Ich habe gar nicht so viele nicht fertiggelesene Bücher, weil ich mich dann doch immer irgendwie bis zum Ende durchquäle. Erst meine Frau hat mich auf den Gedanken gebracht, dass man Bücher, äh, ja auch einfach, äh, liegen lassen kann, wenn sie einem nicht gefallen. Verrrückt!
Zwei an die ich mich erinnere sind...
Hermann Hesse - Der Steppenwolf
Hab irgendwann eine alte, zerfledderte Ausgabe als Schullektüre bei mir gefunden. Das war aus meiner damaligen Parallelklasse, wo alle das Buch spitze fanden, während meine Klasse Günter Grass gelesen hat. Ich habe keine Ahnung wie es in meinen Besitz gekommen ist, aber ich hab es etwa bis zur Hälfte geschafft, bevor ich das Buch dann weggeworfen habe (war wirklich sehr ramponiert).
Wolfgang Hohlbein - Der Wandernde Wald
Hab eine Weile gebraucht, mich an den Titel zu erinnern, denn das liegt schon etwa 20 Jahre zurück. Ich kann nur mutmaßen warum ich das Buch abgebrochen habe, aber wenn ich die Zusammenfassung auf Wikipedia überfliege, kommt mir ein Verdacht.
Die beiden Krieger Skar und Del, Angehörige der Satai, einer Kaste von Elitekriegern, sind von Besh-Ikne kommend auf dem Weg nach Elay, wo sie sich einem vom Tribaronat von Kohon aufgestellten Söldnerheer anschließen wollen. [...] Bei einer Rast in einem Wirtshaus werden sie von dem dortigen malabesischen Wirt jedoch davor gewarnt, den kürzesten Weg nach Norden einzuschlagen. Dort würden in letzter Zeit besonders viele Quorrl, gefährliche Reptilienwesen, die Gegend unsicher machen. Die beiden Satai lassen sich jedoch nicht von ihrem Plan abbringen und ziehen wie geplant weiter. Als sie jedoch von einer Übermacht Quorrl attackiert werden, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als die Flucht in die berüchtigte Nonakesh-Wüste anzutreten.
Ich habe eine gewisse Abneigung gegen Fantasynamen, vor allem wenn sie in Bündeln auftreten. Beim Lesen des obigen Absatzes habe ich bereits zweimal tief geseufzt und einmal mit den Augen gerollt. Hard Pass!
Edit: Gerade fällt mir noch eins ein, nämlich Hilary Mantel - Wölfe
Vielleicht lag es an der Übersetzung, aber bei dem ständigen "Er sagt", "Er sagt", "Er sagt", "Er sagt", "Er sagt", "Er sagt", "Er sagt", "Er sagt", "Er sagt", habe ich oft den Faden verloren,
wer denn nun
was sagt. Außerdem hilft es nicht, dass die Hälfte der handelnden Figuren Thomas heißt.
Edit 2: Das kommt davon, dass man ohne Kaffee schreibt - Typos noch und nöcher.