Ja, wenn das so ist, ist das natürlich völlig in Ordnung. Es ist nichts absolut nichts Schlechtes dabei, wenn man einfach nur Bock auf Dungeon Crawls hat oder im Gegenteil überhaupt keinen Spaß daran hat. Das ist völlig in Ordnung.
Aber wenn dir die Gruppe offen SAGT, sie WILL Daggerheart spielen und sie WILL die Möglichkeiten nutzen und sie findet die Freiheiten und die Mitgestaltung super - aber das ganze einfach nie umsetzt ... dann sehe ich das Problem eigentlich woanders. Wenn die Spieler es wirklich ernst meinen, was sie mir sagen (und warum sollten sie mich anlügen - es ist ja nicht so, dass wir nicht einfach etwas anderes spielen könnten), dann haben sie schlicht eine Blockade im Kopf. Sie schaffen es nicht, das umzusetzen, was sie umsetzen können. Ich glaube, 20+ Jahre Rollenspiel, das sie immer gleich gespielt haben, verhindern, dass sie das alles anders angehen. Sie fragen mich zum Beispiel mehrfach am selben Spielabend (!), welche Aktionen sie während des Kampfes machen können und ob sie sich von A nach B bewegen können und dann noch angreifen können. Egal wie oft ich ihnen sage: "Ihr könnt soviel machen, wie ihr wollt. Das Spotlight wechselt erst dann zu mir, wenn ihr mit Fear und/oder einen Fehlschlag würfelt." - du kannst davon ausgehen, 3 Minuten später, fragen sie das selbe noch einmal. Sie kriegen es einfach nicht umgesetzt. Und ich glaube, sie werden es nie schaffen. Zumindest 2 der 3 Spieler.
Deshalb werde ich wieder auf Standardabenteuer wechseln und als System einfach Daggerheart nehmen. Und den (wenigen) Input, den ich von den Spielern bekomme, den kann ich auch in vorgefertigte Abenteuer quetschen.