Hi!
Sorry für die späte Antwort; ich hatte übersehen, dass hier nochmal jemand geschrieben hatte.
Wie Rillenmanni bereits sehr fachmännisch und diplomatisch schrieb: Darüber, was eine "echte" Sandbox ist, kann man sich die Köpfe einschlagen.
Was ich mit Sandbox meine ist:
Ich überlege mir als SL keine Story und keine Szenen (höchstens im Sinne von "Falls die SC X machen, wird vermutlich Y passieren"), sondern nur Dinge, die es in der Welt gibt.
Ich überlege mir z.B. nicht "heute werden die SC angeheuert, um einen Schatz aus einem Drachenhort zu holen; sie reisen dorthin und es gibt einen epischen Drachenkampf" sondern "An diesem Ort hier lebt ein Drache; das hier sind seine Absichten; das hier sind die Schätze, die er bewacht; das hier sind die Wege, auf denen die SC von ihm erfahren können".)
Ob es dann zu einem Kampf gegen den Drachen kommt, ob sich die SC an ihm vorbeischleichen, mit ihm reden, ob sie komplett ignorieren, dass es einen Drachen gibt - all das entscheiden die Spielenden, und all das ist für mich OK.
Das ist für mich eigentlich das Zentrale an der Sandbox: Die Spielenden übernehmen die Führung.
Ich als SL streue nur Abenteueraufhänger aus - Hier gibt es einen Schatz zu finden, dort kann man etwas Gutes tun, und was hat es mit dem seltsamen Leuchten bei dem Berg da hinten auf sich? - aber die Spielenden entscheiden, welchen dieser Aufhänger ihre SC nachgehen und wie sie das tun.
Und da es keine Story gibt, die so und nicht anders ablaufen muss, kann ich sicher stellen, dass die Entscheidungen der Spielenden und der Fall der Würfel echte Konsequenzen haben.
Die SC bringen den dunklen Herrscher schon im ersten Abenteuer durch einen kreativen Einfall zur Strecke? Kein Problem; wie geht es danach weiter?
Die SC wollen sich dem dunklen Herrscher anschließen? Cool, das ist jetzt die Kampagne.
Die SC werden vom dunklen Herrscher ausgelöscht? Tragisch! Wer sind die neuen SC der Spielenden und was wollen sie erleben?
Ich hoffe, das gibt einen Einblick und keine Toten
