Autor Thema: [Savage Worlds | Ironsworn] Savage World of Eternia  (Gelesen 23546 mal)

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Re: [Savage Worlds | Ironsworn] Savage World of Eternia
« Antwort #200 am: 15.08.2026 | 18:23 »
Nachdem der Reise-Fortschritt der Pilger auf 10 geklettert ist, kann ich mich relativ unbesorgt an den Move Reach Your Destination machen. Die Challenge Dice kullern erneut, diesmal nicht gegen ein Skillwurf-Resultat, sondern direkt gegen den gesammelten Move-Fortschritt. Eine Neun ist bei den 2W10 dabei, knappe Kiste, aber keine Zehner-Resultate, also steht dem Strong Hit nichts im Weg. Beide Helden bekommen durch den Move-Erfolg einen Benny, und folgendes darf etabliert werden:

Deutlich nach Sonnenuntergang erreichen die beiden Pilger also den Mount Nodoura, und hoch oben an seiner Flanke die alte Ritualstätte von Ouru.

Was erwartet uns hier oben für eine Situation? Die Orakelwürfel prophezeien (mit einem irgendwie ominösen Fünfer- und Achter-Pasch), Coordinate Knowledge. Das klingt eigentlich sehr danach, als würde die Priesterin ihren Willen bekommen, denn sie will Wissen, und zwar über Man-E-Faces‘ geheimnisvolle Vergangenheit. Er erhofft sich Kontrolle und Harmonie für sein eigenes Wesen. Da waren die Würfel entsprechend eher auf ihrer Seite!
Aber noch jemand ist ja hinter Wissen her …


Sie treten andächtig die mächtigen Steinstufen hinauf, im Licht ihrer Positronenfackeln. Zischelnde, blaue Fledermäuse mit langen Schweifen umschwärmen sie dabei, aufgescheucht.
„Die Stätte von Ouru!“, raunt Zefaira andächtig, „Zu Zeiten der gefallenen Mechano-Monarchie war dies eine Wetterstation, wo Gelehrte mit Maschinen den Himmel erforschten. Ehedem aber, in der Urzeit, war dieser Ort eine Kultstätte, und die hohen Steintafeln zeugen bis heute davon. Wir durchwandern sie nun, auf die überlieferte Art, und in der richtigen Reihenfolge. Die Runen erzählten einst eine Saga. Aber gleichzeitig stellen sie dem Pilger ihre Fragen, und geben ihm Antworten auf die seinigen. Nur, wer die Steintafeln in der rechten Reihenfolge durchschreitet, kann dieses Wissen zusammenbekommen. Mir ist die Reihenfolge bekannt, seit meiner letzten Wallfahrt hierher.“
„Ich danke Dir. Wir können beginnen.“

Von den Maschinen der damaligen Wetterstation sind nur kleine Spuren im Stein übrig, ein paar Wandhalterungen und Einkerbungen; alle Elektronik und alles was aus dem begehrten Stahl gefertigt gewesen ist, wurde schon vor Generationen restlos von Barbaren geplündert. Die Erosion hat alles Gummi und Plastik schon lange zersetzt. Die Windungen des Rundbaus von einst überdauern, älter als die Wissenschaften der Mechano-Monarchen. Die Müdigkeit der beiden Weitgereisten fällt von ihnen ab und weicht stiller Faszination. Zefaira bewegt sich mit großer Andacht und Geschmeidigkeit, während sie in einer Art Spiralweg zwischen einzelnen Durchlässen im Mauerwerk hindurch schreitet. Die Schatten der Wandelemente tanzen dabei geisterhaft in der Sternennacht, bewegt vom Licht der Positronenfackeln.



Am Ziel der Pilgerschaft wartet die alte Stätte von Ouru


Manchmal bewegt die Priesterin sich in Seitenschritten, oder beschreibt Drehungen. Man-E-Faces ahmt ihre Schritte genau nach, aber mit großer Nervosität. Sich selber gesteht er ein, dass er nicht sicher ist, ob er wirklich finden will, was es hier vielleicht für ihn zu finden gibt. Gelegentlich wechselt er mit einem tiefen Surren kurz auf sein Robotergesicht, um die Umgebung zu scannen, in der Hoffnung, damit unliebsame, nächtliche Begegnungen auszuschließen.

Bei Zwischenhalten liest Zefaira die Inschriften vor, und spricht kurze Gebete, die er nachsagt.
„… Hier fragen Dich die Steine nach Deinem Begehr!“, raunt sie an einer solchen Stelle.
„Ich begehre Kontrolle über meine Gesamtheit“, sagt er leise zu den Steinen, „Ich war einmal einer, nun bin ich viele. Lange dachte ich, ich hätte ein Gleichgewicht erlangt, in meiner neuen Existenz. Ja, sie gereiche mir sogar zum Vorteil, mit ihren vielen Möglichkeiten! Seit meinem zurückliegenden Abenteuer mit den Masters of the Universe jedoch weiß ich, dass es nicht so ist; ich habe kein Gleichgewicht. Die Zauberin Evil-Lyn hat mich zum Bösen verführt. Für meine neuen Verbündeten wurde ich zur Gefahr. Mein finsteres Selbst hat aufbegehrt, und es verlangt ihm nach der unvergleichlichen Macht des Planeten Eternia, nun, da es hierher gebracht wurde. Meine Anteile sind in Aufruhr, und im Widerstreit miteinander. Ich begehre Kontrolle, um über den Facetten meiner Persönlichkeit stehen zu können.“
Zefaira wispert ein Gebet, streicht mit den Fingerspitzen über die Inschriften, und raunt, „Da ist noch mehr … folge mir weiter …“

Tiefer im Gemäuer machen sie abermals vor einer Wandinschrift halt. Die Priesterin murmelt, „Hier fragen Dich die Totems nach dem Grund Deiner letzten Reise zu den Sternen … wen hast Du zurückgelassen …? Was war das, was Deine Mitreisenden zu finden hofften? Welches Schicksal hat sie ereilt?“
Er zögert, und sieht sie an, „Dies steht dort wirklich geschrieben …?“
„Gewiss nicht. Die Geister Eternias und von Ouru beginnen, Besitz von meinem Verstand zu ergreifen, oh Man-E-Faces, um uns beide zu leiten. Gib‘ ihnen das Wissen, das sie wollen …“
Er nimmt das Gesicht des Roboters an, und seine kalten, blau leuchtenden Augen ruhen auf ihr. Er schweigt.
„Du musst antworten … wir haben die Zeremonie begonnen, und sie darf nicht abgebrochen werden …“, raunt sie. Sie scheint immer tiefer in eine Trance zu verfallen.
„Diese Einheit war ein Produkt des Genies unseres Herren — leistungsstärkster Bordcomputer seit die Eternische Zivilisation ihre Blüte erlebt hatte — mein Körper war das Raumschiff Zarmus — mein Pilot der Mensch Perkaedo — Mission: Daten sammeln, um die Reise zwischen Raumzeit-Anomalien im All zu ermöglichen — Ziel: Wiedererlangung der interplanetaren Raumfahrt für das isolierte Eternia.“
„Weiter …!“
„Meine Crew — minimale Personenzahl für meine Bedienung — gemeinsames Merkmal: Idealistisch und todesmutig — besonderes Crewmitglied — Geheimhaltungsstufe — Perkaedos unmittelbare Verwandtschaft, seine …“
Das Knirschen und Zischen ertönt, und Man-E-Faces sinkt in sich zusammen, legt eine Hand vor sein neues Gesicht, sucht Halt mit der anderen Hand an der Steinwand vor ihnen. Nun atmet er wieder, und sein Atem klingt röchelnd.
„‚Geheimhaltungsstufe‘ …? Wer war es?“, haucht Zefaira gebannt.
Er schaut auf, jetzt wieder mit dem menschlichen Gesicht. Schließlich sagt er, „Sie … war meine Tochter. Sie sah Dir ähnlich, Zefaira. Dein Blick erinnert mich an sie, und die Mandelaugen. … Darum habe ich Dich mitkommen lassen auf diese Pilgerfahrt.“
„Du kannst sie nicht vergessen. Was ist mit Deiner Crew geschehen?“
„Droben im All … sind die Tode, die einen ereilen können, vielfältiger Art, und entsetzlich. Niemand hat überlebt, außer ihr und mir …“
„Aber sie ging verschollen …“
„Ja … ich hätte niemals erlauben dürfen, dass sie mit auf diesen Flug kommt! Aber unser Meister war überzeugt, dass es sein müsse. Sie war die begabteste Mathematikerin in seinen Diensten. Ein Genie, schon als Kind. Ihr Können schien maßgeblich für das Gelingen der Mission.“
„Wo ist sie jetzt?“, schnarrt plötzlich eine nasale Stimme.
Beide Pilgerreisenden fahren heftig zusammen, und wenden die Köpfe.
Zwischen zwei nahen Gebäudewänden steht eine bekannte Gestalt im Halbschatten, und sieht sie durch zwei schwarze Rundschalen ihres Helmes an!


He-Man tritt im Dunkel unter den dichten Wipfeln an der Baumgrenze auf die Späher zu. Viele haben ihre primitiven Schilde höher gehoben, und ihre Lanzen auf ihn gerichtet. Sie sind völlig aus dem Konzept gebracht davon, dass der fremde Streiter aus dem Nichts neben ihnen erschienen ist — sie hatten doch genauestens die Burg im Blick behalten! Orko hatte aber He-Man magisch aus dem Burgzimmer direkt an die Baumgrenze versetzt, um diesen Überraschungsmoment zu erzeugen. Und sein Zauber hatte sogar ohne unliebsame Nebenwirkungen geklappt (zumindest scheinbar!).

„Ich weiß, dass Ihr zum stolzen Stamme der Dastoros gehört! Ihr seid fremd in diesen Landen, hergekommen, um die Geheimnisse der wiedererschienenen Burg zu erfahren! Von Castle Grayskull bin ich ausersehen als Hüter. Ich bitte Euch: Sprecht mit mir.“
„Dein Befehl und Dein Bitten haben keine Bedeutung für uns!“, zischt einer der Kundschafter angespannt, „Nicht die Hendravenra schrecken uns, oder jene Priesterinnen des Adler-Totems, die manchmal von Eternis hierher kommen … oder auch er, der das sagenhafte Schwert führt!“
Ein anderer pflichtet bei, „Wir sind ohne jede Furcht, denn wir sind Kämpfer aus dem Dastoros-Stamm! Nur unser Anführer Doodon Dromoru befiehlt uns!“
Der erste verkündet stolz, „Und Doodon steht im Bunde mit dem Adler-Totem! Du siehst, er ist Dir ebenbürtig, und hat ebensolche Anrechte auf die Burg wie Du!“
„Oh ja?“
„Ja, Du, der von den Stämmen He-Man genannt wird! Doodon ist ein Günstling des Adlers der Giganten! Wir Dastoros sind längst keine Fremdlinge mehr in diesen Wäldern.“
„Bringt mich zu ihm, auf dass ich mit ihm verhandeln kann.“

Für diese Szene braucht‘s gefühlt noch keinen Move, da reicht ein regulärer Persuasion-Wurf. He-Man erzielt auf Anhieb eine elf, fast zwei Raises. Unterwürfig verneigen sich die Kundschafter vor ihm, und vorerst fällt das Misstrauen von ihnen ab.

Die Scouts bringen ihn in ihr verstecktes Zeltlager in einem der nahen Wäldchen. Doodon Dromoru tritt ihm entgegen, ein stolzer Stammeskrieger, auf der Miene trägt er bereits den selbstgefälligen Blick eines jungen Häuptlings. Er hat helles Haar und ist bartlos, nur wenig älter als Prinz Adam es ist, vielleicht also Mitte Zwanzig.



Doodon Dromoru, der Anführer der Scouts der Dastoros


„Nun also begegnen wir uns, He-Man!“
„Du kennst mich, Doodon? Nun, ich grüße Dich!“
„Ich kenne Deine Ruhmestaten aus den zurückliegenden Monaten. Es heißt, Eternis und auch Castle Grayskull wären bereits gefallen ohne Dich, und eine Gruppe von Barbarenkriegern und Häuptlingen aller möglichen Stadtstaaten habe sich jüngst um Dich versammelt.“
„Dann seid Ihr Dastoros gut informiert — obwohl Ihr hier so weit abgelegen von den Handelsstraßen seid.“
„Hah! Die Sorceress hat mir höchstpersönlich davon berichtet, He-Man! Natürlich pflege ich den Umgang mit ihr, und den innigen Austausch, seit sie mich erhört hat!“
He-Man realisiert, dass er ein überrumpeltes Gesicht macht. Erhört? … Inniger Austausch?!
„Oh ja, Träger des Schwertes. Ich weiß, dass die Macht von Grayskull auf Deiner Seite ist, und mit dem Zauberschwert auch nur Dir die Burg offen steht. Wir akzeptieren dies, denn es ist der Wille der Sorceress. Siehst Du: Wir sind Waffenbrüder! Die Dastoros sind einer der ruhmreichsten Stämme der Hemisphäre des Lichts, und auch zahlenmäßig einer der Größten! Im Süden und im Osten von hier halten wir mächtige Territorien. Das ist hinlänglich bekannt. Wohl würde Dein König, Randor von Eternis, uns nur zu gern unter seinen Verbündeten wissen. Und umso mehr ist der Sorceress des Adler-Totems daran gelegen, uns als ihre Verbündeten zu wissen, so lange wir hier in Evannor sind. Würden erneut die Unterseeischen nach Castle Grayskull greifen, oder gar Skeletors Armeen, und Du wärest gerade nicht da, mit Deinem Kampftiger — wer würde die Burg verteidigen? Nun? Nur die Hendravenra nennen Evannor ihr Zuhause, und der Moss Man, den man als wankelmütig kennt!“
„Also hat der Adler der Giganten sich mit Euch verbündet …“
„Der Adler? Nein. Die Zauberin ist mir sogar in ihrer menschlichen Gestalt erschienen. Obwohl die Legenden klar besagen, dass sie keinerlei magische Kräfte hat, wenn sie dieses Wagnis außerhalb ihrer Mauern eingeht! Unendlich zart und verletzlich ist sie, wenn sie hier draußen nicht als Zoar erscheint, ja. Auf unvergleichliche Weise entblößt. Aber ich habe darauf bestanden! Und sie fügt sich, Mal um Mal. Sie weiß, dass sie eine große, machtvolle Allianz schmieden kann, wenn es ihr gelingt, sich mir gewogen zu machen. Ich werde bald zurückkehren zu den Häuptlingen der Dastoros, und von unserem Abenteuer in Evannor Bericht erstatten. Und meine Herrinnen und Herren werden dann entscheiden, ob die vielen Dastoros-Heere in den Krieg ziehen werden, gegen Skeletor und die Hemisphäre des Schattens!“
Doodon reckt die mächtige Brust, er schaut drein, als sei er selber bereits von seinen Ältesten in den Häuptlingsrang erhoben worden, und habe persönlich bereits Skeletor den Schädel gespalten.
„Du liebst also die Zauberin?“, sagt He-Man dumpf.
„Gewiss, und sie liebt mich! Zumindest, He-Man, zumindest wird sie es bald tun, denn sie liebt insbesondere die Vorstellung von Stämmen, die unter König Randor geeint sind, und alle zusammen die Hemisphäre des Lichts verteidigen! Seite an Seite! Das ist so klar wie das Licht der tiefsten Galaxis, das auf unsere Häupter scheint!“
„Ich verstehe …“
„Ich vermag in Deinem Gesicht zu lesen, als ständen Deine Gedanken mit Glyphen darin geschrieben, junger Krieger!“, fährt Doodon fort, seine Stimme ist herausfordernd, „Sage mir selbst: Sind wir beide wohl … Rivalen um die Gunst der Sorceress?“
„Ich werde nicht lügen, indem ich sage, dass ich sie nicht begehre!“
„Hah!“, lacht Doodon selbstgefällig, „Dann lass‘ besser ab von ihr, welche die meinige sein muss — lass‘ ab, oder stelle Dich zum Zweikampf!“, und er zieht seine Lanze, und richtet sie mit kraftvoller, eleganter Bewegung auf sein Gegenüber.

Dies ist also die Auswirkung von He-Mans ‚ausgesprochener Herausforderung des Laufs der Dinge‘! Es ist ganz so, wie die Zauberin ihm prophezeit hatte, aber schmeckt ihm leider gar nicht! Doodon ist ein Angeber, aber mitnichten ein Lügner, das ist ihm anzusehen. Wenn He-Man weiterhin darauf besteht, die Sorceress für sich gewinnen zu wollen, verliert Castle Grayskull ein paar derzeitige Verteidiger, aber vor allem wird König Randor die wichtigste Allianz im Krieg verlieren, die er bekommen kann.

Lediglich ein gewonnener Compel- oder Draw-the-Circle-Move trennt ihn von konkreten Chancen auf die Hand der Sorceress, als seine Geliebte. Zum Preis eines der mächtigsten Verbündeten für Eternis allerdings. Und wenn Doodon arg erzürnt sein sollte, wenn er zu Xála und den anderen Herrschern der Dastoros zurückkehrt, dann werden diese vielleicht sogar anfällig für die korrupten Versprechungen von Skeletors Agenten, und wenden sich am Ende gegen Eternis!


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Re: [Savage Worlds | Ironsworn] Savage World of Eternia
« Antwort #201 am: 16.08.2026 | 12:12 »
Also dann, die schicksalhafte Entscheidung:

He-Man zieht mit grimmiger Entschlossenheit das Zauberschwert aus der Rückenhalterung. Es schimmert grell im Licht, das zwischen den Ästen hindurch fällt. Er richtet es Doodon entgegen, der ihm mit ausgereckter Lanze gegenübersteht.
Die Dastoros ducken sich und starren mit glasigen Augen, „Das Schwert!“, raunen sie gebannt, und „Es ist wahr! Wahrhaftig, es ist er!“
„Dies ist das Zauberschwert von Grayskull“, sagt He-Man in fester Stimme, „und ich führe es, auf Wunsch der Zauberin und der Totems der Burg.“
„Du forderst mich also heraus?“, grinst Doodon, und trotz allem liegt keine Angst in seinem Blick, nur Aufregung, und Kampfeswille.
„Nein“, sagt He-Man, und verdrängt die Bitterkeit aus seiner Stimme, und steckt das Schwert zurück, „Es hat mich gewählt, und ich wählte es, und damit das Erbe von Castle Grayskull. Zwar ist mein Herz entflammt für die Zauberin — aber ich kann nicht alles haben. Es wäre falsch, wie ich nun einsehen muss. Ich danke den Geistern Eternias für meine erhaltenen Gaben — und lasse Dir die Gunst, die Du Deinerseits errungen hast, oh Doodon.“
„Oh ja?“, fragt er mild überrascht.
„Ja. Alles andere wäre falsch.“
Damit wendet er sich ab.

Bei dieser gewichtigen Wahl gab es für He-Man — zu seinem eigenen Leidwesen — gar kein langes Überlegen. Er hat die Nachteile Heroic und Idealistic (letzterer aus dem Super Powers Companion, Seite acht), und muss der Moralität dienen. Dafür bekommt er hier an dieser Stelle natürlich einen wohlverdienten Benny.

„Deine Unterwerfung spricht dafür, dass jemand mit Verstand ausgewählt wurde als Hüter der Burg!“, ruft Doodon ihm hinterher, an seiner Stimme ist zu hören, wie breit er grinst.
„Ich kehre nun dorthin zurück“, sagt He-Man, mit aller Kraft um Fassung bemüht, „Ich hoffe darauf, dass wir uns bald wiedersehen, wo auch immer in den Gefielden Eternias.“
Die Kundschafter der Dastoros machen ihm Platz, um ihn gehen zu lassen.
Über die Schulter hinweg dreht er sich noch einmal nach Doodon um, und fügt hinzu, „Und ich wünsche mir, dass wir uns als Freunde wiedertreffen.“


„Ich frage Dich abermals: Wer bist Du?“, fordert Man-E-Faces.
Der Fremde entgegnet in kalter Stimme, „Hier und jetzt trage ich den Namen Zodac.“
Zefaira fährt erneut zusammen, und haucht von Entsetzen erfüllt, „Der Kosmische Magier! Ich … ich Närrin …“
„Ja, eine wie Du hätte mich gleich erkennen müssen, Priesterin. Nun ist es darum geschehen. Aber fürchtet mich nicht. Ich stehe auf Eurer Seite; oder zumindest stehe ich nicht gegen Euch, in der heutigen Nacht. Antworte endlich, Man-E-Faces! Wo auf Eternia verläuft die Spur Deiner Tochter?“
Es gibt ein Knarren und Gluckern, und eine ganz entsetzliche Stimme ertönt zur Antwort: „Eher würde er sterben, als Dir die Antwort zu geben! Unser Informanten-Netz hat Dich schon vor Monaten ausgeforscht, Zodac. Wir wissen, auf wessen Seite Du in Wahrheit stehst! Von uns, dreckiger Planetenbewohner, erfährst Du nichts über jene, die wir schützen wollen! Ich knacke Deinen Helm auf, und die Knochen darunter, wie eine reife Frucht, und verschlinge Dein allwissendes Hirn! Würde Dir das gefallen?“
Zefaira sieht gehetzt ihren Begleiter an, und tatsächlich, nun hat die grüne Fratze wieder die Oberhand gewonnen! Sie schreit heiser auf.

Für Zodac habe ich bisher noch keine Spielwerte gemacht, und er dürfte aufgrund seiner jahrhundertelangen Kampferfahrung auch mehr als gefährlich sein für Wild Cards wie Man-E-Faces und Zefaira. Mit anderen Worten, sie können kaum gewinnen. Daher beschreibe ich die Konfrontation an dieser Stelle frei nach Gusto, anstelle einer richtigen Kampfsequenz. Machen wir das mal so:

Das grüngesichtige Monster stürzt sich geifernd auf den Fremden, und versucht ihn zu beißen, „Die Hemisphäre der Schatten versucht mich erneut, diesmal durch Dich! Noch dazu an diesem Ort, an den wir kamen, um Frieden miteinander zu machen!“, gurgelt es zornig, bekommt sein Gegenüber zu fassen, und versenkt seine gebogenen Hauer in dessen Schulter.
Zodac ist daraufhin verschwunden, als wäre er nie da gewesen. Nur eine Illusion?
„Halte mich nicht für jemanden wie die Verführerin Evil-Lyn!“, schnarrt seine Stimme abfällig, „Ich verwende meine Mächte für völlig anderes. Und ich stelle sie stets in den Dienst der Sache, die ihrer gerade bedarf.“
„Wo bist Du? Stell‘ Dich meinem Zorn!“, brüllt das Scheusal.
„Ich bin hier!“, spottet der Gegner, „Bewege Deinen Geist.“
Die beiden schauen auf, und sehen ihn hoch oben auf einem der Torbögen stehen, ganz reglos, er hält sein Gleichgewicht mit artistischer Körperbeherrschung.
„Tritt’ mir entgegen! Sieh' Deinem Untergang ins Gesicht!“, brüllt das Fremdwesen geifernd.
Zodac entgegnet missbilligend, „Du bist ein Narr, und Dein Reich ist nichts als eine unendliche, lichtlose Gruft! Glaube nicht, dass ich Dich bekämpfe.“
„Kämpfen wir! Ich werfe Dich nieder in den Staub dieses Planeten, lasse Dich seine Dichte und Schwerkraft schmecken!“, heult das Monster in seinem Zorn, den Blaster in der einen Hand.
„Du willst Schwerkraft?“, bellt Zodac, jetzt ungehalten, „Dann ergötze Dich hieran!“, und er streckt die Hand aus, woraufhin ein säulendicker Strahl aus bläulicher Energie donnernd Man-E-Faces erfasst, ihn von Zefairas Seite weg reißt, ihn eine der brüchigen Steinwände in einer Staubwolke durchschlagen lässt, und ihn rücklings gegen eine weitere Wand rammt, die stabiler ist. Die Graviationskraft ist so stark, dass der Getroffene mehrere Meter hoch in der Luft davon festgehalten wird, und keinen Finger mehr krümmen kann!
„Gnade, Zodac!“, schreit Zefaira, „Vernichte ihn nicht!“
„Ihn vernichten?“, knurrt der, „Nun, das könnte ich! Aber es würde mir nichts nützen, nicht wahr? Denn ich will von ihm die Antwort auf meine Frage. Wo ist sie, die andere Überlebende des Schicksalsflugs des Sternenschiffs Zarmus?“
„… Beschütze alles, was uns gehört … zerreisse Feinde der Schutzbefohlenen, verschlinge sie … der ritterliche Schwur … stärker als alles andere …“, gurgelt das Monster.
Zefaira starrt Man-E-Faces ungläubig an, wie er da oben festgepinnt hängt. Diese Worte, aus dem Rachen einer derart abscheulichen Kreatur?
„Ich werde Dich dazu bringen, Deinen Schwur zu brechen“, stellt Zodac mitleidlos fest, „Gefangen in dieser menschlichen Gestalt seid ihr alle drei gleichermaßen, und die mentalen Kraftreserven der außerirdischen Intelligenz, die Du einmal warst, sind nun reduziert auf die des sterblichen Gefäßes, in das Du eingeschmolzen wurdest!“
Man-E-Faces wechselt auf sein Robotergesicht, und surrt, „Diese Einheit hat keinen menschlichen Willen, den Du brechen könntest — diese Einheit operiert nur innerhalb ihrer erlaubten Parameter — über die Verschollene erfährst Du nichts!“
Zefaira schreit zu Zodac hinauf, „Warum willst auch Du sie finden? Was versprichst Du Dir davon?“
„Thesis — er will sie nach Snake Mountain bringen — als Druckmittel gegen uns.“
Zodac versetzt, „Macht Euch nicht lächerlich! Meine Geschäfte transzendieren die Pläne der Armeen von Snake Mountain. All dies ist weit jenseits Eures Verstandes! Stellt also keine närrischen Fragen, sondern antwortet mir.“
„Diese Einheit hat keinen menschlichen Willen — kann von Dir daher nicht eingeschüchtert werden.“
Zodac nimmt ein technisches Handgerät von seinem Ausrüstungsgürtel ab, „So? Glücklicherweise konnte ich aber auf meinen Reisen ein paar noch erhaltene Fragmente der Baupläne des Bordcomputers des Sternenschiffs Zarmus retten!“, sagt er mitleidlos, „Und habe hier die passenden Computerviren, um ihn umzuprogrammieren!“
Zefaira ruft flehentlich, „Zerstöre ihn nicht! Bitte!“
„Antwortet also! Wo auf Eternia verliert sich ihre Spur? Wenn ich den Ansatzpunkt kenne, so vermag ich das, was Ihr nicht konntet! Ich vermag sie zu finden!“
Man-E-Faces nimmt sein menschliches Gesicht wieder an, das des Piloten Perkaedo, die Zähne gefletscht vor Anstrengung unter dem gewaltigen Druck des Gravitationsstrahls, „Nirgends!“, bringt er gequält hervor, mit größter Verzweiflung in der Stimme, „Nirgends auf Eternia, Zodac! Meine Tochter ist verloren … im Hyperraum! … Nicht einmal Du mit Deiner Meisterschaft über Raum und Zeit kannst sie dort jemals erreichen.“
Zodac schweigt einen Moment lang, man hört nur das Dröhnen seines Kraftfelds.
„Interessant“, sagt er dann, und beendet den Zauber.
Man-E-Faces fällt zu Boden und kullert über das Geröll. Zefaira rennt zu ihm, prüft panisch, ob er schwer verletzt ist.
Der Ermittler blinzelt aus tränenden Augen hinauf zum Kosmischen Magier, und bringt hervor, „Du hattest es die ganze Zeit schon auf dieses Zusammentreffen abgesehen! Dein erwähntes Treffen auf den Stufen von Ouru, zu dem Du wolltest … war ein Treffen mit uns!“
Der Magier fixiert die beiden Pilgerreisenden stumm.
„Warum aber warten, bis wir hierher kamen? Warum hast Du uns nicht sofort angegriffen, schon unten in Bybolósh?“, will der Ermittler wissen.
Zodac antwortet, „Ich wusste, dass Du an diesem Ort hier von selbst reden würdest, auf Geheiß der Priesterin hin. Und warum wusste ich dies, Man-E-Faces? Ouru ist mit Eurem Schicksal verwoben, dem Schicksal der Masters of the Universe!“
Der Ex-Pilot wird noch lauter, vor Wut und Verzweiflung, „Du hast gesagt, Du seist auf unserer Seite in der heutigen Nacht! Warum dieser Orakelspruch, unten in Bybolósh? Ich kann so nicht weiterleben, ewig im Unfrieden mit mir selbst! Wie ‚bewege‘ ich meinen Geist? Erkläre es mir, damit ich es wenigstens versuchen kann!“
„Es versuchen?“, schnarrt Zodac, und jetzt umspielt fast so etwas wie ein amüsiertes Lächeln seine Mundwinkel, „Du hast es ja schon vollbracht! … Diese Unterredung ist bedeutungslos für mich geworden. Nun denn!“
Und damit gibt es ein Krachen und eine bläulich glühende Wolke aus Energie, und er ist verschwunden.
Die beiden Zurückbleibenden sehen sich fragend in die Gesichter.

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Re: [Savage Worlds | Ironsworn] Savage World of Eternia
« Antwort #202 am: 16.08.2026 | 14:08 »
Der Morgen graut schließlich über den Mystic Mountains, und die Zeremonie in Ouru ist nun doch noch vollendet, nach der durchwachten Nacht.

„… Das, was mich eigentlich dazu gebracht hat, auf diese Pilgerschaft zu gehen, war unser Erklettern des Sammelsaurus“, sagt Man-E-Faces in leiser Stimme. Er ist gerade erschöpft in sitzende Haltung gesunken, unter der letzten der Steintafeln. Zefaira setzt sich behutsam neben ihn, ordnet ihre weiten Gewänder, und sieht ihm fragend ins Gesicht.
Er fährt zögerlich fort, „Der Größenwahnsinn des Monstergesichts hatte mich alle Vorsicht vergessen lassen, in der Klamm der Hundert Schilde! Ich hatte wirklich in dem Moment geglaubt, die Kobolgor würden sich mir unterwerfen. Jene grünen Fratzen, die meinem Monstergesicht so ähnlich sind. Niedere, planetenbewohnende Abbilder meines wahren Angesichts aus dem fernen All; sie müssten mich instinktiv als neuen Herrscher akzeptieren! Skeletors Armee könne meine sein, da war ich in diesem Moment überzeugt, ich könne sie herumreißen und gegen ihn wenden. Es war ein Rausch der Machtgefühle und der Herrschsucht, wie ich ihn noch nie vorher erlebt hatte. Doch ich wurde umzingelt, auf dem Rücken der Knochenechse. Umringt von Skelcons, wie geflügelte Albträume. Und dann … trat Skeletor mir entgegen. Mit Evil-Lyn, die mich verspottete; und Mer-Man war dort. Sie sagten, in Snake Mountain würde mich die Folter erwarten … und schließlich der Treueschwur gegenüber dem Herrn der Verwüstung. Als hätten sie die wahre Natur des Monstergesichts erkannt, und würden sie nicht für ein Schrecknis halten … sondern für ein ungenutztes Potenzial. Eine Macht, die sie für sich einsetzen könnten. Ich konnte nichts tun, nicht freikommen, während die Knochengerüste unaufhaltsam auf Eternis zu stampften, in ihrem wahnsinnigen Marsch. Fiebrige Fantasien bemächtigten sich meiner. In meiner Raserei sah ich mich bereits als einen Krieger des Bösen!“
„Sie wollten Dich zwingen, die Seiten zu wechseln …“
„Ja, oder genauer gesagt, sie waren überzeugt, dass eine Facette meiner Selbst bereits auf ihrer Seite stünde. Das grüne Monster, dessen Fratze ich trug. … Als etwas später Teela, Orko, und Legendro ihre Großtat vollbrachten, und den Leitbullen der Knochenherde wieder zur Vernunft brachten, kurz vor dem Erreichen der Mauern von Eternis, kam ich endlich frei. Die drei suchten nach mir, aber ich verschwand heimlich im Staub des Schlachtfelds. … Ich war zu beschämt, um ihnen auch nur unter die Augen zu treten.“
Sie seufzt tief, während sie ihn anblickt. Er schaut weiterhin zu Boden.
„Es war mir kurzzeitig vergönnt, mit den Masters of the Universe zu arbeiten, als ihr Ermittler! Eine Ehre, fürwahr. Aber jene Kräfte, die mich für sie nützlich machen, verhindern gleichzeitig, dass ich ihnen helfen kann. Beinahe hätte ich auf diesem Sammelsaurus Teela, Orko, und Legendro auffliegen lassen. Verstehst Du? Sie wären getötet worden, wegen meinem Größenwahn und meiner gedankenlosen Raserei“, und er sieht Zefaira an, „… Ich danke Dir dafür, dass Du mich dazu gebracht hast, all dies auszusprechen, oh Schweigevolle. Endlich ist es raus. Nachdem ich hier in Ouru nun Buße getan habe, kehre ich zurück nach Morania. Dort gehe ich ins Exil.“
„Ins Exil?!“
„Ich habe dort immer noch viele verdeckte Kontakte, die können mich verschwinden lassen, vor Skeletor und Evil-Lyn, und wahrscheinlich sogar vor Zodac. Ich bin keine Hilfe für die Hemisphäre des Lichts. Ich bin zu unkontrolliert.“
„Aber König Randor braucht Dich doch als verdeckten Ermittler, nicht?“
„Nun ... es gäbe wahrlich genug für mich zu tun in der Rolle als Rechercheur, die ich habe, seit ich nicht mehr Pilot bin ... Die Unterwanderung der Stämme um Eternis durch Skeletors Agenten ist noch nicht vorbei. Aber um diese Aufgabe wieder aufzunehmen, bräuchte ich die Sicherheit, dass ich nicht wieder die Selbstbeherrschung verliere. Und die habe ich trotz allem nicht erlangt. Wer kann schon sagen, was Zodac meinte, kurz vor seinem Verschwinden?“
Sie schweigen eine Weile.
Die ersten Flugeidechsen beginnen ihre Lieder zu zirpen an den Felshängen.
„… Zodac …", wispert Zefaira schließlich, „Warum sagte der Kosmische Magier vor seinem Verschwinden, Du habest seiner Weisung bereits entsprochen? Als sei sein Orakelspruch für Dich bereits erfüllt …?“
„‚Bewege Deinen Geist‘ … tja. Das ist so generisch, das kann alles bedeuten. Ein alter Trick unter vielen Mystikern, nicht wahr? Am Ende kann man alles hineininterpretieren. Dann kann der Wahrsager in jedem Fall behaupten, richtig damit gelegen zu haben.“
Sie schüttelt vorsichtig den Kopf, „Ich … glaube, dass Du seinen Orakelspruch in dem Moment erfüllt hattest, als das Weltraummonster gebrüllt hatte, es würde im Dienst seiner Schutzbefohlenen stehen.“
„Hat es?“
„Du warst abgelenkt, von dem schrecklichen Kraftfeld, in dem Du festhingst. Aber ich habe es genau mitbekommen, was Du sagtest. Der ritterliche Schwur. Er ist, was Du brauchst, damit alle drei Deiner Facetten geeint sind. Du selbst hast mir das ja bereits erklärt, auf dem Hinweg.“
„Ja, der Rittereid gilt für uns alle drei gleichermaßen. Aber … das wussten wir doch längst. Und er gibt mir ja keine Kontrolle.“
„Ich denke, es ist der Schlüssel für Dich. Du hast die Kontrolle, wenn Du sie willst. Und wenn nicht gerade Evil-Lyn Dich verhext. Die Lösung war bereits die ganze Zeit über in Deiner Hand, schon zu Beginn unserer Pilgerschaft.“
Man-E-Faces lässt sich noch etwas weiter zurücksinken, und sein Raumhelm macht ein leises Klicken, als er gegen die rückwärtige Steinwand trifft. Er atmet tief ein.
„Glaubst Du das, Schweigevolle?“
„Ja.“
„Das heißt, ich könnte es riskieren, nach Eternis zu den Masters of the Universe zurückzukehren. Um in ihrem Dienst tätig zu sein.“
„Du bist einer von ihnen.“
„Hah! Ich wünschte.“
„Der Adler der Giganten hat es mir gesagt! Schon kurz vor Beginn unserer Reise. Und sie muss es wissen, denn vom Totem Grayskulls kommt er ja, dieser Begriff: Masters of the Universe.“
„Der Adler … spricht zu Dir?“
„Manchmal, wenn ihre Gunst groß ist. In Gedanken. Ich bin ihre Erwählte, als Sprecherin aus ihrer Priesterschaft.“
„Oh! Dann … weißt Du vielleicht von ihr auch, warum Zodac diesen Ort als so besonders beschrieben hat?“
„Ouru?“
„Ja! Was sollte das bedeuten, Ouru sei verbunden mit dem Schicksal von den Masters of the Universe? … Sagtest Du nicht, dieser Ort stellt nicht nur Fragen, sondern er erzählt auch eine … eigene Saga?“
„Ja. Aber ich nehme an, als Zodac von einer schicksalhaften Bedeutung dieses Ortes sprach, für Euch alle, war das nur einer von seinen vielen Versuchen, uns zu verwirren und zu verspotten. … Ich habe auf einer meiner anderen Pilgerfahrten ein paar Textpassagen abgelesen, von den Sockeln der riesigen Statuen der altvorderen Weisen, auf den alten Handelsstraßen, außerhalb von Eternis … diese Schriften warnten vor Ouru in den Mystic Mountains, und nannten es einen schlimmen Ort.“
„Schlimm, inwiefern?“
„Er wurde dort als ein besonderer Ort der Gefahr bezeichnet … wörtlich, als ein … Point Dread.“
Man-E-Faces fährt auf, „Sag‘ das nochmal?!“


Advances:
Nach dieser Session haben alle an der Handlung beteiligten Wild Cards ihren nächsten Advance verdient.
Adam: Vigor ➜ W8 (dadurch hat He-Man nun Vigor ➜ W12+1)
Man-E-Faces: Focus ➜ W8 & Performance ➜ W8
Orko: Improved Extraction-Vorteil
Zefaira: Athletics ➜ W10 & Stealth ➜ W10


Der Wind Raider gewinnt an Höhe über den Wäldern von Evandall. Prinz Adam schaut auf Castle Grayskull hinab, während es unter ihnen kleiner wird. Er hat nach den fünf Tagen, die sie dort verbracht haben, immer noch nicht das Gefühl, fort zu wollen.
„Siehst Du, Man-At-Arms? Diesen Blick meine ich!“, quiekt es von der Rückbank des Wind Raider, „So guckt er schon zwei Tage lang drein! Man weiß gar nicht, wie man ihn aufmuntern soll! Und ich habe alles versucht, jede Posse aus meinem Repertoire!“
Man-At-Arms am Steuer wirft Adam einen Seitenblick zu.
Der Prinz sagt düster, „Lass‘ nur, Orko! Ich komme ja darüber hinweg. Ist nicht die erste Schwermut, der ich Herr werde.“
Orko winkt ab, „Ja, das stimmt natürlich! Du bist bisweilen eine ziemliche Heulsuse, gerade, was junge Damen betrifft! Immer diese Dramen und Scherereien! Seht Ihr, das ist das Gute daran, dass es bei Trollanern den ganzen Mumpitz mit Männlein und Weiblein nicht gibt!“
Adam dreht sich zur Rückbank um, und hakt nach, „Ach ja? Und was ist mit Deinen Geschichten von den liebreizenden Trollanerinnen, die daheim für Dich ihre Schleier heben wollten, Du kleiner Charmeur?“
Orko verschränkt die Arme, „Das ist doch was völlig anderes, Adam! Das verstehst Du nicht. Trollanische Liebe ist unendlich viel feinsinniger als das grobe Balzverhalten von Euch Eternischen Plattfüßen.“
„Aber den sogenannten Mumpitz mit Männlein und Weiblein, den habt Ihr am Ende dann doch auch!“
„Ja und nein! Es wird ein ewigliches Mysterium sein!“, sagt Orko selbstzufrieden.
Schön ist das, dass Ihr solch eine tolle Spezies seid, die unter anderem nie Probleme hat mit sowas Profanem wie Liebeskummer!“, murrt Adam ironisch, und lässt sich tiefer in den Copilotensitz sinken.
„Endlich siehst Du es ein?“, sagt Orko erfreut, „Das hat aber gedauert!“
Man-At-Arms hat das Gequassel der beiden satt, und erinnert, „Orko! Wolltest Du denn nicht ein paar traditionelle Bokurgo-Halsketten vom Stamm der Soquari beschaffen?“
„Wollte ich?! Wieso das, Man-At-Arms? Willst Du Dich stammesmäßig in Schale werfen?!“
„Nein, erinnere Dich, Trollaner! Was ist noch gleich unsere Notlüge, um zu erklären, dass Ihr fast eine Woche untergetaucht wart?“
„Dass wir mit einer der Bokurgo-Karawanen der Soquari ziehen, und um Kunstschätze feilschen! Richtig, hatte ich beinahe vergessen! Oh wie toll, ich beame mich gleich hin und quatsche denen ein paar davon ab! Adam und ich werden ja so lustig aussehen damit, wartet nur! Wir sehen uns im Hangar, bis später!“, und ein leises Glöckchengeräusch ertönt.
„Und weg ist er“, lächelt Man-At-Arms unter seinem Schnauzbart und versucht, nicht allzu erleichtert zu klingen.
Adam schweigt.
„… Eure Kunde von der möglichen Allianz mit den Dastoros-Stämmen, das sind wahrlich gute Neuigkeiten, Prinz. … Wer hätte gedacht, dass die Sorceress neben ihren Meditationen über unser aller Zukunft nebenher noch Zeit findet, sich mit politischen Winkelzügen zu betätigen, hier draußen?“
„Politische Winkelzüge?“
„Na, klingt das Ganze denn für Dich viel anders? Das, was Ihr mir vorhin erzählt habt, lässt doch darauf schließen, dass die Zauberin nicht nur eine zurückgezogene Priesterin der Totems ist, sondern auch auf der politischen Bühne agiert, zumindest in Fällen wie diesem.“
Adam sagt mit düsterer Inbrunst, „Ich werde sie genauestens dazu befragen, wenn ich sie wiedersehe! Das bedarf Klärung. Wenn dieser angeberische Doodon ihr in den Evannor-Wäldern auch nur eine Feder gekrümmt hat — auch nur eine Feder! — oder ihre Ehre beschmutzt hat, dann …“
„Nein, nichts dergleichen, Prinz. Verstehst Du denn nicht, wie das alles klingt?“
„Als habe Doodon sie unter Druck gesetzt! Ausliefern hat sie sich ihm müssen, noch dazu ohne ihre schützenden Zauberkräfte, außerhalb ihrer Burg, in Menschengestalt! Welch ein ehrloser Schurke, er hat noch damit angegeben, ihrer ‚unvergleichlichen Entblößung‘!“
„Sie hat ihn in sich verliebt gemacht, um eine Allianz zwischen den Stämmen herbeizuführen.“
Adam sieht Duncan verblüfft an, „Aber …? Aber dieses Techtelmechtel in den Wäldern, das ging doch nicht von ihr aus!“
„Woher willst Du das wissen?“, schmunzelt der Waffenmeister.
„Das … liegt doch auf der Hand … also, ich denke mir das so …“
„Die Sorceress ist deutlich erfahrener und älter als sie aussieht, das weißt Du.“
„Du glaubst, ihre Ehre ist nicht in Gefahr, durch diese Dastoros …? Am Ende hat sie mit Dooden gar nicht …“
„Ich glaube, Prinz, die Sorceress denkt wie Dein Vater, und wir anderen — sie will unbedingt diesen Krieg beenden. Nichts ist dringlicher als das. Wenn alle Stämme der Hemisphäre des Lichts geeint wären, könnte Skeletor uns kaum etwas anhaben. Du, mein Prinz, weißt, dass Adel und andere Mächtige große persönliche Opfer bringen müssen, um den Schutz ihrer Untergebenen zu gewährleisten. Auch Du wirst beizeiten eine Stammesprinzessin heiraten, um eine möglichst mächtige Allianz für König Randors Reich zu schaffen.“
Adam seufzt, „Ich liebe jedoch die Sorceress, Duncan.“
„Hah, ja. Das kenne ich.“
„Ja, es ist immer die gleiche Leier mit mir, ich weiß ja. Prinz Adam und sein ewiges Herzeleid, mit seinen ständigen …“
„Nein, das meinte ich nicht, Adam. Ich kenne das; ich weiß, wie es ist, die Sorceress zu lieben.“
Adam fährt herum, und schaut ihn verblüfft an. Duncan lächelt ihn an, fast entschuldigend.
„Du … Du auch? Aber Du bist doch … mit Octaviala …!“
„Das war lange vorher. Während der Großen Unruhen, vor Deiner Geburt. Damals war ich ein junger Soldat. Auf einer Mission für Deinen Vater, als er noch lediglich General Randor war, da bin ich in der Wildnis hier draußen verloren gegangen, abgeschnitten von meinem Trupp. Dabei habe ich durch göttliche Fügung Castle Grayskull entdeckt. Das war vor seinem eigentlichen Wiedererscheinen. Es war damals nur gelegentlich im Nebeldunst zu sehen, wie ein flüchtiges Traumbild. Die Zauberin sprach dort zu mir, kreiste über mir als Zoar. Sie zeigte mir ihr wahres Angesicht nur per Gedankenübertragung. Sie war damals ebenso schön wie sie es heute ist. Und meine Güte …“, und er muss lachen bei der Erinnerung, „… meine Güte, war ich verliebt in sie! Alles hätte ich für sie getan, alles. Obwohl ich sonst immer praktische Frauen bevorzugt habe, keine Mystikerinnen.“
„Aber … wart Ihr jemals ein Paar?“
„Nicht im eigentlichen Sinne, nein. Die Großen Unruhen haben uns zu sehr beschäftigt. Mehr darf ich Dir nicht erzählen, denn sie hat mich damals zum Schweigen verpflichtet. Aber jahrelang blieb mein Herz ihr treu, oder besser gesagt, dem Gedanken an sie! Jedenfalls weiß ich, wie Du Dich fühlst, Adam.“
„Und so hast Du Dich auf andere Frauen besonnen, schließlich auf Octaviala.“
„Ja, allen Göttern Eternias sei Dank!“
„Wie meinst Du das?“
„Nun, erstmal, weil Octaviala die Richtige für mich ist! Und außerdem, weil es schwer ist, eine Frau zu lieben, die so jenseitig ist wie die Sorceress, die mit ihren Gedanken und ihrem Herzen stets in anderen Sphären weilt.“
Adams Brust entringt sich ein tiefer Seufzer, und er sagt, „Ich werde lernen, von ihr zu lassen, und werde eine Stammesprinzessin ehelichen, wie Du sagst! Wie meine Eltern es wollen. Für das Wohl des Reiches, das mein Vater errichtet. Aber …“
„Wohl gesprochen, mein Prinz. Wieso ‚aber‘?“
„Aber es wäre hilfreich, wenn ich immerzu so denken könnte, wie ich’s in He-Mans Gestalt tue. Er ist so sehr Idealist, viel mehr, als ich es als der unbeholfene, schwächliche Prinz Adam bin. Als He-Man ist es viel leichter, das Aufrichtige zu tun, und es auch wirklich zu wollen“, und sehnsüchtig endet er, „Ich, Adam, will nur versinken, im Blick jener blauen Augen!“
Duncan sagt, „Oh ja. Jene blauen Augen …“

Der Wind Raider verschwindet zwischen den weißen Wolken, auf seinem Kurs gen Eternis.



« Letzte Änderung: 16.08.2026 | 16:05 von Schalter »

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Re: [Savage Worlds | Ironsworn] Savage World of Eternia
« Antwort #203 am: 16.08.2026 | 16:08 »
Dann müssen für das zurückliegende Abenteuer nur noch ein paar lose Enden vertäut werden:

Man-E-Faces und Zefaira sollen beide einen Punkt Sternenstaub bekommen, weil sie diese gemeinsame Sinnsuche so schön abgeschlossen haben.

Ouru ist nicht der einfache, abgelegene Wallfahrtsort, als der er heutzutage in Eternis bekannt ist, sondern weit mehr als das. Wenn man weiß, wonach man sucht, findet man tatsächlich Hinweise auf Point Dread dort! (Die Wild Cards haben bereits darauf gehofft, solche zu finden!)

Man-E-Faces sieht bei Tageslicht die Stätte mit ganz neuen Augen. Zwar kann er die Runen nicht lesen, aber Zefaira kann es für ihn tun. Einerseits zeigen die Einmeißelungen die ihr bereits bekannten Gebete und Sinnsprüche, aber sie verschlüsseln andererseits auch etwas, mithilfe von Gleichnissen und metaphorischer Sprache! Das, was von Zefaira als Saga beschrieben wird, scheint eine Art codierten Lageplan zu beinhalten. Und dieser könnte Aufschluss darüber bringen, wo sich der seit Jahrhunderten gesuchte Point Dread befindet — das sagenhafte letzte Tor zu den Sternen.

Die wichtigsten Inschriften standen leider ausgerechnet auf jener Wand, durch die Zodac Man-E-Faces mit seinem Schwerkrafts-Zauber befördert hatte! Dieser Mauerabschnitt ist in winzige Stücke zertrümmert, und die Inschriften mit ihm. Dies wird kaum ein Zufall gewesen sein. Als habe der Kosmische Magier — wie beiläufig — alle Bemühungen verlangsamen wollen, die Lage von Point Dread wiederzufinden …

Man-E-Faces und Zefaira funken tagelang, bis sie endlich einen Lufttransporter erreichen. Mit ihren Abschriften der Ouru-Steininschriften kehren sie eilig nach Eternis zurück.


Die Masters gehen mit dieser neuen Spur endgültig auf die
Queste (Formidabel): Point Dread wiederfinden und reaktivieren.

Man-At-Arms, Legendro, Teela und Man-E-Faces leisten dafür einen feierlichen Schwur vor dem Thron des Königspaares. (Dennoch betrifft auch diese Mission wieder alle meiner Wild Cards mehr oder weniger; die anderen Masters werden sich natürlich ihrerseits an der neuen Queste beteiligen.)

Man-At-Arms, Legendro, und eine kleine Heerschar aus Gelehrten und Gehilfen werden daraufhin eilig zum Mount Nodoura geflogen, um die von Man-E-Faces und Zefaira begonnenen Forschungen weiterzuführen, und machen sich mit Feuereifer an die Untersuchung von Ouru und seiner Wandinschriften.


He-Man und Cringer (daheim im Gehege) durften nach Ablauf der fünf Tage einen Natural Healing-Wurf machen gegen ihre verbleibenden Wundlevel. Bei beiden ist dieser gelungen, und sie sind wieder bereit für das nächste Abenteuer!

Mit ihrem einwöchigen Untertauchen haben die beiden weiter aktiv ihr Doppelleben als die heimlichen Helden Eternias verschleiert. Das ist dann der nächste Milestone für ihre
Queste (Episch): Ihre Geheimidentität schützen, bis die Stunde der Wahrheit gekommen ist.
Ihr Fortschritt zählt damit einen ersten, vollen Punkt. Nur noch neun weitere fehlen möglicherweise, um ihr Schicksal zu erfüllen!
« Letzte Änderung: 17.08.2026 | 19:12 von Schalter »

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Re: [Savage Worlds | Ironsworn] Savage World of Eternia
« Antwort #204 am: Heute um 15:44 »

Ein Stammesdorf in der kriegsgeschüttelten Grenzregion zur Ebene der Ewigkeit ist unser nächster Abenteuerschauplatz


„Fisto! Hast Du gehört, was die Kundschafter erzählen?“, ruft Ram Man, als er in den dusteren Schankraum der Dorfkneipe gepoltert kommt.
„Ja, verdammt. Dass nun auch Naddon an den Feind gefallen ist — und damit die besten Bierreserven der Region!“
„Nein, nicht das. Sie wollen Point Dread wiederfinden, drüben in Eternis! Eine Flexpedition ist bereits ausgerückt!“
„Expedition heißt das, Du Ochse, bei Dir geht‘s immer nur ums Flexen. … Point Dread, Ram Man? Hah. Die wollten Dich wahrscheinlich verarschen. Und Du Knallkopp plapperst das nach.“
„Nein, Fisto, wahrhaftig! Man-E-Faces, Du weißt schon, unser geheimniskrämerischer neuer Ermittler, der hat bombenfeste Hinweise über die Lage gefunden, am Rand der Mystic Mountains! So sagt man!“
„Ach ja? Und wenn die Kundschafter sagen, Du sollst Dich auf Deinen flachen Kopf stellen, Ram Man, und Dich auf eigener Achse drehen wie ein Brummkreisel, weil das für Deine Blutzirkulation gut sei, machst Du das dann auch?“
Ram Man haut mit seiner schwieligen Pranke Fisto ein paarmal aufs Haupt, „Hallo, hörst Du mir zu? Bist Du halbwegs nüchtern? Hast Du 'ne verdammte Vorstellung davon, was das bedeutet?“
Fisto schlägt mit der stählernen Rückhand Ram Mans Wurstfinger weg, und murrt, „Dass Du an jeden Humbug glaubst, den man Dir auftischt, das bedeutet das! Point Dread, ja ja, wo die frühere Raumflotte der ollen Mechano-Monarchen nur wartet, was? In irgendeinem versiegelten Hangar, vollgetankt und bereit dafür, dass irgendwelche dahergelaufenen, heutigen Eternier im Fell-Lendenschurz sich in die Pilotensessel hocken? Mit Bedienungsanleitungen, die säuberlich im Handschuhfach warten?“
„Öh … wenn Du das so sagst, dann klingt es in der Tat etwas weit hergeholt!“
„Point Dread, schon klar. So wahr wie der Wüstenstaub unter meiner Stiefel Sohlen eigentlich Goldstaub ist. Hah! Was denn sonst noch? Lassen wir die Vergangenheit mal ruhen, Dicker, wie Gwildor uns gesagt hat! Aber ist ja schön, wenn diese Genies in der Hauptstadt was Schönes für sich zu tun gefunden haben, wie zum Beispiel das Nachjagen von irgendwelchen märchenhaften Luftschlössern! Diese ganzen Genies dort …! So Helden wie unser zarter Prinz Adam, unser Bubi Mekaneck, und natürlich mein Bruderherz. Während wir hier draußen täglich Dreck fressen!“, und er haut mit der Faust auf den Tisch, dass es nur so scheppert.
„Die Kundschafter haben außerdem gesagt, wir sollen die Skelcons von den Pfählen abnehmen. Befehl von General Furaro.“
„Quatsch, das ist zur Abschreckung. Die Skelcons bleiben dran!“
„Zu spät, Keule, die haben schon angefangen, die abzupflücken.“
„Da haben wir aber ein Wörtchen mitzureden, Ram Man!“, sagt der Ex-Ritter, und erhebt sich, „Komm‘ mal mit …!“
„Wart‘ mal, es gibt noch was Neues …“
„Eins nach dem anderen! Mir nach.“

Als Fisto breitbeinig vor die Taverne tritt, ins Freie des Dorfplatzes, braust der Steppenwind durch die Siedlung, Staubwolken nehmen die Sicht, und Leute rennen umher, versuchen hastig, ihre Habseligkeiten sturmsicher zu vertäuen. Es gibt ein lautes Klatschen, und Fisto bekommt ein Stück zerfleddertes, schwarzes Leder ins Gesicht. Ein Fetzen Skelcon-Flügel! Wütend und angeekelt wischt er es von sich, mit der stählernen Hand. Ram Man gnickert. Sie schauen dahin, von wo es angesegelt kam, zu den hohen Holzpfählen an der Dorfpalisade. Zwei der Eternischen Gardisten sind tatsächlich auf wackelige Leitern gestiegen, und sind gerade vertieft in ihren Versuch, den einen der dort festgezurrten Skelcon-Kadaver herunterzuschneiden. Einer der Fledermausflügel der außerirdischen Monster hat sich dabei schon in unappetitlichen Fetzen aufgelöst.
„Heda, die hängen da zur Abschreckung!“, blafft Fisto sie an, „Ich hab‘ Euch nicht gesagt, dass Ihr die runternehmen sollt!“
Die Gardisten halten inne und gucken doof. Dann ruft einer, „Aber General Furaro hat das gesagt!“
„Der ist aber nicht hier! Ram Man und ich, wir sind hier die Bosse!“
„… Ich bin sehr wohl hier, Fisto“, sagt eine tiefe Stimme, während eine große Gestalt sich ihnen nähert. Der Lockenbart und das Cape des Kommandanten fliegen im Steppenwind.
„General Furaro!“, sagt Fisto überrascht, und zieht eine rote Augenbraue hoch.
Ram Man sagt, „Ja Mann, wollt‘ ich Dir doch sagen! Er ist zusammen mit den Kundschaftern eingetroffen. Aber Du warst ja zu ungeduldig um zuzuhören!“
„Die Dinger da kommen jedenfalls runter, Leute“, sagt der große Dunkelhäutige, „Dies hier ist immerhin noch die Hemisphäre des Lichts. Viele der Stämme, mit denen wir uns hier draußen zusammengeschlossen haben, mögen vielleicht Barbaren sein, aber dennoch will ich keine derartige Barbarei hier sehen. Wir sind kultiviert, Männer: Eternier, keine Höhlenmenschen.“
Fisto knurrt, „Die dienen aber der Abschreckung, General. Das soll anderen Skelcons und Kobolgor eine Lehre sein, wenn sie die am Dorfrand sehen.“
Ram Man nickt (unterlegt von leisem Quietschen seines wuchtigen Helms), „Dann wissen die Hackfressen gleich, was ihnen blüht, wenn sie zu nahe ran kommen. So zumindest unser Gedanke!“
Furaro hebt ablehnend die Hand, „Hier in der gesetzlosen Wildnis und drüben in der Hemisphäre der Schatten, da mag das ganz großes Brauchtum sein, seine Wallanlagen mit den aufgepflanzten Köpfen seiner erschlagenen Feinde zu verzieren, Fisto! Aber wir tun sowas nicht. Ich will hier ein ordentliches Kriegslager sehen.“
„Und wir wollen ein Kriegslager, das nicht vorzeitig überfallen wird, General!“, grollt Fisto.
„Immer diese Widerworte von Dir! Wann besinnst Du Dich endlich wieder auf Deinen Eternischen Ritterschwur?“
„Und wann begreifst Du, dass ich dem Eternischen Rittertum den Rücken gekehrt habe, und ihm obendrein demonstrativ den Arsch hinrecke, oh ruhmreicher General? Damit kannst Du mir nicht kommen. Wir gehören verdammt nochmal zu den Helden der Schlacht gegen Quordar den Unerbittlichen, wir sind keine Jungrekruten, die Bock haben, hier Aufräumdienst für Dich zu machen! Ram Man und ich machen die Sachen hier draußen so wie wir’s für richtig halten. Und überhaupt: Hat ja bisher Dein Schaden nicht sein sollen, was?“
„Brüste Dich vielleicht besser nicht allzu sehr! Das Dorf Naddon ist seit letzter Nacht ebenfalls verloren!“, knurrt der Befehlshaber.
„Und damit das beste Bier in der Gegend“, fügt Ram Man schwermütig hinzu.
Fisto murrt, „Nicht unser Fehler. Du hattest uns hier stationiert, und gesagt, wir mögen bitte warten.“
„Nun“, sagt General Furaro, „Jetzt bin ich hier. Und das bedeutet, dass Ihr beiden Goldjungs hier jetzt abkömmlich seid. Ich will Naddon zurück. Es ist höchste Zeit, das Ruder herumzureißen. Ich habe die Nachrichten von überrannten Dörfern in diesem Gebiet gründlich satt. Und ich habe ein paar frische Streitkräfte aus Eternis hierhin mitgebracht. Ratet mal, wer die ins Feld führen wird, wenn wir Naddon den Krallen des Feindes umgehend wieder entreißen!“
„Wenn ich raten soll“, poltert Ram Man, „würde ich sagen, Du meinst uns! Erster Versuch. Wie viele Versuche haben wir?“
„Schon richtig geraten, Ram Man“, knurrt der General, „schon richtig!“
„Geil!“, grinst Fisto, und ballt seine Stahlhand, dass es laut knirscht.
„Hah! Wartet, bis Ihr gesehen habt, was ich an schwerem Gerät mitgebracht habe …!“, lächelt Furaro.


„Das ist mächtig große Klasse!“, brüllt Ram Man über den Lärm der Triebwerke und den Fahrtwind hinweg. Das Sonnenlicht glänzt dabei auf seinem Helm und seinen großen, weißen Zähnen.
„Wir müssen nur zusehen, dass die Unschuldigen nicht mit abgefackelt werden!“, brüllt Fisto zurück, „Das bedeutet, wir stürmen alle Gebäude, einzeln nacheinander, und kicken die Kobolgor raus ins Freie!“
„Und in den Straßen machen die Battle Rams sie platt, und lassen sie hochgehen wie Knallbonbons! Bwar har har, das ist der schönste Tag meines Lebens!!“
Fisto lacht, „Das hast Du auch schon während der Quilmuru-Kampagne gesagt, in den Großen Unruhen, Du Metallbirne!“
„Pah! Damals war ich im Sumpffieber-Delirium! Diesmal mein‘ ich‘s echt!“, und er schreit so laut, dass die Truppen unter ihnen es beinahe ohne Funktransmitter hören können, „Aaangriiiff!“, und geht auf seinem dröhnenden Jet Sled in den Tiefflug über Naddon ...

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Re: [Savage Worlds | Ironsworn] Savage World of Eternia
« Antwort #205 am: Heute um 16:10 »
Das spielen wir mal als Häuserschlacht-Szenario. Unter Verwendung einer Spielmechanik, die ich schon in meinem allerersten Spielbericht verwendet habe, aber damals leider nur kurz: Hindernisse auf der Battle Map können umgangen werden, aber von Kämpfern mit Superstärke auch einfach durchbrochen, inklusive Mauerwerk! Türen wie Wände der ärmlichen Hütten haben Hardness 8.
Verbündete: Fisto und Ram erhalten beide einen der gefürchteten Battle Rams als Ally. In Runde 5 erscheint außerdem die Garde.
Kobolgor: In allen aufgebrochenen Hütten lauern 1W4+1 Kobolgor Lowlifes, 1er oder 2er auf dem W4 bedeuten, dass einer davon ein Kobolgor Elite Brute ist. Alle zwei Runden tauchen außerdem zu Rundenbeginn ebensoviele am gegenüberliegenden Dorfeingang auf.



Die Battle Rams aus Eternis (Modelle von Archon Studio, aus 'MOTU: Battleground'


Battle Ram
With Jet Sled docked as driver’s seat, Battle Rams are massive four-wheeled, all-terrain engines of fiery destruction.
Size: 6 (Large); Handling: +1; Top Speed: 60 MPH; Toughness: 24 ( 8 ); Crew: 2
Special Abilities:
Bulldoze: After having moved 3“ or more in a round, a battle ram may Bulldoze an obstacle, for 2d10 damage with a successful Driving roll made by the driver.
Four-Wheel Drive: Battle rams travel with a top speed of 60 MPH. On the tabletop, they move 12“, or up to 24“ with a Driving roll (SWADE p. 120). Treat each inch of Difficult Ground as 1.5″ instead of 2″.
Linked Laser Blasters (2, Front Fixed): RoF 1, 2d6 damage (+2 when fired simultaneously), AP 2; Light Trapping. Dual linked weapons add +1 to hit and +2 damage when fired simultaneously. The Unstable Platform penalty for the blasters is −2.
Plasma Blaster (1, Front Fixed): RoF 1, 3d6 damage, AP 4; Light Trapping. The Unstable Platform penalty for the blaster is −2.
Rocket Launcher (1, Front Fixed, Stabilizer): RoF 1, Range 75/150/300, 4d8 damage, AP 8, Medium Blast Template, Fire Trapping. A stabilizer reduces the Unstable Platform penalty for this weapon to −1. While the Jet Sked is docked, the Rocket Launcher can be fired by the driver or cannoneer.
Targeting System: When a second crew member is manning the back position of the vehicle, he may operate the targeting computer for the Rocket Launcher a a cannoneer. The cannoneer may fire the Rocket Launcher, or instead Support the driver‘s Shooting rolls for the launcher with an Electronics roll, which is made at +2 (but still subject to the Unstable Platform rules).

With the Jet Sled undocked from the main vehicle, the battle ram‘s top speed is reduced to 30 MPH, Handling becomes -1, Crew becomes 1, Size becomes 4 (and thus, Toughness becomes 22( 8 )), and it loses its Bulldoze, Linked Laser Blasters, and Plasma Blaster attacks.



Die Kobolgor aus Subternia haben ebenfalls ihre Ressourcen aufgestockt ...


Kobolgor Lowlife Marauders
Scrawny goblin-like tribes from the caves of the Dark Hemisphere
Attributes: Agility d8, Smarts d6, Spirit d6, Strength d10, Vigor d10
Skills: Athletics d8, Fighting d8, Intimidation d8, Notice d6, Shooting d6, Stealth d8, Taunt d6
Pace: 6; Parry: 6; Toughness: 8 (2)
Edges: Brave
Special Abilities:
Bite/Claws: Str+d4.
Dastardly: When kobolgor get a Gang Up bonus or attack from the target's back arc, they get an additional +1 bonus to hit. Whenever they attack a target with no Gang Up bonus or attack from the front arc, they get -1 to hit. This counts for both melee or ranged attacks.
Scrawny: Size -1. Kobolgor marauders can squeeze through any opening they can fit their heads through, and may also move through spaces on the battle map blocked by enemy models.
Weakness (Light): Kobolgor take +4 extra damage by attacks, Hazards, and powers with Light Trappings (including laser beams). When resisting powers with this Trapping, their checks are made at -4.
Gear: Ragged leather armor (Armor 2); some carry crude hand weapons, bow and arrows, or throwing spears.



... und werden nun von ihren hünenhaften Elite Brutes angeführt (Modelle der Elite Brutes aus dem CMON-Spiel 'B-Sieged')


Kobolgor Elite Brutes
Among the kobolgor tribes, the massive elite warriors wield the best weapons of the underworld forges, and boss the kobolgor lowlifes around.
Attributes: Agility d8, Smarts d6, Spirit d8, Strength d12, Vigor d12
Skills: Athletics d8, Fighting d10, Intimidation d10+2, Notice d6, Shooting d6, Stealth d6, Taunt d6
Pace: 6 (d6 Running Die); Parry: 7; Toughness: 11 (2)
Edges: Brave, Brawny, Brute, Menacing
Special Abilities:
Bite/Claws: Str+d4
Mob Boss: Whenever allied kobolgor lowlifes of any kind are within 2“ of an elite brute, the brute gains +2 on his Fighting, Intimidation, and damage roll results.
Weakness (Light): Kobolgor take +4 extra damage by attacks, Hazards, and powers with Light Trappings (including laser beams). When resisting powers with this Trapping, their checks are made at -4.
Gear: Ragged leather armor (Armor 2), weapons as indicated by model


Soundtrack: Alec Koff, War Drums
https://www.youtube.com/watch?v=0DmiJ8LbtzY



Startaufstellung: Die Battle Rams nahen von der westlichen Spielplankante, Fisto & Ram Man sind schon etwas vorgerückt.
Zwei Kobolgor-Trupps tappen kampfhungrig von rechts herbei. Alle Häuser sind noch verbarrikadiert




Fisto und Ram Man haben Mega-Bock auf eine große Keilerei!


Runde 1: Die neuartige Spezies von Kobolgor prescht voran, und erhebt ihr bestialisches Gebrüll gegen die einfallende Streitmacht. Derartig muskelbepackte Unholde hat die Unterwelt von Subternia bisher noch nie ausgespieen!



Die Kobolgor-Mobs rennen näher, um Naddon besetzt zu halten


Einer erzielt eine 18 als Intimidation-Resultat, und macht den ansonsten unverwüstlichen Ram Man Distracted und obendrein Shaken. Er reißt seine kleinen Schweinsäuglein groß auf, und wird kurz etwas blass und fahrig in seinem Heranstürmen.
Daraufhin ist er jedoch am Zug, sammelt sich mit gewohnter Determination von Shaken, und beschleunigt seinen Lauf erneut. „Was geben die Kerls diesen Kobolgor neuerdings zu fressen?“, keucht er, „Dragosaurier-Steaks?!“
Er rennt weiter auf den heranstürmenden Kobolgor-Brocken zu, und senkt im Joggen seinen Kopf tiefer, macht sich bereit für den Aufprall. Sein Battle Ram kurvt ihm hinterher, mit röhrenden Antrieben.



Ram Man hat seine Einschüchterung überwunden, und hastet auf sein Ziel zu


„Lass‘ sie kommen!“, schreit Fisto über Funk, wendet sich von den Heranstürmenden ab, und schlägt (mit einem Schadenswurf von satten 30) die Hauswand zu seiner Linken ein. Trockene Lehmziegel explodieren nach innen, in einer Staubwolke. Der W4+1 zeigt auch direkt mal an, dass fünf Kobolgor-Schergen sich hier drin zusammenrotten. Die terrorisierten Hausbewohner haben sie gefesselt in einer der Ecken zusammengetrieben.



Fisto klopft höflich an einer Hütte an, um einen Blick auf die Verschanzten zu werfen
« Letzte Änderung: Heute um 16:37 von Schalter »

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Re: [Savage Worlds | Ironsworn] Savage World of Eternia
« Antwort #206 am: Heute um 16:31 »
Fisto ballt herausfordernd seine Stahlfaust in die Richtung der zusammenzuckenden Besatzer, und hechtet zurück durch sein Loch in der Gebäudewand. Der Battle Ram soll sie wegputzen, wenn sie dem Krieger auf die Straße folgen! Da brackert das Gefährt auch schon um die Ecke, zermahlt dabei die Überreste einer Holzschuppens und eines Brunnenschachts unter seinen gewaltigen Rädern.
Daraufhin sind die Kobolgor Lowlifes auch am Zug; die fünf von Fisto Aufgescheuchten verfolgen ihn wie erhofft, und umringen ihn auf der Straße. (Seine First-Strike-Regel lässt ihn sofort eine schnellen Faustschlag ausführen, aber dieser kostet nur einen der Kobolgor einen gelben Eckzahn, sonst nichts.) Durch die Umzingelung löst die Dastardly-Regel der Angreifer aus, dadurch treffen alle, einer gar mit Raise. Fisto wird von Krallenhieben eingedeckt, und absorbiert eine Wunde mit zwei Bennies, dann aber wird er vom nächsten Schnitt abermals Shaken.



Fisto ist umringt von den Besetzern, aber seine Unterstützung naht


Die anderen Lowlifes stürmen hinter den Elite Brutes her, und positionieren sich im Rennen vor ihren Mob-Bossen. Fauchend und krächzend, offensichtlich bereit, ihre erbärmlichen Leben für die Bosse zu opfern.



Die Lakaien des Elite Brutes holen zu ihm auf um ihn vor Ram Man abzuschirmen


Runde 2: Ein einzelner Elite Brute spawnt auf dem Dorfeingang. Ram Man beginnt mit einem As. Sein Battle Ram hat quietschend angehalten, und feuert seine Inferno-Rakete am dahin preschenden Ram Man vorbei. 46 Schaden lassen alle im Mob vergehen, in einer zum Himmel aufsteigenden Feuersäule!



Der verbündete Battle Ram rattert heran, und lässt die Kobolgor-Horde mit 4W8 Schaden hochgehen, bevor Ram Man sie erreicht


„Oi, das waren doch meine!“, brüllt der rennende Ram Man. Er prescht grimmig durch die Rauchwolke hindurch, und biegt mir-nichts-dir-nichts nach links ab, durch die Hauswand. Hier trifft er einen einzigen Brocken an, der sofort seine beiden schartigen Säbel hochreißt.



Die nächste Hütte ist ein Getreidelager mit nur einem einzelnen Bewacher ... aber was für einem


Fisto derweil erholt sich von Shaken, schlägt etwas fahrig um sich (als Multi-Attack), aber trifft nichts, macht dann eine Bundeswehr-Rolle seitwärts, um die Umzingeler dem Battle Ram zu überlassen. Free Attacks prasseln dabei auf ihn ein. Eine misslingt und löst Fistos Counterattack aus, sein Handschuh zerschmettert eine Kobolgorfratze. Gleichzeitig wird er zerkratzt und zerbissen, und muss abermals drei Wunden absorbieren, hinterher sind seine Bennies vorerst alle. Voller Staub und von Kratzern übersät schreit er dem Battle Ram zu, „Feuer frei!“, und der Pilot drückt ab, eine Inferno-Rakete kreischt aus nächster Nähe in die geifernde Horde. Die aufsteigende Feuerblume putzt alle vier Kobolgor weg und bringt die Fundamente der Häuser zum Beben.

Die Elite Brutes sind am Zug, und der Säbelfechter attackiert Ram Man. Eine schartige Klinge durchdringt das Lederwams, und zieht Blut, der Ramster ist Shaken. Der andere, draußen auf der Straße, erreicht rennend Fisto, mit herabsausender Doppelaxt. Die Stahlhand schlägt das wuchtige Axtblatt in letzter Sekunde weg, so dass Funken davon stieben!
Die drei verbleibenden Lowlifes jagen kreischend wie Höllenteufel ebenfalls auf Fisto zu und fallen ihm rennend in die Seite. Keiner kann jedoch seine Plattenrüstung durchdringen.

Runde 3: Rambo erholt sich mit knapper Not von Shaken, ignoriert den Schmerz von der Säbelwunde, und zückt blitzschnell sein Handbeil. Der Kobolgor-Elitekrieger pariert mit gekreuzten Säbeln. Draußen rückt der Battle Ram vor, rumpelt am Gebäude vorüber, durch die Rauchwolke von eben hindurch.

Fisto wird auf der Straße weiter behakt, seine Counterattack macht dabei mit einem rapiden Rückhandschlag einen Lowlife Shaken. Die anderen beiden treffen mit ihren Krallenhänden, aber verwunden ihn nicht.
Abermals entzieht der Ex-Ritter sich der Umzingelung, diesmal vorsichtshalber mit Defense-Manöver, das steigert sein Parry auf 12, und verhindert weitere Treffer.
Kaum ist er raus aus dem Sprengradius, feuert der Battle Ram die nächste Rakete, und pulverisiert den Kobolgor-Mob.

Der Säbelfechter drischt im Getreidelager auf Ram Man ein, aber die Handaxt pariert rasend flink.

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Re: [Savage Worlds | Ironsworn] Savage World of Eternia
« Antwort #207 am: Heute um 17:01 »
Runde 4: Vier Lowlifes spawnen am Dorfeingang. Sie ziehen außerdem eine Jokerkarte, und preschen keckernd um die Hausecke, raus aus der Reichweite des nahenden Battle Ram.

Ram Man haut dem Brutalo in der Hütte den kleinen Kopf von den massigen Schultern, mit einer Wild Attack. Dann stürmt er weiter, und rennt stumpf die nächste Hauswand ein, um den Hilfeschreien von nebenan nachzugehen!



Ram Man lässt sich auch von Innenwänden nicht aufhalten, und stürmt ins Nachbargebäude


Dort werden drei Lowlifes aufgestört, wenden sich ab von ihren Gefangenen, und gehen in Sprungbereitschaft.

Fisto zertrümmert die nächste Lehmziegelwand, und sieht durch die Staubwolke dahinter die Bewegungen eines weiteren Elite-Brechers. Die eingesperrten Dörfler beginnen sofort umso lauter zu lamentieren.



Fisto schaut im nächsten Haus vorbei


Er tritt rückwärts von dem Loch weg, haut kampfbereit seine Fingerknöchel gegen die Stahlknöchel der Eisenfaust. Sein Battle Ram rumpelt langsam näher, lädt hastig eine Rakete nach, um den Angriff auf die nächste Kobolgor-Horde vorzubereiten.
Damit erreicht jedoch der Elite-Brecher von rechts Fistos neue Position. Der aus der aufgebrochenen Hütte prescht brüllend hintendrein. Fisto widersteht dem einschüchternden Geschrei, und ein Axthieb trifft ihn am gepanzerten Hals, schlägt nur eine Scharte.



Zwei Elite Brutes greifen den Ex-Ritter an


Am Dorfeingang ertönt derweil ein leises Donnern, das sich immer neu wiederholt, und dabei lauter wird. Irgendetwas ist sehr nahe — etwas Großes …

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Re: [Savage Worlds | Ironsworn] Savage World of Eternia
« Antwort #208 am: Heute um 20:30 »
Runde 5: Mit Erreichen der fünften Runde trifft wie eingangs festgesetzt die Unterstützung ein! Ein Knarren ist zu hören und das Stampfen gewaltiger Schritte. Die Gardisten schreien und aktivieren die Kraftfelder ihrer Steitkolben, schlagen sie dröhnend gegen ihre Rundschilde. All dieses Getöse wird jedoch schließlich übertönt von einer tiefen, geradezu geisterhaften Donnerstimme … als der Sammelsaurus seinen Scheunentor-großen Kiefer aufklappt, und sein Brüllen ausstößt, denn tief aus dem Mark seiner Knochen steigen seine einstigen Jagdinstinkte wieder in ihm hoch!



Der Sammelsaurus ist von den königlichen Gardisten bemannt ...



... und stapft mit majestätischer Langsamkeit über den Hütten hinweg, auf den Spielplan


Als zusätzliche Allies kontrolliert nun Ram Man den Sammelsaurus, und Fisto die Gardisten.
Mit Auftauchen des gewaltigen Knochenkonstruktes müssen die Kobolgor einen Furcht-Wurf machen. Die Elite Brutes erstarren und wenden sich um, werden dadurch Vulnerable. Die Lowlifes auf der Straße gehen sogar benommen zu Boden und sind Stunned.

Fisto macht eine Halbdrehung an den wirbelnden zwei Äxten seines Gegenübers vorbei, zertrümmert ihm dann mit einem Nackenschlag die Halswirbelsäule. Als Multi-Angriff macht er einen Seitenschritt und boxt den zweiten Elite Brute so heftig in die Rippen dass dessen Lunge sich verabschiedet. Beide Hünen fallen in den Staub der Straße, während Fisto weiter hastet, seinen Battle Ram hinter sich her dirigierend. „Gardisten! Bereit machen zum Abspringen!“, keucht er in seinen Funktransmitter.
Das große Gebäude im Westen muss noch aufgeknackt werden. „Ich sicher’ hier drin ab!“, funkt der Pilot von Fistos verbündetem Battle Ram, und er steuert durch die Gebäudeecke und bricht durch die Lehmziegel ins Innere einer Stallung. Mit einer Bulldoze-Attacke seines Vehikels kein Problem. Der Muff hier drin kommt aber nicht von Reittieren, sondern von einem Elite Brute!



Der Battle Ram ist durch die Wand der Stallung gebrochen, und wird sofort ins Auge gefasst von einem großen Kobolgor


Das war leider die vorerst letzte Tat des Piloten, denn der grünhäutige Brute kommt angestampft, und versenkt sein Kriegsbeil tief in der Schulter des Eterniers. Bewusstlos und blutüberströmt gleitet er aus dem Steuerstand.

Bei Ram Mans Aktion rücken der Sammelsaurus und der übrige Battle Ram vor.
Im Inneren des länglichen Gebäudes joggt Rambo auf die vor Panik zischelnden Kobolgor-Besatzer zu, „Ergebt Euch König Randor!“, brüllt er warnend. Sein Intimidation-W8 liefert jedoch nur eine Zwei, er ist vor allem außer Atem, der Gute!

Runde 6: Ein neuer Elite Brute mit Doppelaxt erscheint am östlichen Ortseingang. Ram Mans Pilot feuert direkt seine Plasma-Kanone auf den Unterwelt-Bewohner ab, trifft mit Raise, und macht 18 Schaden. Die Lichtenergie des Lasers ist außerdem die Weakness der Kobolgor, und der Neuankömmling verglüht im grellen Plasma.



Ein Nachzügler-Brute wird vom Plasmastrahl des Battle Ram knusprig gebraten, kaum dass er Naddon betritt


Gleichzeitig stampft der Sammelsaurus weiter, und erreicht auf seinen knöchernen Stelzenbeinen Fistos Position. Die Gardisten hantieren mit ihren Klettergurten, bereit zum Absprung.

Wir lassen den Elite Brute im Pferdestall mal Electronics würfeln (Unskilled), um die Kontrollen des eroberten Battle Ram zu durchschauen. Leider ein Misserfolg, der Brecher mit dem dicken Schädel hat keinen Plan von Knöpfen und Hebeln!

Die Lowlifes haben sich von ihrem Stun erholt, aber sind diese Runde noch Distracted. Im anderen Gebäude steckt Ram Man ein paar Treffer von den Marodeuren ein, die ihn aber nicht beeindrucken. Die anderen drei wanken auf Fisto zu und zischen böse, aber sind durch den Schock vom Anblick des Sammelsaurus noch zu verstört, um den Krieger einzuschüchtern.

Fisto bellt in sein Funkgerät, „Absitzen! Zwei Kämpfer dem Battle Ram nach, zwei zu mir!“
Die Gardisten klinken eilig ihre Geschirre aus den Anschlagpunkten zwischen den Rippen des riesigen Saurierskeletts aus, und landen athletisch im Straßenstaub. Zwei hechten sofort ins Innere der Stallung ... und gucken groß, als sie den Elite Brute am Steuerknüppel des fahrerlosen Battle Ram herumzerren sehen.



Zwei Gardisten haben den Grund für das Verschwinden des Battle Ram geklärt


Während seine Allies so agieren, macht Fisto selbst ein formschönes Loch in die nächste Hauswand und steigt ein. Hier dringt ihm das erboste Krächzen von fünf Kobolgor Lowlifes aus dem Halbdunkel entgegen.

Runde 7: Rammy verlässt die Umzingelung und rennt stumpf Luftlinie ins Nebengebäude. Die drei Gelegenheitsattacken ignoriert der Geharnischte einfach. Im aufgebrochenen Weinkeller lauern die nächsten vier Schergen.



Ram Man läuft in gerader Linie von Gebäude zu Gebäude


Die Lowlifes umzingeln Fisto und Ram Man, und beharken sie. Ram Man muss zwei Wundlevel absorbieren mit seinem letzten Benny, und schafft nur eines, ein Kobolgor verbeißt sich fest in seinem Unterarm.

Die Gardisten kämpfen erbittert um den Battle Ram und Fisto; zwei weitere seilen sich aus dem Sammelsaurus-Brustkorb ab.
Fisto derweil bekommt einen der lästigen Marodeure niedergekämpft.

Runde 8: Zwei Lowlifes und ein Elite Brute stürmen von Osten ins Dorf.
Fisto erhält einen Joker, und er und Ram Man haben nun endlich wieder je einen Benny! Er schlägt verzweifelt um sich und zermanscht einen Umzingeler, dann rennt er mit seinen zwei Gardisten auf den Stall zu, in dem der Battle Ram verschwunden ist. „Ich will die Lage da drin unter Kontrolle!“, schreit er in seinen Transmitter, „Muss ich alles selber machen?!“
Die Gardisten fechten dort drin weiterhin mit dem Brute, schließlich gelingt es einem der Krieger, den Hünen auszuschalten, und ein anderer wirft sich daraufhin hinters Steuer des Battle Ram.

Ram Man bekommt eine weitere Wunde verpasst von einem Elite Brute, und muss wieder absorbieren. Der zweite Battle Ram wird ebenfalls angegriffen, hinterrücks.



Kampf im Spirituosen-Lagerhaus, und davor


Im Weinlager fügen die Kobolgor unter irrem Gekreische Ram Man eine zweite und eine dritte Wunde zu. Er hat keine Bennies mehr, und kann nichts mehr negieren. Sieht insgesamt schlecht aus!
« Letzte Änderung: Heute um 20:37 von Schalter »

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Re: [Savage Worlds | Ironsworn] Savage World of Eternia
« Antwort #209 am: Heute um 20:52 »
Runde 9: Die Marodeure starten erneut, und halten auf Ram Man und seinen Battle Ram drauf, aber haben diesmal nicht die Menge explodierender Wurfresultate, die sie brauchen, um den Krieger endgültig auszuschalten.

Draußen vor dem Weinlager bricht der Battle Ram mit röhrenden Motoren aus der Umzingelung aus. Dabei kassiert der Fahrer drei Gelegenheitsangriffe, und wird durch einen treffsicheren Krallenhieb erwischt und vom Bock gerissen.

Der Battle Bones sieht grüne Gestalten unter seinem Kopf hindurch laufen, er klappt seinen riesigen Unterkiefer auf, und schnappt zu. Die fünf Lowlifes, die Fisto und seinen Gardisten in den Rücken fallen wollten, werden allesamt von den knöchernen Fängen gepackt, in die Luft gehoben, und zermalmt!



Die Kobolgor-Marodeure unterschätzen die Kampfinstinkte des Sammelsaurus, und rennen unter seinen Kiefern hindurch ... ihr letzter Fehler


Der neu bemannte Battle Ram arbeitet sich im Rückwärtsgang aus der Stallung, und brackert auf das Gebäude mit dem umzingelten Ram Man zu.
Die Garde zerkloppt den letzten Kobolgor, und schließt sich im Laufschritt an.



Der Battle Ram hat einen neuen Gardisten als Piloten und brackert wieder los, zu Ram Mans Rettung


Fisto will in dieselbe Richtung, er geht dann schon mal vor! Er prügelt sich mit dem Kampfhandschuh durch die Wand und folgt parallel zur Dorfstraße der Schneise durch das Gebäude, die Ram Man eben bereits geschlagen hat.

Runde 10: Ein neuer Elite Brute trottet näher, hebt seine Säbel.
Ram Man muss das Gewühl im Gebäude verlassen, sonst können die Battle Rams nicht hinein feuern, auf den Kobolgor-Pulk. Ein solcher Rückzug bedeutet jedoch sieben weitere Gelegenheitsangriffe. Glücklicherweise ist er kurz vor der Horde am Zug, geht auf Defense, und wirft sich rücklings raus durch die Wand, auf die Straße. Gegen sein erhöhtes Parry von 11 trifft keine der Kreaturen.
Fisto setzt sofort daraufhin seinen Joker ein, wirft sich in den Sitz des führungslos gewordenen Battle Rams, wendet das Gefährt, und feuert die Inferno-Rakete direkt in das Loch in der Wand vor ihm! Er ist bei Shooting leider Unskilled. Ich setze einen seiner beiden angesammelten Punkte Sternenstaub ein, um das Resultat von Zwei (nach Abzügen für Unskilled und Unstable Platform durch das Drehmanöver) um +1W6 zu boosten. Eine Sieben! Kurz scheint ein goldenes Glitzern um Fisto zu sehen zu sein, als er sich konzentriert. Vielleicht nur eine optische Täuschung im hellen Licht der Steppensonne ...?
Die Rakete zischt in das Gebäude, und sprengt die Horde in tausend Stücke!



Ram Man hat sich mit einem defensiven Sprung ins Freie gerettet, und Fisto feuert das Geschütz des Battle Ram ab


Ist der Kampf dadurch entschieden? Ich befrage die Orakelwürfel dazu, und die sagen, so ist es.


Dann muss jetzt nur noch Ram Man aus dem Staub aufgelesen und verarztet werden! Der Feldarzt der Garde schafft eine Zwölf bei Healing, das zieht unserem heldenhaften Roland Rammerich wieder zwei seiner drei Wundlevel ab. Heftige Mengen Verbandsmaterial werden verbraucht für Ram Mans und Fistos zahllose Kratzer und Bisswunden. Übel zugerichtet wurden sie, das schmälert jedoch nicht ihr Triumphgefühl. Im Gegenteil! Auch die beiden schwer verletzten Piloten der Battle Rams können stabilisiert werden, und kommen mit ihrem Leben davon aus der Schlacht von Naddon.
« Letzte Änderung: Heute um 21:03 von Schalter »