Autor Thema: [RMS - S] A1 -Zeit des Zorns- Auf dem Kupferweg nach Norden  (Gelesen 798 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline klatschi

  • Moderator
  • Legend
  • *****
  • Eichhörnchen auf Crack
  • Beiträge: 4.215
  • Username: klatschi
Re: [RMS - S] A1 -Zeit des Zorns- Auf dem Kupferweg nach Norden
« Antwort #25 am: 1.02.2026 | 11:11 »
Hírngar
auf dem Gang vor seiner Kammer in Hallwind


Hírngar starrt immer noch auf seine Kammer, das Bett und meint, den Schemen der Gestalt zu erkennen. Er fühlt die Nähe von Aeryn und die dankbare Wärme ihres Körpers und der Decke. Die Angst, die Panik, sie kriechen langsam fort, verblassen. Der Verstand setzt wieder ein.

"Aeryn, was ist, wenn es mit dem Gedicht zu tun hat? Mit Miris Erinnerungen?"
Er zitiert die Worte, kann sie auswendig, seine Stimme nimmt leicht den Singsang des Kinderliedes an, das ihm hilft, die Worte zu verinnerlichen.
"the days of light rush by, dark times shall come."

Offline Hinxe

  • Hero
  • *****
  • Beiträge: 1.783
  • Username: Hinxe
Re: [RMS - S] A1 -Zeit des Zorns- Auf dem Kupferweg nach Norden
« Antwort #26 am: 3.02.2026 | 23:20 »
Gylfi
Auf Feste Hallwind


Gylfi hatte sich von einem Sklaven eine Schüssel heißer Suppe und ein Horn warmen Mets bringen lassen. Den ebenfalls verlangten kleinen Becher Schnaps hatte er sofort runtergestürzt. Während er auf den Mann hatte warten müssen, war er volle Sorge um seinen jungen Gefährten gewesen. Der Geist ist eine zerbrechliche Angelegenheit. Der Körper mag stark sein, aber wenn der Wille zum Leben erlischt...

Bei Hírngar angekommen hörte der Alte noch die von Miri stammendenden düsteren Worte. Zuerst bot der dem unter der Decke kauernden Mann die wärmende Speise an. "Hol Dir ein bisschen der Wärme der Lebenden zurück, bevor wir uns solchen Dingen zuwenden!", sagte er mit sanfter Stimme. Mit einem fragenden Seitenblick zu Aeryn bot er ihr das Horn mit dem gewärmten Honigwein an.
Leitet Earthdawn 4e, Shadowrun 5e und Against the Darkmaster.
Spielt Call of Cthulhu 7e, Shadowrun 5e, DSA 4.1 und D&D 5.5e.
Spielt im Forum Ruin Master und Cyber Master 2077.

Offline pharyon

  • Bleistift der Herzen
  • Famous Hero
  • ******
  • Beiträge: 3.158
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: pharyon
Re: [RMS - S] A1 -Zeit des Zorns- Auf dem Kupferweg nach Norden
« Antwort #27 am: 4.02.2026 | 10:00 »
Aeryn
auf dem Gang vor den Kammern in Hallwind


Aeryn nimmt das Horn, das Gylfi ihr anbietet, gerne. "Danke." Ein tiefer Schluck hilft ihr, ihre Gedanken zu sortieren. "Ich weiß nicht, ob die Erscheinung hier mit den gesammelten Versen zusammenhängt. Es ist gut möglich. Wie dem auch sei. Wenn die Verse Wahrheit werden sollten, werden wir das früher oder später erfahren. Jetzt im Moment zählt für mich euer Wohlergehen und dass wir herausfinden, ob Miri noch lebt oder, wenn nicht, wo ihre... ihr Körper noch ist, um sie zu ihrem Vater zu bringen. Kannst du aufstehen?" Langsam versucht sie Hírngar aufzuhelfen und ihm die Decke wieder umzusehen. "Wie fühlst du dich jetzt im Moment?".
"Lassen Sie uns die leichten Raumanzüge anziehen - schließlich wollen wir ja nicht ins All." (Koloth, Sohn des Rodoth)

Das Licht deiner Gedanken bestimmt die Farben deiner Welt.

Offline Outsider

  • Moderator
  • Legend
  • *******
  • Beiträge: 6.528
  • Username: Outsider
Re: [RMS - S] A1 -Zeit des Zorns- Auf dem Kupferweg nach Norden
« Antwort #28 am: 7.02.2026 | 13:34 »
Vor dem Fenster von Hirngars Kammer tanzen die Schneeflocke. Die Dächer von Hallwind werden weiß und in den Ecken der Gassen sammeln sich die Flocken. Der Winter naht und tiefhängende graue Wolken tragen die Kälte von den eisigen Ebenen hinter den Eisenbergen bis weit hinein in die Wildlande. Der Wind heult und säuselt um den Bergfried und immer wenn ihr meint das Wimmern und Klagen verschwindet im Hintergrund ist da ein Flüstern in den Böen. Ihr könnt nicht sagen ob ihr es wirklich hört oder ob es nur der Wind ist eine Einbildung der Ereignisse.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Offline klatschi

  • Moderator
  • Legend
  • *****
  • Eichhörnchen auf Crack
  • Beiträge: 4.215
  • Username: klatschi
Re: [RMS - S] A1 -Zeit des Zorns- Auf dem Kupferweg nach Norden
« Antwort #29 am: 8.02.2026 | 22:08 »
Hírngar
auf dem Gang vor seiner Kammer in Hallwind


Hírngar nimmt Aeryns Angebot an, richtet sich langsam auf, er ist schwach. Ausgelaugt. Der Schrecken des Traums, der lebendige Alptraum der Gestalt vor seinem Bett, der Weinkrampf - es hat ihn einfach grundlegend erschöpft. Der Holzfäller spürt, wie eine große Anspannung von ihm abgefallen ist, als er geweint hatte und sich der Nähe und Wärme seiner Freundin hingegeben hatte.
Endlich angekommen. Ich habe endlich meinen Platz gefunden. Das Gefühl erwärmt ihn immer noch, dankbar greift er zur Suppe und setzt die Schale an. In der Kälte des aufziehenden Winters ist sie schon etwas abgekühlt, aber dennoch etwas zu heiß. Nur ein wenig. Hírngar setzt sie an, trinkt in kleinen Schlucken und genießt das Brennen in seinem Körper, das Gefühl, etwas anderes spüren zu können, als Kälte.

"Ich weiß nicht..." fängt er an. Hat es etwas mit dem Lied zu tun? Steht uns das Ende der Welt bevor? Er ringt nach Worte. Wie fühle ich mich eigentlich? Emotionen stürmen auf Hírngar ein, Gefühle, die er immer zurückgedrängt hatte. Die Sehnsucht, Miri zu finden, um sie nach Hause zu bringen. Die Spuren von Unsicherheit in der Gesellschaft seiner Begleiter. Der Traum eines Lebens aus den Legenden. Das Suchen nach Worten. Der Schmerz in seinen Knochen. Die Müdigkeit. Ich bin so müde.

Er fängt erneut an.
"Ich bin so müde, Aeryn." Eine kurze Pause. "Und ich habe Angst - vor dem, was ich gesehen habe... Aber auch vor dem, was wir finden werden." Alles muss raus, wir sind unter uns. Sie haben es verdient. Ich kann ihnen trauen. Er flüstert, hat Angst, dass fremde Ohren das hören könnten.
"Ich... ich habe Angst um Miri. Ich fühle mich ihr verbunden. Also, nicht so wie ihr jetzt meinen könntet - sie hat mich geöffnet, mich einfach angesprochen, mir Geschichten erzählt... Ich..." Hírngar beginnt zu stammeln, wieder überfordert, seine Gefühle für Miri in Worte zu gießen. "Es ist ungerecht, dass sie diesem Idioten zur Braut gegeben wurde, sie hat so viel besseres verdient und sie war so traurig. Und zurecht. Und ihr Vater hat sie an eine Familie mit Namen verkauft im letzten Winkel des Landes und weint bittere Tränen, die seine Schuld sind und nun ist sie vielleicht tot und dieses dreckige Schwein eines Bräutigams lebt und die Götter der Erde und der Dunkelheit seien mein Zeuge, ich werde..." Hírngar merkt, dass er sich in Rage redet, nimmt den Met und trinkt einen Schluck. Besser so.
« Letzte Änderung: 8.02.2026 | 22:10 von klatschi »

Offline Hinxe

  • Hero
  • *****
  • Beiträge: 1.783
  • Username: Hinxe
Re: [RMS - S] A1 -Zeit des Zorns- Auf dem Kupferweg nach Norden
« Antwort #30 am: 9.02.2026 | 16:56 »
Gylfi
Auf Feste Hallwind


Ein wahrer Redeschwall! Gylfi war von Hírngars Worten überrascht. Doch konnte er mit ihm fühlen, Miri bedeutete Hírngar viel.

"Wir werden für Miri tun, was in unserer Macht steht. Retten oder rächen, je nachdem, was die Flowras gewähren mögen." Gylfi sprach in fast väterlichem Ton zu seinem Reisegefährten. "Du brauchst jetzt aber eine warme Schlafstätte, um Dich zu erholen. Ich werde eine neue Kammer für Dich beschaffen."

Gylfi ging den Gang wieder entlang, um einem Sklaven mitzuteilen, dass eine neue Schlafstatt benötigt wurde. Dabei warf er einen Blick durch Hírngars alten Raum. "Ja, ja, der Fimbulwinter kommt.", murmelte der Alte vor sich hin, als er einen Blick aus dem Fenster warf und ob des Flüsterns im Wind ein Schaudern unterdrücken musste. 

Leitet Earthdawn 4e, Shadowrun 5e und Against the Darkmaster.
Spielt Call of Cthulhu 7e, Shadowrun 5e, DSA 4.1 und D&D 5.5e.
Spielt im Forum Ruin Master und Cyber Master 2077.

Offline pharyon

  • Bleistift der Herzen
  • Famous Hero
  • ******
  • Beiträge: 3.158
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: pharyon
Re: [RMS - S] A1 -Zeit des Zorns- Auf dem Kupferweg nach Norden
« Antwort #31 am: 16.02.2026 | 15:34 »
Aeryn
auf Feste Hallwind


Nachdem der Diener ihnen eine neue Kammer gezeigt hatte, auch auf dem Gang, jetzt benachbart zu Gylfi, begleitete Aeryn Hírngar zu seiner neuen Schlafstätte. "Egal was du vorhast, du wirst Ruhe brauchen. Schlaf. Soll ich heute Nacht bei dir bleiben? Für alle Fälle?" Aeryn schaut Hírngar aufmerksam an, nachdenklich. "Natürlich kann auch Gylfi bei dir bleiben, wenn dir das lieber ist." Den letzten Satz begleitet ihr Gesicht mit einem schelmischen Ausdruck, während sie von Hírngar einmal zu Gylfi und wieder zurück schaut.
Danach schaut sie ihre Gefährten ernst, aber sanft an. "Ich weiß auch nicht, ob uns gefallen wird, was vor uns liegt. Aber wir sind jetzt in Bewegung. Wie Kugeln, die einen Hang hinunterrollen. Wir müssen in Bewegung bleiben. Egal wo wir landen. Ich verlasse mich auf Euch. Genauso könnt ihr Euch auf mich verlassen." Ein Gähnen unterbricht, dass Aeryn sich in eine milde Rage redet. "Wir sollten versuchen zu schlafen. Und uns morgen früh bereit für die weitere Reise machen. Je früher wir Antworten und Hinweise haben, desto klarer dürfte unser Weg werden. Was meint ihr?"
"Lassen Sie uns die leichten Raumanzüge anziehen - schließlich wollen wir ja nicht ins All." (Koloth, Sohn des Rodoth)

Das Licht deiner Gedanken bestimmt die Farben deiner Welt.

Offline klatschi

  • Moderator
  • Legend
  • *****
  • Eichhörnchen auf Crack
  • Beiträge: 4.215
  • Username: klatschi
Re: [RMS - S] A1 -Zeit des Zorns- Auf dem Kupferweg nach Norden
« Antwort #32 am: 16.02.2026 | 22:25 »
Hírngar
auf Feste Hallwind


"Schlafen... ja." Werde ich schlafen können? Hírngar nickte langsam, fuhr sich mit der Hand durch sein Gesicht.. "Du hast Recht, Aeryn. Etwas Schlaf wird uns helfen, einen klaren Kopf zu bekommen." Aber werde ich schlafen können?
Der Holzfäller versuchte sich an einem Lächern. "Ich danke für das Angebot und für deine Wärme. Aber ich denke, ich schaffe den Rest der Nacht alleine." So können zumindest sie sich ausruhen.

Offline Hinxe

  • Hero
  • *****
  • Beiträge: 1.783
  • Username: Hinxe
Re: [RMS - S] A1 -Zeit des Zorns- Auf dem Kupferweg nach Norden
« Antwort #33 am: 17.02.2026 | 20:03 »
Gylfi
Auf Feste Hallwind


Skeptisch sah Gylfi Hírngar an, als dieser auf Aeryns Frage antwortete. Dann zuckte er mit den Schulter. "So lasst uns die Ruhe finden, die wir alle brauchen. Die Reise wird sicherlich nicht leichter werden, je weiter wir voranschreiten."

In seiner Kammer angekommen, stierte der Alte noch eine Weile auf seiner Schlafstätte sitzend vor sich hin. Was erwartet uns? Werden wir dem gewachsen sein? Als er schließlich in den Schlaf fand, stand der Sonnenaufgang bereits kurz bevor.
Leitet Earthdawn 4e, Shadowrun 5e und Against the Darkmaster.
Spielt Call of Cthulhu 7e, Shadowrun 5e, DSA 4.1 und D&D 5.5e.
Spielt im Forum Ruin Master und Cyber Master 2077.

Offline pharyon

  • Bleistift der Herzen
  • Famous Hero
  • ******
  • Beiträge: 3.158
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: pharyon
Re: [RMS - S] A1 -Zeit des Zorns- Auf dem Kupferweg nach Norden
« Antwort #34 am: 19.02.2026 | 10:28 »
Aeryn
auf Feste Hallwind


Aeryn schaut Hírngar nachdenklich an. Will er wirklich die Nacht allein verbringen? Meint er, das gelingt ihm alleine? Nachdem er jedoch entschlossen scheint, dass er keine weitere Gesellschaft benötigt, zuckt Aeryn mit den Schultern. "Du weißt, wo meine Kammer und wo Gylfis Kammer ist. Falls du etwas brauchst, zögere nicht uns zu fragen." Dann richtet sich die Dyfir auf und reckt sich kurz. Bevor Sie Hírngar in seine Kammer gehen lässt gibt sie ihm einen kurzen Kuss auf seine linke Wange. "Dann viel Glück und einen möglichst erholsamen Rest an Ruhe."

Danach geht sie in ihre Kammer, schließt die Tür und lässt sich auf ihr Bett sinken. Das Kissen lehnt sie zwischen die kalte Wand und sich, die Decke legt sie über sich, der Dolch liegt in Griffweite neben ihr. Nachdenklich schaut sie zu ihrem kleinen Fenster und den kleinen Schimmern Licht, die sich hereinschmuggeln. Während sie über ihre Gefährten, sich, das gemeinsame Schicksal, Miri und die Zukunft Gedanken macht, schläft sie langsam ein.
"Lassen Sie uns die leichten Raumanzüge anziehen - schließlich wollen wir ja nicht ins All." (Koloth, Sohn des Rodoth)

Das Licht deiner Gedanken bestimmt die Farben deiner Welt.

Offline Outsider

  • Moderator
  • Legend
  • *******
  • Beiträge: 6.528
  • Username: Outsider
Re: [RMS - S] A1 -Zeit des Zorns- Auf dem Kupferweg nach Norden
« Antwort #35 am: 20.02.2026 | 13:05 »
Die Nacht vergeht und die Gestalt kehrt nicht zurück. Ein jeder von euch versucht noch so viel Schlaf zu finden wie möglich bevor ihr am nächsten Tag abreist. Gegen morgen ist der Schneefall in einen eiskalten Regen übergegangen und das graue Tageslicht tut ihr übriges um die Stimmung zu dämpfen. Von den Hügeln aus könnt ihr die weite Grasebene sehen die zwischen Hallwind und Nord Halle liegt. Vielleicht eine Tagesreise wird es brauchen bis ihr das Grasland erreicht. Die Saatigias haben euch gewarnt, der Norden der Wildlande ist schwer zu kontrollieren. Bis nach Nordhalle, wenn das euer Ziel sein sollte sind es vier Tage mit dem Wagen und in der Ebene dazwischen liegen nur ein paar kleinere Gehöfte. Das Ende des Kupferrausches hat diesen Landstrich härter getroffen, da kaum noch jemand weiter in den Norden reist. Nordhalle ist ein Sammelbecken für die Flüchtigen und Arbeitslosen Bergleute geworden. Die einen verloren ihre Arbeit in den Minen die Anderen, weil es keine Reisenden mehr gab. Die Bevölkerung von Nordhalle ist auf über 5000 Seelen angestiegen und die Saatigias haben weniger als 50 Stadtwachen die öfters weg- als hinsehen. Nordhalle ist nicht gesetzlos, aber man muss auf seinen Besitz und seine Seele aufpassen. Zu schnell gerät man an Leute denen ein Menschenleben wenig zählt.

Die Ebene dazwischen ist fahles Grasland, das seine Blüte hinter sich hat und das weite Grün in ein vertrocknetes Gelb übergegangen ist. Vereinzelt stehen Eichen in der Ebene, doch sind es wenig mehr als Gehölze oder wirklich nur einzelne Bäume die sich unter dem Wind ducken.

Sote hat in der Nacht ebenfalls schlecht geschlafen, auf Nachfrage sagt er euch, dass ihn schreckliche Alpträume geplagt haben. Ohne dass er sich an Einzelheiten erinnern kann. Nur das es so grausam war, dass er danach kaum in den Schlaf finden konnte. Dunkle Ringe zieren seine Augen.

Am Stadttor verabschieden euch Grimhil, Elvijö und Hloe und geben euch eine letzte Warnung mit auf den Weg.

Räuberbanden machen die Grasebene zwischen Hallwind und Nordhalle unsicher nicht alle Reisenden dort draußen werden euch freundlich gesonnen sein und es gilt ein Auge offen zu halten.
« Letzte Änderung: 20.02.2026 | 13:08 von Outsider »
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Offline Hinxe

  • Hero
  • *****
  • Beiträge: 1.783
  • Username: Hinxe
Gylfi
Hallwind


Gylfi warf einen letzten Blick über die Schulter auf Hallwind und die drei Saatigias. Auch wenn der Aufenthalt auf Grund von Hírngars Heimsuchung in der Nacht nicht sonderlich gemütlich ausgefallen war, überkam ihn das Gefühl, für lange Zeit das letzte Mal einen Hauch von Zivilisation verspürt zu haben. In seinen Bart grummelnd zuckte er mit den Schultern. Es ist der Weg.

Der Alte wandte sich an seine Reisegefährten, wobei er auch Sote mit einschloß. "Die Drei haben uns den Weg nach Nordhalle ja möglichst schmackhaft machen wollen, haben sich dabei aber für meinen Geschmack ordentlich in den Zutaten vertan. Wollen wir denn diesen Pfad einschlagen oder...", jetzt wandte er sich ganz Sote zu, "...gibt es einen anderen Weg, der vielleicht an weniger gefährlichem Volk vorbei führt?" 
Leitet Earthdawn 4e, Shadowrun 5e und Against the Darkmaster.
Spielt Call of Cthulhu 7e, Shadowrun 5e, DSA 4.1 und D&D 5.5e.
Spielt im Forum Ruin Master und Cyber Master 2077.

Offline pharyon

  • Bleistift der Herzen
  • Famous Hero
  • ******
  • Beiträge: 3.158
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: pharyon
Aeryn
beim Verlassen der Feste Hallwind


Ein, zwei nachdenkliche Momente blickte Aeryn zur Festung zurück. So sicher die Mauern auch Feinde abhalten vermochten, gegen einen nächtlichen Schrecken halfen sie nicht. Als sie die Worte Gylfis vernahm, wartete sie gespannt auf Sotes Antwort. Jetzt kein unnötiges Risiko eingehen. Da hat Gylfi recht. Leider. Gerne hätte Aeryn möglichst schnell die Stelle aufgesucht, an der der Hinterhalt stattgefunden hat. Aber es war ihr klar, dass sie drei vorsichtig sein mussten. Die Kampfkraft ihrer Gefährten konnte sie noch nicht besonders gut einschätzen. Aber ihre eigene im Vergleich zu den Sturmländern. Auch wenn es sich bei Räubern meist nicht um gut ausgebildete Kämpfer handeln mochte, wollte sie Kämpfe gerne vermeiden, wo es möglich war. Aeryn blickte zu Hírngar hinüber und versuchte in seinem gesicht zu erkennen, woran er dachte. Er sorgt sich natürlich noch mehr um Miri. Hoffen wir, dass ihr Schicksal nicht wirklich allzu schlimm ist. Wieder in Richtung Sote und Gylfi gerichtet, ergänzte sie. "Der Skwilde hat recht. Wir nützen niemandem, wenn wir unser Ziel nicht erreichen. Welche Pfade könnten wir wählen, welches Vorgehen wäre vernünftig, um sicher und dabei noch möglichst schnell am Ziel anzukommen, werter Sote? Nordhalle erscheint mir als sinnvoller nächster Schritt. Es sei denn, wir gelangen durch eine günstige Fügung an eine Stelle, die uns Hinweise auf Miris Verbleib gibt."

Wenn es Götter tatsächlich noch gibt, wäre es tatsächlich ein Segen, ihr Wohlwollen in dieser Sache zu haben.
"Lassen Sie uns die leichten Raumanzüge anziehen - schließlich wollen wir ja nicht ins All." (Koloth, Sohn des Rodoth)

Das Licht deiner Gedanken bestimmt die Farben deiner Welt.

Offline Outsider

  • Moderator
  • Legend
  • *******
  • Beiträge: 6.528
  • Username: Outsider
Sote lenkt sein Pferd dicht neben den Wagen. Auch hier, jenseits von Hallwind ist der Kupferpfad eine breite gut ausgebaute Straße welche der Niedergang des Reichtums bisher wenig anhaben konnte. Es stehen zwar Pfützen auf ihm und Wasser spritzt unter den Hufen der Pferde auf, doch ist der Untergrund fest und gut zu befahren. Die Baumeister welche die Straße geplant und errichtet hatten, hatten gute Arbeit geleistet.

„Nordhalle zu umgehen wird kein Problem sein, Vorräte haben wir genug dank des Wagens auch wenn er uns langsamer macht.“

Sote blickte zum Horizont wo ihr bereits die hoch aufragenden Gipfel der Eisenberge sehen könnt. Zwar sind es noch ein paar Tagesreisen und davor lagen noch die Dunkelwälder die durchquert werden mussten aber die Gipfel ragten schon über den Horizont hinaus.

„Nordhalle ist umgeben von Farmland, wenn wir uns westlich davon halten können wir die Stadt umgehen und erst in den Dunkelwäldern wieder auf den Kupferweg stoßen. Das kostet uns vielleicht einen Tag  zusätzlich, oder wir meiden nur die Stadt, kehren dort nicht ein, rasten eine halbe Tagesreise davor und erst nach Nordhalle wieder im Wald.“

Der Sklave stellt sich kurz in die Steigeisen.

„Die Räuberbanden sind ein Problem. In den Ställen erzählt man sich eine davon trägt die Uniformen der Saatigias und erpresst Wegezoll von den Reisenden. Da wird uns der Wagen zum Nachteil werden, wir können den Kupferweg nicht verlassen ohne das wir deutlich langsamer vorankommen. Aber es wäre eine Möglichkeit.“

Dann wendet sich Sote an Aeryn.

„Die Stelle mit dem Überfall liegt hinter Nordhalle und den Dunkelwäldern, wenn Haldur die Wahrheit gesagt hat. Der Kupferpfad wird nach den Dunkelwäldern nach Osten abbiegen und uns am Waldrand entlang nach Wretguard führen. Auf dem Weg lohnt es sich nach dem Ort des Überfalls Ausschau zu halten.“
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)