Ich leite diese - ich glaube man kann schon sagen - 'Kampagne' gerade. Sandboxiger geht sowieso nicht.
Wir haben damit viel Spaß. Auf Youtube wird es zwar ganz schön beharkt, aber ich behaupte mal das ist der übliche Clickbait. Vorwurf: der Spielleiter wird mit den Sandbox-Elementen allein gelassen und es wird nicht erklärt, dass und wie man die weiterverwenden soll. Aber das ist ja das schöne an einer Sandbox. Die Einzel-Kurzabenteuer setzen kurze Folge-Hooks und dann bleibt es den Spielern selbst überlassen, ob sie darauf noch zurückgreifen wollen.
Das Keep ist mit seinen vielen Orten, die Charaktere direkt aufsuchen können, und den tollen NSC-Karten das eigentliche Kernstück für mich. Jede Location hat eine Mini-Quest und die unterhalten ausgezeichnet und sind kurz genug um als Auflockerung vor der Wildnis und den Chaoshöllen zu dienen. Teils wirken diese Mini-Quests ein wenig computerspielig auf mich, hauptsächlich weil es genau eine pro Location gibt, aber die Spieler staffeln das bei mir schon selbst organisch.
Ich vermute mal 12-15 Sessions kriegen wir locker aus der Box raus, wenn wir so weitermachen wie bisher und die Charaktere sind erst danach auf Level 4. Es war eigentlich nicht geplant ein halbes Jahr dranzubleiben, aber es auch für die Spielleitung sehr angenehm, weil es auch gut ohne SL-Vorbereitung läuft.
Nach 4 Sessions wurden doch schon zumindest 3 schöne langfristige Sideplots ohne Kloppbezug (aber auch ohne detailierte Buch/Box-Unterstützung) von den Spielern losgetreten.
Wir haben in 3 Sessions Chaoshöhlen (A-C) erkundet und in der ersten Session den Banditen im Wald überführt.
In der 5. Session bin ich vom reaktiven Leiten zum Sessionhookswerfen übergegangen. Eigentlich weil ich einen speziellen Gegenstand zur Kampfbeschleunigung im Wald verstecken wollte, aber daraus wurde jetzt eine große und interessante Intrige.
Auf Spoiler verzichte ich mal hier fürs erste, die kommen später.