf auf dem Fußboden nachmachen und so weiter.
Damit kein falscher Eindruck entsteht: Damit habe ich auch kein Problem, freue mich sogar darüber. Aber es gibt eben auch diese Tage, wo vor lauter Begeisterung und ständigem Aufspringen kein Spiel mehr möglich ist. Dann schicke ich sie lieber raus zum Toben. Und mit einem Erwachsenen in der Gruppe passiert das eben seltener.
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Offline Ludovico

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Re: Gemischte vs reine Kinder-Runden
« Antwort #5 am: 12.02.2025 | 19:19 »
Auswirkungen auf die Gruppendynamik... Ja, macht Sinn

Offline Sindaja

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Re: Gemischte vs reine Kinder-Runden
« Antwort #6 am: 21.02.2025 | 21:39 »
Ich habe gestern eine ziemlich gemischte Runde geleitet (Spieleabend in der Bücherei: Überraschungsbesetzung). Außer mir 2 Erwachsene, 1 Teen (war fast am aufgedrehtesten, aber sehr begeistert), 1 Kind 5. KLasse, 2 Kinder 4. Klasse und eines 2. Klasse (spielte einen Charakter zusammen mit einem der Erwachsnen, der aber nicht verwandt warie. Die 2, die mit Elternteil kamen spielten einen eigenen Charakter). War sehr dynamisch, aber gut. Die wollten gar nicht aufhören zu spielen, aber der Wecker ruft in der Woche...
Ich würde sagen, daß die Erwachsenen-Präsenz hier sehr gut war, einfach weil das jüngste Kind dann beim Lesen/Rechnen (Splittermond) unterstützt wurde und die Erwachsenen auch halfen, die schüchterneren Kindern zu ermutigten ohne die aktiveren zu sehr zu bremsen.
Unsere Tochter spielt manchmal mit uns und meinem Schwager als einziges Kind mit. Das funktioniert auch immer sehr gut und sie findet es total spaßig. Ich habe zwar bisher nicht so viele reine "Kinder unter 10" Runden geleitet, aber mit 2 recht reifen Mädels lief es sehr harmonisch ab, während bei den Jungs mit denen meine Tochter befreundet war eine gewisse Überforderung mit freien Entscheidungen zu merken war und es etwas zäh lief. Da spielte der individuelle Charakter wohl eine Rolle. Die gestern waren anders und kamen mit vielen Ideen in die Runde. Ich vermute, daß sie auch in reinen Kinderrunden nicht zurückhaltend gewesen wären.


Offline Ludovico

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Re: Gemischte vs reine Kinder-Runden
« Antwort #7 am: 30.04.2025 | 13:24 »
Meine Der Eine Ring-Runde kommt morgen zum 3. Mal zusammen.
Sie besteht aus 4 Erwachsenen (2m 25-46, 3w 25-52) und meiner Tochter (7). Sie ist begeistert und die anderen Spieler sind auch sehr aktiv. Hierbei ist mir aufgefallen, dass mein Kind sich nun anders als bei einer reinen Kinderrunde stärker unterordnet.

Die Unterschiede zu reinen Kinderrunden, die ich nun feststellen konnte sind:
-viel stärkere Interaktion zwischen den Charakteren. Bei den Kinderrunden war es sehr viel Interaktion zwischen Spieler und SL.
-viel mehr Witze und Sprüche IT und untereinander

Es ist mittlerweile eine meiner besten Runden und ich habe die Hoffnung, dass mein Kind daran wächst.
Tatsächlich hab ich sogar die Befürchtung, dass sie reinen Kinderrunden wie früher Schwierigkeiten haben wird, wenn es so weiter geht.

Offline Khazinda

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Re: Gemischte vs reine Kinder-Runden
« Antwort #8 am: 15.06.2026 | 23:34 »
Wie würdet ihr das für Kinder unter 10 Jahren halten, die noch nie gespielt haben und nicht mit Euch als SL.
Nimmt man da die Eltern mit in den Raum?
Wir planen das gerade für eine Stadtbibliothek und ... haben eine Menge Fragen *sorry'*
 :w10:

Offline D. M_Athair

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Re: Gemischte vs reine Kinder-Runden
« Antwort #9 am: 16.06.2026 | 03:53 »
Kinder in dem Alter können im Kontakt mit fremden Erwachsenen - ohne Eltern - Angst bekommen oder gehemmt reagieren. Nur löst "Eltern dazuholen" das (potentielle) Problem nicht, weil die ja für die anderen Kinder auch wieder fremde Erwachsene sind. Oder auch: Besonders "spooky" Erwachsene. Die können sich vorteilhaft (oder unvorteilhaft) für das eigene Kind einsetzen. Umso mehr, wenn sie nicht selber mitspielen. Gehemmt-Sein kann auch durch die Anwesenheit eines eigenen Elternteils bedingt sein.
Die Einschätzung der SL, ob ne Person, die mitspielen will - ob Kind oder Erwachsene*r - potentiell geeignet zum Mitspielen ist oder nicht, ist auch wichtig. Die SL sollte vorher ne Vorstellung haben, was für Leute sie von vornherein abweisen muss (in der Hoffnung das nicht zu brauchen.)

Es braucht es eine gute Planung dafür, wie ihr, wenn sich Kinder oder Erwachsene als für die Runde hochproblematisch herausstellen, gut umgehen könnt. Möglichst ohne, dass die betreffende Person sich dadruch beschämt fühlt. Und es braucht ne gute Pausenplanung. In unserer Heimrunde (4 Erwachsene - 42-36 und 2 Kinder - 9 und 13) habe ich gute Erfahrungen damit (GRT-Sicherheitskarte; Direktdownload) um nötige Pausen anzuzeigen. Da haben alle eine Pokerchip - inkl. Spielleitung - den sie dann auf das betreffende Feld legen können, wenn ne Pause gebraucht wird oder wenn was editiert werden soll.


Jetzt mal ein bißchen klarer formuliert:


Mein Rat wäre:
1) Gestaltet es prinzipiell so offen wie möglich. Es ist jederzeit möglich ne Pause einzulegen. Es ist jederzeit möglich den Spieltisch zu verlassen, wenn man keine Lust mehr hat oder sich unwohl fühlt (=> Sicherheitstechnik: "the door is always open"). Gibt es Umstände unter denen ihr als SL bereit seid die Runde abzubrechen? Wie kann ein vorzeitiges Ende trotzdem ein gutes Ende sein? Ist das Abenteuer so, dass ihr es kürzen oder ggf. ausbauen könnt?

2) Es sollte möglich sein, dass Elternteile von Kindern mit am Spieltisch sind. Das sollte aber das jeweilige Kind entscheiden, ob es das möchte und wie. Die anderen am Tisch (v.a. die Kinder) sollten entscheiden können, ob sie damit einverstanden sind und ob der Elternteil dann auch mitspielen muss. Wenn da keine Signale kommen, muss die Spielleitung entscheden. Das läuft alles recht unspektakulär (und recht unsichtbar) ab, aber die Spielleitung sollte die Prozesse auf dem Schirm haben. Im Zweifel muss die Spielleitung nämlich auch Eltern wegschicken, mäßigen oder einbinden können (z.B. für Hilfsaufgaben für die SL) ...

Das Thema "das Soziale richtig jonglieren" taucht letztlich bei jeder Art von "Kinderbetreuung" auf
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3) Entscheidet, wie euere "Default-Runde" aussieht.
Richtet sich die Runde v.a. an Kinder oder auch genauso an Erwachsene? Sind Zuschauer*innen erlaubt oder nicht?

Wenn ihr ne Vorstellung habt, was Ihr euch wünschen würdet, dann hab ihr einen Startpunkt, von dem aus ihr in "Verhandlungen" gehen könnt. Wichtig ist auch gut zu wissen, womit sich die Spielleitung (voraussichtlich) wohlfühlt und von da aus könnt ihr agieren. Was sind harte "Teilnahme-Bedingungen", was ist denkbar, ...?
Manches ist auch von den Räumlichkeiten abhängig. Gibt es eine physische Tür, kann sie offen sein (als Signal, dafür, dass die Leute immer ne Pause veranlassen können und von ihren Angehörigen in der Bib nicht abgeschnitten sind) oder muss sie geschlossen sein (z.B. Lärm, vorbeigehenden Bib-Besuchende, "Gruseligkeit" ["horror vacui"] ).
"Man kann Taten verurteilen, aber KEINE Menschen." - Vegard "Ihsahn" Sverre Tveitan

Offline Nodens Sohn

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Re: Gemischte vs reine Kinder-Runden
« Antwort #10 am: 16.06.2026 | 07:49 »
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht bei gemischten Runden (also Erwachsene und Kinder auf Spielerseite, wobei das Verhältnis 1:1 oder noch erwachsenenlastiger ist) und reinen Kinderrunden, bei denen allenfalls der SL der einzige Erwachsene ist?
Hintergrund:
Ich plane eine Runde aus Erwachsenen mit meiner 7jährigen Tochter dazwischen mit dem Der Eine Ring-Starterset und will nach den Abenteuern in der Box das komplette GRW nutzen


Ich finde solche gemischten Runden klasse. Meine Runde entstand spontan auf einem Con, wo mich Eltern fragten, ob ich auch mit Kindern eine Runde anbieten könnte. Wir saßen dann mit 4 Kindern von 7-11 und einem Elternteil am Tisch. Wir hatten mit D&D mächtig viel Spaß. Daraus entstand dann eine (etwas kleinere) feste Runde.

D&D war für ein CON gut, doch für die feste Runde war dann "Beyond the Wall" die bessere Wahl (Die Abenteuer fand ich für die Kids auch passender). So konnten die Kurzen sich selbständig, ohne großes Regelstudium, ihren Charakter gestalten und entwickeln. Ein paar Jahre später konnten wir die Charaktere ohne großen Aufwand in D&D transferieren.
Es ist mittlerweile auch eine weitere erwachsene Person dazugestoßen.

Ich finde diese gemischte Runde war die beste Entscheidung die ich treffen konnte. Die Ideen der Kurzen sind immer noch sehr erfrischend und unerwartet. Oft müssen die Großen dann wieder die Kohlen aus dem Feuer holen, aber die entstandenen Geschichten waren nie langweilig. Mittlerweile kann ich leider nicht mehr von einer Kinderrunde sprechen, jetzt wo mich mein Kurzer zum Rollenspiel fährt.

Offline Ludovico

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Re: Gemischte vs reine Kinder-Runden
« Antwort #11 am: 16.06.2026 | 08:01 »
Wie würdet ihr das für Kinder unter 10 Jahren halten, die noch nie gespielt haben und nicht mit Euch als SL.
Nimmt man da die Eltern mit in den Raum?
Wir planen das gerade für eine Stadtbibliothek und ... haben eine Menge Fragen *sorry'*
 :w10:

Lichtbringer bietet auf der Nordcon regelmäßig solche Runden an. Den solltest Du mal fragen.
Da gab es bislang auch nie Probleme und nur begeisterte Eltern (bis auf letztes Jahr, als ein überfürsorglicher Vater am Rad drehte.).

Mein Ansatz wäre tatsächlich, dass man von der Organisation und der Handhabung es nicht viel anders gestaltet als bei Erwachsenen-Runden. Klar, thematisch muss man aufpassen (wobei die Kids, die ich erlebt habe, brutaler als die Erwachsenen waren) und man sollte nur kurze Runden anbieten (nach ca. 2 Stunden mit Pausen ist oft die Luft raus).
Außerdem würde ich das Alter eingrenzen.
Unter 10 Jahre schließt eine immense Bandbreite an Entwicklungsstufen eines Menschen ein. Sogar, wenn die Eltern sagen, dass die 5jährige ihrem Alter voraus sei, so ist sie definitiv noch nicht so weit wie ein 9jähriges Kind.

Erwachsene Spieler dabei zu haben, die auch aktiv und erfahren sind, ist immer ein Gewinn, denn so sehen die Kinder, dass man nicht nur den Spielleiter, sondern auch die anderen Spieler anspielen kann und kommen auch schneller aus dem Schneckenhaus.
Es mag Kinder geben, die Kontaktängste haben, aber sowas verfliegt recht schnell, wenn die erwachsenen Spieler gut drauf sind und so eine gute Stimmung schaffen. Allerdings kannst Du bei übermüdeten Kindern, die zu spät zu Bett gingen, schnell an die Grenzen stoßen. Da musst Du mit allem rechnen und selten mit guten Sachen.
« Letzte Änderung: 16.06.2026 | 08:08 von Ludovico »